Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Bandtitel

(12 words)

Author(s): Red.
heiBt der Titel des einzelnen Bandes bei mehrbandigen Werken. Red.

Bandtkie, Jerzy Samuel

(133 words)

Author(s): K. Maleczyhska
* 24. 11. 1768 in Lublin, †11. 6. 1835 in Krakau. 1802—1810 Korrektor und Be-rater des Korn-Verlages in Breslau, insbes. bei polnisch-sprachigen Publikationsvorhaben. Seit 1810 Bibliothe-kar und Professor der Bibliographie an der Univ. Krakau. Seine private Bfichersammlung (2699 Bde.) schenk-te er der Jagellonischen Bibl. Er verfaBte: De primis Cra-coviae in arte typographica incunabulis, 1812; Historya drukarn krakowskich (Gesch. der Druckereien in Krakau), 1815; Historya drukarn w Krolestwie P…

Bandwerk

(166 words)

Author(s): M. M. Foot
ist ein verschlungenes, wie Bander wirken-des Ornament, vornehmlich auf Bucheinbanden, das sich, durch Goldlinien markiert, vom farbigen Deckel-leder abhebt. Es erscheint bereits im 8., vielleicht schon im 7. Jh. in Agypten. Man begegnet dem B. wieder im 13. Jh. in Marokko, von wo der Stil nach Spanien ge-langte, wo er wahrend des 15. und 16. Jh.s von den Mudejar-Bindern angewandt wurde. In Frankreich, England und den Niederlanden war das B. im 16. Jh. modern und wurde bes. gern auf Einbanden fu…

Bandzahl

(60 words)

Author(s): S. Corsten
Die Angabe der B. ist in der Bibliotheks-statistik für die BestandsgröBe, die Zugänge und Ent-leihungen blich. Es ist dabei stets klarzustellen, ob die genannten Zahlen für bibliographische Einheiten oder Buchbinderbande gelten. Problematisch ist, ob und wie Non-Book-Materials in die B. einbezogen wer-den. Unter B. wird auch die Zahl der zu einem mehr-bandigen Werk gehorenden Teile verstanden. S. Corsten

Bandzug

(36 words)

Author(s): T. Frenz
eine Schreibweise, die, je nach Strichrich-tung, zwischen diinnen Haarstrichen und dicken Schat-tenstrichen unterscheidet, im Gegensatz zum Gleichzug oder Schnurzug, bei denen die Strichstarke gleich-maGig ist. T. Frenz Bibliography Gladt, K.: DeutscheSchriftfibel. Graz 1976, S. 33.

Bangkok

(4 words)

Siehe Thailand

Bangladesh

(711 words)

Author(s): G. Gronbold
Offizielle Bezeichnung: Gana Prajatantri Bāmlā Desa. Fläche: 143 998 km2 . Bevolkerung: 92619000 Einwohner (1982). Das heutige B. umfaBt den Ostteil der früheren indischen Provinz Bengalen und den Sylhet-Distrikt der Provinz Assam. Bei der Unabhän-gigkeit Indiens 1947 kam es zu groBen Bevölkerungs-umschichtungen, da die Moslems des östlichen Indiens sich hier konzentrierten. Das Gebiet wurde als Ostteil des neuen islamischen Staates Pakistan selbstandig. Spannungen zwischen den beiden Teilen Pakistans wa…

Bangor

(145 words)

Author(s): H. Finger
Kloster in Ulster (Irland), wurde vom heiligen Comgall 559(?) gegr. und war Mutterkloster zahlreicher irischer und schottischer Kloster. Von B. kamen Columban und Gallus, die besondere Bedeutung für die Übertragung der irischen Buchkultur auf das Festland hatten. 680–691 entstand dort unter Abt Cronan das «Antiphonar von B.», das u. a. die älteste Abschrift des Tedeum enthält. Es gelangte später nach Bobbio und kam 1606 durch Kardinal Federico Borromeo in die Am-brosiana in Mailand. Es stellt da…

Bang, Thomas, *

(86 words)

Author(s): T. Nielsen
18. 2. 1600 in Flemlose ved Assens, †27. 10. 1661 in Kopenhagen, dan. Philologe und Theologe, bes. als Latinist tatig; u. a. Verf. des klassisch gewordenen Elementarbuchs ((Aurora latinitatis». Seit 1649 war er zugleich Leiter der UB Kopenhagen, die in seiner Amtszeit ihre verbesserten Räumlichkeiten uber der Trinitatiskirche bezog. Als erster gab er den Studen-ten eine Einführung in die Benutzung der Bibl. Roedam, H. F.: Professor Dr. Thomas Bangs Levned. In: Kir-kehistoriske Samlinger. R. 3. Bd. 5. 1884–1886, S. 193–299. T. Nielsen

Ban Gu

(26 words)

Author(s): Red.
92 n. Chr., chinesischer Historiker, auch Bibliograph, verfaBte in seinem Geschichtswerk eine be-sondere Abt. über die Bibliographic, Han Schu I Wen Ds'i. Red.

Bankes, Richard

(87 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick
war in der ersten Halfte des 16. Jh.s als Drucker in London tatig. 1526 ersch. ein medizini-sches Volksbuch «Here begynneth a newe boke of me-decynes intytulyd the treasure of pure menu und 1540 eine Ausg. von «Apophthegmata. Selections. Flores aliquot sententiarum», deren Colophon B. als Drucker nennt. 1549 tauchten eine Reihe gegen Cromwell gerich-teter Einblattdrucke auf, deren Colophon ebenfalls B. nennt. Vor Gericht bestritt er jedoch die Urheberschaft. G. Engelsing-Schick Bibliography Bennett, H. S.: English Books and Readers 1475 to 1557. 2. ed. Cambridge 1970.

Banknotendruck

(65 words)

Author(s): W. Gerhardt
bezeichnet nicht ein bestimmtes Druckverfahren, vielmehr werden verschiedene Druck-verfahren entsprechend dem Design und dem Sicher-heitsbediirfnis einzeln und auch kombiniert eingesetzt. Bundesdruckerei(Reichsdruckerei) Wertpapier-druck W. Gerhardt Bibliography Die Noten der Deutschen Bundesbank. Hrsg. von der Deut-schen Bundesbank. Frankfurt a. M. 1964 Das Papiergeld im Deutschen Reich 1871 bis 1948. Hrsg. von der Deutschen Bundesbank. Frankfurt a. M. 1965 Gnewuch, G.: 100 jahre Bundesdruckerei. Berlin 1979. C.

Banks, Sir Joseph

(116 words)

Author(s): Red.
* 13. 2. 1744 in London, †19. 6. 1820 in Spring Grove, Isleworth, Naturforscher. B. un-ternahm 1766 eine wiss. Reise nach Neufundland, von der er eine groBe Slg. von Pflanzen und Insekten mit-brachte, und begleitete 1768 den Kapitan Cook auf seiner ersten Weltreise auf der «Endeavour». 1778 wurde er President der Royal Society. Eine Slg. von island. Mss. und gedruckten Bfichern einschlieBlich der Bibl. des Halfdan Einarsson schenkte er zu Lebzeiten dem Briti-schen Museum, seine übrige Bücherei, …

Bannatyne Club

(45 words)

Author(s): Red.
schottische Bibliophilen-Vereini-gung, von W. Scott 1822 als schottisches Gegenstfick zum Roxburghe-Club gegrfindet. Er hatte wie dieser die Herausgabe seltener Schriften durch die Mitglieder zum Ziele. Red. Bibliography Bogeng, D. A. E.: Die groBen Bibliophilen. Bd. 1. Leipzig 1922 (ND Hildesheim 1984), S. 443.

Bantam Books Inc.

(84 words)

Author(s): E. Henze
Taschenbuchverlag in New York. Gegr. August 1945 von Jan Ballantine (* 1916). Mehr-heitsgesellschafter waren Grosset & Dunlap und Curtis Publishing Company. Ballantine schied 1952 aus. Am 1. Juli 1954 ging der Vorstandsvorsitz an Oscar Dystel über. Seit Mai 1980 ist der Verlag im Besitz der Bertelsmann Verlagsges. Bantam-Tochter sind: Bantam Books of Canada Ltd., Transworld Publishers Ltd. (United Kingdom) mit den Corgi Books und Transworld (Pty.) Ltd. Australia. E. Henze Bibliography Petersen, C.: The Bantam Story. 2. ed. New York 1975.

Bants, Lemuel

(93 words)

Author(s): L. S. Thompson
* 1809. Unter den Namen verschiede-ner Firmen war B. tätig als Buchhandler und Inhaber des bedeutenden Auktionshauses Bants in New York von 1829 bis zum Austritt im Jahre 1857. Danach wurde das Geschäft von seinem Bruder und seinem Sohn sowie deren Partner bis 1903 geführt, als es anjohn Anderson verkauft wurde. Die Anderson Galleries wurden 1929 mit der American Art Association (Bucher- sowohl als Kunst-auktionen) vereinigt. 1937 trennten sich Otto Bernet und H. H. Parke von dieser, um die Parke-Bernet Galleries zu grfinden, heute mit Sotheby verbunden. L. S. Thompson

Banz

(96 words)

Author(s): H. Finger
ehemalige Benediktinerabtei, 1058 oder 1070 gegr., 1114 von Hirsau reformiert, geistlich zu Wurzburg, weltlich zu Bamberg gehorig. Die alte Bibl. wurde 1525 im Bauernkrieg und 1554 beim Uberfall des Markgrafen Albrecht Alcibiades geschadigt und im 3qjährigen Krieg vernichtet. Die sehr bedeutende jfinge-re Bibl. wurde 1803 sakularisiert, Teile des Bestandes beflnden sich in der SB Bamberg. 1772–1798 gab P. Placidus Sprenger von B. eine eigene kritische Litera-tur-Zs. («Die Literatur d. kath. Deutschlands») heraus. H. Finger Bibliography Ritz, J. M.: Das Kloster B. in Ober…

Bapst, Valentin

(138 words)

Author(s): D. D ebes
(auch Papst, Papa), Leipziger Buchdrucker, seit 1541 als Bürger der Stadt und «Buchstabensetzen> nachgewiesen. Nach den Druckvermerken sind Bücher in seiner Offizin von I 541 bis zu seinem Tode vor dem 12. 3. 1556 und bei seinen Erben bis 1567 erschienen. Sein Schwiegersohn Ernst Vögelin übernahm 1556 die Leitung der Bapstschen Druckerei und firmierte ab 1559 auch selbständig. Neben Schulbuchausgaben klassischer Autoren und humanistischer Literatur druckte B. vorwiegend reformatorische Schriften…

Baquelier, Antoine

(126 words)

Author(s): A. Labarre
aus Grenoble, Gründer einer kleinen Schule in Paris rür Studenten seiner Provinz. Für sie ließ er mehrere Druckwerke in den Jahren 1491 - 1496 herstellen. Pierre Baquelier, auch aus Grenoble, war vielleicht ein Bruder oder Neffe. Priester, Professor und Buchhändler, veröffentlichte B. in Paris 38 Ausg.n von 1505 bis 1522, besonders Teile der Bibel und kleine Erbauungsschriften. Er starb gegen 15 p l I 5 34. A. Labarre Bibliography Chaper, E. : Notice historique et bibliographique sur Antoine et Pierre Baquelier. Grenoble 1885 Claudin, A.: Histoire de l'imprimerie en France au X…

Baquoy

(193 words)

Author(s): A . Labarre
franz. Kupferstecherfamilie des 18. Jh.s. Der älteste, Maurice B. (* um 1680, 1747) in Paris, stach Vignetten fiir hist. Werke z. B. nach Boucher. Sein Sohn Jean-Charles B. (* 1721, 1777) in Paris, stach nach Boucher, Gravelot, Cochin, Coypel, Oudry, Eisen, Marillier. Er war beteiligt an den besten ilI. Werken der Epoche wie Voltaire «Oeuvres» 175 I , Lafontaine «Fables» 1755-1759, «Boccaccio» 1757, Lafontaine «Contes» 1762, Corneille «Theatre» 1764, Dorat «Oeuvres» 1764 bis 1777, Marmontel «Con…

Bar

(4 words)

Siehe Barverkehr

Barack, Karl August

(178 words)

Author(s): G. Pflug
* 23. IO. 1827 in Oberndorf (Württemb.), 12. 7· 1900 in Straßburg. Bibliothekar und Neubegründer der Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg. Nach Studium in Tübingen und Hauslehrertätigkeit seit 1855 erster Konservator am neugegründeten Germanischen Museum in Nürnberg, wo er sich wesentlich dem Aufbau der Bibl. widmete. 1860 wechselte er nach Donaueschingen über, um die Fürstenbergische HofbibI. nach ihrem Umzug in neue Räume neu zu ordnen. Für den Wiederaufbau der UB Straßburg setzte er s…

Bar, Adam Ignacy

(124 words)

Author(s): A. G. Swierk
* 20. 12. 1885, 29· 3. 1955, poln. Literaturhistoriker, Herausgeber u. Publizist, Bibliothekar u. Bibliograph. Von 1924-1955 wirkte B. an der Jagellonischen Bibl. in Krakau, zuletzt (1951-1955) als Leiter der Abt. Bibliographische Information. Seinen Hss.-Nachlaß: ca. 80 Tsd. Titelaufnahmen zur Gesch. des poln. Zeitschriftenwesens (bis 1950) u. über 500 Tsd. zur Gesch. der poln. Literatur (aus Zss. u. Sammelwerken) verwahrt die Jagellonische Bibl. in Krakau. Wichtigste Veröffentlichungen: Slowni…

Baratta (auch Baratti), Antonio

(105 words)

Author(s): F. Lühmallll
* 7. I. 1724 in Belluno, 23· 7.1787 in Venedig, itaI. Kupferstecher, tätig in Florenz und Venedig. B. fertigte Illustrationen zu P. E. Pampis Tragödie «Bibli» (Modena 1744), A. Lecchis «Memorie idrostaticostoriche» (Modena 1773) und zu Ossians «Poesie» (padova 1763) an. Mit anderen Künstlern war er beteiligt an den von dem Verleger V. Monaldini hrsg. «Antiquissimi Virgiliani Codicis Fragmenta et Picturae [ . . . J» (Rom 0.].), A. De Claustres «Dizionario mitologico» (Venedig 1755) und an dem «Re…

Barbados

(4 words)

Siehe Westindien

Barbe

(4 words)

Siehe Grat

Barbedor, Louis

(93 words)

Author(s): A. Labarre
Syndikus der Schreibmeister in Paris (1632), gab 1630/1650 einige Schreibbücher (z.B. «Les Exemples de la vraye écriture financiére») heraus; es sind gute Muster der Schreibkunst im «groBenJahrhundert». Seine Entwürfe wurden in der Kanzlei des Pariser Parla-ments angemeldet, gestochen und zum Nutzen der Be-rufsgemeinschaft der Schreibmeister herausgegeben. Die Kunst von B. ist Zeugnis fur die Wandlung der italieni-schen Kanzleischrift in der franz. Kalligraphie. A. Labarre Bibliography Diet, biogr. franç. T. 5, Sp. 255 Bonacini, C.: Bibliografia delle arti scrittorie…

Barberini Francesco

(173 words)

Author(s): P. Amelung
* 23. 9. 1597 in Florenz, †10. 12. 1679 in Rom, aus der berühmten toskanischen Fami-lie, deren Mitglieder in Rom Karriere machten. Sein Onkel, Papst Urban VIII., ernannte ihn bereits 1623 im ersten Jahr seines Pontifikats zum Kardinal. Von 1627 bis 1636 war er auBerdem Bibliothekar der Vaticana. Ab 1632 bekleidete er als Vizekanzler den eintraglichsten Posten der damaligen Kurie. B. ist der Begründer der bedeutendsten romischen Privatbibl. seiner Zeit. Die Bi-blioteca Barberiniana umfaBte mehr a…

Barber, John Warner

(85 words)

Author(s): L. S. Thompson
* 2. 2. 1798 in East Windsor, Connecticut, † 22. 6. 1885 in New Haven, amer. Holz-und Kupferstecher. B. schrieb viele historische und religiöse Bücher, die er selbst illustrierte. Sein «Past and Present of the U.S.» (1861) enthält 400 Holzstiche in genauem Detail; dazu Geschichten von Virginia, New Jersey, New York, Connecticut, Massachusetts. Unter seinen religiosen Büchern ist «The Bible Looking Glass» (deutsche Ausg. 1898) das bekannteste. L. S. Thompson Bibliography Smith, R. C.:J. W. B. in: DAB Vol. 1, S. 589.

Barbier

(93 words)

Author(s): A. Labarre
(alias Jean Passet) oder Barberius oder Tonsor, Buchhandler und besonders Buchdrucker in Paris, wo er von 1502 bis 1515 beinahe 200 Druckwerke herstellte. Er hat für 33 Buchhandler gearbeitet, u. a. Denis Roce und Jean Petit. Seine Produktion ist mannigfaltig, aber fast immer lateinisch. Ein Jean Barbier war Ende des 15. Jh.s Drucker in London (unter Mitwirkung von Julian Notary). Es ist nicht erwiesen, ob beide identisch sind. A. Labarre Bibliography Imprimeurs et libraires parisiens du XVIe siecle. Ouvrage pu-blie d'après les manuscrits de Philippe Renouard. T. 3. Par…

Barbier, Antoine Alexandre

(246 words)

Author(s): A. Labarre
(1765–1825), Biblio-graph und Bibliophile, erst Geistlicher, dann Bibliothekar des Direktoriums, Napoleons I. und Ludwigs XVIII. Seit 1798 verwaltete er die konfiszierten Pariser Bü-cherslgn. und bildete daraus die Bibl. du Directoire, aus deren Resten — nach der Teilung unter den Konsuln — die Bibl. du Conseil d'Etat unter Ludwig XVIII. ent-stand (Kat. von B. 1803). Aus einem Teil dieser Bibl. erwuchs die Bibl. du Louvre, die sich rasch zu einer Prachtbibl. entwickelte u. auf 100 Tsd. Bde. anwu…

Barbier de la Serre, Charles

(59 words)

Author(s): R. F. V. Witte
1767–1841, franz. Ar-tillerie-Hauptmann, dessen tastbare Silbenschrift aus zwolf Punkten (Sonographie) den direkten Vorlaufer zur Blindenschrift seines Zeitgenossen Louis Braille bildete. Er verfaBte das Werk «Procede pour ècrire les paroles, la musique, et le plain chant au moyen de points» (Paris 1829). R. F. V. Witte Bibliography Encyklopädisches Handbuch des Blindenwesens. Wien/Leipzig 1900, S. 53–54.

Barbier, Louis

(7 words)

Siehe Barbier, Antoine Alexandre

Barbin, claude

(110 words)

Author(s): G. pflug
* um 1629 in Paris, †zwischen 1698 und 1703 in Paris, franz. Verleger, der seit den 60er Jahren des 17. Jh.s Werke der bedeutenden Schriftsteller seiner Zeit verlegte, u.a. Boileau, La Fontaine, La Rochefoucauld, Molière, Perrault und Racine. Er gab die lit. Zs. «Mercure galant» heraus, die von 1672 bis 1832 unter wechselnden Titeln erschien. Die von ihm verlegte Anthologie «Recueil des plus belles pièces des poètes françois tant anciens que modernes avec l'histoire de leur vie» (Paris 1692) ist die erste Sammlung, welche die franz. Dichtung des MA berücksichtigt. G. pflug Bibliography…

Barbosa Machado, Diogo

(97 words)

Author(s): k. wagner
31. 3. 1682 in Lissabon, †9. 8. 1772 in Santo Adrião de Sever, portug. Bibliograph u. Gelehrter. Mitgründer der Academia Real da História Portuguesa. Sein Hauptwerk, Bibliotheca Lusitana, histórica, critica e chronologica (Lissabon 1741 bis 1759, ND Coimbra 1965–1967) ist nach dem Vorbild der Bibliotheca Hispana des Nicolás Antonio angelegt. Der von Bento José de Sousa Farinha besorgte Auszug, Summario da bibliotheca luzitana, (Lissabon 1786 bis 1787) ist wenig zuverlässig. k. wagner Bibliography Peixoto, J.: Para a história da bibliografia portuguesa. Técnica de trab…

Barbou

(68 words)

Author(s): Red.
franz. Druckhaus, von Jean B. um 1524 in Lyon begründet, von Hugues B. 1566 nach Limoges verlegt, von Jean Joseph 1704 nach Paris verpflanzt, erreichte hier unter dessen Neffen Joseph Gérard seinen geschäftlichen Höhepunkt. Berühmt wurden vor allem die «Editions B.», lat. Klassiker-Ausg., seit 1753 in 73 Bdn. mit guten Texten herausgegeben. Red. Bibliography Ducourtieux, P.: Les Barbou imprimeurs, Lyon, Limoges, Paris (1524–1820). T. 1–3. Paris 1894–1896.

Barcelona

(420 words)

Author(s): K. Wagner
1. Buchdruck. Ob Heinrich Botel zus. mit Georg vom Holtz u. Joh. Planck 1473 in B. gedruckt hat, ist umstritten, wenn auch wahrscheinlich. Die ersten, 1475 datierten Drucke stammen aus der Presse des Joh. de Salsburga u. Paulus Hurus de Constantia. Erste-rer verschwand wieder; Hurus zog nach Zaragoza. 1478 druckten Peter Brun aus Genf und Nicolaus Spindeler aus Zwickau gemeinsam in B.; Spindeler ab 1479 allein, bevor er nach Tarragona zog. Brun blieb und verband sich mit dem einheimischen Pere Pos…

Barckhusen, Hermann

(210 words)

Author(s): H. Litlfing
um 1455/1460 in Warburg (Westfalen), †1528 oder 1529 in Rostock, Buchdruckereibesitzer, Verleger. B. wurde 1480 an der Univ. Rostock immatrikuliert. Er war Notar des Bistums Paderborn und seit 1505 Ratsschreiber in Rostock; ein Jurastudium ist zu vermuten. Von einer Lehrzeit als Buchdruk-ker ist nichts bekannt. An der Tätigkeit seiner Druckerei war er als Eigentümer, Verleger und Buchhändler («Druckherr») beteiligt. Der Donatkommentar des Rostocker Professors Berthold Möller von 1505 gilt als fr…

Barclay, Andrew

(155 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Künsemüller
(1738–1823). B. wurde in Schottland geboren und erhielt in Edinburgh seine Ausbildung als Buchbinder. Anfang der 1760er Jahre wanderte er in die USA nach Boston aus, wo er neben mehreren anderen Schotten aus der Buchbranche eine eigene Einbandwerkstatt etablierte und daneben auch Bücher verkaufte. Nicht viele seiner Einbände sind erhalten. Es sind keine Kunstwerke, aber sie zeichnen sich dadurch aus, daß sie – wie damals in den USA sehr selten – ein Firmenschild mit seinem Namen und einer Ansich…

Barco

(4 words)

Siehe Orzinuori

Bar Code

(5 words)

Siehe Strich-Code

Bardtenschlager Verlag

(83 words)

Author(s): E. Henze
GmbH. Als Zeitungsverlag am 1. 5. 1852 von Robert Bardtenschlager (* 21. 8. 1822, † 21. 5. 1896) in Reutlingen gegr. Früh schon Verlag von Kinder- u. Jugendbüchern, darunter auch von Karl May. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Jugend-Sachbücher hinzu. Zahlreiche Märchen- u. Sagenausg.n. 1964 Verkauf der einstigen KG an eine GmbH und Übersiedlung nach München. Seit 1973 traten zum bisherigen Programm Schulbücher u. sozialpädagogische Studienbücher. E. Henze Bibliography Sommer J. J.: Aus der Geschichte dreier Gewerbe in Reutlingen. Reutlingen 1952.

Bärenreiter-Verlag

(109 words)

Author(s): E. Henze
Karl Vötterle GmbH & Co. KG. Gegr. 1923 von Karl Vötterle (*12. 4. 1903, †29. 10. 1975) mit den „Finkensteiner Blättern", einer Liederzeitschrift. Eintragung des Verlages ins Handelsregister Augsburg am 12. 4. 1924. Übersiedlung nach Kassel 1927. Anfänglich nur der Singbewegung verpflichtet, erfolgte bald die Ausweitung der Arbeit. Die Werke von Heinrich Schütz wurden neu entdeckt und verlegt. 1949 wurde die Enzyklopädie «Die Musik in Geschichte und Gegenwart» (MGG) begonnen. Seit 1971 erscheint…

Barfaktur

(10 words)

Author(s): Red.
nennt man die Begleitfaktur für den Barverkehr. Red.

Barge, Hermann

(47 words)

Author(s): S. Corsten
* 2. 6. 1870 in Leipzig, †1941, Historiker und Oberstudiendirektor, der sich insbes. mit der Reformationsgesch. befaßte. Zum 500. Jubiläum der Erfindung des Buchdrucks erschien 1940 bei Philipp Reclam jun. in Leipzig seine «Geschichte der Buchdruckerkunst von ihren Anfängen bis zur Gegenwart». S. Corsten

Bargheer, Eduar

(100 words)

Author(s): H. Wendland
* 25. 12. 1901 in Hamburg-Finkenwerder, †1. 7. 1979 in Hamburg. Deutscher Maler und Graphiker. Weitgehend Autodidakt, kurze Unterweisung durch F. Ahlers-Hestermann. 1963–1965 Lehrtätigkeit in Berlin. B. lebte zumeist in Forio d'Ischia u. Hamburg. Schuf zahlreiche Ölgemälde, Aquarelle, Lithographien u. Radierungen. Er illustrierte Collodis «Pinoccio» (1946), Albert Camus' «Der Gast» (1965) und Sophokles' «Antigone» (1966). B. schätzte in seinen freien Arbeiten besonders die südliche Landschaft, die er in großen Variationen bis zur Abstraktion führte. H. Wendland Bibliogr…

Bari

(264 words)

Author(s): C. Eggenberger
Die heutige Hauptstadt der ital. Region Apulien war im Mittelalter ein wichtiges Kunstzentrum. Mit dem Namen der Stadt verbindet sich eng die Herstellung der illustrierten Exultet-Rotuli (Buchrollen) des 11. Jh.s. In Bari entstanden, werden die Hauptzeugen dieser Gattung als Exultet 1 und 2 im Archiv der Kathedrale aufbewahrt. Eine wohl aus dem 3. Jh. stammende Osterhymne wurde auf Pergamentrollen geschrieben; gegenüber dem Text stehen die eingestreuten Bilder (wie die Niederfahrt Christi in die…

Bariumhydroxid

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Chemikalie zur nichtwäßrigen Neutralisierung von Papier. Die bis zu 1%ige methanolische Lösung (19 Gramm des handelsüblichen Oktohydrats in 1 Liter Methanol) wird aufgesprüht oder -gestrichen. Nach Verdunsten des Lösungsmittels wird B. zu Bariumcarbonat, das im Papier eine ähnliche Wirkung hat wie die anderen Erdalkalicarbonate (Calcium, Magnesium). H. Bansa

Bariumsulfat

(72 words)

Author(s): H. Bansa
Schwerspat, Baryt, Blanc fixe. BaSO4. Füllstoff und Streichpigment für Papier. Das gemahlene Mineral wird nur (selten) als Füllstoff eingesetzt. Seine Hauptfunktion ist die Erhöhung des Flächengewichts (Dichte 4,5). Wichtiger ist das gefällte B., als Pigment in Malerfarben «Permanentweiß» (Blanc fixe) genannt, weil es im Gegensatz zum Bleiweiß nicht nachdunkelt. In der Papierindustrie als Füllstoff zur Erhöhung des Weißgrads und vor allem als Streichpigment für photographische Papiere( Barytpapier) verwendet. H. Bansa

Barke, Die

(68 words)

Author(s): G. Schulz
deutsche Buchwerbezs., erschien von 1949 bis 1970. Begründet vom Börsenverein in der französisch besetzten Zone, erschien sie ab 1950 mit Heft 3 bei der Buchhändler-Vereinigung GmbH in Frankfurt am Main. Die Zeitschrift wurde eingestellt, weil sie sich in ihrer Konzeption überlebt hatte. G. Schulz Bibliography B.: Die Barke. Zur Geschichte einer Bücherzeitschrift (1949–1970). In: Buchhandel und Literatur. Festschrift für Herbert G. Göpfert. Wiesbaden 1982, S. 395–419.
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