Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Zeitsparen

(12 words)

s. Zeit | Zeitknappheit

Zeitung

(3,357 words)

Author(s): Münch, Roger | Göbel, Christian
1. Begriff und Definition Das Medium Z. (von mhdt. zîtunge, »Nachricht«, »Kunde«) hat nach einer gängigen Definition, es vermittle »jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit« [12. 6], vier grundlegende Charakteristika: Aktualität, Periodizität, Publizität sowie Universalität. Im Vergleich mit der Z. ist die Zeitschrift in der Regel weniger aktuell und inhaltlich weniger diversifiziert. 2. Anfänge des Zeitungswesens Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Einzeltypen durch Johannes Gutenberg (um …

Zeitungsabonnement

(749 words)

Author(s): Münch, Roger
Der Begriff Abonnement stammt aus dem ital. Sprachraum ( abbonnamento) und bedeutet »Vergütung«. Bereits am Ende des 17. Jh.s hatte sich das Z. als gängige Bezugsform von periodischem Schrifttum ( Presse, periodische) in den dt.sprachigen Ländern herausgebildet. In allen anderen Ländern überwog der Einzelverkauf, v. a. in Frankreich, Großbritannien und Italien. Um den kontinuierlichen Bezug sicherzustellen, verpflichteten sich die Käufer, die Zeitungen (= Zt.) über einen genau festgelegten Zeitraum zu abonnieren. Die »Vergütung« bestand darin, dass de…

Zeitungslexikon

(712 words)

Author(s): Göbel, Christian
1. Begriff und Verbreitung Z. waren Nachschlagewerke, in denen in Zeitungen regelmäßig verwendete Begriffe zusammengestellt und erläutert wurden, um Hilfe bei der Lektüre zu bieten. Erste Z. erschienen im dt.sprachigen Raum um die Wende zum 18. Jh. Aus ihnen gingen unmittelbar die ersten Konversationslexika hervor. Das Z. als spezifische Form der Enzyklopädie war in erster Linie ein dt.sprachiges Phänomen, das aus der exponierten Rolle Deutschlands bei der Entstehung und Entwicklung des Presse-Wesens im 17. und frühen 18. Jh. resultierte. Nur vereinzelt sind gen…

Zeitungslied

(10 words)

s. Bänkelsang

Zeitungswissenschaft

(776 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens
1. Grundlagen Obwohl eine »Z.« als abgegrenzte wiss. Disziplin im universitären Rahmen in der Nz. nicht bestand, gab es doch einen relativ dichten und fachlich geprägten Diskurs über Funktionen, Sinn und Defizite der seit 1609 bestehenden Zeitungen (vgl. Aviso). Dieser nahm zentrale Gegenstände der Z. des 20. Jh.s im Sinne eines sowohl histor. orientierten akademisch-universitären als auch stark politisierten Fachs vorweg, wie es sich in seiner spezifischen Form nur in Deutschland entwickelte [6]. Am nzl. Zeitungsdiskurs beteiligten sich vornehmlich freie Schriftste…

Zeitverständnis

(14 words)

s. Tradition | Zeit | Zeiterfahrung

Zelle

(10 words)

s. Zeugungslehre

Zensur

(4,572 words)

Author(s): Schneider, Ute | Beutel, Albrecht | Otto, Martin
1. Allgemein Z. (lat. censura; »Prüfung«, »Beurteilung«) wird heute als »autoritäre Kontrolle menschlicher Äußerungen« verstanden [18. 3] und dient der Kommunikations-Kontrolle, in der Regel zur Stabilisierung eines staatlichen oder kirchl. Systems. Diese Kontrolle wird durch verschiedene praktische Maßnahmen realisiert: durch Präventiv-Z., die die Vorlage von Manuskripten vor Druckbeginn zur Prüfung bei entsprechenden Institutionen erfordert, oder Nach-Z. bzw. Repressiv-Z., die Medien nach ihrer Veröffentlichung indiziert und Druckerzeugnisse ggf. be…

Zensuswahlrecht

(12 words)

s. Kurien- und Zensuswahlrecht

Zentralafrikanische Welt

(4,229 words)

Author(s): Bley, Helmut
1. Bereich Zur Z. W. werden der große Bereich des heutigen Kamerun und der heutigen Zentralafrikan. Republik nördl. des riesigen tropischen Waldgebiets, das Flusssystem des Kongo im tropischen Regenwald und die weiten Savannenlandschaften des heutigen Angola und Sambia sowie das heutige Simbabwe und Mosambik gezählt [3]; [4]; [18]. Fünf Besonderheiten charakterisieren diese Großregion. 2. Innerafrikanische Entwicklungen (1) Die Z. W. war zunächst in besonderer Weise durch innerafrikan. Entwicklungen, v. a. durch die Fernwirkungen der Bantuwanderung …

Zentralbank

(10 words)

s. Notenbank

Zentralperspektive

(10 words)

s. Perspektive

Zentralverwaltung

(10 words)

s. Verwaltung

Zentrum

(10 words)

s. Peripherien

Zeremoniell

(3,069 words)

Author(s): Füssel, Marian | Mat’a, Petr
1. Definition und Funktion Das polit. Z. ist ein Medium der symbolischen (= symb.) Herstellung und Darstellung von polit.-sozialer Ordnung. Es konstituiert Machtbeziehungen und soziale Rangordnungen zwischen Herrschern und Beherrschten oder unter Herrschenden. Je nach Anlass und Adressatenkreis stellt es unterschiedliche Grade von Öffentlichkeit her. Zentrale zeremonielle (= zl.) Praktiken der Nz. wurden anlässlich von Herrscherwechseln bei Wahl und Krönung [19], bei Herrschereinzügen (lat. adventus) [14]; [15], Huldigungen, diplomatischen Verhandlungen (Diplo…

Zeremonielle Literatur

(2,254 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Zeremoniell als deutbares Zeichensystem Der Begriff Zeremoniell (= Zer.; von lat. caeremonia, franz. cérémonial) meint Formen, Regeln und Verhaltensweisen, welche für normierte, häufig feierliche Handlungen im gesellschaftlichen Verkehr, bei polit. Vorgängen und kirchl. Veranstaltungen als notwendig und konstitutiv erachtet werden. Insofern liegt es nahe, im Zer. »ein semiotisches Supersystem« zu sehen, »das geeignet ist, polit.-rechtliche, soziale oder relig. Ordnung darzustellen und in Grenzen zu regulieren« [5. 1500 f.]. Teil des Zer. können Bilder, Musik…

Zeuge

(10 words)

s. Beweis

Zeughaus

(917 words)

Author(s): Hohrath, Daniel
1. Begriff und Funktion Als Z. wurde ein Gebäude bezeichnet, das als Aufbewahrungsort für große Mengen von Waffen und anderen Rüstungsgütern diente (vgl. Rüstungswesen). Schon aufgrund seines Umfangs ist es von der älteren, meist in andere Bauten integrierten Rüstkammer zu unterscheiden, die etwa den Waffenbesitz von Adelsfamilien beherbergte; doch überlappen sich die Begriffe zumindest in den frühen nzl. Quellen, und auch die lat. Bezeichnung armamentarium kann beides bedeuten. Der franz. Begriff Arsenal stand meist synonym für Z., konnte aber zusätzlich ganze A…
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