Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Bergstadt

(703 words)

Author(s): Reininghaus, Wilfried
In der europ. Stadtgeschichte wird B. in zwei Bedeutungen verwendet: (1) in einem weiten Sinn als eine Stadt, die v. a. durch die Förderung von Erzen oder anderen Bodenschätzen und deren Weiterverarbeitung geprägt ist. Der Bergbau (Montanwesen) konnte auch vorhandene Städte überformen, so bes. im Steinkohlenbergbau (Steinkohle) z. B. Englands und Deutschlands (v. a. 18. Jh.). Diesem funktionalen Begriff steht (2) die engere, rechtliche Definition von B. gegenüber (14. bis 17. Jh.). Im Unterschied zum Umland räumten die Landesherren (Landeshe…
Date: 2019-11-19

Bergsteigen

(4 words)

s. Alpinismus | Gebirge
Date: 2019-11-19

Beruf

(2,571 words)

Author(s): Sokoll, Thomas
1. DefinitionUnter B. versteht man heute eine qualifizierte und dauerhafte Erwerbstätigkeit, die innerhalb der arbeitsteiligen Auffächerung der Wirtschaft durch ein mehr oder weniger klar bestimmtes Aufgabenfeld abgegrenzt ist und als solche auf einer spezifischen Ausbildung fußt (Berufsbildung; Professionalisierung). Dem B. stehen zahlreiche Einkommen generierende bzw. Unterhalt stiftende Tätigkeiten gegenüber, die nicht über den Status eines B. verfügen, z. B. Taglöhnerarbeiten oder Heimarbeit.Die Zahl der B. nimmt ständig zu, da im Zuge des technische…
Date: 2019-11-19

Berufsbildung

(2,869 words)

Author(s): Bruning, Jens
1. Grundlagen und ForschungsstandNeben der gelehrten Bildung an Lateinschulen und Universitäten als der ersten Traditionslinie abendländischer Bildung gilt die Geschichte der Elementarbildung und die damit verbundene Berufs(aus)bildung als zweite Traditionslinie. Die oft mit diesen beiden Entwicklungen verknüpfte Unterscheidung nach »Bildungswissen« und »Handlungswissen« ist jedoch eher vom modernen Bildungssystem hergeleitet; für die nzl. Bildungsrealität kann man keinesfalls so präzise differenzieren. Als Teildisziplin der Berufs- und Wirtschaftspädag…
Date: 2019-11-19

Berufsfolge

(842 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter B. wird in der histor. Familienforschung primär die Übernahme des elterlichen Betriebs durch einen Sohn oder eine Tochter im Bereich des Handwerks oder der Industrie bezeichnet, z. T. auch allgemein das Ergreifen des gleichen Berufs. Der Begriff wird aber auch für die direkte Nachfolge von Söhnen in das Amt des Vaters in akademischen Berufen in der Frühen Nz. verwendet.Im Handwerk der Frühen Nz. basierten weder die Aufrechterhaltung des täglichen Betriebs noch die Altersversorgung der Eltern in der gleichen Weise auf der Mitarbeit und der Betriebs…
Date: 2019-11-19

Berufskrankheiten

(1,222 words)

Author(s): Gadebusch-Bondio, Mariacarla
1. BegriffB. bilden eine eigene Gruppe von Erkrankungen, die als Folge pathogener Arbeitsbedingungen anzusprechen sind (Gewerbepathologie). Diese Begriffsbestimmung entwickelte sich bereits mit der 1700 erschienenen Monographie B. Ramazzinis über die Erkrankungen der Arbeiter (s. u. 4.); jedoch spielten die B. im allgemeinen Verständnis bis in das 19. Jh. hinein kaum eine Rolle. Weder die Stichworte Arbeit, Beruf und Krankheit im Zedler'schen Lexikon des 18. Jh.s noch die Definitionen von franz. travail und maladie in der Encyclopédie von Diderot und d'Alembert verb…
Date: 2019-11-19

Berufsmobilität

(2,601 words)

Author(s): Leeuwen, Marco H.D. van | Lesger, Clé
1. Beschränkung sozialer Mobilität in der NeuzeitDie drei Hauptformen der sozialen Mobilität (= M.) sind (1) die intergenerationale M., (2) die intragenerationale M. (B. oder Karriere-M.) und (3) die Heiratsmobilität. Allen drei Formen gemeinsam sind die Indikatoren Beruf, Besitz und Sozialprestige [7]; [9].In der Nz. hatte der gesellschaftliche Status, den der Einzelne mit der Geburt erhielt, eine vorrangige Bedeutung und erschwerte alle drei Formen der sozialen M. (Ständegesellschaft). Bes. Wichtigkeit kam ihm beim Adel zu, der in weiten Teilen Europas an der Spitz…
Date: 2019-11-19

Berufsschule

(4 words)

s. Berufsbildung | Schule
Date: 2019-11-19

Berufung

(2 words)

s. Rechtsmittel
Date: 2019-11-19

Besatzung

(2 words)

s. Okkupation
Date: 2019-11-19

Beschleunigung

(1,186 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Bei ersten Versuchen, B. als »histor. Erkenntniskategorie« zu etablieren, wurde auf die Jahre um 1800 hingewiesen, die von manchen Historikern als »Achsenzeit« begriffen werden [4. 368 f.]. Mittlerweile wird hingegen die gesamte Frühe Nz. als eine Periode betrachtet, in welcher die Geschwindigkeit des Lebens zunahm. Dabei könnte man zunächst an die schnelllebigen 1520er Jahre (die Zeit der Religionskriege), die revolutionären 1640er Jahre, oder an die »atlantischen« Revolutionen am Ausgang des 18. Jh.s denken, in denen rasch wechselnd…
Date: 2019-11-19

Beschneidung

(872 words)

Author(s): Jarzebowski, Claudia
Die B. (hebr. berit milah, arab. khitān) ist ein altes Ritual unklarer Herkunft, das in die Traditionen jüd. und muslim. Glaubenspraktiken aufgenommen wurde; das Ritual bezieht sich ausschließlich auf Männer. Im Judentum steht die B. für den Bund des Stammvaters Abraham mit Gott (Gen. 17, 10). Die B. symbolisiert die Zugehörigkeit zum Bund und damit zur jüd. Gemeinschaft, d. h. zum Volke Israel. Sie soll am achten Lebenstag – auch am Schabbat – vollzogen werden (Gen. 17, 12). Von der Frühen Nz. bis zum Ende des 19. Jh.s wurde die B. in der Synagoge vorgenommen und…
Date: 2019-11-19

Beschwörung

(732 words)

Author(s): Labouvie, Eva
B. gehören zum magischen Repertoire sowohl der Gelehrten und der Kirche als auch volkstümlicher Praktiken ( Magie). Ihr Wert resultiert aus ihrer auf Veränderung zielenden Wirkung, die im Gegensatz zum Besprechen, zum Segen oder Gebet an Rituale der Bezwingung oder des Befehls geknüpft ist. B. richten sich auf Lebenszusammenhänge wie Krankheit, den Verlust von Gütern, die Abwehr oder Bannung von Gefahr und an verschiedene Kraftträger (Tote, Dämonen, Geister, den Teufel, Heilige). Sie verstärken und autorisieren…
Date: 2019-11-19

Besessenheit

(751 words)

Author(s): Labouvie, Eva
1. DefinitionB. setzt den Glauben an die Möglichkeit der Inbesitznahme eines Lebewesens, vorzugsweise eines Menschen, durch ein dämonisches Wesen voraus. Diese Inbesitznahme kann freiwillig oder unfreiwillig erfolgen. Voraussetzung ist die Vorstellung, dass eine andere Wesenheit (Gottheit, Dämon, Verstorbener) mit ihrer spirituellen Kraft von einem lebenden Menschen (selten von einem Tier) Besitz nehmen, in diesem wohnen, durch ihn sprechen und handeln und sich in dessen Verhalten äußern kann. B. wurde in der Fr…
Date: 2019-11-19

Besiedlung

(8 words)

s. Einwanderung | Kolonialmigration | Siedlung | Siedlungskolonie
Date: 2019-11-19

Besitz

(726 words)

Author(s): Haferkamp, Hans-Peter
1. BegriffsentwicklungB. (lat. possessio) ist tatsächliche Herrschaft über eine Sache, unterschieden von der rechtlichen Herrschaftsmacht, insbes. dem Eigentum (lat. dominium). Das Römische Recht, Grundlage der kontinentaleurop. B.-Lehre, unterschied als Gegenbegriff zum Eigentum den zivilrechtlichen Besitz ( possessio civilis), der einen rechtlich wirksamen B.-Erwerb ( iusta causa) voraussetzte, und den natürlichen Besitz ( possessio naturalis), bei dem es als bloßer Innehabung der Sachherrschaft ( detentio) einer iusta causa nicht bedurfte. Unter Einfluss vo…
Date: 2019-11-19

Besitzrechte, bäuerliche

(4 words)

s. Bäuerliche Besitzrechte
Date: 2019-11-19

Besserung

(2 words)

s. Strafzweck
Date: 2019-11-19

Bestattung

(832 words)

Author(s): Marshall, Peter
Nicht zuletzt wegen der hohen Sterblichkeits-Rate aller europ. Gesellschaften (Mortalität) war die Frage, wie und wo man die Toten bestattet, in der gesamten Nz. von großer Bedeutung. Drei Faktoren waren immer beteiligt: (1) die praktische Notwendigkeit, den Leichnam sicher zu entsorgen, (2) der Ausdruck von Religiosität und (3) die Darstellung von gesellschaftlichem Status.Weil nach christl. Glauben beim Jüngsten Gericht und bei der Auferstehung der Leib mit der Seele wiedervereinigt wird ( Eschatologie), war die Art der B. eine Frage von kultureller Tragweite. Im…
Date: 2019-11-19

Bestechung

(2 words)

s. Korruption
Date: 2019-11-19
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