Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

Subscriptions: Brill.com

Hybride

(697 words)

Author(s): Müller-Wille, Staffan
H., d. h. Wesen, die aus der Verbindung von zwei verschiedenen Arten hervorgehen, haben die Imagination seit der Antike beschäftigt. Dabei standen nicht selten phantastische Kombinationen im Vordergrund. Aristoteles erwähnt in seiner Historia animalium (8,28; »Tiergeschichte«) z. B. Kreuzungen zwischen Hunden und Tigern und bringt diese mit den besonderen klimatischen Bedingungen Afrikas in Verbindung, wo sich Tiere verschiedener Art bei großer Hitze an wenigen Wasserlöchern versammeln. Dies sei die Grundlage des griech. Sprichworts, wonach …

Hydrodynamik

(956 words)

Author(s): Epple, Moritz
1. Allgemein Die math. und physikalische Beschreibung der Bewegung von Flüssigkeiten gehörte zu jenen Feldern der nzl. mathematischen Wissenschaften, die aufgrund ihrer Komplexität die jeweils anspruchsvollsten Techniken der Mathematik herausforderten, während gleichzeitig eine produktive Spannung zwischen hydraulischen (hydrotechnischen) Problemen, experimentellem Studium, theoretischer Analyse und den Möglichkeiten effektiver Berechnung bestand. 2. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert Der Wasserbau, der bereits die antiken Städte prägte, gewann in den ital. Ren…

Hygiene

(1,733 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Begriffsgeschichte Hygíeia (auch Hygeía, lat. Salus) ist in der griech. Mythologie die Tochter des Asklepios und Göttin der Gesundheit; von ihr ist das Wort H. abgeleitet. In der Frühen Nz. weitete sich das inhaltliche Begriffsfeld von hygíeia aus zu » Gesundheit, guter Zustand des Leibes, welcher in einem guten Temperament (Säftemischung) bestehet, sie ist aus diesen Zeichen abzunehmen, wenn der Mensch, was ihm oblieget, wohl verrichten kann, nichts widriges an sich verspüret, wohl isset und trinket, gut schläfft, richtig harnet und zu Stuhle gehet« [1]. Die abgeleitete Beze…

Hymne

(1,657 words)

Author(s): Ammon, Frieder von | Talkner, Katharina
1. Herkunft und Begriff Die H. als lit. Gattung der Nz. hat eine lange Vorgeschichte, die bis in die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. zurückreicht. Ursprünglich waren H. kultische Lobgesänge auf Götter, Helden und Herrscher. Sie gehören zu den frühesten Formen der Dichtung; die ältesten erhaltenen Texte stammen aus Mesopotamien und Ägypten. Eine wichtige Rolle spielten H. auch im antiken Griechenland, wo der (etymologisch nicht eindeutig ableitbare) Begriff hýmnos (ursprgl. allgemein »Gesang«) als Gattungsbezeichnung verwendet wurde. Die Formen der altgriech. …

Hypothek

(10 words)

s. Grundpfandrecht

Hypothekenbank

(643 words)

Author(s): North, Michael
Als H. bezeichnet man in Deutschland Kreditinstitute, die hypothekarisch gesicherte Real- Kredite gewähren und zu deren Finanzierung Pfandbriefe mit langen Laufzeiten ausgeben ( Grundpfandrecht). Als erste H. können die preuß. »Landschaften« (d. h. öffentlich-rechtliche Realkreditinstitute) des 18. Jh.s angesehen werden. Die erste Landschaft entstand 1770 in dem durch den Siebenjährigen Krieg bes. in Mitleidenschaft gezogenen Schlesien mit dem Ziel, das ländliche Kreditangebot zu verbessern. Es folgten weitere Gründungen für die Kur- und Neumark…

Hypothese

(1,719 words)

Author(s): Duchesneau, François | Herschborn, Lilli
1. Definition Der Begriff der H. bezeichnet in der Mathematik erstens etwas als wahr Gegebenes oder Angenommenes, das die Richtigkeit oder Wahrheit eines Theorems beweisen oder ein Problem lösen soll; dieses Vorgehen (beispielhaft in Euklids Elementen) benutzten die nzl. Gelehrten bei ihren Erklärungen natürlicher Gegebenheiten. Zweitens sind H. Thesen und Erkenntnisse, deren Richtigkeit angenommen wird, die aber außerhalb des bereits als wahr Erkannten liegen. Nach Diderots Encyclopédie ist eine H. »eine Annahme bezüglich bestimmter Dinge, um das Beobachtete …

Hysterie

(793 words)

Author(s): Bähr, Andreas
Der Begriff H. bezeichnet körperliche und geistig-seelische Krankheits-Zustände, deren Symptomatik und Ätiologie in grundlegender Weise kulturellen Bedingungen und histor. Wandel unterliegen. Zu den der H. zugeschriebenen Symptomen gehörten in der Nz. v. a. Krämpfe, körperliche und emotionale Empfindungslosigkeit sowie chronischer Schmerz [4. 97]; [9. 94]. Angesichts der charakteristischen Unbestimmtheit ihres Erscheinungsbildes lässt sich die H. als ein besonderer Indikator gesellschaftlich-kultureller Wirklichkeitsauffassungen begreifen [3. 14]. Vom Begin…