Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Perspektive ist europäisch. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Sicht auf den Rest der Welt versperrt ist. Im Gegenteil, die Wechselbeziehung von europäischen und anderen Kulturen wird ausführlich betrachtet.

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Dalai Lama

(13 words)

s. Lamaismus

Dame

(1,635 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff Der nach 1650 aus dem franz. dame bzw. dem ital. dama oder donna ins Deutsche übernommene Begriff ist von lat. domina (»Herrin«) abgeleitet. Synonyme für »Herrin« sind auch seine Entsprechungen im Spanischen ( señora) und Englischen ( lady, von angelsächs. hlafdige = »Brotherrin«). Als höfischer Titel wurde er meist in Verbindung mit dem Possessiv »mein«, ma bzw. my, gebraucht ( Madame, Madonna, My Lady bzw. Milady). Beim Schach- und beim Kartenspiel bezeichnet D. die zweitwichtigste Figur oder Karte [1]. 2. Trägerinnen Prinzipiell war der Titel D. der höchsten Herr…

Damenhof

(931 words)

Author(s): Kolk, Caroline zum
1. Begriff und Funktion Frauen der Elite hatten in allen Hochkulturen Anspruch auf eigenes Personal und Begleiter/innen, die sich um ihr leibliches und geistiges Wohl kümmerten. Als D. bezeichnet man die Gruppe von Hofdamen, Würdenträgern und Domestiken (Dienstboten), die einer Fürstin zu Diensten standen. Die Funktionen des nzl. D. waren vielfältig und eng mit dem Status der Herrin verbunden. Neben der materiellen Versorgung der Fürstin und ihrer Begleitung, die v. a. zu Zeiten der ma. Reiseherrschaft die Existenz eines autonomen Hofstaa…

Damenstift

(1,104 words)

Author(s): Koch, Lucia
1. Begriff und Organisation D. (auch Kanonissenstift, Frauenkonvent, freiweltliches Stift) bezeichnet im weiteren Sinne eine Frauengemeinschaft, die ein religiöses Leben führte, das keiner Bindung an eine monastische Kommunität unterlag [10] (Mönchtum; Kloster). Die Frage, ob D. ausschließlich dem (hohen) Adel vorbehalten oder ständisch gemischt waren (Ständegesellschaft), wird in der Forschung diskutiert. D. existierten seit dem FrühMA v. a. in sächsischem, fränkischem und oberital. Gebiet; gebräuchlich wurde die Bezeichnu…

Dämonen

(12 words)

s. Dämonologie | Teufelsglaube

Dämonisierung

(805 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
Im Kontext der global stattfindenden religiösen Interaktionen der Nz. kam es in Bezug auf die Gottesnarrative anderer Völker und Gesellschaften, die Europäer und bes. die im Namen der Christianisierung aktiven Missionare abbildeten und schufen, grundsätzlich zur D. anderer Götter. In diesem Prozess wurden Götter, Geistwesen und Ahnen außereurop. Gesellschaften den Kategorien »gut« oder »böse« zugeteilt und im Falle der Kategorie »böse« fast ausschließlich als »Dämonen« definiert – ein Thema, das…

Dämonologie

(1,126 words)

Author(s): Butler, Todd | Prankel, Dieter
1. Definition und Gegenstand Das griech. Wort daímōn bezeichnet ein übernatürliches Wesen; D. ist die Lehre davon. Der bedeutendste Theoretiker der D. der Renaissance war der Philosoph Marsilio Ficino ( De triplici vita, Florenz 1469; »Über das dreifache Leben«). Sein Interesse am Neuplatonismus (Platonismus) und anderen antiken philosophischen Richtungen prägte seine Vorstellung von Dämonen (= Dn.) als Wesen, die überirdische Kräfte vermitteln. Paracelsus und Henry Cornelius Agrippa ( De occulta philosophia, 1533) entwickelten Ficinos Ansätze weiter; durch die V…

Dampfkraft

(10 words)

s. Dampfmaschine

Dampfmaschine

(4,151 words)

Author(s): Weber, Wolfhard
1. Allgemeines Die kontinuierlich genutzte Expansionskraft des Wasserdampfes erlangte erst mit James Watts Weiterentwicklung der Newcomen-Maschine in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s, nach 1800 dann mit der Hochdruck-D. erhebliche Bedeutung; die Verwendung der Dampfturbine setzte erst gegen Ende des 19. Jh.s ein; dennoch besaß die D. eine Initialfunktion für die Industrialisierung. Sie wurde zuerst im Bergbau verwendet (Montanwesen; Bergbautechnik), dann bald auch im Verkehrswesen (Dampfschiff und …

Dampfschiff

(920 words)

Author(s): Scholl, Lars-Ulrich
Jahrtausendelang war der sich mit Booten, Flößen oder Schiffen auf dem Wasser fortbewegende Mensch auf seine eigene oder auf tierische Muskelkraft sowie auf die Windenergie oder die Fließkraft des Wassers angewiesen. Er benutzte Stangen zum Staken, Riemen zum Rudern, Schaufelblätter zum Paddeln, Leinen zum Treideln vom Ufer aus durch Rinder, Pferde oder Menschen (Treidlerei), Segel zum Vortrieb durch den Wind oder einfach die Strömung eines Gewässers. Eine entscheidende Veränderung brachte erst die Übernahme der Kolbendampfmaschine gegen Ende des 18. Jh.s, die…

Dänisches Kolonialreich

(13 words)

s. Kolonialreich

Danksagung

(1,090 words)

Mit dem 15. und letzten Band sowie dem abschließenden Gesamtregister wurde die Enzyklopädie der Neuzeit 2012 veröffentlicht. Dank einer bewunderungswürdigen Kraftanstrengung aller Beteiligten ist es seit den ersten Herausgebertreffen im Jahre 2002 sowie dem Erscheinen des ersten Bandes im Mai 2005 in erstaunlich kurzer Zeit gelungen, ein Unternehmen zu vollenden, das die Neuzeit - so unsere Hoffnung - auf eine neue Weise erschließt und die zukünftige Forschung und Lehre nachhaltig beeinflussen wird. Die ausfü…

Daoismus

(10 words)

s. Taoismus

Darlehen

(752 words)

Author(s): Hofer, Sibylle
1. Begriff Das D. stellt schon in der Nz. die zentrale rechtliche Vertragsform für Kredit-Gewährungen dar. Kennzeichen eines D. ist, dass einer Person (Darlehensnehmer) nach Maß oder Gewicht bestimmte Gegenstände (z. B. Korn, Tuch, Öl) vom Darlehensgeber mit der Abrede übertragen werden, dass später Gegenstände gleicher Art, Quantität und Qualität zurückzugeben sind. Hauptanwendungsfall war auch schon in der Nz. das Geld-D. Dass der Darlehensnehmer Eigentum und damit Verfügungsbefugnis an den ihm …

Darstellung

(12 words)

s. Repräsentation | Theater

Datierung, historische

(15 words)

s. Chronologie | Kalender

Debüt

(9 words)

s. Erstling

Dechristianisierung

(718 words)

Author(s): Graf, Friedrich Wilhelm
Der dt. Begriff der D. entstand im späten 18. Jh. im Kontext religionspolitischer Debatten über die Französische Revolution. Dort wurde déchristianisation als Kampfbegriff zur Bezeichnung zunächst spontaner gewalttätiger Aktionen kleinbürgerlicher Gruppen gegen die Römisch-katholische Kirche und ihren Klerus, für den Raub von Kirchengut sowie die Verwüstung von Kirchen, anderen kirchlichen Gebäuden und Kunstschätzen verwendet (Ikonoklasmus). Anhänger der Revolution gebrauchten den Begriff außerdem sowohl zur Besch…

Deckenmalerei

(2,518 words)

Author(s): Krems, Eva-Bettina
1. Begriff, Orte und Themen Unter D. fasst man jegliche gemalte Dekoration zusammen, mit der die Decke eines Raumes (verschalter Dachstuhl, Flachdecke oder Gewölbe) ausgestattet sein kann. D. findet sich im profanen und sakralen Bereich und spielt dort dank ihrer sowohl ästhetischen Gestaltung als auch ikonographisch-ikonologischen Bedeutung zu fast allen Epochen der Nz. eine wichtige Rolle. Die Wahl der Themen richtete sich nach Funktion und Bedeutung der Räume. Die Hochachtung gegenüber D. zeigt sich zum einen darin, dass die bedeutendsten Maler ihrer Zeit dam…

Déclaration des droits de l'homme et du citoyen

(33 words)

s. Menschen- und Bürgerrechtserklärungen
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