Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Zadruga

(690 words)

Author(s): Kaser, Karl
Der Terminus Z. wurde vom serb. Philologen Vuk Stefanović Karadžić geprägt. In seinem Serb.-dt.-lat. Wörterbuch (1818) findet sich allerdings nur ein kurzer Eintrag: »Zadruga, f. Hausgenossenschaft (im Gegensatze der einzelnen Familie), plures familiae in eadem domo ( more Serbico)«, d. h. »mehrere Familien im selben Haus (nach serb. Art)« [1. 191]. Unabhängig von der Frage, ob der Begriff in der damaligen Zeit ein artifizieller war oder nicht, erhielt er durch seine romantische Auslegung in der wiss. und nichtwiss. Literatur des 19. Jh.s ein …

Zahl

(2,229 words)

Author(s): Jahnke, Hans Niels | Moßburger, Hubert
1. Zahlentheorie 1.1. Begriff und Ursprünge Im weitesten Sinne beschäftigt sich die Zahlentheorie (= Zth.) mit den Eigenschaften der ganzen Z. Dabei geht es um Fragen der Zerlegung in Primfaktoren, der Teilbarkeit und um die Lösung von Gleichungen in ganzen Z. (»diophantische Gleichungen«; s. u. 1.3.). Die nzl. Entwicklung dieser Disziplin war zunächst stark durch die Rezeption zweier antiker griech. Werke bestimmt, der Elemente des Euklid (um 300 v. Chr.) und der Arithmetica des Diophantos von Alexandria (3. Jh. n. Chr.) [1]. 1.2. Renaissance Beginnend mit dem Liber Abaci (120…

Zahlungsbilanz

(1,461 words)

Author(s): Rössner, Philipp Robinson
1. Begriff und Methodik Die Z. erfasst die Finanz- und Handels-Transaktionen zwischen Inland und Ausland und ist ein wichtiges Mittel zur Feststellung und Bewertung von globalen Verflechtungen und Interaktionen. Sie gliedert sich in Teilbilanzen für den Waren- Handel; für die Dienstleistungen von Banken, Speditionen und Zahlungsverkehr; für Vermögensübertragungen und Kapital-Flüsse. In modernen Volkswirtschaften erfasst die Z. auch Bilanzveränderungen der Zentralbank. Während die Z. per definitionem stets ausgeglichen sein muss und daher für sich betrachtet …

Zahlungsmittel

(12 words)

s. Geldtheorie | Geldwirtschaft

Zahlungsverkehr

(2,164 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Allgemeines Der Begriff Z. bezieht sich auf die Organisation der Einlösung von Zahlungsversprechen, die üblicherweise komplementär zu Handelsgeschäften gemacht werden. Vor der Entstehung nationaler Zahlungssysteme v. a. im Zuge des Aufbaus von Zentral-Banken (vgl. Notenbank; s. u. 4.3.) vollzog sich der Z. in der Regel direkt zwischen einzelnen Handelsplätzen mit je eigenen Finanzdienstleistungen, wobei staatliche und polit. Grenzen ohne Belang waren. 2. Zahlung auf Warenbasis Z. auf Warenbasis, d. h. die Bezahlung einer Ware mit einer anderen ( Tauschhandel), war …

Zahnmedizin

(1,494 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Definition und Traditionen Die Zahnheilkunde, auch Stomatologie (von griech. stóma, »Mund«), ist die Lehre von den Krankheiten der Mundhöhle, darunter Kiefer- und Z., während sich die Odontologie (lat. odontologia, von griech. odús, odont-, »Zahn«) mit der Anatomie und Physiologie des Zahnsystems der Wirbeltiere einschließlich des Menschen beschäftigt [1]; [2]; [9]; [4]; [8]; [7]. Die ma. Z. blieb den antiken Vorstellungen von der Zahnanatomie und den säftebedingten Zahnerkrankungen, insbes. des Zahnschmerzes, verpflichtet. Extraktionen wurden von Badern und Wundärz…

Zar

(1,234 words)

Author(s): Nolte, Hans-Heinrich
1. Der Titel Zar Im Röm. Reich, das im Osten kontinuierlich bis 1453 dauerte (und im Westen, wenn auch als wieder erneuertes, bis 1804), war die monarchische Spitze seit Kaiser Diocletian als Tetrarchie definiert: zwei Imperatores Augusti, denen zwei Caesares untergeben waren. In Konstantinopel wurde der Titel Imperator Augustus im 7. Jh. durch griech. basileús ersetzt. Die Imperatoren in Konstantinopel ernannten mehrfach slaw. Fürsten zum kaísar (der griech. Form von Caesar), was (dem Empfänger manchmal nicht bewusst) Zu-, wenn nicht sogar Unter-Ordnung andeutete. In der ost…

Zauberei

(3,852 words)

Author(s): Kuhn, Thomas Konrad | Ströhmer, Michael
1. Grundlagen 1.1. Begriff Z. und Zauber treten in vielfältigen kulturellen Kontexten auf. Sie sind neben Divination und Orakel Teil der umfassenderen Magie. Thematisch ist die pluriforme Z. als soziale Interaktionsform eng mit Hexerei (Hexe; Hexer), Volksfrömmigkeit, »Aberglauben« u.Ä. verbunden. Die neuere Forschung meidet den Begriff weitgehend zugunsten von Magie, zu deren Synonym Z. so wird. Diese semantische Reduktion resultiert aus der Schwierigkeit, Z. präzise zu definieren und von Magie und Hexerei abzugrenzen. Erken…

Zehnt

(942 words)

Author(s): Troßbach, Werner
Die kirchenrechtlichen Grundlagen für die Erhebung des Kirchen-Z. (einer Naturalgabe, die in der Regel den zehnten Teil eines landwirtschaftlichen Produkts umfasste) wurden bereits im 6. und 7. Jh. gelegt. Spätestens im 12. Jh. war diese Abgabe europaweit ein fester Bestandteil des Kanons bäuerlicher Leistungen. Sie betraf als »großer Z.« Getreide und Wein; als »kleiner Z.« umfasste sie den sog. Blut-Z., der auf der Viehwirtschaft lastete, sowie den sog. grünen Z., der auf Garten-Produkte und auf andere Feldpflanzen erhoben wurde [9. 14]. Der große Z. wurde europaweit gef…

Zeicheninstrumente

(1,334 words)

Author(s): Klein, Ulrich
1. Allgemein Als Z. (franz. instruments de dessin, engl. drawing instruments) werden hier Hilfsmittel wie Zirkel, Lineal und Winkel(messer) verstanden, mit denen geometrische Körper insbes. bei Architekturzeichnungen oder beim technischen Zeichnen dargestellt werden (vgl. Abb. 1), nicht jedoch Gerätschaften wie Pinsel, Rötel- oder Silberstift (Bleistift), die in der Nz. v. a. für freihändige Zeichnungen aller Art Verwendung fanden. Ab dem 16. Jh. trat das Zeichnen im verkleinerten Maßstab v. a. auf Papier neben das frühere handwerkliche Zeichnen im M…

Zeichnung

(3,330 words)

Author(s): Wagini, Susanne
1. Definition Die Z. gehört wie die Druckgraphik zur Kunstgattung der Graphik (von griech. gráphein, »schreiben«, »zeichnen«); jede Z. ist jedoch – im Gegensatz zu mehrfach möglichen Abzügen bei druckgraphischen Erzeugnissen – ein Unikat. Die Z. arbeitet mit Punkt, Linie oder Fläche, ausgeführt durch Zeichenmittel wie Stift, Feder, Kreide oder Pinsel (s. u. 3.). Oftmals wird der Kontur (Umriss) des Motivs mit Linien gezogen, während zur Erzeugung räumlicher Wirkung mit dichteren Strichlagen Schraffuren gesetz…

Zeit

(9,722 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Busche, Hubertus
1. Allgemeines Etymologisch hängt das dt. Wort Z. mit tide zusammen, dem Wechsel der Gezeiten. Sie ist also anthropozentrisch konstruiert und spiegelt die Wahrnehmung der zyklischen oder linearen Veränderung der äußeren Welt wider. Wie beim lat. tempus oder dem engl. time (vgl. franz. temps, ital. tempo) ist eine begrenzte Z., ein Z.-Abschnitt gemeint. Zedlers Universal-Lexicon definiert Z. als »eine gewisse und determinierte Verweilung der Gestirne in ihrem Lauffe, wornach das Seyn und Dauern anderer Dinge gemessen wird« [2. 725]. Vielfach wurde die Z. bildlich dargestell…

Zeitalter

(15 words)

s. Epoche | Goldenes Zeitalter | Weltalter

Zeiterfahrung

(1,058 words)

Author(s): Mader, Eric-Oliver
1. Alltagserfahrung und Zeitordnung Erfahrungen von Zeit werden durch das Erleben von Veränderungen angeregt und erschließen sich über den Anfang und das Ende von Zeiträumen. Als soziale Konstrukte werden Z. durch kulturell geprägte Zeitordnungen strukturiert, die auf Tradition oder bewusster Setzung gründen [7] und als subjektiv gelebte Zeit unterschiedlich wahrgenommen werden können. Auch die Geschichte – sowohl auf lebensweltlicher Ebene als ein Ensemble von Geschichtsbildern und Formen des Geschichtsbewusstseins als auch auf wissenschaftliche…

Zeitknappheit

(1,080 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Allgemein In der Frühen Nz. gründete Z. in der Loslösung der Menschen von einem in natürlichen Zyklen verwurzelten Lebens-Rhythmus. An dessen Stelle trat ein lineares, durch die Uhr bestimmtes Zeitmaß. »Meine lebenszeit verstreicht, / stündlich eil ich zu dem grabe«, notierte Christian Fürchtegott Gellert [1. 459]. Die Vergänglichkeit des Lebens verkörperte symbolisch das Stundenglas. Dem Betrachter führte es vor Augen, dass seine Zeit unwiderruflich abläuft. Als Sanduhr verbreitete sich das Stundenglas ab dem 14. Jh. parallel zur Räderuhr. Georg Christoph Lichtenber…

Zeitlohn

(10 words)

s. Lohnarbeit

Zeitmessung

(2,837 words)

Author(s): Fuchs, Ralf-Peter | Wepster, Steven | Steinle, Friedrich
1. Alltag und Kultur 1.1. Allgemein Die alltagsgeschichtliche Bedeutung der Z. wird in der europ. Nz. v. a. auf zwei Ebenen sichtbar: Zum einen wurde seit dem SpätMA eine präzise Vermessung der Tageszeit für immer mehr Menschen relevant. Dabei lässt sich zunächst eine zunehmende Inkenntnisnahme der Stunde, seit dem 17. Jh. auch vermehrt der Minute als Zeiteinheit und im Zusammenhang mit bestimmten Tätigkeiten im 18. Jh. immer häufiger die Messung von Sekunden feststellen (Zeit 3.5.). Zum anderen nahm während der Frühen Nz. in der Bevölkerung die Fähigkeit zu, Zeiträ…

Zeitordnung

(2,259 words)

Author(s): Koller, Edith
1. Grundlagen und Überblick Mit dem Begriff Z. bezeichnet man in der Regel soziale Z., d. h. spezifische Strukturierungen von Zeit durch eine bestimmte Gruppe oder Gesellschaft. Sie dienen der Koordination und Synchronisation von sozialen (Inter-)Aktionen sowie Abläufen. Je komplexer eine Gesellschaft ist, desto wichtiger erscheint eine verbindliche, allgemein gültige Z. Selbst wenn sie sich an natürlichen Gegebenheiten wie dem Wechsel von Tag und Nacht oder den Jahreszeiten orientieren, sind Z. nie naturgegeben…

Zeitrechnung

(2,583 words)

Author(s): Koller, Edith
1. Begriff und Grundlagen Die Begriffe Z., Chronologie und Zeitordnung werden selten trennscharf verwendet. Z. wird oft nur als dt. Übersetzung und Synonym von Chronologie [1] oder aber Kalender (= Kal.) benutzt. Insbes. Einheiten, die auf astronomischen Gegebenheiten beruhen – wie auf der Erdrotation (Tag und Nacht), auf dem Umlauf der Erde um die Sonne (Sonnenjahr) oder auf den Mondzyklen (Monate) –, bilden die Grundlagen der Z. Die Monatsnamen des heute gebräuchlichen Gregorianischen Kal. beruhen auf den antiken lat. Namen des Julianischen Kal.; die Bezeich…

Zeitschrift

(4,321 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens | Tischer, Matthias | Gierl, Martin
1. Definition Die Z. als expandierendes Medium, angesiedelt zwischen Buch und Zeitung und im Kontext sich ausweitender Nachrichten-Ströme, erfüllte wichtige Funktionen in der sozialen Kommunikation der nzl. Gesellschaft. Formal war die Z. gegenüber dem Buch durch stärkere Aktualität und ihre Periodizität, gegenüber der Zeitung durch ihre in programmatischen Äußerungen entwickelten Eigenansprüche gekennzeichnet. Hierzu trug der im Vergleich zur Zeitung durchschnittlich längere Umfang der einzelnen …

Zeitsparen

(12 words)

s. Zeit | Zeitknappheit

Zeitung

(3,357 words)

Author(s): Münch, Roger | Göbel, Christian
1. Begriff und Definition Das Medium Z. (von mhdt. zîtunge, »Nachricht«, »Kunde«) hat nach einer gängigen Definition, es vermittle »jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit« [12. 6], vier grundlegende Charakteristika: Aktualität, Periodizität, Publizität sowie Universalität. Im Vergleich mit der Z. ist die Zeitschrift in der Regel weniger aktuell und inhaltlich weniger diversifiziert. 2. Anfänge des Zeitungswesens Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Einzeltypen durch Johannes Gutenberg (um …

Zeitungsabonnement

(749 words)

Author(s): Münch, Roger
Der Begriff Abonnement stammt aus dem ital. Sprachraum ( abbonnamento) und bedeutet »Vergütung«. Bereits am Ende des 17. Jh.s hatte sich das Z. als gängige Bezugsform von periodischem Schrifttum ( Presse, periodische) in den dt.sprachigen Ländern herausgebildet. In allen anderen Ländern überwog der Einzelverkauf, v. a. in Frankreich, Großbritannien und Italien. Um den kontinuierlichen Bezug sicherzustellen, verpflichteten sich die Käufer, die Zeitungen (= Zt.) über einen genau festgelegten Zeitraum zu abonnieren. Die »Vergütung« bestand darin, dass de…

Zeitungslexikon

(712 words)

Author(s): Göbel, Christian
1. Begriff und Verbreitung Z. waren Nachschlagewerke, in denen in Zeitungen regelmäßig verwendete Begriffe zusammengestellt und erläutert wurden, um Hilfe bei der Lektüre zu bieten. Erste Z. erschienen im dt.sprachigen Raum um die Wende zum 18. Jh. Aus ihnen gingen unmittelbar die ersten Konversationslexika hervor. Das Z. als spezifische Form der Enzyklopädie war in erster Linie ein dt.sprachiges Phänomen, das aus der exponierten Rolle Deutschlands bei der Entstehung und Entwicklung des Presse-Wesens im 17. und frühen 18. Jh. resultierte. Nur vereinzelt sind gen…

Zeitungslied

(10 words)

s. Bänkelsang

Zeitungswissenschaft

(776 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens
1. Grundlagen Obwohl eine »Z.« als abgegrenzte wiss. Disziplin im universitären Rahmen in der Nz. nicht bestand, gab es doch einen relativ dichten und fachlich geprägten Diskurs über Funktionen, Sinn und Defizite der seit 1609 bestehenden Zeitungen (vgl. Aviso). Dieser nahm zentrale Gegenstände der Z. des 20. Jh.s im Sinne eines sowohl histor. orientierten akademisch-universitären als auch stark politisierten Fachs vorweg, wie es sich in seiner spezifischen Form nur in Deutschland entwickelte [6]. Am nzl. Zeitungsdiskurs beteiligten sich vornehmlich freie Schriftste…

Zeitverständnis

(14 words)

s. Tradition | Zeit | Zeiterfahrung

Zelle

(10 words)

s. Zeugungslehre

Zensur

(4,572 words)

Author(s): Schneider, Ute | Beutel, Albrecht | Otto, Martin
1. Allgemein Z. (lat. censura; »Prüfung«, »Beurteilung«) wird heute als »autoritäre Kontrolle menschlicher Äußerungen« verstanden [18. 3] und dient der Kommunikations-Kontrolle, in der Regel zur Stabilisierung eines staatlichen oder kirchl. Systems. Diese Kontrolle wird durch verschiedene praktische Maßnahmen realisiert: durch Präventiv-Z., die die Vorlage von Manuskripten vor Druckbeginn zur Prüfung bei entsprechenden Institutionen erfordert, oder Nach-Z. bzw. Repressiv-Z., die Medien nach ihrer Veröffentlichung indiziert und Druckerzeugnisse ggf. be…

Zensuswahlrecht

(12 words)

s. Kurien- und Zensuswahlrecht

Zentralafrikanische Welt

(4,229 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Bereich Zur Z. W. werden der große Bereich des heutigen Kamerun und der heutigen Zentralafrikan. Republik nördl. des riesigen tropischen Waldgebiets, das Flusssystem des Kongo im tropischen Regenwald und die weiten Savannenlandschaften des heutigen Angola und Sambia sowie das heutige Simbabwe und Mosambik gezählt [3]; [4]; [18]. Fünf Besonderheiten charakterisieren diese Großregion. 2. Innerafrikanische Entwicklungen (1) Die Z. W. war zunächst in besonderer Weise durch innerafrikan. Entwicklungen, v. a. durch die Fernwirkungen der Bantuwanderung …

Zentralbank

(10 words)

s. Notenbank

Zentralperspektive

(10 words)

s. Perspektive

Zentralverwaltung

(10 words)

s. Verwaltung

Zentrum

(10 words)

s. Peripherien

Zeremoniell

(3,069 words)

Author(s): Füssel, Marian | Mat’a, Petr
1. Definition und Funktion Das polit. Z. ist ein Medium der symbolischen (= symb.) Herstellung und Darstellung von polit.-sozialer Ordnung. Es konstituiert Machtbeziehungen und soziale Rangordnungen zwischen Herrschern und Beherrschten oder unter Herrschenden. Je nach Anlass und Adressatenkreis stellt es unterschiedliche Grade von Öffentlichkeit her. Zentrale zeremonielle (= zl.) Praktiken der Nz. wurden anlässlich von Herrscherwechseln bei Wahl und Krönung [19], bei Herrschereinzügen (lat. adventus) [14]; [15], Huldigungen, diplomatischen Verhandlungen (Diplo…

Zeremonielle Literatur

(2,254 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Zeremoniell als deutbares Zeichensystem Der Begriff Zeremoniell (= Zer.; von lat. caeremonia, franz. cérémonial) meint Formen, Regeln und Verhaltensweisen, welche für normierte, häufig feierliche Handlungen im gesellschaftlichen Verkehr, bei polit. Vorgängen und kirchl. Veranstaltungen als notwendig und konstitutiv erachtet werden. Insofern liegt es nahe, im Zer. »ein semiotisches Supersystem« zu sehen, »das geeignet ist, polit.-rechtliche, soziale oder relig. Ordnung darzustellen und in Grenzen zu regulieren« [5. 1500 f.]. Teil des Zer. können Bilder, Musik…

Zeuge

(10 words)

s. Beweis

Zeughaus

(917 words)

Author(s): Hohrath, Daniel
1. Begriff und Funktion Als Z. wurde ein Gebäude bezeichnet, das als Aufbewahrungsort für große Mengen von Waffen und anderen Rüstungsgütern diente (vgl. Rüstungswesen). Schon aufgrund seines Umfangs ist es von der älteren, meist in andere Bauten integrierten Rüstkammer zu unterscheiden, die etwa den Waffenbesitz von Adelsfamilien beherbergte; doch überlappen sich die Begriffe zumindest in den frühen nzl. Quellen, und auch die lat. Bezeichnung armamentarium kann beides bedeuten. Der franz. Begriff Arsenal stand meist synonym für Z., konnte aber zusätzlich ganze A…

Zeugungslehre

(1,223 words)

Author(s): McLaughlin, Peter | Müller-Wille, Staffan
1. Begriff Zeugung (= Zg.; lat. generatio), ein zentraler Begriff der antiken Naturphilosophie, bezieht sich auf kausale Prozesse, die zur Entstehung von Einzelwesen – vornehmlich Organismen, aber auch Mineralien (Mineralogie) oder Wetterphänomenen (Meteorologie) – führen. Dabei übernahm die nzl. Wissenschaft eine antike dreiteilige Klassifikation: Man suchte für die Entstehung von individuellen, geschlechts- und arttypischen Merkmalen unterschiedliche Erklärungen [5]. Da Zg. wesentlich durch elterliche Keimsubstanzen vermittelt wird – nach antiker Auffas…
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