Der Neue Pauly

Purchase Access
Subject: Classical Studies

Edited by: Hubert Cancik and Helmuth Schneider (Antiquity) and Manfred Landfester (Classical Tradition).

Der Neue Pauly – published in print by Metzler Verlag – is the most complete and most authoritative modern encyclopedia of the ancient world currently available. In nearly 20,000 entries it covers two thousand years of history and culture of Greco-Roman Antiquity and the reception of this in the two thousand years that followed. This unique reference work is also available in print and online as Brill’s New Pauly.

Subscriptions: see brill.com

Yamunā

(74 words)

Author(s): Karttunen, Klaus
[English version] Der größte Nebenfluß des Ganges; Iomanes bei Arr. Ind. 8,5 (Ἰωμάνης, Var. Ἰωβάρης/ Iōbárēs) und Plin. nat. 6,21,63; 6,22,69; 6,23,73; Διαμούνας/ Diamúnas bei Ptol. 7,1,29 (wohl von mittelindisch Jamunā), vielleicht identisch mit dem Οἰδάνης/ Oidánēs des Artemidoros (bei Strab. 15,1,72). Der Fluß entspringt im westl. Himalaya und fließt mit dem Ganges bei Allahabad zusammen. Zw. Yamunā im Westen und Ganges im Osten liegt der Doab, das alte Kernland des arischen Indiens. Karttunen, Klaus

Yaṯrib

(155 words)

Author(s): Müller, Walter W. | Schönig, Hanne
(Koran 33,13; Ἰάθριππα/ Iáthrippa bei Steph. Byz. 321,13; entstellt Λαθρίππα/ Lathríppa bei Ptol. 6,7,31), das h. Medina. [English version] I. Vorislamische Zeit Alte Oasensiedlung von wirtschaftlicher Bed. im westl. Zentralarabien an der Weihrauchstraße. Um 550 v. Chr. unternahm der babylonische König Nabonid von Teima aus Feldzüge, auf denen er auch Y. eroberte. In Namenslisten in der minäischen Hauptstadt Qarnāwu (Minaioi) aus dem 3. Jh. v. Chr. wird Y. genannt. Seit dem 1. Jh. n. Chr. gab es in Y. bis zum Auftreten des Islams starke jüdisch-arabische Stämme. Müller, Walte…

Yavana

(107 words)

Author(s): Karttunen, Klaus
[English version] (altindisch; frühmittelind. yona, yonaka; später auch joṉa). Der ind. Name für die Griechen (höchstwahrscheinlich von altpersisch yauna) bezeichnete urspr. die Iones. Die frühesten Belege stammen etwa aus dem 4. und 3. Jh. v. Chr. (beim Grammatiker Pāṉini und König Aśoka), im Mahābhārata wurden damit vielleicht die Indogriechen bezeichnet. Später erhielt der Name eine allgemeinere Bed. als Bezeichnung der ferneren Nachbarn, und etwa seit dem 7. Jh. n. Chr. wurde Y. als Name für Araber und Muslime gebraucht. In der südind. Tamil-Lit. findet man Yavanar als B…

Yazdgird

(423 words)

Author(s): Schottky, Martin
(Isdigerdes). [English version] [1] Y. I. persischer Großkönig 399-420/1. Seine Herrschaft stellte einen Höhepunkt guter Beziehungen zu Ostrom dar (anders Claud. in Eutropium 2,475 f.). Dies äußerte sich zum einen in der Bitte des sterbenden Arcadius an Y., die Vormundschaft für seinen unmündigen Sohn Theodosius [3] II. zu übernehmen (Prok. BP 1,2,7-10; Theophanes a. 5900; Zweifel bei Agathias 4,26,3-7); v. a. aber zeigte er sich den Christen gegenüber derart tolerant, daß ihm westliche Berichte soga…

Yazılıkaya

(150 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Hethitisches Felsheiligtum (datiert um 1260 v. Chr.), ca. 2 km nö der Hauptstadt Ḫattusa. In einer Kalksteinbank liegen - durch einen Spalt von außen zugänglich - zwei natürlich geformte Haupt- und zwei Nebenkammern, deren senkrechte Felswände von Reliefs bedeckt sind. Vor dem Eingang befanden sich mehrere Gebäude, die als Eingangsbereich für das eigentliche Heiligtum in den oben offenen Felskammern dienten. Im Zentrum der Darstellung der Nordwand von Kammer A begegnen sich die h…

Yaz Tepe

(139 words)

Author(s): TH.G.
[English version] (Jaz Depe). Siedlungsrest am Oberlauf des Murgab (SO-Turkmenistan), 34 km nnw von Bajram Ali; eisenzeitliche Schichtenabfolge von Yaz (Jaz) I bis III mit charakteristischer, z. T. (Yaz I) bemalter Keramik, Gebäude mit Speichern, Zitadelle [1]. Nach einem neueren Radiocarbondatum [2] datieren Yaz I und analoge Funde im übrigen Südzentralasien auf 1512-1309 v. Chr.; Abgrenzung und kulturelle Zuordnungen der Abschnitte Yaz II und III bleiben unklar, beide gelten aber als vor-hellenistisch [3]. TH.G. Bibliography 1 V. Masson, Drevnezemledel'českaja kul…