Kischinjow
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Am Ostersonntag 1903 (6. April) und am Tag darauf war die bessarabische Stadt Kischinjow (moldawisch: Chişinău) Schauplatz eines Pogroms, bei dem Dutzende Juden ums Leben kamen und Hunderte verwundet, vergewaltigt oder zu Waisen wurden. Der Sachschaden belief sich auf mehrere Millionen Rubel. Die Nachricht von dem Pogrom, das allgemein als das erste des 20. Jahrhunderts gilt, löste weltweit Entsetzen aus und hatte heftige internationale Proteste …

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Kopstein, Jeffrey, “Kischinjow”, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Im Auftrag der Säschsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner. © J.B. Metzler, Stuttgart/Springer-Verlag GmbH Deutschland 2011–2017. Consulted online on 19 November 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/2468-2845_ejgk_COM_0407>
First published online: 2016



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