Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Ebenbürtigkeit

(728 words)

Author(s): Hofer, Sibylle
1. Begriff E. bedeutet, dass für bestimmte Rechtsbeziehungen Standesgleichheit der beteiligten Personen gefordert wird. Ein Fehlen dieser Voraussetzung hat entweder die vollständige Ungültigkeit der Rechtshandlungen zur Folge oder führt mindestens dazu, dass die Rechtsbeziehungen anderen Regeln als bei Standesgleichen unterworfen werden. Damit ist E. Kennzeichen einer Rechtsordnung, die nicht vom Gedanken einer allgemeinen gleichen Rechtsfähigkeit geprägt ist, sondern bei der Rechtsstellung geburtsstä…

École Polytechnique

(976 words)

Author(s): Dhombres, Jean | Popplow, Marcus
1. Gründung und konzeptionelle Ausrichtung Die im Zuge der Französischen Revolution 1794 als École centrale des travaux publics in Paris gegründete und ein Jahr später auf den heutigen Namen umbenannte E. P. vermittelte, im Gegensatz zu den praxisorientierten Ingenieur-Schulen des Ancien Régime , mathematisch-naturwiss. Wissen als Grundlage ingenieur-technischer (= techn.) Berufe. Ihr Modell einer Theoretisierung der Berufsbildung wurde europaweit wegweisend. Professoren und Absolventen der E. P. prägten zudem im 19. Jh. maßgeblich die Entwicklung…

Edelmetalle

(1,684 words)

Author(s): Slotta, Rainer | Bartels, Christoph
1. Definition Eine systematische Einteilung der Metalle existiert nicht, doch werden manche auf Grund spezifischer Eigenschaften zu Gruppen zusammengefasst: Unter die E. subsumiert man als wichtigste Gold, Silber und die Platinmetalle (Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium, Rhenium und Platin). Dies sind jene, die sich weder bei gewöhnlicher noch bei höherer Temperatur mit Sauerstoff verbinden und nicht korrodieren. In Verbindung mit Säuren verhalten sie sich unterschiedlich: Silber löst sich in Salpetersäure und …

Edelsteine

(842 words)

Author(s): Häberlein, Mark
Wie andere oriental. Luxusgüter gelangten auch asiatische E. – Diamanten (= Diam.) aus Indien, Rubine aus Ceylon und Siam – im MA v. a. durch den venez. Levantehandel nach Europa. Im ausgehenden MA bezog Venedig E. insbes. aus Aleppo (Syrien) und Alexandria (Ägypten). Aufgrund von Fortschritten bei der Bearbeitung erfreute sich nun der Diam. in Europa besonderer Wertschätzung: Diamantschleifer, die seit dem 15. Jh. in Venedig, Brügge, Paris und Antwerpen nachweisbar sind, verliehen den natürlichen Kristallflächen Transparenz, und Di…

Edikt

(10 words)

s. Gesetzgebung

Edikt von Nantes

(1,347 words)

Author(s): Birnstiel, Eckhart
1. Rechtslage Das E. V. N. wurde im April 1598 von König Heinrich IV. von Frankreich erlassen. Es ist das letzte einer Reihe von Pazifikationsedikten aus der Zeit der franz. Religionskriege (1562–1598; Konfessionskriege), durch die ein gewaltloses Miteinander der Religionsparteien gewährleistet werden sollte. Unter diesen Gesetzestexten [3] sind bes. hervorzuheben: das E. von Saint-Germain, auch Januaredikt oder Toleranzedikt genannt (Regentin Katharina von Medici im Namen Karls IX., Januar 1562), das den Protestanten Glaubensfreiheit gewährte, die synodal-presb…

Edition

(1,302 words)

Author(s): Müller, Gernot Michael
1. Definition und Grundlagen Unter dem Begriff E. lässt sich im weitergefassten Sprachgebrauch, etwa in der Bezeichnung editio princeps (»Erstausgabe«), jedes gedruckte Werk subsumieren; in der literaturwiss. Terminologie bezeichnet er die nach philologischen Kriterien gestaltete Ausgabe eines handschriftlich oder im Druck überlieferten Textes mit dem Anspruch, diesen möglichst authentisch, d. h. der Intention des Autors entsprechend, wiederzugeben. Der Realisierung dieses Anspruchs sind freilich je nach Epochenz…

Edler Wilder

(1,511 words)

Author(s): Mahlke, Kirsten
1. Begriff Die Figur des E. W. (franz. bon sauvage, engl. noble savage; dt. auch »Guter Wilder«) ist ein seit dem Zeitalter der Entdeckungsreisen geläufiger Topos der europ. Philosophie, Literatur, Kunst und Politik, der in der franz. Aufklärung seine prägnanteste Ausprägung erfuhr. Er vereint modellhaft die Gestalt der Ureinwohner karibischer, afrikan. und pazifischer Gegenden mit dem Idealbild eines unverdorbenen Menschen im Naturzustand (vgl. Abb. 1). Auf der negativen Folie der als dekadent empfundenen eigenen Gesellschaft schreiben Autoren dem E. …