Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Verkappte Religionen

(3 words)

s. Religionswandel
Date: 2019-11-19

Verkehrsarchitektur

(8 words)

s. Brücke | Chaussee | Ingenieursarchitektur | Kanal
Date: 2019-11-19

Verkehrsnetz

(937 words)

Author(s): Popplow, Marcus
1. AllgemeinAls V. gilt in der Regel die Verknüpfung unterschiedlicher Linien eines oder mehrerer Verkehrs-Mittel; daneben wird die Existenz verdichteter Netze von Wegen und Straßen ebenfalls als V. verstanden (vgl. Netzwerk). Im Sinne von Liniendiensten erlauben V. insbes. das Umsteigen von Personen bzw. das Umladen von Gütern, zu deren Zielorten es keine direkte Verbindung gibt. Ein V. setzt dabei regelmäßige, wenn auch nicht unbedingt an einem Fahrplan ausgerichtete Verbindungen durch Transportdienstleister voraus. Für Pilger, Reisende oder Kaufleute, die in der …
Date: 2019-11-19

Verkehrsregeln

(837 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
V. dienten seit dem ausgehenden MA neben der Schifffahrt hauptsächlich der Steuerung des Landverkehrs (Landtransport). Während das Hamburger Schiffsrecht von 1270 verbindliche Haftungsgrundlagen für den Fall einer Kollision erörterte, behandelten obrigkeitliche Landverkehrsverordnungen Themen der Wege- und Straßennutzung und äußerten sich zu Überholvorgängen, Vorfahrt und Geschwindigkeit. Eine »einfache Straßenverkehrsordnung« [6. 1241] war bereits in dem um 1220 entstandenen Sachsenspiegel und ähnlich im Schwabenspiegel (1275) enthalten; z. B. wurde bei …
Date: 2019-11-19

Verkehrte Welt

(2,976 words)

Author(s): Weikl, Katharina
1. Allgemein Die V. W. (lat. mundus inversus, ital. mondo alla riversa oder mondo alla rovescia, franz. le monde renversé oder le monde bestorné, engl. the word turned upside down oder the topsy-turvy world [12], fläm. de verkeerde wereld) war in der Frühen Nz. ein beliebtes Motivfeld, das aus einem breiten Repertoire an künstlerischen Topoi und kulturellen Handlungen schöpfte und implizit immer auf eine vermeintlich richtige W. verwies. Meist ging es um eine Verkehrung der sozialen Ordnung, wobei der Geschlechtersymbolik eine bedeutende Rolle zukam (vgl. Abb. 1). Die …
Date: 2019-11-19

Verkehr und Transport

(7,859 words)

Author(s): Popplow, Marcus | Ellmers, Detlev
1. AllgemeinAlle Hochkulturen der Nz. nutzten, ihren topographischen Möglichkeiten entsprechend, Land- und Wasserwege zum T. von Menschen, Gütern und Informationen. Ihr Verlauf prägte territoriale Wirtschaftsgeographien und damit letztlich auch die Herausbildung kultureller Zentren. Der Wasserweg hatte prinzipiell den Vorteil, dass auf Booten und Schiffen weit schwerere Lasten befördert werden konnten als auf dem Landweg, doch waren schiffbare Wasserwege nicht überall verfügbar und ließen sich im Binnen-V. bis zum Ende der Nz. nur in begrenztem Maße künstlich…
Date: 2019-11-19

Verkleidung

(1,010 words)

Author(s): Chapuis-Després, Stéphanie
1. AllgemeinV. bezeichnet das Sich-Verkleiden als Tätigkeit, das Verkleidetsein und die von der verkleideten Person getragenen Kostüme. In der Nz. wurde derjenige als verkleidet betrachtet, dessen Kleidung nicht dem Stand (Kleiderordnung), den Geschlechterrollen (Transvestismus; s. u. 4.) oder der Nationalität entsprach. In der frühnzl. Gesellschaft wurde die V. häufig negativ bewertet, weil sie unmoralische oder strafbare Handlungen zu verbergen helfe oder Mittel heuchlerischer Simulation sei (Lüge). Im Bereich des Thea…
Date: 2019-11-19

Verlag

(1,962 words)

Author(s): Lucius, Wulf D. von | Estermann, Monika
1. BegriffDie Bezeichnung eines Unternehmens als V. setzt eine Produktion von Büchern auf Vorrat und auf Kosten des Verlegers voraus, nicht also die Einzelherstellung nach Auftrag wie in den Skriptorien der Klöster oder buchkünstlerischen Werkstätten der Fürstenhöfe. Als »Verleger« wurden in MA und Früher Nz. auch die Verleger anderer Waren bezeichnet, z. B. von Textilien (vgl. Verlagssystem).Erst nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern wurden Bücher zum Leitmedium der Frühen Nz., weil sie nun in hohen Auflagen verbreitet werden konnten…
Date: 2019-11-19

Verlagssystem

(1,554 words)

Author(s): Pfister, Ulrich
1. BegriffDas V. war eine Organisations- bzw. Koordinationsform (Produktionsregime) exportorientierter Gewerbe insbes. in der Ära der Protoindustrialisierung des 13.–19. Jh.s. Der Begriff bezeichnet wörtlich die Ausgabe (Vorlegen, Fürlegen) von Rohmaterial oder Halbfabrikaten durch einen Auftraggeber (den Verleger) an eine zweite Person, die ihrerseits die Verarbeitung bis zu einem nachgelagerten Produktionsstadium organisierte oder selbst durchführte. Diese zweite Person besorgte somit die Verarbeitung für den Auftraggeber im Lohnwerk. Allerdings nahm das V…
Date: 2019-11-19

Verlagsvertrag

(3 words)

s. Geistiges Eigentum
Date: 2019-11-19

Verleger

(6 words)

s. Verlag | Verlagssystem | Wirtschaftsbürgertum
Date: 2019-11-19

Verleumdung

(2 words)

s. Beleidigung
Date: 2019-11-19

Verlöbnis

(937 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Begriff und Bedeutung Mit V. bezeichnet man das Versprechen von Mann und Frau, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Dieses Verständnis setzte sich erst in der Nz. durch. Vorher war das V. ein Teil der Eheschließung selbst. Vom V. unterschieden wurde die Trauung (ursprgl. die traditio puellae, also die »Übergabe der Braut«), die dem ehebegründenden Eheversprechen als notwendiger Realakt nachfolgte [8. 31]. Für die Nz. prägend wurde die Aussage des Gratianus [4. 27–30], dass sowohl das V. als auch die Ehe allein durch Konsens zustande kämen. Wegen der großen Nähe des V. zur…
Date: 2019-11-19

Vermächtnis

(4 words)

s. Erbrecht | Testament
Date: 2019-11-19

Vermessung

(6 words)

s. Geodäsie | Kartographie | Markscheidewesen
Date: 2019-11-19

Vermittlungstheologie

(3 words)

s. Theologische Richtungen
Date: 2019-11-19

Vermögensdelikte

(1,074 words)

Author(s): Ammerer, Gerhard
1. Begriff Der Sammelbegriff V. war in der Frühen Nz. nicht gebräuchlich. In der Alltags- wie in der Rechtssprache wurden lediglich die einzelnen Typen von Verbrechen benannt; allenfalls kam es in den Strafgesetzbüchern zu oft recht umständlichen Umschreibungen für diese Deliktgruppe. Das »Vermögen« als betroffenes Rechtsgut schien z. B. im Habsburgerreich erstmals im Allgemeinen Gesetz über Verbrechen, und derselben Bestrafung von 1787 auf: »Von den polit. Verbrechen, wodurch das Vermögen, oder die Rechte der Mitbürger gekränket werden« (2. Teil, 4. K…
Date: 2019-11-19

Vernunft

(2,872 words)

Author(s): Kass, Rita
1. ÜberblickV. (griech. diánoia, lat. ratio, franz. raison, engl. reason) war in der Frühen Nz. ein philosophischer Grundbegriff von großer Spannweite. Er betraf sowohl das Denken und Reden als auch das Handeln, insofern diese argumentativ begründbar und nachvollziehbar waren. Das Thema war seit der Antike in einem nicht klar definierten Begriffsfeld diskutiert worden. Die Termini V. und Verstand, die in scholastischer Tradition hierarchisch aufeinander bezogen waren, wurden von Meister Eckhart und Martin Luther ins Deutsche übertragen. Als höchstes intuitives Erkenntnisve…
Date: 2019-11-19

Vernunftrecht

(4 words)

s. Rechtsphilosophie und Naturrecht
Date: 2019-11-19

Vernunftreligion

(3,732 words)

Author(s): Voigt-Goy, Christopher | Grözinger, Karl Erich
1. Allgemein Mit den Begriffen der V. und der natürlichen Religion (= nat. Rel.) wird die Vorstellung einer Gottes-Erkenntnis und daraus fließenden -Verehrung bezeichnet, die jedem Menschen allein durch sein intellektuelles Vermögen (Vernunft) gegeben sei. Inhaltlich wird sie mit einem allgemeinen Gehorsamsgebot gegenüber dem Willen Gottes identifiziert, das sich in der Pflicht zu einer moralischen Lebensführung konkretisiert (Ethik). Die Wurzeln dieser Vorstellung reichen über das Naturrecht des MA bis in die An…
Date: 2019-11-19
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