Die Fragmente der Griechischen Historiker Part I-III

Get access Subject: Classical Studies
Edited by: Felix Jacoby

The monumental series Die Fragmente der Griechischen Historiker contains the critical edition of 856 Greek historians whose work is preserved incompletely, i.e. in fragments. Felix Jacoby collected these fragments and edited them, adding biographical testimonies and extensive commentaries on many of them.

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LVIII. Peparethos

(147 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LVIII. Peparethos Die Aristotelische Politie, aus der Herakleid. Pol. 13 nur den einen satz über den reichtum der insel an wein und getreide ausgehoben hat, beweist nicht für die existenz eines sonderbuches von der art wie es Phanodemos über die kleinere insel Ikos — wohl aus persönlichen gründen — geschrieben hat1. Ebenso wenig hilft, dass ein Ellopion aus Peparethos mit Platon in Ägypten gewesen zu sein scheint2>, und dass wir aus dem (frühen?) 3. jhdt einen historiker Diokles3 kennen, dem man es zutrauen könnte dass er auch über die altertümer seiner heimat geschrie…

LVII. Peloponnesos

(107 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LVII. Peloponnesos Soweit diese bücher nicht erschwindelt sind, waren sie eher periegetisch (im späteren sinne des wortes) als historisch1. Denn die Peloponnes ist zwar ein geographischer, und zuweilen beinahe ethnologischer, aber kein politischer begriff2. Καταμετρήσεις τῶν ἐν Πελοποννήσωι ὀρῶν gab es von Dikaiarchos3. Notes^ back to text1. Zu Apollas s. III a p. 200, 21ff.; zu Diogenes Schwartz R E V col. 737 no. 38. ^ back to text2. Das hätte Ernst Meyer R E XIX 1, 1934, col. 382, 50ff.; 384, 55ff. doch wohl betonen müssen. ^ back to text3. Wehrli Dikaiarchos, 1944, F 1; p. 34ff.; 7…

LVI. Paros

(471 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LVI. Paros Ausser der Politie des Aristoteles und dem einzelbuch des Deliers Semos (no. 396), aus dem kein zitat erhalten ist, das aber möglicherweise nur eine nachlese vom speziell delischen standpunkt gab, kennen wir kein buch über Paros. Herkunft und schriftstellerei des Eudemos1 sind zweifelhaft; das Marmor Parium2 ist eine universalchronik, die zwar das jahr der öffentlichen aufstellung durch nennung auch des pari schen eponymen bestimmt, aber für die geschichte der insel so wenig interesse zeigt dass selbst die erwähnung des Archiloc…

LV. Naxos

(715 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LV. Naxos Ob die literatur über Naxos reichlich und (wie die von Samos) ver hältnismässig alt war, ist schwer zu entscheiden, da auf Plutarchs ὡρογρά φοι1 wenig zu geben ist. Aber wir haben so wenig von ihr dass ich die kompilation aus Diodors Inselbuch im Anhang abgedruckt habe2. Mit Eudemos (497), der vermutlich in die zweite hälfte des 5. jhdts ge hört, ist nichts anzufangen, weil die heimat zweifelhaft ist3, und wir von charakter und inhalt des werkes garnichts wissen: von den zitaten unter dem namen Eudemos gehört ihm nichts, und die gesellschaft, in der er steht, spricht eher gegen Ναξίω…

LXIII. Rhodos

(1,220 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXIII. Rhodos Die zahl der schriftsteller über Rhodos wird durch die sog. Tempel chronik von Lindos (richtiger Anagraphe), deren verfasser wir ohne bedenken Ti(machidas) nennen1, stark vermehrt: sie gibt (die urkunden no. 529/31 eingerechnet) mindestens 13 neue namen und mindestens 5 neue buchtitel für bekannte autoren2. Der zuwachs unserer kenntnis der lo kalen schriftstellerei entspricht dieser vermehrung freilich nicht; denn die vielen autoren, aus denen nichts notiert wird als die (vielfach wohl nur gelegentliche) erwähnung von weihg…

LXII. Priene

(263 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXII. Priene Dass es wirklich keine lokalgeschichte von Priene gegeben hat wird man aus dem schiedsspruch der Rhodier in dem rechtshandel zwischen Samos und Priene1 schliessen. Es erklärt sich aus der geschichte der stadt2, deren rückgang schon mit der schlacht bei Drys in der ersten hälfte des 6. jhdts beginnt, und die auch als mitglied des Athenischen Seebundes ihre immer prekäre selbständigkeit zeitweise durch inkorpo rierung in Milet verloren zu haben scheint3. Trotzdem ist merkwürdig dass die neugründung in der mitte des schreiblustigen 4. jhdts nicht zu ein…

LXI. Phokis

(418 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXI. Phokis Ob es eine landesgeschichte von Phokis gegeben hat ist trotz Pausan. 10 zweifelhaft; ebenso ob Aristoteles neben der delphischen Politie eine solche der Phoker verfasst hat1. Wir kennen nur das spezialbuch Polemons mit dem bemerkenswerten nebentitel, der doch wohl vor allem die vielfach sehr engen beziehungen zwischen Phokis und Athen re flektiert2. Er stützt sich schwerlich allein auf die gründungslegende der phokischen stadt St(e)iris, deren geschichtlicher wert dahingestellt bleiben mag3: συγγένεια als politischer terminus ist in hellenistischer zeit…

LXIV. Samos

(1,987 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXIV. Samos Die samische chronik geniesst den ruf besonders hohen alters; d.h. man glaubt hier vielfach sicher zu sein dass vor dem beginn einer lokalen literatur — die man unter keinen umständen über die zweite hälfte des 5. jhdts (zeit des Hellanikos) hinaufdatieren kann1 — eine offizielle chronikführung (im anschluss an die beamtenliste?) bestanden hat. Ich habe dieses vorurteil an anderer stelle zu widerlegen gesucht2: es beruht für Samos (um hier von der allgemeinen frage nach ursprung und alter der Lokalchronik abzusehen) hauptsächlich auf falscher b…

LXIX. Sizilien und Grossgriechenland (SizilienUndGrossgriechenland)

(1,356 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXIX. Sizilien und Grossgriechenland Sizilien und das griechische Italien müssen zusammengenommen werden, weil schon der älteste westgriechische historiker Antiochos1 das letztere, wenn nicht im rahmen, so doch in enger verbindung mit der ge schichte Siziliens behandelt hat; und dieses gefühl der zusammen gehörigkeit war bei seinen nachfolgern eher noch stärker2. Die äusseren gründe dafür liegen auf der hand: das wichtigste bevölkerungselement Siziliens vor ankunft der Griechen bildeten nach allgemeiner überzeugung aus Italien gekommene stämme3, und die griechische b…

LX. Phokaia

(218 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LX. Phokaia Eine lokalgeschichte von Phokaia ist nicht bekannt. Ob die ‘homeri sche’ Phokais, ἥν φασιν οἱ Φωκαεῖς ῞Ομηρον παρ᾽ αὐτοῖσι ποιῆσαι1 von Phokaia handelte oder nach dem entstehungsort hiess ist zweifelhaft; wenn man Welckers2 gleichsetzung mit der Minyas (als deren dichter Pausan. 4, 33, 7 einen Prodikos von Phokaia nennt3) ablehnt, wissen wir von ihrem inhalt nichts. Von Aristoteles' Politie hat Herakleid. Pol. 35 wieder nur einen satz über den namen der stadt, Clem. Al. Strom. 1, 133, 4 eine notiz aus der tyrannenzeit4 erhalten. Die überlieferung ist zusammengestel…

LXVIII. Siphnos

(19 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXVIII. Siphnos No comments made by Jacoby Jacoby, Felix (Berlin)

LXVII. Sikyon

(482 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXVII. Sikyon Die historische literatur über Sikyon war gering. Wir kennen — ausser der älteren Anagraphe, die aber ins gebiet der Musikund Literatur geschichte gehört — nur die Σικυωνικά des Menaichmos, die die gesamte tradition zu einer wirklichen lokalgeschichte verarbeitet haben1. Denn das werk des Sikyoniers Diogenes — von dem wir nicht wissen ob es stadtgeschichten enthielt — handelte über die ganze Peloponnes2; und Arats Memoiren3 boten zwar viel für die geschichte Sikyons im 3. jhdt, aber schwerlich etwas für die vorzeit. In der technischen literatur…

LXVI. Seriphos

(18 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXVI. Seriphos No comments by Jacoby. Jacoby, Felix (Berlin)

LXV. Samothrake

(1,640 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXV. Samothrake Die bedeutung von Samothrake beruht im religiösen bereich auf den mysterien, die alte beziehungen zu kleinasiatischen (phrygischen) kulten haben und deren ansehen sich schon im 5. jhdt über die insel hinaus verbreitet zu haben scheint, wenn auch ihre grosse zeit erst nach Alexander beginnt1. Ob die tatsache dass Herodot zu den eingeweihten gehörte2 aus seinem aufenthalt in Samos und den schon Antiphon3 bekannten beziehungen von Samothrake zu Samos zu erklären ist, lasse ich dahingestellt. In der religiösen literatur, wo das material etwas…

LXXIII. Tenedos

(343 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXXIII. Tenedos Da schon Zoilos ein enkomion auf die sagenberühmte und in religiöser hinsicht interessante insel1 geschrieben hat, ist eine hellenistische spe zialschrift sehr wohl glaublich. Aber von dem Tenedier Androitas ist nur ein Periplus der Propontis bezeugt2. Die annahme eines lokalhistorischen buches beruht auf einer angabe des Fabricius, die C. Mueller aus dem au torenindex von Bruncks Apolloniosausgabe3 abgedruckt hat: ‘huius Androetae ἱστορικὸν περὶ τῆς γῆς αὐτοῦ πατρίδος memoratur in mspto codice (Bibl. Vindob.) apud Lambecium I p. 148’4. Gemeint ist der Vind…

LXXII. Telos

(108 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXXII. Telos Man wird nicht wagen aus Steph. Byz. s.v. Τῆλος· νῆσος τῶν Κυκλά δων μία, ἀπὸ Τήλου οἰκιστοῦ· ἐκαλεῖτο δὲ καὶ ᾽Αγαθοῦσσα, ὡς ᾽Ιάσων ein eigenes buch über die insel zu erschliessen, zumal die homonymen schrift steller des namens Iason weder sicher zu scheiden noch sonst festzulegen sind1. Über Telos s. Hiller v. Gaertringen I G XII 3, 1898, p. 6ff.; Chariavas ᾽Εφ. ἀρχ. 1922; Hondius S E G III no. 715ff.; Fiehn R E V A 1, 1934, col. 427ff.; L. Robert Rev. de Philol. III 8, 1934, p. 43ff. Notes^ back to text1. S. zu no. 94; 446.Jacoby, Felix (Berlin)

LXXI. Sparta

(3,900 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXXI. Sparta Die überlieferung über Sparta bietet ein eigentümliches bild. Das material ist, wenn man alles zusammennimmt, so reichlich dass man eine geschichte des staates und weitgehend seiner institutionen aus den antiken zeugnissen konstruieren könnte (es wäre nützlich, wenn es ge schähe), was sonst nur noch für Athen möglich ist. Dabei ist sicher (1) dass Herodot — der erste, der ein zusammenhängendes stück spartani scher geschichte gibt1, und der sich auch für die verfassung interessiert hat2 — seine kenntnisse aus eigener erkundung in Sparta hat3; (2) dass der jüngste b…

LXXIV. Tenos

(223 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXXIV. Tenos Eine πολιτεία des Aristoteles erschliesst Rose aus Plin. N. H. 4, 65. Zeit und person des einzigen lokalhistorikers sind unsicher. Die dorische namensform fällt auf; aber von dem skeptischen philosophen aus Knossos, wahrscheinlich Ciceronischer zeit1, hat ihn C. Mueller mit recht ge trennt. Der name ist nicht selten, und der schriftsteller wird in helle nistische zeit gehören, wenn er nicht älter ist2. Eine dichterin ᾽Αλκυνόη Αἰτώλισσα ἀπὸ Θρονίου wird zwischen 230 und 189 v. Chr. in dem dekret von Tenos I G XII 5 no. 812 geehrt; aber sie behandelte nicht die ge s…

LXX. Smyrna

(550 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXX. Smyrna Über Smyrna, das zwischen ca. 580 und dem 4. jhdt v. Chr. nur als dorf existiert hat, s. Bürchner R E III A, 1927, col. 730ff. (unzulänglich) und (doch zu dilettantisch für ‘pagan Smyrna’) C. J. Cadoux Ancient Smyrna, Oxford 1938 (dazu J. Keil Gnomon 15, 1939, p. 432ff.). Antike lokalliteratur fehlt wie für so viele der kleinasiatischen städte, oder wir kennen sie nicht1 der einer bekannten familie von Smyrna angehört, ohne dass wir ihn sicher identifizieren können2. Aus den ‘Stadiasmen’ im verzeichnis der nichtärztlichen schriften unter dem bilde des autors3, der auf sie o…

LXXVIII. Troizen

(1,605 words)

Author(s): Jacoby, Felix
LXXVIII. Troizen Τροιζηνιακά sind nicht direkt bezeugt, obwohl wir zwei (spät)hellenis tische historiker aus Troizen kennen — einen Zenodotos, der vor Varro über Italien geschrieben hat, und einen Aristotheos ἱστοριογράφος, der um die mitte des 2. jhdts in Delphi ἀκροάσεις ἐποιήσατο τῶν πεπραγματευ μένων αὐτῶι, παρανεινῶν δὲ καὶ ἐνκώμια εἰς ῾Ρωμαίους1 — und obwohl eine leise möglichkeit besteht dass schon Aristoteles in der πολιτεία ein buch über die stadt benutzen konnte2. Wir postulieren mindestens éin solches wegen der reichen überlieferung3, deren besonders starke loka…
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