Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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T

(171 words)

Author(s): W. Milde
neunzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (zwanzigster im dt. Alphabet), entspricht dem griech. T («Tau»). Als Laut bezeichnet T den dentalen stimmlosen Verschluß-laut. Die Minuskelform des T unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Majuskelform: Das T der frühen Majuskelschriften (Capitalis, Unziale u. a.) wird in der Halbunziale wie in den Minuskelformen bis zur Karolingischen Minuskel (d. h. im Vierliniensystem) ebenfalls mit Schaft (zuweilen unten gerundet) und oberem Deck-oder Querbalken …

Taautos

(120 words)

Author(s): G. Pflug
ist nach einer durch Eusebius von Caesarea («Praeparatio evangelica» 1, 9, 24 und 1, 10, 14) überlieferten phönizischen Tradition, die auf den phönizischen Historiker Philon von Byblos aus dem 1. Jh. n. Chr. zurückgeht, der sagenhafte Erfinder der Buchstabenschrift und der schriftlichen Tradition. Es handelt sich wohl um eine vergöttlichte vorgeschichtliche Persönlichkeit aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. mit einem sprechenden Namen, der sich nach Otto Eissfeld von «el ta’ awat» (Herr der Zeichen) ableitet. Dieser Gott wird entsprechend der…

Tab

(51 words)

Author(s): W. Grebe
von lat. Tab / ella oder tab / ula = Brettchen, Brett, kleine Tafel (vgl. auch engl. tab = Aufhänger, Etikett), dt. Karteireiter. Er dient der schnellen Orientierung über die Ordnung der Karteikarten, die in Bibl.en und Dokumentationsstellen i. d. R. nach alphabetischen oder systematischen Ordnungsprinzipien erfolgt. W. Grebe

Tabakbücher

(304 words)

Author(s): W. Dobras
Die erste Nachricht von der Tabakpflanze, die im alten Mesoamerika auch religiöse Aufga-ben erfüllte, gelangte durch Romano Pane nach Europa, der auch 1518 den Samen an Karl V. schickte. Das Rau-chen und Schnupfen verbreitete sich im späten 16. und frühen 17. Jh. in ganz Europa. Der Toledaner Arzt Francesco Hernandez (1515–1578) berichtete 1525 eingehend über die medizinischen Eigenschaften des Tabaks. Die erste lit. Darstellung findet sich in der dt. Übersetzung eines Werkes über den Landbau vo…

Tabella

(4 words)

Siehe Register

Tabellarischer Satz

(34 words)

Author(s): Ch. Reske
stellt Zahlen oder Begriffe zu nebeneinanderstehenden Kolonnen zus., ohne trennende Linien zu verwenden. Ch. Reske Bibliography Davidshofer, L. / Zerbe, W.: Satztechnik und Gestaltung. 6. Aufl. Zürich / Bern 1970, S. 198.

Tabellarius (von lat. tabula, Tafel, Schrift)

(104 words)

Author(s): B. Bader
Im antiken Rom der Briefbote, ein Sklave oder Freigelassener, der einen Brief vom Absender zum Adressaten transportierte. Cicero erwähnt häufig «tabellarii», die seine Briefe und die seiner Korrespondenten beförderten. In der Kaiserzeit gab es ein Kollegium von «tabellarii» im Rahmen des von Augustus fest eingerichteten Postwesens, das aber nicht jedermann zur Verfügung stand, sondern dem Verkehr zwischen der kaiserlichen Zentralgewalt und den Provinzen diente. Tabellensatz in Blei-Handsatz. Unten ist das Blindmaterial mitgedruckt. B. Bader Bibliography Ausbüttel, F. M.:…

Tabelle

(67 words)

Author(s): P. Neumann
eine übersichtliche Zusammenstellung von Zahlen und Stichwörtern in Listen oder Spaltenform. Der Kopf und der Fuß der T. sind durch die Halslinie voneinander geschieden, die von links nach rechts angeordneten Spalten oder Felder meist durch senkrechte Linien getrennt. Der Kopf enthält die jeweiligen Angaben über den Inhalt und die Bedeutung der einzelnen Spalten. Weitere Erläuterungen können in einer Vorspalte oder Legende gegeben werden. P. Neumann

Tabellen

(50 words)

Author(s): L. Delp
zählen gemäß § 2 Abs. 1 Ziff. 7 UrhG der BRDeutschland zu den urheberrechtlich geschützten Werken, wenn sie als persönliche geistige Schöpfungen anzusprechen sind (Urheberrecht). T. in diesem Sinne sind Darstellungen wiss. oder technischer Art, ähnlich entsprechenden Zeichnungen, Plänen, Karten, Skizzen und plastischen Darstellungen ( Abbildungen). L. Delp

Tabellenbücher

(5 words)

Siehe Mathematische Bücher

Tabellensatz

(65 words)

Author(s): P. Neumann
beim Bleisatz im Hand- und Maschinensatz eine Spezialarbeit, zu der eine genau bemessene Einteilung der Tabelle gehört, um Texte, Ziffern und Zeichen sinnvoll und übersichtlich zu ordnen. Auf Längs- und Querlinien oder ein Auspunktieren kann bei entsprechender Gestaltung verzichtet werden. In der heutigen Textverarbeitung erfolgt die Ordnung durch Computerprogramme. P. Neumann Bibliography Weschke, H.: Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 567–568.

Tabellenziffer

(54 words)

Author(s): Ch. Reske
ist eine vorwiegend für den Satz von Tabellen verwendete arabische Normalziffer (im Gegen-satz zur Mediaevalziffer), welche die Dickte eines Halbgevierts einnimmt. Tabellenziffern (oben) und Mediävalziffern (unten) aus der Schrift «Melior». Ch. Reske Bibliography Liebau, D. / Weschke, H.: Polygraph Fachlexikon der Druckindustrie und Kommunikationstechnik. Frankfurt a. M. / Bielefeld 1997, S. 489, 352.

Tabernaemontanus, Jakob Dietrich Theodor

(176 words)

Author(s): J. Daum
aus Bergzabern, * um 1520 ebd., † 1590 in Heidelberg. Er war als Arzt und Botaniker sehr mit den dt. Vertretern der letztgen. Disziplin verbunden. In seiner Jugend war er Schüler von Otto Brunfels und später von Hieronymus Bock. Sein bedeutendstes Werk, an dem er immerhin 36 Jahre arbeitete, erschien 1588 und 1591 bei Nic. Basse in Frankfurt, dank der Generosität des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz. Sein «Neues Kräuterbuch», im zweiten Teil mit 2255 Holzschnitten ausgestattet, gehört zu …

Tabis (franz.)

(49 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist ein dünner Seidenstoff, der im 18. Jh. vor allem in Frankreich gerne zum Überzug von Spiegel und fliegendem Blatt bei Bdn. mit Innenkantenvergol-dung verwendet wurde. Der T. wurde nur am Rand geklebt. G. Brinkhus Bibliography Schreiber, H.: Einführung in die Einbandkunde. Leipzig 1932, S. 66, 217.

Tabloid

(147 words)

Author(s): H. Bohrmann
engl. Tablette, Bezeichnung für eine kompakte Boulevardzeitung halben (Druck-) Formats (ca. 300 × 400 mm), die zunächst im engl. und amer. Bereich verbreitet war und sich teilweise auch auf andere Länder Europas verbreitete. In Deutschland hat zuerst der wiedererstandene Ullstein-Verlag, Berlin (-West), 1953 die «BZ» (Berliner Zeitung) in Format und Inhalt nach dem Vorbild der Londoner «Daily Mirror» auf den Markt gebracht. Er hat damit durch den Titel bei der «BZ am Mittag» der Weimarer Jahre a…

Tabula gratulatoria

(50 words)

Author(s): S. Corsten
Einer Festschrift ist mitunter eine T. beigegeben. Sie nennt die Namen der Personen, welche dem Geehrten ihre Glückwünsche zum festlichen Anlaß darbieten. Die in Frage kommenden Fachgenossen und Freunde werden rechtzeitig um Mitwirkung angeschrieben. Bei dieser Gelegenheit bietet der Verlag die Subskription des Bandes an. S. Corsten

Tabula (lat.)

(188 words)

Author(s): B. Bader
Brett, Tafel oder Platte aus Holz; üblicher Ausdruck für die als Schriftträger dienende Holztafel, einen der gebräuchlichsten Beschreibstoffe der Antike (Schreibtafel). Manchmal mit weißer Farbe überzogen, oft mit einer Wachsschicht versehen (Cerata tabula), diente die T. für Aufzeichnungen jeder Art, z. B. für Schulübungen, Briefe (Brieftafel), Entwürfe zu lit. Werken. Speziell kann T. eine Tafel für öffentliche Bekanntmachungen (Album), einen «Stimmzettel» bei Wahlen sowie (meistens im Plural)…

Tabula mundi

(5 words)

Siehe Weltkarten

Tabula Peutingeriana

(152 words)

Author(s): P. H. Meurer
ist ein in Kopie des 12. Jh.s erhaltenes Straßen- und Ortsverzeichnis des Röm. Reiches in kartographischer Form (Itinerarium pictum). Die Vorlage wird in das 4. Jh. n. Chr. datiert. Die Rotulus-Form (11 Pergamentbll., 34 × 675 cm; Bl. 1 fehlt) bedingt erhebliche metrische Verzerrungen in der Darstellung. Die T. wurde um 1507 (?) von Konrad Celtis (in Speyer?) entdeckt. Durch Erbschaft gelangte sie an Conrad Peutinger und später an Marcus Welser, der die Bezeichnung T. prägte und sie zur ersten v…

Tabula rubicatoria

(5 words)

Siehe Rubrikatoranweisungen
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