Die Fragmente der Griechischen Historiker Part I-III

Get access Subject: Classical Studies
Edited by: Felix Jacoby

The monumental series Die Fragmente der Griechischen Historiker contains the critical edition of 856 Greek historians whose work is preserved incompletely, i.e. in fragments. Felix Jacoby collected these fragments and edited them, adding biographical testimonies and extensive commentaries on many of them.

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LIII. Messenien

(299 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LIII. Messenien Eine messenische literatur kann es erst seit 369 v. Chr. geben. Der kampf um das recht Spartas auf die landschaft wird zuerst in politischen broschüren ausgefochten1; dann in der Grossen Geschichte; schliesslich in epen und rhetorischen produktionen, deren politische abzweckung mehr oder weniger klar ist. Quellen sind die gerade in der Epameinondas zeit wieder hervorgesuchten elegieen des Tyrtaios; ein unbestimmtes mass von lebendiger erinnerung im lande und mehr wohl bei den exulanten in Sizilien und …

LII. Melos

(69 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LII. Melos Merkwürdig dass wir kein spezialbuch über die nicht unbedeutende insel kennen; auch die Aristotelische Politeia ist nur erschlossen. Die verstreuten notizen über κτίσις (für die Thuk. 5, 112 ein abgerundetes datum gibt), bevölkerung, alte namen u.s.f. s. bei Hiller von Gaertringen I G XII 3, 1898, p. 197f.; Zschietzschmann R E XV, 1931, col. 567ff. Jacoby, Felix (Berlin)

LI. Megara

(958 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LI. Megara Im grossen epos spielt Megara keine rolle und wird nicht einmal (wie doch Athen) im Schiffskatalog erwähnt1; dass es lokale poesie gegeben hat lässt sich nicht unbedingt bestreiten2 Die historische literatur be ginnt wahrscheinlich in der ersten hälfte des 4. jahrhunderts und reicht bis in den anfang des dritten3; dann hört sie auf wohl weil ‘Megara in der späteren zeit, vor allem seit den zerstörungen durch Poliorketes (307) und Gonatas (266) eine unbedeutende kleinstadt und sehr herunterge kommen war, ein oppidi cadaver, wie es Ser. Sulpicius in einem briefe an C…

LIV. Milet

(505 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LIV. Milet Die milesische stadtgeschichte beginnt, soweit wir sehen, nicht vor der 2. hälfte des 4. jhdts v. Chr.1 Die liste von historikern des 5. jhdts bei Dion. Hal. De Thuc. 5 enthält zwar Hekataios, aber keinen milesischen lokalhistoriker, und die echtheit des Kadmos (der zudem nicht speziell über Milet geschrieben haben soll) hat Theophrast ausdrücklich bezwei felt2 Der erste verfasser eines buches über Milet ist Klytos, dessen zeit sich dadurch bestimmt dass er schüler des Aristoteles war. Der nächsten generation wird Maiandrios (Leandrios) a…

LIX. Pergamon

(408 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LIX. Pergamon Die Marmorchronik habe ich nicht unter die historische und zeit genössische literatur über die Attaliden1 gestellt, weil sie früher (wir die könige von Pergamon sich auf die Attaliden beschränkt hat ist auch nicht sicher. Jedenfalls stehen daneben zwei periegetische bücher, und T. selbst hat sich grammatiker genannt. Für einen solchen passen auch die beiden bücher über Athen, die (wie anderes im schriftenkatalog) seine attizistische haltung bekunden2, neben der die verbindung seiner Homer auffassung mit der Stoa und der Pergamenischen schule des K…

L. Licinius Lucullus (185)

(294 words)

Author(s): Jacoby, Felix
Introduction Peter Hist. Rom. Rel.2 I 1914 p. CCLXXXI; Münzer Herm. IL 1914, 199f. in der vorrede kann die witzige parodie (T 2) der entschul- digung des A. Postumius Albinus aber nicht gestanden haben; sie ist von Cicero deutlich als mündliche äußerung des Lucullus gegeben. über Lucullus' literarische bildung s. noch Plut. Lucull. 33; Cic. Ac. post. II 4; Brut. 222; Teuffel-Kroll RL6 I 157, 4. im ‘Hortensius’ (Cic. fragm. phil. 11 p. 314 M) tritt er als lobredner der geschichts- schreibung auf.   FGrH 185 T 1BNJ Plutarch. Lukull. 1, 4: ὁ δὲ Λεύκολλος ἥσκητο καὶ λέγειν ἱκανῶς ἑκατέραν γλῶτ…

L. Massalia

(702 words)

Author(s): Jacoby, Felix
L. Massalia Dass Aristoteles die gründungslegende1 ‘nicht aus dem volksmunde’ hatte, wird man glauben. Aber wo er sie her hatte, ist um so weniger aus zumachen als wir auch für die mutterstadt Phokaia nur die (von Hera kleides bis auf einen satz zusammengestrichene) Politeia des Aristoteles kennen2. Es ist nicht unglaublich dass solche novellen schon in Heka taios' Periodos standen, die die griechischen gründungen in Ligurien und die kolonieen von Massalia registrierte3. Antiochos hat ausführlicher von den schicksalen der Phokaier in der Kyroszeit berichtet; ob er…