Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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K

(162 words)

Author(s): B. Bischoff
der zehnte Buchstabe des lat. Alphabets. Durch die wahrscheinlich aus dem etruskischen Alphabet erfolgte Übernahme wurden dem Lat. c (aus griech. Gamma) und k (aus griech. Kappa) vermittelt. Während ersteres zunächst für den k-Laut vor e und i, letzteres vor a gebraucht wurde, ging auch diese Verwendung später auf c über; k wurde auf kalendae (und Ableitungen) und den seltenen Bei– und Vornamen Kaeso beschränkt. Seinen Platz im Alphabet verlor es nicht, aber als es im MA wieder in Umlauf gesetzt…

Kabel

(23 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
eine von Rudolf Koch entworfene Groteskschrift (serifenlose Linear–Antiqua), 1927 erschienen. Heute im Fotosatz bei allen großen Herstellern zu finden. A. Ihlenfeldt

Kabelfernsehen

(145 words)

Author(s): U. Saxer
Unter den sog. Neuen Medien kommt der Verteiltechnik K., d. h. der Übermittlung von Fernsehsignalen über ein breitbandiges Kabelnetz, eine bes. Bedeutung zu. Über eine solche Anlage können die verschiedensten Dienste verteilt oder über einen Rückkanal abgerufen werden. Das große Potential dieser neuen Kommunikationstechnik war denn auch Anlaß zu einer umfassenden medienpolitischen Diskussion, die zur experimentellen Erprobung derselben in Pilotprojekten führte. Deren Ergebnisse bestätigen die ur…

Kachelofen, Johann

(110 words)

Author(s): I. Bezzel
* in Urschenheim (bei Colmar), dt. Buchdrucker. K. wurde 1487 in Erfurt immatrikuliert und lernte vermutlich in Leipzig bei seinem älteren Halb–K bruder Konrad Kachelofen das Buchdruckerhandwerk. In Ingolstadt, wo er seit 1490 bezeugt ist, brachte K. in den Jahren 1490—1494 wahrscheinlich mehrere un–firmierte Drucke heraus (früher dem Drucker des Cel–tis, dem Drucker des Psalteriums und dem Drucker des Almanachs für 1494 zugewiesen). Mit vollständiger Druckeradresse bzw. mit Angabe des Druckorts Ingolstadt ersch. 1499 drei Schriften. I. Bezzel Bibliography Klemperer, V.: Ko…

Kachelofen, Konrad

(246 words)

Author(s): H. Harthausen
eigentlich Contze Holtzhusen, um 1450 in Warsberg bei Metz (Lothringen), wahrscheinlich 1529 in Leipzig, dt. Verleger und Drucker. K. erwarb 1476 das Bürgerrecht in Leipzig, wo er als Kaufmann im Papier–, Spezerei– und Weinhandel tätig war. Da er anscheinend kapitalkräftig war, wurde er der bedeutendste Drucker Leipzigs im 15. Jh. Der Anfang seiner Druckertätigkeit ist ungewiß, jedenfalls begann sie noch nicht 1480/1481, wie früher angenommen, sondern erst nach 1483. Seit 1489 arbeitete K. auch …

Kadmos

(199 words)

Author(s): K. Borchardt
(hebr. qedem = der Osten), in der griech. Sage (Apollod. bibl. III 1.1.2) Bruder der Europa und des Phoinix, nach anderen Sohn des Phoinix, gedeutet als Phönizier aus Tyros oder Sidon, Eponymos der Burg Kadmeia im böotischen Theben. Einem der Gefährten, die ihn auf der Suche nach der von Zeus geraubten Schwester in Griechenland begleiteten, schreibt Herodot (V 58) die Einführung des Alphabets zu, eine Tat, die später oft auf K. selbst zurückgeführt wurde (hellenistische Münzen aus Tyros und Sido…

Käferbücher

(4 words)

Siehe Insektenbücher

Kahnweiler, Daniel Henry

(204 words)

Author(s): H. Wendland
25. 6. 1884 in Mannheim, 12. 1. 1979 in Paris, Kunsthändler, Kunstschriftsteller und Verleger. K. eröffnete 1907 in Paris eine Galerie, in der er sich für die Künstler der Avantgarde, die Fauves und die Kubisten, einsetzte. Deren Bedeutung erkannte er als erster. K. fand dabei eine eigene Form der persönlichen Betreuung seiner Künstler und des Kunsthandels. Er betreute und forderte André Derain, Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, André Masson, Fernand Leger u. a. m. Schon 1909 begann K. s…

Kairo

(262 words)

Author(s): D. Duda
1. Buchdruck Der Buchdruck wurde 1798 von Napoleon anläßlich der Eroberung Ägyptens eingeführt. Nach dem Rückzug der Franzosen und Engländer errichtete Muhammad CAlï im Vorort Büläq 1821 eine Staatsdruckerei, die für viele Jahre die bedeutendste im gesamtarab. Raum blieb. 2. Bibliotheken Unter den Tülüniden (868 bis 905), stärker noch unter den schiitischen Fätimiden (909 bis 1171) wurden für die großen Moscheen Bibl.en gestiftet. Daraus entstanden z.T. von den Fätimiden geforderte Akademien (dār al– cilm) in angeschlossenen eigenen Ge…

Kaiser, Chr.

(165 words)

Author(s): K. Gutzmer
München, Fachverlag für evangelische Theologie. Gegr. 1845 durch Christian Kaiser; seit 1911 im Besitz von Albert Lempp, dessen Erben den Verlag 1986 an den Quell Verlag und Buchhandlung der Evangelischen Gesellschaft in Stuttgart übergaben. 1993 erwarb das Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn den Verlag und verlegte den Sitz nach Gütersloh. Das Verlagsprogramm umfaßt alle theologischen Disziplinen, widmet sich neuerdings auch der ökumenischen Zusammenarbeit und dem Dialog mit Marxisten und Juden, …

Kaiser, John Boynton

(119 words)

Author(s): F.J. Mosher
1. 1. 1887 in Cleveland, Ohio, 30. 9. 1973 in Winter Park, Florida, amer. Bibliothekar. K. war 1914—1924 Leiter der Tacoma Public Library in Washington, 1924—1927 der Iowa State Univ. Library in Ames, 1927—1943 der Oakland Public Library und 1943 — 1958 der Newark Public Library in New Jersey. K. war einer der führenden Köpfe im amer. Öffentlichen Bibliothekswesen des 20. Jh.s, bes. interessiert am modernen Management der Public Libraries, den rechtlichen Aspekten des Bibliotheksdienstes und an der Förderung der Bibliotheksverwaltung. Über alle diese Themen schrieb und lehrte er. F.…

Kaiserkursive

(105 words)

Author(s): T. Frenz
Schrift der spätantiken Kaiserkanzlei. Diese behielt die ältere röm. Kursive bei, auch als sie im 3. Jh. n. Chr. allg. durch die jüngere röm. Kursive verdrängt worden war, und gab ihr durch bewußte Stilisierung (z.B. sehr große Oberlängen) ein bes. Aussehen. Der Gebrauch dieser litterae caelestes (so in einem Schreiben der Kaiser Valentinian und Valens) war gewöhnlichen Sterblichen, bis hin zu den höchsten Staatsbeamten, streng verboten. Kaiserkursive. Der lateinische Text lautet: Causa non secuta legibus ei redhiberi praecipiat. Um 200 n. Chr. 125 T. Frenz Bibliography Steffens,…

Kaiser–Wilhelm–Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

(371 words)

Author(s): J. Hönscheid
am n. 1. 1911 anläßlich der Hundertjahrfeier der Berliner Univ. gegr., nach Aufnahme von Plänen F. Althoffs vornehmlich durch F. Schmidt–Ott und A. von Harnack (Gründungsdenkschrift vom 21. 11. 1909 von Harnack). Sie beruhte auf dem Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und Staat mit der Aufgabe, die Wissenschaft insbes. durch Gründung und Erhaltung naturwiss. Forschungsinstitute zu fordern (§ 1 der Satzung), in denen Forscher grundsätzlich vom Lehrbetrieb entlastet und von der haushaltsmä…

Kaisheim

(333 words)

Author(s): H. Finger
ehemalige Zisterzienserabtei bei Donauwörth, 1133/1135 durch die Grafen von Lechsgemünd gegr. und durch Mönche aus Lützel (Elsaß) besiedelt (Filiation von Morimond). Bereits unter dem vierten Vorsteher von K., Abt Albert (1174—1195), der im Kreuzgang eine Bibl, errichten ließ, begann die vom Zisterzienserorden urspr. abgelehnte Buchmalerei in bes. Weise aufzublühen. Unter Abt Trutwin (1267—1288), der Mönche von K. in das neugegr. Stams entsandte, wirkte bes. der Prior Heinrich für Bibl, und Scri…

Kaishu

(131 words)

Author(s): H. Walravens
Modellschrift, ein bis heute gebrauchter chinesischer Schriftstil, der sich vor anderthalbtausend Jahren aus der Kanzleischrift (lishu) entwickelt und wohl durch die Verbreitung des Buchdrucks unverändert erhalten hat. Sie ist die traditionelle Druckschrift. Eine halbkursive Variante, die Kurrentschrift (xingshu), hat nicht so klare Formen und wird als Schreibschrift verwendet. Die Konzeptschrift (caoshu) vereinigt Einzelstriche der Schriftzeichen in (oft nur einem) schnell ausgeführten Pinselsc…

Kaiyuan zabao

(112 words)

Author(s): H. Walravens
angeblicher Druck der T'ang–Zeit im Umfang von sieben Blatt, der sich im Besitz des Sammlers Yang Shoujing (1838—1915 oder 1916) befunden haben soll. Der Text selbst, der sich in verschiedenen Slg. erhalten hat, ist auf 851 datiert und hat Sun Kezhi (Doktor 855) zum Verfasser. Inhaltlich bringt er Notizen über Hofereignisse in tagebuchartiger Form und ist interessant für die Vorgesch. der Pekinger Hofzeitung. Das K. wird heute von Druckforschern nicht mehr ernsthaft als Frühdruck in Betracht gezogen. H. Walravens Bibliography Liu AN: Zhongguo diaoban yuanliu kao (Untersuchun…

Kakographie

(178 words)

Author(s): H. Buske
(griechisch χαχός = schlecht, γραφή = Schrift), I. falsche Schreibweise im Gegensatz zu Rechtschreibung, Orthographie, falscher Stil, unrichtiger Gebrauch von Wörtern, 2. schlechte, unleserliche Schrift im Gegensatz zu Kalligraphie, 3. Schrift voller Unsinnigkei–ten, 4. Bezeichnung für nicht zu entziffernde Schriften, z. B. bei John Swinton, The Cacography of the Etruscans, in: Philos. Transactions of the Royal Society 51, 838. 1760. Alle Bedeutungen können durchaus gemischt Vorkommen. Zuerst genannt bei Meigret, Paris 1554 als cacographie. Bes. in weste…

Kaláb, Method

(115 words)

Author(s): J. Vrchotka
10. 7. 1885 in Veselicko bei Zdár nad Sázavou, 17. 11. 1963 in Prag, Direktor der Prűmyslová tiskárna (Industrie–Druckerei) in Prag (1922—1948), einer der berühmtesten Buchkünstler und Buchgestalter der Tschechoslowakei. K. erlernte die Typographie in Sedl–cany und Tábor in kleinen Druckereien, seit 1905 war er in Prag tätig, von 1911 als Faktor in der Arbeiter–Druckerei Grafia. Seine Praxis hat er in Deutschland vervollkommnet. Er produzierte schön gestaltete Bücher in Zusammenarbeit mit den be…

Kalamos

(176 words)

Author(s): B. Bader
(griech. κάλαμος, lat. calamus) Schilfrohr, auch Bezeichnung der daraus angefertigten Schreibfeder, des üblichen antiken Geräts zur Beschriftung von Papyrus. In Altägypten diente als Schreibgerät eine Binse, die an einem Ende durch Kauen pinselartig zerfasert wurde. Die Griechen und Römer verwendeten seit etwa dem 3. Jh. v. Chr. das Schreibrohr, den eigentlichen K. Er wurde am Ende mit einem Messer zugespitzt und mit einem Spalt versehen und bei Bedarf mit Bimsstein geschärft. Zur Aufbewahrung di…

Kalander

(114 words)

Author(s): H. Bansa | K. Gutzmer
(franz.) Maschine zur mechanischen Oberflächenveredelung von Papier, Textilien und Folien, in der Papierherstellung zur Gewinnung von geglätteten und satinierten Papieren. Der K. besteht aus vier bis zwanzig übereinander angeordneten, gegenläufigen, heizbaren Hartguߖ und Papierwalzen, durch die das zu glättende Papier geleitet wird. Diese Rollen–K. benutzt man zur Bearbeitung von Endlosbahnen bis zu 10 m Breite, für das Glätten einzelner Bogen oder Kartons auch Bogen–K. Gemusterte (z. B. gehämm…
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