Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Tabak

(2,788 words)

Author(s): Menninger, Annerose
1. Produktion und Weltwirtschaft 1.1. Herstellung und Konsum in Altamerika Die Erfindung und die Entwicklung von Rauch-, Schnupf- und Kau-T. gehen auf Altamerika zurück. Vor der Konquista hatte sich auf dem Doppelkontinent, der auch die Urheimat der Wildpflanze darstellt, eine jahrtausendealte T.-Kultur entfaltet, begünstigt durch die Klimatoleranz der einjährigen Erntepflanze und die einfache Herstellung von Roh-T., wofür die Blätter nur geerntet und getrocknet werden mussten. Verschiedene indigene Kulturen konsumierten T.: Azteken und Maya genauso wie Ethnien Sü…

Tabelle

(2,052 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Begriff und Bedeutung Als T. wird ein zweidimensionales Raster bezeichnet, in dem Daten und Wissen in vorgegebenen Kategorien sortiert und etwa in Listen, so zu Steuern, Herden, Grundzahlen, Sternpositionen schon in der frühen Antike, eingetragen werden. Solche Aufstellungen sind aus dem Zweistromland seit etwa 2500 v. Chr. bekannt; sie weisen bereits die wesentlichen Leistungen der T. auf [12]: Sie verzeichnen, ordnen, kategorisieren, vergleichen sowie quantifizieren Dinge und ordnen ihnen Orts- und Zeitbestimmungen sowie relevante Eigenschaften z…

Tacitismus

(1,484 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und Beginn Der 1921 geprägte Begriff T. beschreibt einen spezifischen Stil polit.-weltanschaulicher Skepsis, der sich von etwa 1570 bis etwa 1650 an den Werken des röm. Historikers Publius Cornelius Tacitus (= Tc.; um 100 n. Chr.) entzündete. Sein Prinzip und Leitmotiv war die similitudo temporum (»Ähnlichkeit der Zeiten«): In den Intrigen und Machtkämpfen am röm. Kaiserhof, die Tc. als Zeichen fortschreitender polit.-moralischer Dekadenz schilderte, sahen die Zeitgenossen der Religionskriege ihre eigene Gegenwart präfiguriert. …

Tafelkultur

(2,655 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Überblick Gemeinsames Speisen besaß und besitzt in allen Kulturen zentrale Bedeutung. Es konstituiert Gemeinschaft und ist unerlässlicher Bestandteil von Festen, Diplomatie und Friedensfeiern, ein Ritual der Zusammengehörigkeit, Verbrüderung und Freundschaft, eine Gelegenheit zu Repräsentation und ostentativem Statuskonsum. Seit dem 15. Jh. jedoch, im Zeichen der Renaissance, änderten sich bei den europ. Eliten Stil und Wahrnehmung solcher Mahlzeiten. Zusehends suchte man sie jetzt gemäß den neuen Regeln des Geschmacks und der guten Manieren als…

Tafelmusik

(796 words)

Author(s): Kremer, Joachim
1. Begriff und Bedeutung T. bezeichnet einen Bereich der kontextgebundenen funktionalen Musik, der als eine zunächst usuelle Praxis bis etwa ins späte 16. Jh. nicht mit dem Anspruch absichtsvoll geschaffener und verschriftlichter Komposition verbunden war ( Gelegenheitskomposition). T. wurde als improvisierte Musik begleitend zu Gastmählern oder Fest-Veranstaltungen aufgeführt, sei es als Instrumentalmusik oder in vokal-instrumentaler Form. Zahlreiche ikonographische und lit. Quellen dokumentieren die Aufführung von T. seit dem hohen MA [4. 143]; [2]. Der Begriff T…

Tagebuch

(1,528 words)

Author(s): Schönborn, Sibylle
1. Begriff und Gattung Die Begriffsgeschichte kennzeichnet das T. als eine europ. Literaturgattung, die von den griech. ephēmerídes über das lat. diarium bis zu den sich nationalsprachlich ausdifferenzierenden Begriffen (ital. diario und giornale, span. diario und jornal sowie engl. diary und engl./franz. journal) im 15. Jh. reicht. Bei Johannes Kepler taucht 1613 zum ersten Mal die dt. Übersetzung »T.« auf [2]; [7], die seit dem 18. Jh. parallel zu dem aus dem Englischen und Französischen entlehnten Begriff »Journal« gebräuchlich ist. Das T. ist eine der heterogensten un…

Tagelöhner/in

(2,320 words)

Author(s): Ehmer, Josef
1. Definition Der Begriff T. (auch Tagwerker; lat. mercenarius oder operarius, engl. ( day) labourer, franz. journalier, homme/gens de journée oder manouvrier) bezeichnet keine homogene soziale Gruppe, sondern ein Spektrum von Positionen in der nzl. Arbeits-Welt. T. weisen idealtypisch eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf: Lohnarbeit ohne vertragliche Regelung, unregelmäßige Beschäftigung mit häufigem Wechsel der Arbeitgeber, kurzfristige Arbeitsverhältnisse mit vielfältigen konkret ausgeübten Tätigkeiten und das Fehlen von formellen Qua…

Tageslauf

(2,323 words)

Author(s): Krug-Richter, Barbara
1. Begriff T. bezeichnet zunächst den zeitlichen Verlauf eines Tages; entsprechend kurz ist die Definition im Grimm' schen Wörterbuch: »T., m., der lauf eines tages und des täglichen lebens« [2]; daneben werden heute nicht mehr geläufige Differenzierungen genannt: »Tageslauft, m., plural, tagesläufte, tagesereignisse« [3]. Zusammengefasst ermöglichen die hier getrennten Bedeutungen eine Annäherung an das Themenspektrum des nzl. T.: Nicht nur der ›Lauf des täglichen Lebens‹ ( Alltag), sondern auch konkrete Ereignisse (u. a. Feste, Feiertage, Jubiläen, Feiern…

Tageszeit

(10 words)

s. Tageslauf

Taglohn

(14 words)

s. Lohnarbeit | Tagelöhner/in | Zeitlohn

Tagwählerei

(989 words)

Author(s): Dillinger, Johannes
1. Vorhersagen Die T. gehörte zum magischen Zeit-Konzept der Frühen Nz. Ihr lag die Vorstellung zugrunde, dass Zeiträume – von bestimmten Jahren bis zu Stunden – eine magische Wertigkeit besitzen (Magie), was die genaue Beobachtung bestimmter Zeiträume verlangte. Diese magische Wertigkeit hatte zweierlei Form: Erstens, so nahm man an, waren bestimmte Zeitabschnitte auf kommende Zeiträume hin durchsichtig; demnach ermöglichten Ereignisse, die sich zu einer bestimmten Zeit beobachten ließen, Vorhersagen über die Zukunft ( Prognostik). Eine enge Korrespondenz zwischen…

Taiping-Rebellion

(2,292 words)

Author(s): Kuhfus, Peter
1. Allgemein Aus der T.-R. ging das Taiping Tianguo, das »Himmlische Reich des Großen Friedens«, hervor, ein Revolutionsregime bzw. eine Militärtheokratie, die in Zentral- und Südchina von 1851 bis 1864 bestand. Zentrale war Nanking, umbenannt zu Tianjing (»Himmlische Hauptstadt«). Die Lichtgestalt der T.-R. war Hong Xiuquan, Sohn armer Bauern aus einem Dorf unweit Kanton. Taiping (»Großer Friede«) war ein Topos der chines. Tradition, stand aber auch für den »Tausendjährigen Frieden« bzw. das biblische Millennium (vgl. Millenarismus). Die in der Forschung nach wie vo…

Takt

(780 words)

Author(s): Knoth, Ina
1. Begriff Der Begriff T. (von lat. tangere, »berühren«, »stoßen«, »schlagen«, mit Perfektpartizip tactum) meint in der Musiktheorie die Gruppierung einer definierten, grundsätzlich entweder geraden oder ungeraden Anzahl von Schlägen in einer zeitlichen Einheit, die ab dem 17. Jh. visuell durch einen sog. T.-Strich abgegrenzt wurde. Er steht in engster Verbindung zum Rhythmus, für dessen individuelle Ausformung er das stabile Grundgerüst liefert, und umfasst mindestens eine Hebung und eine Senkung ( Metrik). Der T. bildet damit ein zentrales Gliederungs- und Str…

Taktik

(2,366 words)

Author(s): Rink, Martin
1. Allgemeines 1.1. Begriff T. (franz. tactique, von griech. taktikḗ [ téchnē], »Kunst der Anordnung und Aufstellung«) ist der Gebrauch von Truppen im Gefecht sowie die Lehre davon. Sie ermöglicht durch den Ansatz militärischer Kräfte in Zeit und Raum zum Gefecht und deren Führung im Gefecht Überlegenheit jenseits der physischen Kampfkraft. Entsprechend wurde in den nzl. Werken zur T. die Überraschung als ihr wesentliches Kennzeichen hervorgehoben. Als Begriff trat T. erst im Verlauf des 18. Jh.s in den Quellen hervor und err…

Taler

(813 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Heute dient das Wort T. oder T.- Münze als Oberbegriff für eine Reihe von Groß- Silbermünzen, die ab dem ausgehenden 15. Jh. entstanden. Sie hatten ihren Ursprung in der gesteigerten mitteleurop. Silber-Produktion, namentlich in Tirol, im böhm.-sächs. Erzgebirge sowie im und am Harz. Den Anfang machte Erzherzog Sigismund als Graf von Tirol 1484/86, als er zunächst halbe, dann ganze silberne Äquivalente des Gold- Guldens in Silber schlagen ließ, die man deswegen auch Guldiner oder Guldengroschen nannte. Von den nachfolgenden Großsilberprägungen erwiesen sich im Alten Reich d…

Talion

(10 words)

s. Strafzweck

Talmud

(13 words)

s. Judentum | Jüdisches Recht

Tanz

(3,606 words)

Author(s): Busch-Salmen, Gabriele | Walther, Gerrit | Rode-Breymann, Susanne
1. Allgemein Der T. – ein von Einzelpersonen, Paaren oder Gruppen vollführter Ablauf stilisierter rhythmischer Schritte und Bewegungen – gehörte in der Nz. zu den häufigsten und populärsten Formen nonverbaler Kommunikation und öffentlicher Repräsentation. Als unverzichtbares Element von Freizeit und Festen aller Art gehörte er zum Alltag nahezu aller Stände und Gruppen, der Eliten- wie der Volkskultur (vgl. z. B. Kirmes, Abb. 1; Musik, Abb. 3). Viele von ihnen besaßen eigene T.-Traditionen, die zu pflegen zur Ehre des Kollekt…

Tanzimat-Reformen

(11 words)

s. Osmanisches Reich

Taoismus

(2,092 words)

Author(s): Jülch, Thomas | Mittag, Achim
1. Begriff Der aus dem 19. Jh. stammende Begriff T. (bzw. nach der heutigen Pinyin-Umschrift Daoismus) wird in zwei Bedeutungen verwendet: Zum einen bezeichnet er die mit dem Weltweisen Laotse (Laozi, 6./5. Jh. v. Chr.) verknüpfte philosophische Lehre, die sich nach dem tao bzw. dao (chines.; »Weg«, vielfach auch als »Logos«, »Methode«, »Natur« oder »Sinn« übersetzt) benennt, zu der aber als spezifische Differenz zu anderen konkurrierenden philosophischen Schulrichtungen des antiken China (5.–3. Jh. v. Chr.) die zwei Konzepte der komplementären Urkräfte von Yin und Yan…

Tapete

(818 words)

Author(s): Gropp, Stephanie
Das Wort T. leitet sich von den in der Antike verwendeten Begriffen für Wandbehänge, Tischdecken und Teppiche (griech. tapes, lat. tapetum, pers. tapeh) ab. Erst ab dem 15. Jh. unterschied man zwischen Tapisserie, Teppich und T. Als T. wurden fest angebrachte Wandverkleidungen aus verschiedenen Materialien bezeichnet. Seit dem 19. Jh. steht der Begriff vorwiegend für papierne Dekorationen (engl. wallpaper, franz. papier peint) [7. 9]. Technische Neuerungen einerseits sowie wechselnde Moden und Stile andererseits beeinflussten die nzl. Entwicklung der T. So…

Tapferkeit

(10 words)

s. Standesbildung

Tapisserie

(10 words)

s. Teppich

Tarantella

(887 words)

Author(s): Froeßl, Felicitas
1. Begriff und Herkunft T. bezeichnet einen aus Süditalien ( Tarent; ital. Taranto) stammenden Volkstanz sowie das den Tanz begleitende Musikstück. Die T. wurde in der Nz. und wird bis heute meist als Paar- oder Werbetanz ausgeführt, wobei sich die Tänzer im Drei-Achtel-Takt bewegen und das Tempo immer weiter bis zu »leidenschaftlicher Raserei« gesteigert wird [9. 112]. Zum Tanz spielen meist Geige, Gitarre, Tamburin, Akkordeon und Mandoline. Die Tänzerinnen begleiten die Musik mit Kastagnetten. Bereits im MA wurde die T. gespielt, ursprünglich als Heiltanz, um die vom sog. Taren…

Taschenbuch

(10 words)

s. Almanach

Taschenuhr

(12 words)

s. Uhr | Uhrmacher

Tataren

(10 words)

s. Kosaken

Tauchen

(939 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
Beim T. ist die Bewegung unter Wasser mit Hilfsmitteln und ohne solche zu unterscheiden, bei Letzterem wiederum zwischen Tauchgeräten mit und ohne Antrieb. 1. Apnoe- oder Freitauchen Beim sog. Apnoe-T. (von griech. ápnoia, »Nichtatmung«, »Atemstillstand«) halten die Schwimmer den Atem an und nutzen den Luftvorrat unter Wasser. Diese Technik war im Mittelmeerraum unter Schwamm-, Korallen- und Perlentauchern, aber auch zur Bergung gesunkenen Schiffsgutes und im Kriegsfall seit der Antike geläufig [5. 524–526]. Im Zuge der europ. Expansion seit dem 15. Jh. wurden die …

Taufe

(10 words)

s. Sakrament

Täufer

(2,471 words)

Author(s): Rothkegel, Martin
1. Begriff Seitdem im Rahmen der reformatorischen Bewegung Gruppen auftraten, die die Taufe von Kindern als nichtig ansahen und daher die Mündigentaufe praktizierten (erstmals in Zürich 1525; vgl. Sakramente 3.1.), wurden diese von gegnerischer Seite als T. bzw. pejorativ als Wieder-T. bezeichnet (lat. anabaptistae, catabaptistae; Anabaptisten). Dabei wurde auf den in der altkirchl. Häreseologie geprägten lat. Begriff rebaptizare (»wieder taufen«; z. B. Augustinus, De haeresibus 69) u.Ä. zurückgegriffen, der die von schismatischen Gruppen praktizierte Übert…

Taverne

(10 words)

s. Gasthaus

Taxonomie

(10 words)

s. Naturgeschichte

Technik

(17 words)

s. Innovation | Popularisierung | Technologie | Wandel, technischer

Technische Ausbildung

(16 words)

s. École Polytechnique | Ingenieur

Technische Fachsprache

(1,135 words)

Author(s): Popplow, Marcus | Reith, Reinhold
1. Allgemeine Tendenzen T. F. im Sinne mündlich tradierter Bezeichnungen für technische (= techn.) Artefakte und deren Bestandteile sowie für techn. Herstellungsverfahren gab und gibt es in allen Kulturen. In Europa erlaubt schon die techn. Literatur der Antike und des MA entsprechende Einblicke, wenn auch meist aus Sicht des gelehrten Diskurses und nicht der Alltagssprache der Praktiker. Neue Impulse für die Ausdifferenzierung der T. F. im Verlauf der Nz. ergaben sich in dreierlei Hinsicht: (1) Im Zuge des techn. Wandels waren neue Artefakte oder Verfahrensweisen beg…

Technische Literatur

(1,964 words)

Author(s): Popplow, Marcus
1. Allgemein Als T. L. gelten Werke zu technischen (= techn.) Themen mit einer formalen Struktur, die – im Gegensatz zu privaten Aufzeichnungen – auf einen anonymen Leserkreis abzielt. Dazu gehören spätma. und frühnzl. Handschriften ebenso wie die nach 1500 rasch anwachsenden Bestände gedruckter techn. Schriften. Nicht zur T. L. zählen lit. Werke, die techn. Motive nur im Detail aufnehmen, etwa die im 18. Jh. beliebten Reflexionen zu menschenähnlichen Automaten oder die ab der zweiten Hälfte des 19. Jh.s publizierten heroisierenden Ingenieurromane. In Europa ist eine inha…

Technischer Wandel

(14 words)

s. Wandel, technischer

Technisches Modell

(1,578 words)

Author(s): Popplow, Marcus
1. Definition T. M. sind verkleinerte, dreidimensionale Konstruktionen von Maschinen oder Bauwerken der Ingenieursarchitektur. Sie kamen in der Nz. vornehmlich bei der Vorbereitung innovativer Projekte zum Einsatz, spielten aber gleichzeitig eine wichtige Rolle für die Wissensproduktion von Ingenieuren. Bei M. von Ingenieurbauten wie Brücken oder Festungsbauten waren die Übergänge zum Architekturmodell fließend. 2. Technische Innovationsprozesse T. M. sind bereits für die Antike belegt und wurden vereinzelt wohl auch im MA genutzt, um Maschinenentw…

Technisches Zeichnen

(2,099 words)

Author(s): Popplow, Marcus
1. Entwicklung und Kontextualisierung Das T. Z. der Nz. nutzte vielfältige Formen der Visualisierung technischer (= techn.) Objekte zum Zweck der Reflexion, Kommunikation und Archivierung. Seine Geschichte und formalen wie funktionalen Charakteristika sind eng mit der Architekturzeichnung verbunden, insofern sich die Berufsfelder von Architekten und Ingenieuren im Verlauf der Nz. erst langsam voneinander lösten. Auf den ersten Blick scheint die nzl. Entwicklung des T. Z. stringent auf zwei Ziele zuzulaufen. Das erste lag darin, möglichst anspreche…

Technologie

(3,156 words)

Author(s): Meyer, Torsten
1. Begriff Der dt. Ausdruck T. bezeichnet das Wissen über den Gegenstandsbereich der Technik, v. a. das wiss. Wissen über Funktionsprinzipien technischer (= techn.) Artefakte und Systeme. Er unterscheidet sich damit vom engl. technology, das nicht nur die wiss. Reflexion über, sondern auch den materiellen Gegenstandsbereich der Technik selbst meinen kann. Ein solches umfassenderes Verständnis liegt auch dem Begriff des Technologietransfers zugrunde, der auf die Diffusion von techn. Artefakten und techn. Können zielt. Die in der T. sich spiegelnde Verwissenschaftlich…

Technologietransfer

(6,030 words)

Author(s): Hausberger, Bernd | Popplow, Marcus | Reith, Reinhold
1. Begriff Die Vermittlung von technischem (= techn.) Wissen und Können erfolgte in der Nz. in verschiedenen Kontexten: zunächst in Haushalt, Betrieb oder Institutionen durch Ausbildung bzw. Zusammenarbeit; dies wird als vertikaler Transfer bezeichnet. Andererseits verbreiteten sich techn. Wissen und Können horizontal von Region zu Region, zwischen polit. definierten Territorien oder auch in globaler Perspektive zwischen Kontinenten. Solcher T. konnte aktiv gefördert werden, z. B. von Territorialherre…

Tee

(1,746 words)

Author(s): Menninger, Annerose
1. Weltwirtschaft 1.1. Herstellung und Konsum in China Die Erfindung des Heißgetränks T. geschah in China. Zusammen mit Nordindien und Myanmar (Birma) stellte das südwestl. China das natürliche Verbreitungsgebiet der T.-Pflanze dar. Die Entwicklung verlief in mehreren Schritten über Jahrhunderte: Einem nur zu Arzneizwecken kreierten, extrem bitteren Extrakt aus gekochten T.-Blättern folgten gepresster T.-Kuchen, pulverisierter T., getrockneter loser Blatt-T. und schließlich unter den Dynastien Yuan (1271–1368) und Ming (1368–1644) der grüne und schwarze T. Diese Innov…

Teichwirtschaft

(1,122 words)

Author(s): Ebert, Jochen
1. Allgemein Die T. zur Produktion von Süßwasserfisch für den Eigenbedarf und Verkauf war in zahlreichen Regionen Mitteleuropas bis ins 18. Jh. wesentlich weiter verbreitet als heute. Unter einem Teich verstand man sowohl ein natürlich stehendes als auch ein künstlich aufgestautes Gewässer, das für die Fischzucht genutzt wurde. Wichtigste Nutzfische waren Karpfen, Hechte und Forellen. Die für die Anlage künstlicher Teiche notwendigen Erdarbeiten veränderten nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch den Wasser-Haushalt der Landschaft [3. 37 f.]. 2. Verbreitungsgebiet…

Teilherausgeber/innen

(771 words)

FG 01: Staat, politische Herrschaft und internationales Staatensystem Prof. Dr. Ronald G. Asch (Freiburg): Monarchie; Staat Prof. Dr. Hartwig Brandt (Wuppertal): Politische Bewegungen Prof. Dr. Heinz Duchhardt (Mainz): Europa (bis FRE) Prof. Dr. Gabriele Haug-Moritz (Graz): Stände Prof. Dr. Christoph Kampmann (Marburg an der Lahn): Friede Prof. Dr. Bernhard Kroener (Potsdam): Krieg Prof. Dr. Rolf Reichardt (Gießen): Revolution Prof. Dr. Georg Schmidt (Jena): Freiheit Prof. Dr. Reinhard Stauber (Klagenfurt): Nation Prof. Dr. Anuschka Tischer (Würzburg): Europa ab FRI Prof.…

Teilungen Polens

(1,209 words)

Author(s): Gabriel, Martin
1. Vorgeschichte Die drei T. P. – oder korrekt: die T. des Doppelstaates Polen-Litauen – in den Jahren 1772, 1793 und 1795, die auch für die spätere Geschichte der poln. Nation tiefgreifende Zäsuren darstellen, sind nur vor dem Hintergrund sich verändernder Mächtekonstellationen in einer Zeit zu verstehen, in der das zaristische Russland sich seinen Platz unter den Großmächten zu sichern trachtete und das revolutionäre Frankreich die traditionellen Monarchien Europas verunsicherte (vgl. Europa 5.3.). Die expansionistischen Pläne des von Katharina II. regierten Russländis…

Telegraphie

(16 words)

s. Balkentelegraph | Elektrische Telegraphie | Optische Telegraphie

Telekommunikation

(2,098 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Begriff Der Begriff T. dient seit dem frühen 20. Jh. als Sammelbezeichnung für verschiedene Formen der Nachrichten-Übertragung. Eine Schrift des Franzosen Édouard Estaunié von 1904 ( Traité pratique de télécommunication électrique) bündelt in dieser Wortprägung Entwicklungen der Telegraphie und der Telephonie [8. 965]. Unter dem Einfluss nachrichtentechnischer Innovationen erfuhr das Substantiv Kommunikation (lat. communicatio, engl./franz. communication) im 20. Jh. einen Bedeutungswandel zu »Verständigung, Informationsaustausch«. Das Wortbildung…

Teleologie

(12 words)

s. Gottesbeweis | Ursache

Teleskop

(1,034 words)

Author(s): Gaulke, Karsten
1. Allgemein Das T. (von griech. tḗle, »weit«, und skopeín, »beobachten«) gehört mit dem Mikroskop und der Vakuum-Pumpe zu den technischen Erfindungen, welche die Naturforschung im 17. und 18. Jh. am stärksten beeinflussten (vgl. Wissenschaftliche Instrumente). Es erschloss einen Makrokosmos jenseits des mit dem menschlichen Auge Sichtbaren und veränderte die Vorstellungen vom Kosmos und die Selbstverortung des Menschen darin grundlegend. 2. Frühe Formen In der ersten Dekade des 17. Jh.s wurde vermutlich von holländ. Brillen-Machern das Linsen-T. erfunden. Die frühn…

Temperament

(947 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Modell Das Modell der vier T. (von lat. temperamentum, »richtige Mischung«) blieb in der Nz. – wie schon in Antike und MA – das gebräuchlichste Schema, den Charakter von Individuen zu beschreiben. Die von Aristoteles und Galen vollendete antike Einteilung in vier Grundtypen – den Sanguiniker, den Melancholiker (Melancholie), den Choleriker und den Phlegmatiker – stellte die Kategorien bereit, als deren je spezifische Kombination das einzelne Subjekt erklärt wurde. Zwar sei, so formulierte Freiherr von Knigge 1788, »mehrentheils in dem Segelwerke jedes Erdensohns …

Temperatur

(13 words)

s. Kleine Eiszeit | Klima

Tempo

(885 words)

Author(s): Möller, Hartmut
1. Allgemein S. Beschleunigung; Schnelligkeit; Zeit 2. Musik 2.1. Begriff Das T. sei, schrieb Wolfgang Amadeus Mozart am 25. 10. 1777 an seinen Vater, »das nothwendigste und härteste und die hauptsache in der Musique« [1. 83]. Seit dem 18. Jh. bezeichnete das ital. Wort tempo (von lat. tempus, »Zeit«) im dt. Sprachraum die Art und den Grad der Geschwindigkeit(en) von Musik. Der vielschichtige, sich einer bündigen Definition entziehende Begriff vermittelt die aus der ma. und frühnzl. Mensuralmusik und -theorie stammenden Bedeutungen von einerseits Zeiteinheit, andererseits…

Temporäre Migration

(1,098 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Allgemein Im Gegensatz zur dauerhaften ist bei der T. M. die Rückkehr nach einer Abwesenheit von der Heimat fest eingeplant. Dabei unterscheidet man für die Nz. zwischen zwei Formen von Migranten: denjenigen, deren Arbeit eine mehrjährige Abwesenheit erforderten und solchen, die nur in einem Teil des Jahres abwesend waren und den Rest mit Arbeit auf ihrer eigenen – in der Regel klein- oder unterbäuerlichen – Landwirtschaft verbrachten. Im Folgenden geht es um die erste Gruppe (zur zweiten Gruppe vgl. Arbeitsmigration; S…

Tennis

(1,189 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Begriff und Anfänge T. (spätma. und frühnzl. meist jeu de paume) war ein Ballspiel für zwei bis vier Personen, bei dem ein handtellergroßer Ball mit der flachen Hand (franz. paume), später mit einem Handschuh und ab dem frühen 16. Jh. zunehmend mit einem Schläger über eine mit Fransen behangene Kordel in das gegnerische Feld befördert und von dort noch im Flug oder nach der ersten Berührung mit dem Boden zurückgeschlagen werden musste. Das Spiel verlief nach wesentlich komplexeren Regeln als das heutige T., bezog u. a. seitliche Schrägdächer mit ein und ermöglic…

Teppich

(1,147 words)

Author(s): Lang, Heinrich
1. Allgemein In überlieferten Handelsakten und Inventaren der Nz. variieren Bezeichnungen für den Handel mit T., bei denen nach der Herstellungsart oriental. Knüpf-T. von europ. Wirk-T. zu trennen sind [4. 9]; [10. 3 f.]; [1]. Die Vertriebswege beider Güter waren grundsätzlich verschieden, sodass man sinnvoll auch zwei Marktsysteme unterscheiden kann. 2. Orientalische Knüpfteppiche Visuelle Quellen, insbes. Gemälde der Renaissance, zeigen den weit verbreiteten Gebrauch von oriental. Knüpf-T. als Fuß- oder Bodenbelag, als Überwurf über Tische oder…

Tercio

(874 words)

Author(s): Sikora, Michael
Der Begriff T. bezeichnete die größten Einheiten der span. Infanterie in der Zeit der habsburgischen Herrschaft vom ersten Drittel des 16. Jh.s bis zum Beginn des 18. Jh.s. Seine Herkunft ist unklar; er leitete sich vielleicht von einer ursprünglichen Drittelung einer Streitmacht, von der üblichen Zahl von 3 000 Soldaten oder aus der Kombination verschiedener Waffenarten ab. Angesichts der dominierenden Stellung, die Spanien bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) in Europa einnahm, kann T. als Inbegriff der militärischen Macht Spaniens dieser Zeit verstanden wer…

Terreur

(2,560 words)

Author(s): Reichardt, Rolf
1. Forschung Als extreme Ausprägung der Französischen Revolution in ihrer radikalen Hochphase (1793/94) hat die T. ( Schreckensherrschaft) in der Geschichtsschreibung seit jeher leidenschaftliche Kontroversen hervorgerufen. Doch die alten Streitfragen zwischen konservativen und liberalen, marxistischen und »revisionistischen« Historikern, ob die T. nun die logische Konsequenz der revolutionären (= rev.) Ideologie von 1789 ( thèse du complot) oder eine defensive Reaktion auf die innen- und außenpolit. Krisenlage der Revolution (= Rev.; thèse des circonstances) gewese…

Territorialstaat

(847 words)

Author(s): Schennach, Martin
1. Begriff T. ist ein maßgeblich von der dt.sprachigen Forschung geprägter Begriff. Er knüpft an die erstmals 1939 vorgenommene Differenzierung zwischen dem ma. Personenverbandsstaat und dem sich in SpätMA und der Frühen Nz. allmählich formierenden institutionalisierten Flächenstaat an [3] und dient der Beschreibung des frühmodernen Staates in Abgrenzung zum MA (vgl. Territorium 1.). In der dt. Rechts- und Verfassungsgeschichte wird unter T. in engerem Sinn zudem das Herrschaftsgebiet weltlicher und geistlicher Reichsfürsten verstanden [11. 146]. Deren Rechtsstellung …

Territorium

(2,423 words)

Author(s): Stauber, Reinhard
1. Begrifflich-methodische Probleme Unter T. wird heute im allgemeinen Sprachgebrauch das Gebiet eines autonomen Staatswesens in seiner flächenhaften Erstreckung verstanden. Die Begrifflichkeit noch des 18. Jh.s war demgegenüber breiter und umfasste Assoziationsfelder wie Gebiet, Landstrich oder Grund und Boden, bezeichnete aber auch schon konkret eine herrschaftlich durchdrungene Fläche, »das Land, so einem Potentaten, Fürsten, oder einer Republic zustehet und worüber sie zu befehlen hat« [1. 1139]. Im modernen wiss. Sprachgebrauch bedeutet T. eine staatlich…

Testament

(1,365 words)

Author(s): Brauneder, Wilhelm
1. Allgemein Nicht jede letztwillige Verfügung ist ein T.; zu jenen gehören weiterhin der Erbvertrag und das Vermächtnis ( Erbrecht). Das Spezifische des T. liegt darin, dass mit ihm eine Person (Testator, Erblasser) anderen Personen oder Institutionen ihr Vermögen oder Anteile (Quoten) davon im Falle ihres Todes (Erbfall) zuwendet. Zum Charakter des T. zählt außerdem, dass es sich um ein einseitiges Rechtsgeschäft des Testators handelt, der dieses daher auch jederzeit widerrufen oder abändern kann. Daraus versteht sich die Bezeichnung »Letzter Wille«, da das jüngere (»l…

Testierfreiheit

(12 words)

s. Privatrecht | Testament

Teuerung

(12 words)

s. Geldwert | Inflation

Teufelsglaube

(940 words)

Author(s): Leppin, Volker
1. Teufelsvorstellungen Der Teufel hatte in der Frühen Nz. eine Bedeutung sowohl als heilsgeschichtlicher Gegenspieler Gottes wie auch als negative Wirkmacht, deren Kraft unmittelbar in dieser Welt spürbar war. Für die Ausgestaltung des T. blieb entscheidend, wie sich diese reale Gegenüberstellung mit Gottes Allmacht vertrug. Insbes. im Werk Martin Luthers zeigt sich dieses Bemühen paradigmatisch für die nzl. Reflexion: Zum einen wird im anthropologisch zugespitzten Bild der Mensch als Reittier Gottes einerseits, des Teufels andererseits verstanden, wobei sic…

Texanische Unabhängigkeit

(1,173 words)

Author(s): Rinke, Stefan
1. Grundlagen Die Prozesse der Staatenbildung gingen auch in den Amerikas mit Separationsbewegungen und Grenzkriegen einher, die das frühe 19. Jh. prägten. Dazu zählen die Auseinandersetzungen zwischen Mexiko und den USA. Im Gegensatz zu Südamerika war Mexiko, der Nachfolgestaat des Vizekönigreichs Neu-Spanien (Kolonialreich 3.), zu Beginn der U. (1810) zunächst nicht von territorialer Desintegration betroffen (Lateinamerikanische Unabhängigkeitsrevolutionen); das riesige Land erstreckte sich vom Oregon-Territorium im Norden bi…

Textilgewerbe

(1,783 words)

Author(s): Pfister, Ulrich
1. Umfang, Struktur und langfristige Entwicklung Die T. der Nz. verarbeiteten pflanzliche bzw. tierische Fasern zu in der Regel gewebten Textilien, meist zu Stoffen, z. T. auch zu kleineren Artikeln wie Kopf- und Taschentüchern, Schleiern, Bändern, Tressen, Borten, Schnüren und Knöpfen. Die Endprodukte konnten roh, gebleicht, gefärbt und/oder bedruckt sowie appretiert sein (vgl. Textiltechnik). Gegenüber dem Bekleidungsgewerbe sind die T. als vorgelagerte Verarbeitungsstufen aufzufassen. Bis ins 19. Jh. waren die T. in den meisten Volkswirtschaften der wich…

Textilien

(1,555 words)

Author(s): Pfister, Ulrich
1. Begriff und Verwendung T. waren bis ins 19. Jh. Erzeugnisse aus pflanzlichen und tierischen Fasern. Meist hatten sie die Form von Geweben (Webtechnik); daneben gab es geknüpfte, geklöppelte oder gestrickte Erzeugnisse (vgl. Teppich; Spitzenherstellung; Strumpfwirker). Die Hauptverwendung von T. lag im Bereich von Kleidung und Heim-T. (u. a. Bettwäsche, Vorhängen, Tischtüchern). T. waren aber nicht nur Konsum-Güter, sondern wurden vielfach in Handel und Gewerbe eingesetzt. Hervorzuheben sind die Schifffahrt (Segel, Seile), die Nutzun…

Textiltechnik

(1,442 words)

Author(s): Pfister, Ulrich
1. Verarbeitungsschritte Bis zum 19. Jh. wurden Textilien aus pflanzlichen oder tierischen Fasern (Faserpflanzen; Wolle; Seide) meist in der Form von Geweben hergestellt. In einigen kleinen Branchen wurden Garne allerdings nicht gewebt, sondern geknüpft, geklöppelt bzw. gewirkt (vgl. Teppich; Spitzenherstellung; Strumpfwirker). Die Fertigung beinhaltete im Wesentlichen die folgenden vier Verarbeitungsschritte [2]: (1) Vorbereitung der Fasern: Sie beinhaltete unterschiedliche Reinigungsvorgänge, insbes. aber (mit Ausnahme der unverletzten Rohsei…

Textkritik

(2,014 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff Als eine Teildisziplin der Philologie bzw. der Altertumswissenschaft sowie der Bibelkritik und Exegese ist T. die Summe aller Methoden und Techniken, um überlieferte Texte in ihrer (möglichst) originalen Form wiederherzustellen. Dabei wirkt sie integral mit der Hermeneutik zusammen. Zugrunde liegt ihr die histor. Erkenntnis des Humanismus, dass Texte im Laufe ihrer Überlieferung absichtsvoll oder unwillkürlich verändert werden. T. will diese späteren Zusätze und Veränderungen rückgängig machen. Sie ist insofern an sich schon eine Kritik an der Tradition. 2. Huma…
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