Nansen-Pass
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Internationales Reisedokument, das 1922 auf Initiative des prominenten norwegischen Polarforschers und damaligen Hochkommissars für Flüchtlingsfragen des Völkerbunds Fridtjof Nansen (1861–1930) eingeführt wurde. Ursprünglich vorgesehen für Flüchtlinge aus dem ehemaligen Zarenreich, diente der Nansen-Pass Juden und anderen Flüchtlingen, die infolge von Kriegen und politischen Umwälzungen zu Staatenlosen wurden, als Reise- und Ausweisdokument. Bis 1946 wurden etwa 450 000 Nansen-Pässe ausgestellt …

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Marrus, Michael R., “Nansen-Pass”, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Im Auftrag der Säschsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner. © J.B. Metzler, Stuttgart/Springer-Verlag GmbH Deutschland 2011–2017. Consulted online on 19 August 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/2468-2845_ejgk_COM_0574>
First published online: 2016



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