Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Lira

(10 words)

s. Pfund

Literalität

(10 words)

s. Schriftlichkeit

Literarische Gesellschaft

(13 words)

s. Sprachgesellschaft

Literarische Institutionen

(5,763 words)

Author(s): Tschopp, Silvia Serena
1. Begriff Der Begriff L. I. hat zwar Eingang in die Alltagssprache gefunden, verdankt sich jedoch einer Reihe von – nicht auf den dt.sprachigen Raum konzentrierten – neueren Entwicklungen innerhalb der Literaturwissenschaft, deren Wurzeln in der seit den späten 1960er Jahren immer deutlicheren Hinwendung zur Soziologie als neuer Leitdisziplin zu finden sind. Im Zuge einer zunehmend sozialgeschichtlich ausgerichteten Beschäftigung mit Literatur interessierte nun nicht mehr primär das poetische Kunstwerk als solches und die mit diesem verbundene hermen…

Literarisch-kulturelle Zeitschrift

(993 words)

Author(s): Zelle, Carsten
1. Begriff und Vorformen Mit dem Begriff der L. Z. wird ein Korpus der periodischen Presse umschrieben, das sich gegen Ende des 17. Jh.s ausbildete und aus dem Kommunikations-Prozess des 18. Jh.s nicht wegzudenken ist. Als Archetypus der L. Z. gelten im dt.sprachigen Raum Christian Thomasius' Monats-Gespräche (Frankfurt/Leipzig 1688–1690), ein kritisch-satirisches, anfangs in Gesprächsform gehaltenes Räsonnement »über allerhand Lustige und nützliche Bücher und Fragen« (Januar 1688, Untertitel). Sie zielten auf Vorurteilskritik und eine …

Literatur

(899 words)

Author(s): Huber, Martin
1. Literaturbegriff L. bezeichnet heute im allgemeinen Sprachgebrauch entweder das gesamte Korpus publizierter Schrifttexte einschließlich der Sachtexte oder bezieht sich im engeren Sinn nur auf jene Texte, die als »literarisch« klassifiziert werden und demnach eine ästhetische (d. h. auch sozial und historisch definierte) Auswahl darstellen; die Definition geht davon aus, dass solche Texte – anders als etwa Fachprosa oder Unterhaltungsliteratur – v. a. eine ästhetische Rezeption erfordern. Die Gr…

Literaturbetrieb

(11 words)

s. Literarische Institutionen

Literaturgeschichtsschreibung

(1,167 words)

Author(s): Stockhorst, Stefanie
1. Allgemein Die Aufgabe der L. besteht darin, die lit. Aktivität meist einer bestimmten Nation in chronologischer Reihenfolge darzustellen. Mitunter erfolgen engere, z. B. regionale Perspektivierungen oder auch Gesamtdarstellungen der Weltliteratur. Der zeitliche Rahmen reicht üblicherweise von den Anfängen der Überlieferung bis zur Gegenwart des Verfassers, wenngleich zuweilen Beschränkungen auf ausgewählte Epochen erfolgen. Teils noch bis ins 18. Jh. hinein gehörten zum Gegenstandsbereich der…

Literaturkritik

(2,989 words)

Author(s): Heudecker, Sylvia
1. Begriff L. bezeichnet die Praxis des Beurteilens jeder Art von Literatur, um dem Lesepublikum eine auf zeitgenössischen, ästhetisch-kulturellen Werten basierende Orientierung über Neuerscheinungen zu geben. Auch kanonisierte klassische Texte unterzieht die L. ihrer Prüfung. Sie nimmt zudem Aspekte des lit. Lebens in den Blick, wie etwa lit. Moden oder Lesegewohnheiten [3. 1–3]. Mit dem Aufkommen des Zeitschriften-Wesens im 17. Jh. wurde die L. zu einem publizistischen Genre (s. u. 3.2.), das medial durch seine periodische Erscheinungsform und …

Literatursprachen

(11 words)

s. Sprachen, Literatur

Literaturtheorie

(7,568 words)

Author(s): Fauser, Markus
1. Grundlagen L. ist eine ihrerseits geschichtlichen Bestimmungen unterworfene Form der Kommunikation über Literatur (=Lit.), die einerseits definiert, was im Unterschied zu anderen Wissenstypen histor. jeweils als »Lit.« bezeichnet werden kann, und andererseits reflektierte Beobachtungen zur menschlichen Selbstauslegung in der Lit. ermöglicht [27. 14]. Die Frühe Nz. kannte noch keine eigenständige L. Vielmehr begegnen lit.theoretische Überlegungen im Kontext anderer Diskurse (s. u. 3.). Seit der Antike finden sich solche Positionen in d…

Literatur und Theater

(6,817 words)

Author(s): Tschopp, Silvia Serena | Fauser, Markus | Niefanger, Dirk
1. Institutionen und Gattungen 1.1. Lemmatisierungsprinzipien Die Unterscheidung zwischen verschiedenen lit. Gattungen als je spezifischen Formen dichterischen Ausdrucks findet sich bereits in der Poetik des Aristoteles. Dass der normative Anspruch von Gattungsbestimmungen spätestens seit dem 18. Jh. zunehmend in die Kritik geriet und Gattungen in der Folge als dem histor. Wandel unterworfene und damit fluide Phänomene erkannt wurden, hat ihre Signifikanz für die Klassifikation literarischer Manifestationen nicht gesc…

Lithographie

(10 words)

s. Druckgraphik

Liturgie

(10 words)

s. Gottesdienst

Lizenz, dichterische

(14 words)

s. Licentia poetica
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