Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Lebensmittel

(16 words)

s. Brot | Ernährung | Fettkonsum | Fischerei | Fleischkonsum | Gemüse | Milch | Obst
Date: 2019-11-19

Lebensmittelkonservierung

(834 words)

Author(s): Krug-Richter, Barbara
1. AllgemeinDas Haltbarmachen von Nahrungsmitteln zählte schon vor der Nz. zu den fundamentalen Maßnahmen, um die Ernährung breiter Teile der Bevölkerung zu sichern. Nicht nur Unwägbarkeiten bei den Ernte-Erträgen (vgl. Hungerkrisen und -revolten), sondern auch die jahreszeitliche Gebundenheit verlangten Vorratshaltung. Angesichts der geringen Entwicklung des Fernhandels mit Lebensmitteln waren die Menschen in MA und Nz. darauf angewiesen, einen erheblichen Anteil ihrer Nahrung zu konservieren, um auch in den W…
Date: 2019-11-19

Lebensmittelunruhen

(1,037 words)

Author(s): Schmale, Wolfgang
1. England, Frankreich, DeutschlandL. waren in der Nz. eng an tatsächliche Hungerkrisen, z. T. aber auch an Gerüchte und deren Folgen gebunden. Im Kern handelte es sich zumeist um Brot-Aufstände; L. drehten sich jedoch auch allgemein um Teuerungen (Teuerungsaufstände) oder Verknappungen verschiedener Lebensmittel ( Ernährung). Solche Unruhen gehörten bis zu einem gewissen Grad zum nzl. Alltag, auch wenn zwischen den einzelnen Großregionen wie England, Frankreich und Deutschland (Altes Reich) erhebliche Unterschiede bestanden. Für Frankreic…
Date: 2019-11-19

Lebensmittelversorgung, städtische

(1,179 words)

Author(s): Schmidt, Patrick
1. Herausforderungen und VoraussetzungenAls Grundnahrungsmittel für die städtische Bevölkerung – insbes. für die ärmeren Schichten – dienten in der Nz. praktisch ausnahmslos Getreide-Produkte (Brot; Brei), bis in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s die Kartoffel eine vergleichbare Bedeutung erlangte. Nicht zuletzt deswegen war die S. L. grundsätzlich krisenanfällig. Missernten konnten zu einem sprunghaften Anstieg der Getreidepreise (Agrarkonjunktur; Agrarpreise) und in der Folge zu Hungerkrisen und -revolten führen. Nur…
Date: 2019-11-19

Lebensstandard

(2 words)

s. Realeinkommen
Date: 2019-11-19

Lebensstandard, biologischer

(1,982 words)

Author(s): Baten, Jörg | Crayen, Dorothee
1. Ernährung und KörpergrößeDem Konzept des B. L. liegt die Annahme eines Zusammenhangs zwischen Ernährungs-Qualität und Körpergröße (= Kg.) zugrunde, wobei auch die Einflüsse von Krankheits-Umfeld, Arbeits-Last und Hygiene berücksichtigt werden. Zahlreiche Studien belegen, dass die mittlere Kg. unter günstigen Lebensbedingungen steigt. Der menschliche Körper kann seine Energie für das Aufrechthalten vitaler Funktionen, für Aktivität, krankheitsbedingte Energieabgaben und zur Bildung von Reserven in Form von Körperfett einsetzen. Bei Kin…
Date: 2019-11-19

Lebensstile

(7,315 words)

Author(s): Saurer, Edith | Fahrmeir, Andreas | Herausgeber: Clemens Zimmermann
1. Begriff und Forschungsdiskussion 1.1. Lebensstil 1.1.1. Theorie um 1900L. ist ein Begriff des frühen 20. Jh.s, der ab den 1970er Jahren in den Sozial- und Kulturwissenschaften breite Wirksamkeit erlangte: verstanden als Phänomen der Konsumgesellschaft, nämlich als any distinctive, and therefore recognizable mode of living [33. 60], das im Konsum zum Ausdruck komme. Arbeiten Max Webers, Georg Simmels und Thorstein Veblens schnitten das Konzept des L. unter Betonung unterschiedlicher Aspekte an. Der Begriff selbst tritt in Webers Die protest. Ethik und der Geist des Kap…
Date: 2019-11-19

Lebenstreppe

(2 words)

s. Alterstreppe
Date: 2019-11-19

Lebensunterhalt

(8 words)

s. Arbeit | Einkommensverteilung | Realeinkommen | Unterhalt
Date: 2019-11-19

Lederproduktion

(1,643 words)

Author(s): Reith, Reinhold | Stöger, Georg
1. Verfahren und StandorteAufgrund seiner vielfältigen Einsatzgebiete (v. a. für Kleidung, aber auch für technische Zwecke, etwa im Montanwesen) war Leder ein stark nachgefragtes Produkt der Nz., was zur Herausbildung einer umfangreichen europ. L. führte. Die Tätigkeit des Gerbens (d. h. Tierhäute durch mechanische und biochemische Bearbeitung in einen haltbaren Zustand zu versetzen und gleichzeitig ihre Materialeigenschaften zu erhalten) erfuhr ab dem späten MA wesentliche Spezialisierungen: Zunächst waren in der L. auch ledervera…
Date: 2019-11-19

Ledige

(777 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
L. war in der Nz. im speziellen Sinn Kollektivbezeichnung für die unverheiratete Jugend eines Ortes, bes. in ländlichen Gemeinden (in süddt. Dörfern noch zu Beginn des 20. Jh.s üblich) [5. 76], im Alltagssprachgebrauch überwiegend für die Gesamtheit der unverheirateten männlichen Jugend (neben anderen regionalspezifischen Bezeichnungen wie Buben [1. 459], Burschen [2. 548], Knaben [3. 1313] oder Knechte [4. 1381] im dt.sprachigen Bereich, franz. garçons und varlets oder ital. garzóni). Dass es sich dabei um eine Bezeichnung für Jugendgruppen handelte, zeigen parallele B…
Date: 2019-11-19

Legende

(4 words)

s. Hagiographie | Sage
Date: 2019-11-19

Leges fundamentales

(880 words)

Author(s): Mohnhaupt, Heinz
1. Begriff und FunktionIn allen europ. Ländern bildeten L. F. (lat.; »Grundgesetze«) Vorformen zur modernen Verfassung; sie hatten allerdings nur z. T. dieselben Funktionen. Während diese staatliche Macht organisiert, Individualrechte garantiert und im Rang über der allgemeinen Rechtsordnung steht, zeigt die Pluralform der L. F., dass sie kein planmäßiges, einheitliches Verfassungsgesetz darstellten, aber einen Kanon verfassungsrelevanter Texte bildeten. Im 18. Jh. wurden auch überpositive (d. h. über der pos…
Date: 2019-11-19

Legistik

(1,238 words)

Author(s): Lepsius, Susanne
1. DefinitionDer Begriff der L. ( Wissenschaft vom röm. Recht) zur Benennung eines Untersuchungsgegenstands der Rechtsgeschichte findet sich nur im Deutschen und wurde erst in den 1970er Jahren als komplementär zur Kanonistik (Wissenschaft vom Kirchenrecht) geprägt. Untersucht werden die röm.-rechtlich geprägten Texte aus der Zeit des ius commune, die in der dt. Terminologie auch als Epoche der Geltung des »gemeinen Rechts« bezeichnet wird (13.–17. Jh.). L. erfasst das Phänomen in wissenschaftsgeschichtlicher, nicht in geltendrechtlicher Absicht. Aufgab…
Date: 2019-11-19

Legitimation

(8 words)

s. Legitimation des Kindes | Legitimismus | Legitimität
Date: 2019-11-19

Legitimation des Kindes

(1,139 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. AllgemeinDurch L. und Adoption konnten nichteheliche Kinder den Status ehelicher Kinder erlangen. In der Nz. waren v. a. die L. durch nachfolgende Ehe (lat. per matrimonium subsequens; s. u. 2.) und die L. durch Hoheitsakt ( per rescriptum principis; s. u. 3.) verbreitet. Beide haben ihre Wurzeln im röm. Recht, hatten aber zu Beginn der Nz. schon wesentliche Prägung und Veränderung durch das kanonische Recht (Kirchenrecht) und durch Partikularrechte erfahren [10. 130]; [7. 69]; [8. 94]; [4. 408 f.]. Das Bedürfnis nach einer L. D. K. entstand erst, als die uneheliche …
Date: 2019-11-19

Legitimismus

(917 words)

Author(s): Brandt, Hartwig
1. DefinitionDer L. war eine Antwort auf die Entmachtung und Delegitimierung der Monarchie durch Revolution und Napoleonzeit: eine Theorie christl. fundierter Königsherrschaft in einer Zeit des säkularen Umbruchs; insofern war er ein histor. Paradox. Wie der Konservatismus, dem er zugehörte, war er ein nachrevolutionäres Konstrukt, eine Ideologie der Kontinuität, als das geschichtliche Kontinuum zerbrochen war. Der L. war eine Hervorbringung der Französischen Revolution (1789), der Gegenpol einer Politik der Planierung alter Recht…
Date: 2019-11-19

Legitimität

(670 words)

Author(s): Weber, Wolfgang E.J.
Der gegen Ende des 18. Jh.s aus der Rechtssprache entwickelte Begriff der L. (mlat. legitimitas, v. a. in Bezug auf Abstammung und Besitz) bezeichnet die »Rechtmäßigkeit« und daraus erwachsend die Anerkennungswürdigkeit und tatsächliche Anerkennung von Herrschafts-Trägern und -Akten sowie Regierungs- bzw. Staatsformen. Die politische Aufladung des zugehörigen Adjektivs (lat. legitimus) setzte mit der Verknüpfung von Erbrecht und herrschaftlicher Amtsnachfolge (Thronfolge) u. a. in der Goldenen Bulle 1356 ein. Sie beschleunigte sich im Zuge d…
Date: 2019-11-19

Leguminosen

(658 words)

Author(s): Konersmann, Frank
Die Hülsenfrüchte (lat. leguminosae) bilden weltweit die drittgrößte Pflanzengruppe, innerhalb der die Schmetterlingsblütler, zu denen auch der Klee gehört, die meisten Arten aufweisen [7. 97 f.]. Seit dem Mesolithikum waren die dank ihrer Stickstoffbindung bes. eiweißhaltigen und damit nahrhaften L. wie Erbsen, Linsen und Bohnen im Vorderen Orient, im Mittelmeergebiet, in Mitteleuropa sowie in Süd- und Mittelamerika ein wichtiger Bestandteil menschlicher Ernährung [7. 101, 108 f., 124, 134 f., 137]; [6. 28, 37 f., 245 f.]. Im Zuge der Entdeckung der Neuen Welt wu…
Date: 2019-11-19

Lehnsrecht

(1,449 words)

Author(s): Brauneder, Wilhelm
1. Definition und UrsprungDie nzl. Situation des L. war im MA grundgelegt; seine Entwicklung war gegen 1500 so gut wie abgeschlossen und blieb bis ins 19. Jh. wirksam. Da s L. zählte mit Landrecht, Stadtrecht und Hofrecht (Weistum) zu den Rechtskreisen der Gesamtrechtsordnung in den europ. Ländern. Insbes. zum Landrecht verhielt sich das L. nahezu komplementär: Wo jenes dominierte, trat das L. zurück, und umgekehrt.Der Komplex des L. umfasste Rechtsverhältnisse, die zwar gegenseitige Rechte und Pflichten beinhalteten, aber die rechtliche Dominanz eines Part…
Date: 2019-11-19
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