Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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O

(83 words)

Author(s): B. Bischoff
der 14. Buchstabe des lat. Alphabets. Der im Phönizischen vorhandene Kreis wurde im Griech. für das kurze O (Omikron), im Etruskischen und Lat. für O verwendet. In den Kursiven ist der Buchstabe oft recht klein geschrieben. In kursivem Zusammenhang kann er, nach links oder rechts ligiert, als Schleife erscheinen. B. Bischoff Bibliography Jensen, H.: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart, 3. Aufl. Berlin 1969, S. 442–572 Bischoff, B.: Paläographie des röm. Altertums und des abendländischen MA. 2. Aufl. Berlin 1986, S. 88.

Oasenziegenleder

(61 words)

Author(s): G. Brinkhus
sehr schönes und haltbares Leder mit Naturnarben, das aus den Fellen der kleinen Oasenoder Sudanziege (Zentralafrika) hergestellt wird. Felle von Oasenziegen haben meist kleinere Fehler (Risse, Schnitte usw.). O. wird gerne für Buchbinderarbeiten verwendet, da es sich gut verarbeiten läßt und in einer reichen Farbenskala angeboten wird. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 93·

Obelos

(86 words)

Author(s): B. Bader
(griech. òβελός = Spieß), das älteste der von den alexandrinischen Philologen verwendeten textkritischen Zeichen, eingeführt schon von Zenodot, mit der Form —. Es markierte einen Vers, den man für unecht hielt. B. Bader Bibliography Gardthausen, V: Griech. Paläographie. 2. Aufl. Bd. 2. Leipzig 1913, S. 410–415 Pfeiffer, R.: History of classical scholarship from the beginnings to the end of the Hellenistic age. Oxford 1968, S. 115, 178 (dt.: Gesch. der Klassischen Philologie von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus. Reinbek 1970, S. 147, 221).

Oberalteich

(63 words)

Author(s): R. Hacker
(heute Stadtteil von Bogen, Niederbayern), Benediktinerabtei, gegr. 1102, Blütezeiten im SpätMA und 17./ 18. Jh., säkularisiert 1803. Die rund 300 Hss. der bedeutenden Klosterbibl, kamen in die Hofbibl, (seit 1918 Bayerische SB) München, die Drucke wurden auf diese, die UB München und andere Bibl.en aufgeteilt. R. Hacker Bibliography BuzÁs, L./Dressler, F.: Bibliographie zur Gesch. der Bibl.en in Bayern. München 1986, S. 215–216.

Obere Grenze

(126 words)

Author(s): Λ. Klotzbucher
die inhaltlich durch einen erhöhten Schwierigkeits– oder Spezialisierungsgrad der Lit. bedingte, nach oben erfolgende Abgrenzung im Bestandsaufbau von Bibl.en. Die o.G. ergibt sich aus der Aufgabenstellung und Größe der Bibl., dem gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf ihrer Benutzer und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Fragen der o. G. und insbes. der unteren Grenze haben in der Gesch. der ÖB zeitweise eine wichtige Rolle gespielt (Richtungsstreit). Im Vergleich zur früheren Volk…

Oberitalienische Buchmalerei

(703 words)

Author(s): A. Spotti
In der Gesch. der Buchmalerei Oberitaliens nimmt die Lombardei, in der sich röm. sowie griech.–byzantinische Einflüsse mit nordeuropäischen mischten, eine herausgehobene Stellung ein. Die lombardische Buchmalerei des FrühMA gewann aufgrund der nordischen Einflüsse, d. h. der irischen, angelsächsischen sowie normannischen eine intern. Prägung. In diesem Zusammenhang sei an den irischen Mönch St. Columban d.J., Gründer des Klosters in Bobbio, erinnert. Die in ganz Europa zunächst existierenden Klo…

Oberländer, Adolf

(152 words)

Author(s): H. Wendland
* 1. 10. 1845 in Regensburg, f 30· 5. 1923 in München, dt. Zeichner und Maler, neben Wilhelm Busch der bedeutendste Humorist des 19. Jh.s. Mit 16 Jahren in die Münchner Akademie aufgenommen, veröffendichte O. bereits 1863 seine ersten Zeichnungen in den «Fliegenden Blättern», deren ständiger Mitarbeiter er von da an wurde. Ab 1869 arbeitete er auch für die «Münchner Bilderbogen». O. hatte eine unerschöpfliche Phantasie für Bilderfindungen, Formen und Inhalte. Bes. bekannt wurde er durch seine an…

Oberländer, Gerhard

(266 words)

Author(s): H. Wendland
* 12. 9. 1907 in Berlin, 12. 5. 1995 in Offenbach am Main, dt. Zeichner und Illustrator; Studien in Berlin an der Reimann –Schule und Kunstakademie. Nach 1945 war O. als Gebrauchsgraphiker und Kirchenmaler tätig, ehe ihn 1952 die Büchergilde Gutenberg nach Frankfurt am Main holte. Danach wurde O. der meistbeschäftigte Künstler der Büchergilde. Er illustrierte die klassischen Werke der Kinder– undjugend-lit., gestaltete Kinderbilderbücher, stattete auch Kochbücher, Schulbücher und Gedichtslg. aus…

Oberlänge

(110 words)

Author(s): T. Frenz
deijenige Teil eines Minuskelbuchstabens (Minuskel), der über die Mittellänge hinausragt. Die O.n nehmen vor allem in der gotischen Schriftepoche immer mehr zu und können ein Mehrfaches der i Höhe erreichen; diese Maße bleiben auch in den neuzeitlichen Kurrentschriften erhalten. Die humanistische Minuskel hat nach dem Vorbild der karolingischen Minuskel wieder relativ kurze O.n. Handgeschriebene Schriften haben gewöhnlich abgestufte O.n, d. h. nicht alle Buchstaben sind gleich hoch; erst der Buc…

Oberlicht

(389 words)

Author(s): R. Fuhlrott
nennt man eine Lichtquelle, die Räume von oben beleuchtet. Sie ist günstiger als seitliche Lichtquellen durch Fenster in lotrechten Wänden, weil dadurch große Raumtiefen gleichmäßig ausgeleuchtet werden und weil sie horizontal nicht gerichtet ist. Das O. ist eine alte eleuchtungstechnik, die bereits in der Antike verbreitet war (z.B. bei ägyptischen Tempeln oder beim Pantheon in Rom), freilich damals ausschließlich für Tageslicht. Heute dagegen wird O. sowohl für natürliches als auch für künstli…

Obermarchtal

(241 words)

Author(s): P. Amelung
(Marchthal, Marchtallum), ehemaliges Kloster im heutigen Alb–Donau Kreis in Baden–Württemberg. Das kurz nach 1000 als Chorherrenstift gegr. Kloster wurde 1171 in ein Prämonstratenserkloster umgewandelt und 1500 zur Reichsabtei erhoben. Bevor der Ort O. 1806 an Württemberg fiel, war das Kloster bereits 1802 in den Besitz der Fürsten von Thurn und Taxis ge- langt, die es in der Folge als Sommersitz nutzten und erst 1973 an die Diözese Rottenburg-Stuttgart verkauften. Von der alten Klosterbibl., di…

Oberpahlen

(336 words)

Author(s): P. Kaegbein
(estnisch Pöltsamaa), einer der ältesten Druckorte in Nordlivland. Im Oktober 1766 errichtete der als Krankenhausarzt auf das Schloß O. berufene Peter Ernst Wilde hier auf dem Vorwerk Königsberg eine Druckerei, um seine zuvor in Mitau bei Christian Liedtke (1733—1766) gedr. Wochenschrift «Der Landarzt» fortsetzen zu können. Sie erschien m O. als «Liefländische Abh. von der Arzeneywissenschaft», ebenso wie in den nächsten Jahren auch andere Veröff. in dt., estnischer (Lühhike öppetus) und lettisc…

Oberrheinische Bastarda

(163 words)

Author(s): S. Corsten
In elsässischen Schreibstuben, u.a. auch in der des Diebolt Lauber, erhielt die Bastarda wahrend des 15. Jh.s einen steilen, in die Breite gezogenen Duktus. Charakteristisch sind auch die Schlingen der Oberlängen bei b, d, h und 1. Seit den 1480er Jahren wurde die Schrift auch von west– und südwestdt. Druckern verwendet; so von dem Kölner Ludwig Renchen (Seelentrost von 1484 C 5340)und Peter Schöffer in Mainz (Hortus sanitatis vom 28. 3. 1485 H 8944). Im Druck ist das Schriftbild größer als in d…

Oberrheinische Buchmalerei

(196 words)

Author(s): L. E. Saurma-Jeltsch
Die Anfänge einer zusammenhängenden Produktion O. B. sind im 13. Jh. in Straßburg im sog. Bonmont –Psalter sowie in weiteren liturgischen und epischen Werken zu suchen. Die Berliner Weltchronik und breisgauische Arbeiten aus klösterlichen Scriptorien des 14. Jh.s gehören ins Umfeld der hochrheinischen Weltchroniken und auch der Manesse Hs. (Bodenseegebiet). Mit den 1393—1415 von Rüdiger Schopf geschriebenen, mit Federzeichnungen ill. Papierhss. (Basel, UB) kam ein neuer Typus auf, der von mehrer…

Oberschnitt

(10 words)

Author(s): G. Brinkhus
wenig gebrauchte Bezeichnung für den Kopfschnitt G. Brinkhus

Oberseite

(45 words)

Author(s): P. Neumanu
Die traditionell auch als Filzseite, vom Drukker als Schön(druck)$eite bezeichnete Fläche des Papiers, die bedingt durch den Herstellungsprozeß ebenmäßiger und geschlossener als die abgewandte Siebseite ist und sich daher besser bedrucken läßt. Bei einfacheren Papierqualitäten ist diese Zweiseitigkeit deutlich zu erkennen. P. Neumanu

Oberstrich

(51 words)

Author(s): G. Pflug
von Johann Christoph Adelung und einigen Sprachlehrern des 18. Jh.s vorgeschlagene Eindeutschung für «Apostroph». Sie konnte sich ebensowenig durchsetzen wie das von Johann Friedrich Heynatz und Joachim Heinrich Campe vorgeschlagene «Wegwerfzeichen» und das «Auslassungszeichen» desAllg. Dt. Sprachvereins. G. Pflug Bibliography Osman, N.: Kleines Lexikon untergegangener Wörter. München 1982, S. 156.

Obertitel

(29 words)

Author(s): S. Corsten
ist eine in den wichtigsten dt. Regelwerken für die alphabetische Katalogisierung (PI und RAK) nicht verwendete Bezeichnung für den Sachtitel, die diesen vom Untertitel unterscheidet. S. Corsten

Obervolta

(170 words)

Author(s): l.-D. Wolcke-Renk
(1984 umbenannt in Burkina Faso) ist ein Binnenstaat in Westafrika. Auf einer Fläche von 274000 km 2 lebten 1994 ca. 10,3 Mio. Einwohner (37,6 Einwohner/km 2 ). Hauptstadt ist Ouagadougou, Amtssprache ist Französisch. Es gibt keine Schulpflicht, 1983 betrug die Einschulungsrate 16,5%. Die Analphabetenrate über 15 Jahre lag 1975 bei 92%. An der 1969 gegr. Univ. in Ouagadougou waren 1994 ca. 5400 Studenten immatrikuliert. Alle wiss. Institutionen, auch die Buchhandlungen (14) und Verlage (6) konzentrieren sich auf die Hauptstadt und — in geringem Maße — auf Bo…

Objektbücher

(123 words)

Author(s): A. Brall
I. Im unreflektierten Sprachgebrauch Synonym für Buchobjekte. 2. In der speziellen Diskussion über Künstlerbücher (Artists' Books) Bezeichnung für Bucharbeiten, die zwischen den Extremen der unikaten Objekte auf der einen und der medialen Verwendung des Buches in der Fluxus- und Konzeptkunst auf der anderen Seite anzusiedeln sind. O. halten bei aller Akzentuierung ihres Objektcharakters an der traditionellen Blattsequenz fest und schließen, obwohl auf ästhetische Eigenwirkung angelegt, die Aufna…

Oblaten

(4 words)

Siehe Luxuspapier

Obpacher

(95 words)

Author(s): K. Gutzmer
Druckerei und Verlag in München, gegr. 1867 von den Brüdern Johann Baptist und Josef O. Die rasch aufblühende Firma wurde 1888 in eine AG umgewandelt und erlebte mehrfache Besitzwechsel. Nach fast vollst. Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb wieder aufgebaut und 1952 um eine Verlagsabt. erweitert, in der Gangolf Rost ein anspruchsvolles Kinderbuch-Programm entwickelte, das 1962 im neugegr. Annette Betz Verlag (seit 1971 Tochter von Ueberreuter, Wien) aufging. Die Firma verlegte ihre…

Obraldruck

(47 words)

Author(s): P. Neumann
ein von der Leipziger Druckerei Oscar Brandstetter um 1920 entwickeltes fotografisches Übertragungsverfahren für Nachdrucke im Offsetdruck, ähnlich dem Manuldruck. Es ist heute durch Direktkopie-Verfahren abgelöst. P. Neumann Bibliography Ebenböck, F. / Brugger, A. / Preis, E.: Handbuch zu Papier, Schrift und Druck. Wien/Leipzig 1941, S. 376.

Obscene Publications Act

(84 words)

Author(s): G. Gabel
vom britischen Parlament 1959 verabschiedetes Gesetz (Novellierung 1964), welches die Veröff. von erotischer und pornographischer Lit. zu regeln sucht. Das O. hat sich angesichts der später einsetzenden einschlägigen Bücherflut als wenig durchsetzungsfähig erwiesen. G. Gabel Bibliography Obscenity law anomalies. In: Bookseller 1965, S. 1744–1746 Obscene publications. In: Bookseller 1967, S. 2158–2162 Taylor, L. J.: Librarians Handbook. Vol. 2. London 1980, S. 819 bis 823 Stone, R. T. H.: Obscene publications; the problem persists. In: Criminal Law Review. Marz …

Obscuri viri

(7 words)

Siehe Epistolae obscurorum virorum

Obsequiale

(4 words)

Siehe Rituale

Obstbücher

(5 words)

Siehe Pomologische Bücher

Obszöne Literatur

(7 words)

Siehe Erotische Bücher Pornographie

Ocellus, Erhärt

(6 words)

Siehe Oeglin, Erhärt

Ocharte, Pedro de

(7 words)

Siehe Mexiko, Buchdruck

Ochs, Adolph Simon

(108 words)

Author(s): F. J. Mosher
* 12. 3. 1858 in Cincinnati, Ohio, f 8. 4. 1935 in Chattanooga, Tennessee, amer. Zeitungsverleger. O. verlegte seit 1878 erfolgreich die «Chattanooga Times» und kaufte 1896 die bankrotte «New York Times», die er zu einer der führenden Ztg. der USA machte. O. war der wichtigste Geldgeber des ersten «Dictionary of American Biography». F. J. Mosher Bibliography Davis, E.: Memoir of A. S. O. In: DAB Suppl. 1, S. xvii-xxi Johnson, G.: An Honorable Titan: A Biographical Study of A. S. O. Westport, Connecticut 1970 Barnes, S.: A. S. O. In: Dictionary of Literary Biography. Vol. 25. Detr…

Ochsenbach

(427 words)

Author(s): P. Amehung
Tübinger Familie, die im 16./ 17. Jh. über viele Jahrzehnte den Schloßhauptmann (bzw. Burgvogt) des herzoglich–württembergischen Schlosses Hohentübingen stellte. Wegen ihrer umfangreichen Bibl., zu der sich eine Waffenslg. sowie eine «Kunst– und Wunderkammer» gesellte, wird sie in der Lit. seit langem als erste bürgerliche Bibliophilenfamilie in Schwaben bezeichnet. Entgegen mancher Äußerungen in der Lit. stammen sicher nur ganz wenige Bde. dieser Bibl, aus dem Besitz des Hans Hermann O. d. Ä. (…

Ochsenhausen

(293 words)

Author(s): H. Finger
ehemalige Benediktinerabtei (Patrozinium St. Georg) östlich von Biberach, vor 1093 von der welfischen Ministerialenfamilie von Wolpertsschwenden gestiftet und als Priorat von St. Blasien besiedelt. Der selige Heinrich von Zwiefalten hat als Prior von O. 1238 bis j 262 die Bibl, verwaltet und zu einer gewissen Blüte gebracht. 1392/ 1404 wurde O. selbständige Abtei (eine der reichsten in Oberschwaben), 1488 erreichte es die faktische Reichsunmittelbarkeit. 1111 Gefolge der Reformation in Oberdeuts…

Ochsenkopf

(131 words)

Author(s): S. Corsten
Der O. kommt als Wasserzeichen überaus häufig und in vielen Varianten vor. Das maßgebliche Werk von G. Piccard verzeichnet für 1327— 1660 die Zahl von 3393 O.-Typen, die nach 16 Abt. klassifiziert sind. Erklärt wird das Zeichen als Symbol des Evangelisten Lukas, des Patrons der Maler. Neuerdings sieht man darin auch ein Qualitätszeichen, das die höchste Güteklasse ausweist (so auch bei den Erzeugnissen anderer ma. Gewerbe). Für diese Deutung spricht, daß in der Gutenberg–Bibel (Bibel mit 42 Zeil…

Ochs vom Lauenstein

(103 words)

Author(s): H. Baske
Der, Zs. des Jungbuchhandels und der Lauensteiner Bewegung als neue Folge des «Zopfabschneiders». Der O. erschien von April 1925 (H. 1 bei F. A. Perthes in Gotha, ab H. 2 bei E. Diederichs in Jena) bis Kantate (Mai) 1927. Heftumfang ca. 64 Seiten mit kritischen Beiträgen von E. Diederichs, E. Heimeran, F. Meiner, O. Meissner, G. Menz und O. Reichl. Das letzte H. 7 erschien u.d.T. «Der Kantaterich des O.» mit einem Teilnehmerverz. der sechs Lauenstein–Tagungen. Den Beziehern wird im Abschiedswort…

OCLC

(7 words)

Siehe Online Computer Library Center

OCR (Optical Character Recognition Optische Zeichenerkennung)

(584 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Verfahren, mittels entsprechender elektronischer Lesemaschinen (Scanner) optisch lesbare Schriften in Datenverarbeitungsanlagen einzugeben und zu verarbeiten. 1. Vorläufer In den 1950er Jahren wurden Magnetschriftleser entwickelt, die in der Lage waren, eine normal lesbare Schrift dadurch automatisch zu lesen, daß ihre Zeichen mit einer Farbe gedruckt wurden, die magnetisierbare Substanzen enthält. Vor dem automatischen Lesen mußte der zu lesende Text magnetisiert werden. Die erste Magnetschrift wurde für …

OCR Technik

(113 words)

Author(s): P. Neumann
Abk. für Optical Character Recognition, bezeichnet auch ein Satzverfahren, bei dem mit speziellen OCR Schriften oder mit üblichen Schreibmaschinen– oder Druckschriften hergestellte Texte durch OCR Lesemaschinen unmittelbar in ein Satzsystem übertragen werden. Da einwandfreie, mit Satzbefehlen ausgestattete Vorlagen erforderlich, spatere manuelle Überarbeitungen jedoch aufwendig sind, ist diese optisch-maschinelle Texterfassung und –Übernahme nur bei einfach strukturierten und, wegen des Programm…

Octavische Bibliothek

(65 words)

Author(s): B. Bader
die jüngere der beiden von Kaiser Augustus in Rom errichteten öffentlichen Bibl.en. Sie befand sich im Porticus Octaviae, einem Tempelbezirk auf dem Marsfeld. Archäologische Überreste sind nicht erhalten. B. Bader Bibliography Wendel, C. / Göber, W. in: Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 3,1. Wiesbaden 1955, S. 120—121 Fehrle, R.: Das Bibliothekswesen im alten Rom. Freiburg i. Br. 1986, S. 64 bis 65.

Odbert (Otbert)

(134 words)

Author(s): H. Finger
Abt der Benediktinerabtei Saint Bertin (986–1007), bedeutender Förderer des Scriptoriums in seinem Kloster, selbst Kalligraph und Illuminator, einer der größten Bibliophilen der Jahrtausendwende. Während O.s Abbatiat entstanden u.a. ein großartig ausgemaltes «Psalterium glossatum», eine «Historia ecclesiastica» (beide Mss. heute in der Bibl, von Boulogne sur Mer), ein von ihm selbst geschriebenes Cartularium der Abtei (heute Bibl, von Saint Omer) und ein in die Kathedrale von Beauvais gelangtes …

Odd Volumes (odd, engl, einzeln, seltsam)

(38 words)

Author(s): H. Kieser
Einzelne aus der Reihe eines mehrbändigen Werkes fehlende Bde.; allg. auch Bezeichnung für seltene Bücher. «Sette of O.V.» hieß ein 1878 von B. Quaritch mitbegr. bibliophiler Klub in London. H. Kieser

Odencrants, Gustaf

(64 words)

Author(s): T. Nielsen
*23. 5. 1863 aufTorpa (Småland), 7.7. 1944 in Linköping, schwed. Büchersammler und Jurist. Im Laufe der Jahre bedachte er mehrmals die Stiftsbibi. Linköping mit Schenkungen, u.a. mit einer wertvollen Musikslg. und einer bemerkenswerten E.T.A. Hoffmann Slg. Ca. loTsd. Bde. in der Stiftsbibi, rühren von O. her. T. Nielsen Bibliography Hallberg, B. in: Linköpings biblioteks handlingar Neue Serie 4,1. 1944, S. i —6.

Odense

(165 words)

Author(s): Red. | T. Nielsen
drittgrößte Stadt Dänemarks, Hauptort von Fünen. Die ersten Bücher in Dänemark wurden 1482 in O. von J. Snell gedruckt. Die UB wurde 1965 gegr. und hat (1995) ca. 950 Tsd. Bde., 8100 lfd. Zss., 79 Tsd. Mikroformen u.a., darunter die 1813 gegr. Stiftsbibi., die 1820 gegr. Bibl, des Kopenhagener Studentenvereins und die Bibl, der aus dem 16.Jh. stammenden Internatschule Herlufsholm. Die ÖB, gegr. 1924, war aus dem lebhaften Leseverein (1838—1952) hervorgegangen. Die Bibl. Karen Brahes ist reich an dän. Frühdrucken. Red. Odense bogtryk 1482—1974. Odense 1974; Odenses biblioteks…

Oderisi da Gubbio

(98 words)

Author(s): E. König
Buchmaler in Bologna in der Zeit um 1300, von Dante (Purgatorio XI, 79fr.) als Beispiel des Stolzes erwähnt, der seine kleinen Bildchen für wichtig genug hält, auf jede Demut verzichten zu können und der im Fegefeuer erkennt, daß Franco Bolognese schon seinen Platz in der Kunst eingenommen hat. Historisch verbürgt ist ein O. 1268/1271 in Bologna; um 1300 dürfte er tot gewesen sein. Werke können mit dem Namen nicht verbunden werden. E. König Bibliography Fallani, G.: Ricerca sui protagonisti della miniatura duecentesca: O. d. G. e Franco Bolognese. In: Studi Danteschi 4…

Odessa

(354 words)

Author(s): H. Röhling
Die Gebietshauptstadt in der Ukraine mit bedeutendem Schwarzmeerhafen und (1995) ca. 1,2 Mio. Einwohnern geht auf eine 1789 von Rußland eroberte türkische Festung zurück, die seit 1794 ausgebaut, ab 1795 mit dem heutigen Namen versehen, bereits im 19.Jh. drittgrößte Stadt Rußlands wurde; seit 1835 ist O. Bischofssitz. Der Verkehrsknotenpunkt ist nicht nur Wirtschaftszentrum, sondern bildet mit Univ., Hochschulen, Forschungsinstituten, Fachschulen, sieben Theatern, vier Museen und Observatorium a…

Odilienberg

(6 words)

Siehe Herrad von Landsberg

ODIN (Online Documentation on Information Network)

(243 words)

Author(s): N. Henrichs
im Rahmen des durch das erste IuD–Programm (Informations– und Dokumentationsprogramm, 1974 bis 1978) initiierten Auf- und Ausbaus von Fachinformationszentren in der BRDeutschland geplanter nationaler Dienstleistungsverbund der dt. Online–Anbieter (in Analogie zu EURONET–DIANE). Ziel war die Verbesserung der Marktchancen im intern. Wettbewerb durch Koordinierung der Produkt– und Preispolitik, durch Standardisierung des Dienstleistungsangebots, durch gemeinsame Vertriebsanstrengungen im Ausland. O…

Oefele, Andreas Felix

(91 words)

Author(s): R. Hacker
(von), 17. 5. 1706 in München, 24. 2. 1780 ebd., Historiker und Bibliothekar. Nach Studium in Ingolstadt und Löwen sowie Studienreisen in den Niederlanden und Frankreich wurde O. 1746—1778 unter Kurfürst Max 111. Joseph Hofbibliothekar in München. Er brachte die Hofbibl, nach jahrzehntelanger Stagnation in eine neue Ordnung, vermehrte sie durch planmäßige Ankäufe, katalogisierte sie großenteils und machte sie liberal zugänglich. Sein umfangreicher Nachlaß befindet sich in der Bayerischen SB München R. Hacker Bibliography ADB Bd. 24, S. 162—165 Bader, K.: Lexikon dt. Bibliot…

Oeglin (Oglin, Ocellus), Erhard

(248 words)

Author(s): I. Bezzel
Buchdrucker, in Ulm, 1507 in Rapperswil am Zürichsee, Kaplan und Reutlingen, um 1521. O. war 1491 Buchdruckergeselle Buchbinder. O. ist 1483—1488 als Kaplan in Eriskirch, und Bürger in Basel. 1498 wurde er an der Univ. Tübindanach bis 1497 als Leutpriester in Bonstetten nachweisgen immatrikuliert und erwarb den Magistergrad. In bar. 1497 wechselte er wiederum als Kaplan an die St. Augsburg brachte er 1505 zus. mit Johann Otmar seiLaurenzen–Pfründe in Rapperswil. Es scheint, daß er erst nen erste…

Oehamer (Öhan, Öhemer), Johannes

(132 words)

Author(s): P. Amelung
um 1450 in von seinen beiden Brüdern) weitergeführt wurde. Mindruckte er gemeinsam mit Jörg Nadler. In O.s Offizin destens 50 Bde. aus seiner Werkstatt haben sich bis heute ersch. humanistische und volkstümliche Werke, Neuigerhalten; davon allein 13 in der Zentralbibl. Zürich. Einer keitsberichte und Schulbücher wie die Rechenbüchlein seiner Hauptauftraggeber war offenbar die nahegelegene Prämonstratenserabtei Rüti. O. besaß einen Namenstemer pel, der durch einen Lesefehler von Kyriss als «Othamin» gedeutet wurde. Bis 1970 taucht O. deshalb in der Lit. als «Othamin« auf P. Am…

Oehler, Richard

(173 words)

Author(s): G. Pflug
* 27. 2. 1878 in Heckholzhausen, Hessen–Nassau, 13. 11. 1948 in Wiesbaden. O. war Bibliothekar an der SB Berlin, der UB Bonn, Direktor der UB Breslau (1925) und der StUB Frankfurt (1927— 1945). Er leitete den Wiederaufbau der 1914 kriegszerstörten UB Löwen. In Frankfurt bemühte er sich um die Zusammenführung der verschiedenen zur StUB vereinigten Bibl.en zu einer Zentralbibliothek. Da er nach 1933 im Dienste des Nationalsozialismus wesentlich zur Auflösung des Instituts für Sozialforschung beigetragen hat, wurde er 1945 aus dem Dienst entlassen Als Vetter von Friedrich Nietzsc…

Oelreich, Niklas von

(85 words)

Author(s): T. Nielsen
* 12. 1. 1699 in Örsjö (Skåne), 4. 9. 1770 in Stockholm, schwed. Zensor, 1732—1739 Univ.–Bibliothekar und Professor für Philosophie in Lund. 1746 wurde er «censor librorum», ein Amt, das dem ehrgeizigen, zänkischen, aber politisch schwankenden O. Einfluß auf Lit. und Politik ermöglichte. Die Debattenfreude und die allg. freiheitliche Tendenz der Zeit führte aber 1766 zum Druckfreiheitsgesetz, wodurch das Amt wegfiel T. Nielsen Bibliography Burius, A.: Ömhet 0111 friheten. Uppsala 1984 ders. in: Svenskt Biografiskt Lexikon Bd. 28. Stockholm 1992—1994, S. 89—93

Oels

(140 words)

Author(s): P. Neumann
(Olesnica). In der Residenzstadt eines mittelschlesischen Teilherzogtums richteten vor 1529 Juden eine Druckerei mit hebräischen Typen ein, die 1535 abbrannte und die Vertreibung aller jüdischen Bürger zur Folge hatte. Der Stadtbrand von 1730 vernichtete die seit 1605 unter häufig wechselnden Inhabern bestehende Hofdruckerei, die auch Bücher in poln. Sprache hergestellt hatte. 1734 erneuerte Christian Gottfried Welcher die Hofbuchdruckerei, die bis zum Ende des Jh.s von den Erben weitergeführt w…

Oelsner

(99 words)

Author(s): C. Alschner
Musikalienhandlung in Leipzig. 1879 trat Maximilian O. als Teilhaber in das 1860 gegr. Stangelsche Antiquariat in Leipzig ein, das er seit 1880 als Alleininhaber weiterflihrte und nach 1884 zu einer Musikalienhandlung mit Musikantiquariat profilierte, die gelegentlich durch verlegerische Tätigkeit erweitert wurde. Im 20. Jh. kamen Buchversand und Konzertkartenverkauf hinzu. Die Firma, seit 1969 von M. Rosenthal, einem Urenkel O.'s, geleitet und heute älteste Musikalienhandlung der Stadt, ist zu einer wichtigen Einrichtung im Leipziger Musikleben geworden C. Alschner Bibl…

Oertel, Dieter

(150 words)

Author(s): S. Corsten
* 17. 1. 1929 in Leipzig, 12. 11. 1983 in Bonn, dt. Bibliothekar. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig absolvierte O. die bibliothekarische Fachausbildung und war 1953—1957 an der Dt. SB in (Ost–)Berlin tätig. Nach seiner Übersiedlung in die BRDeutschland fand er 1960 eine Anstellung beim Bibliotheksreferat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn–Bad Godesberg. Am 1. 1. 1966 übernahm er dessen Leitung. Während seiner Dienstzeit, die bis zu seinem plötzlichen Tod währte, …

Oer, Theobald von

(124 words)

Author(s): W. Krueger
* 9. 10. 1807 in Nottbeck bei Stromberg in Westfalen, 30. 1. 1885 in Coswig bei Dresden, dt. Maler, Illustrator und Radierer. O. lieferte u.a. 26 Holzschnitte zum «Dt. Balladenbuch», einem der wichtigsten ill. dt. Bücher des 19. Jh.s, sowie 1 11.zu G.Schwabs «Dt. Volksbücher» (Stuttgart 1859), die unter dem Einfluß L. Richters stehen. Daneben gibt es Zeichnungen zu R. Reinicks «Wurzelprinzessin», dem «ABCBuch für große und kleine Kinder, gezeichnet von Dresdner Künstlern» (Leipzig 1845), dem «Jugendkalender» sowie zur «Dt. Gesch. in Bildern» W. Krueger Bibliography Thieme–Becker …

Oeser, Adam Friedrich

(228 words)

Author(s): H. Wendland
* 17. 2. 1717 in Preßburg, 18. 3. 1799 in Leipzig, österr.–dt. Maler, Bildhauer, Zeichner und Illustrator, Schüler der Wiener Akademie. Seit 1739 war O. in Dresden, seit 1759 in Leipzig tätig. Hier wurde er erster Direktor der 1764 gegr. «Zeichnungs–, Mahlerey– und Architectur–Academie». Goethe nahm ab 1766 Privatunterricht bei ihm. Als Maler weniger erfolgreich, hat er vor allem in der Buchill. Bedeutendes geleistet. Er wurde mit Rokoko–111. bekannt, wandte sich aber später klassizistisch geprä…

Oeserfolie

(160 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
nannte man seit Ende des 19. Jh.s die trägerlosen weißen, schwarzen und farbigen Prägefolien für Einbanddecken in der Buchbinderei, die Ernst Oeser (1862—1946) seit 1892 als Ergänzung zu den goldenen und silbernen, geschlagenen Blattmetallen erfand. Zuerst wie diese nur in Blattform (130 X 65 mm) erhältlich, klebte man sie seit Anfang des 20. Jh.s auf eine Trägerfolie (zuerst Seidenpapier), da man von der Rolle schneller prägen konnte. 1903 erfand Oeser auch die erste Bronzerollenfolie (Bronzefa…

Oeßler, Jakob

(43 words)

Author(s): S. Corsten
kaiserlicher Rat unter Maximilian I. und «Kaiserlicher Majestät verordneter Censor und Rechtfertiger neugedr. Bücher». Sein Name findet sich in Privilegien gegen den Nachdruck der Jahre 1514 —1517 S. Corsten Bibliography Schottenloher, K.: Die Druckprivilegien des 16.Jh.s. In: Gut.–Jb. 1933, S. 89—110

Oetker

(132 words)

Author(s): K. Gtitzmer
Firmengruppe mit Hauptsitz in Bielefeld, gegr. 1891 durch den Apotheker und Nährmittelfabrikanten August Oetker (1862–1918). Hauptaktivität des in Familienbesitz befindlichen Konzerns ist die Nahrungsmittelfabrikation einschl. Brauereien, Sekt- und Spirituosenherstellung; dazu kommen Reedereien, Banken, Versicherungen, Hotels und ein Verlag. Aus auf Nährmittelpackungen aufgedr. Kochrezepten und kostenlos beigegebenen Rezeptheften entwickelte sich ein erfolgreicher Kochbuchverlag. Als erstes Buch…

Oettinger, Eduard Maria

(122 words)

Author(s): P. Neumann
* 19. 11. 1808 in Breslau, ✝ 26. 6. 1872 in Blasewitz bei Dresden, dt. Publizist, Schriftsteller und Bibliograph. Der Hrsg, satirischer Zss. (Eulenspiegel, Berlin 1831; Narrenalmanach, Leipzig 1843–1849; Charivari, Leipzig 1845 – 1847) und Verf. humoristischer und historischer Romane veröffentlichte eine Bibliographie des Schachspiels (Bibliotheca shahiludii, Leipzig 1844) und eine umfangreiche Personalbibliographie (Bibliographie biographique universelle, Leipzig 1850, spätere Ausg. in Brüssel …

Œuvrekatalog

(30 words)

Author(s): Red.
nennt man das im Druck erschienene Verz. sämtlicher Arbeiten eines Künstlers. Werkverzeichnis Red. Bibliography Katalog. In: Lexikon der Kunst. Bd. 3. Leipzig 1991, S. 683 bis 684 (mit Lit.)

Ofen

(4 words)

Siehe Budapest

Ofentrocken

(83 words)

Author(s): H. Bansa
(otro) ist nach DIN 6730 der Zustand, den eine Probe (Papier, Karton) annimmt, wenn sie mehrfach unmittelbar nacheinander, nämlich bis zur Gewichtskon- stanz, in einem Ofen bei 105 2° C getrocknet worden ist. Der Begriff ersetzt den früher verwendeten, aber meßtechnisch nicht erfaßbaren Begriff «absolut trocken» (atro). Der Gehalt an Inhaltsstoffen, z. B. solchen, die für die Alterungsbeständigkeit von Bedeutung sind (Calcium-, Magnesiumcarbonat, Alphacellulose, Pufferkapazität, Alkalilöslichkeit usw), wird auf die O.-Probe bezogen H. Bansa Bibliography DIN 6730, Ausga…

Offenbach am Main

(452 words)

Author(s): H. Kieser | C. W Gerhardt
1. Druck und Verlagswesen Der erste Buchdrukker in O., Konrad Neben, war dort nur zwei Jahre tätig (1609–1610). Bonaventura de Launoy arbeitete 1685 bis 1724 in O. Er war auch Hofbuchdrucker der Grafen von Isenburg-Büdingen 1774 gründete der auch als Komponist tätige Johann André (1741 –1799) eine Notendruckerei und verlegte Musikalien. Sein Sohn Johann Anton (1775–1842), der als Komponist den Vater überragte, erwarb 1800 Mozarts Nachlaß und gab 1828 das erste Werkverz. Mozarts heraus. Er führte für den Notendruck den Steindruck …

Offenbacher, Emil

(153 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 11. 6. 1909 in Frankfurt am Main, fiö. 8. 1980 in Bennington, Vermont; Antiquar. Nach einer Banklehre begann O. seine buchhändlerische Laufbahn bei Paul Z Graupe in Berlin. Für jeweils ein halbes Jahr vertiefte er seine Kenntnisse in Paris und London und arbeitete 1931-1933 im Antiquariat von J. Halle, München. Ende 1933 emigrierte O. nach Frankreich. Es gelang ihm noch, einen Teil der Bestände von J. Halle zu übernehmen. Er ließ sich mit seiner jungen Frau in Vincennes nieder und arbeitete bi…

Offenbarungsliteratur

(206 words)

Author(s): G. Pflug
Unter O. werden Schriften zusammengefaßt, deren Urheberschaft auf eine übernatürliche Quelle, in der Regel auf einen Gott, zurückgeführt wird. Dabei wird zwischen unmittelbarer Verfasserschaft und dem Diktat unterschieden, bei dem sich die übernatürliche Macht eines Menschen als Vermittler - meist ein inspirierter Priester oder Prophet - bedient. Typische Beispiele für die erste Form sind die Himmelsbücher, für die zweite die Apokalypsen des AT und NT einschließlich der Apokryphen, aber auch die…

Offenburg

(253 words)

Author(s): P. Amclung | Red.
ehemalige freie Reichsstadt im heutigen Ortenaukreis in Baden-Württemberg. 1. Buchdruck Die am 5. 1. 1496 vollendete Ausg. der «Sermones quadragesimales de peccatis» (GW 6085) des berühmten ital. Predigers Robertus Caracciolus (1425 bis 1495) nennt ausdrücklich O. als Druckort. Es blieb der einzige O.er Druck bis zum Jahr 1731. Obwohl der Name des Druckers nicht angegeben ist, steht fest, daß es sich um ein Erzeugnis des Wanderdruckers Kilian Fischer handelt, der zuvor in Freiburg im Breisgau tätig war un…

Offene Bibliothek

(99 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine von Rolf Kluth um 1970 eingeführte Bezeichnung für eine Bibl., die ihre Bestände frei zugänglich aufstellt (Freihandbibliothek) im Gegensatz zur «geschlossenen Bibl.» mit magazinierten Buchbeständen. Seit der Mitte der 1990er Jahre wird der Terminus - auch in der engl. Form «open library» - auf die virtuelle Bibl, angewandt, die aus einem elektronischen Zusammenschluß von Bibl. en besteht, die dem Benutzer über Datennetze zur Verfügung steht. G. Pflug Bibliography Kluth, R.: Einführung in die Bibliotheksbenutzung. Berlin/ New York 1971, S. 14-24 Lehmann, K. D.: Die O. …

Offene Mängel

(5 words)

Siehe Mängelrüge

Offenes Bücherregal

(87 words)

Author(s): R. Fuhlrott
ist die wörtliche Übers, des engl, «open shelf» und bedeutet die heute in vielen Bibl.en übliche freie Zugänglichkeit zu den Regalen und damit zu den Bücherbeständen, was in Deutschland auch als Freihandbibi, bezeichnet wird, also im Unterschied zur Magazinbibi, steht, wo der Benutzer, soweit er nicht zur Magazinbenutzung berechtigt ist, nur über Kat. die gewünschte Lit. bestellen und diese nicht direkt am Regal auswählen kann. R. Fuhlrott Bibliography Fuhlrott, R.: Regale für geschlossene und frei zugängliche Buchbestände. In: Inneneinrichtung von Bibl.en. Essen…

Offenlegungsschrift

(76 words)

Author(s): E. Plassmaiw
nicht geprüfte (nur auf offenkundige Mängel hin durchgesehene) und zur Einsicht freigegebene Patentanmeldung. Die vom Anmelder beim Patentamt eingereichten Unterlagen werden 18 Monate nach der Anmeldung in Form der O. veröffentlicht. Die O.en zählen wie die Auslegeschriften und die Patentschriften zu den Patentdokumenten, die im Dt. Patentamt in München und in Berlin und außerdem in den Patentinformationszentren eingesehen werden können. Erfindungsbeschreibung E. Plassmaiw Bibliography Benkard, G.: Patentgesetz, Gebrauchsmustergesetz. Kurzkom-mentar. 9. Aufl.…

Öffentliche Bibliotheken

(308 words)

Author(s): G. Pflug
Der Terminus ö.B. wird in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht 1. zur Bezeichnung ihrer Rechtsstellung. In Unterscheidung zu privaten Bibl.en werden als Ö.B. Einrichtungen bezeichnet, deren Träger eine öffentlich—rechtliche Person ist. In diesem Sinn sind alle Bibl.en, die von Gebietskörperschaften (Bund, Ländern oder Gemeinden), aber auch von Kirchen und anderen öffentlichrechtlichen Personen getragen werden, öffentlich 2. zur Bezeichnung ihrer Zugänglichkeit. Als ö.B. werden jedoch auch Bibl.en bezeichnet, die im Grundsatz jedermann zugängig sind.…

Öffentliche Bücherhalle

(5 words)

Siehe Bücherhallenbewegung

Öffentliche Meinung

(317 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. Kategorie der bürgerlichen Staatslehre. Die ö.M. bildet den Kommunikationsraum, in dem die unterschiedlichen privaten Meinungen der Bürger ausgetauscht und teils durch daraus entwickelte Übereinstimmung oder, in besonderen Fällen, durch Wahlen und Abstimmungen, zur verbindlichen gesellschaftlichen Richtungsbestimmung fuhren. Um sich funktionell zu bewähren, bedarf die ö. M. eines möglichst großen Freiheitsraumes, in dem Zensur durch gesellschaftliche Gruppen oder staatliche Stellen genauso au…

Öffentliche Wiedergabe

(133 words)

Author(s): L. Delp
ist das dem Urheber ausschließlich zustehende Verwertungsrecht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben, insbesondere das Vortrags–, Aufführungs– und Vorführungsrecht, das Senderecht, das Recht der Wiedergabe durch Bild– oder Tonträger und das Recht der Wiedergabe von Funksendungen. Die Wiedergabe eines Werkes ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Personen bestimmt ist, es sei denn, daß der Kreis dieser Personen bestimmt abgegrenzt ist und sie durch gegenseitige Bezieh…

Öffentlichkeitsarbeit

(798 words)

Author(s): H. Steinberg | K. Gutzmer | H.J. Genge
1. Allgemeines Ö. verdeutscht den Begriff «Public Relations», der zu Beginn des 20. Jh.s in den USA geprägt wurde. Er wird definiert als «das bewußte, geplante und dauernde Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen in der Öffentlichkeit aufzubauen und zu erhalten.» Sie dient dem allgemeinen Ansehen von Unternehmen und Organisationen. Die Ö. bietet Informationen zum Erscheinungsbild und den Tätigkeitsfeldern und unterscheidet sich von der Werbung oder Reklame, die dem Absatz von Produkten un…

Öffentlichkeit von Bibliotheken

(166 words)

Author(s): G. Pflug
Die Frage der Ö. ergibt sich in der BRDeutschland als Rechtsfolge aus den Preisbindungsreversen der dt. Verleger, in denen öffentlich zugängigen Bibl.en vom Buchhandel ein Nachlaß auf den gebundenen Ladenpreis gewährt werden kann (Bibliotheksrabatt) Dabei ist die Öffentlichkeit jedoch nicht in einem so umfassenden Sinn zu verstehen, daß eine Bibl, nur dann den Bibliotheksrabatt beanspruchen kann, wenn sie uneingeschränkt für jedermann zugänglich ist. Bibl.en gelten auch dann noch als öffentlich zugängig, wenn sie entsprechend ih…

Offerten

(91 words)

Author(s): ß. Kitziugcr
sind im Antiquariatsbuchhandel die 7 Angebote, die auf Grund von Gesuchen (z.B. in Suchlisten verbreitet) eingehen bzw. versandt werden. Das Durcharbeiten und Beantworten von Suchlisten gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Antiquars, da sich dadurch langjährige Kundenbeziehungen entwickeln können. O. sollten stets so abgefaßt sein, daß bibliographische Daten und Zustand des angebotenen Titels vollst. ersichtlich sind. Außerdem sollten sie freibleibend abgegeben werden, um keinem Lieferzwang zu…

Offertenblatt

(46 words)

Author(s): H. Bohrmann
gewöhnlich periodisch erscheinende Druckschrift. Es nimmt unentgeltlich Kleinanzeigen auf, die es ohne Beigabe eines redaktionellen Teils gegen Entgelt über den Zeitungseinzelhandel an eine Leserschaft bringt. O.er sind Gegenstücke zu Anzeigenblättern. H. Bohrmann Bibliography Pürer, H./Raabe, J.: Medien in Deutschland. Bd. 1. München 1994, S. 189-192.

Office International de Bibliographie

(10 words)

Siehe Institut International de Bibliographie

Office of Arts and Libraries

(72 words)

Author(s): G. Gabel
seit 1966 die für die Bib-l.en zuständige Abt. des britischen Erziehungsministeriums. Das O. unterstand direkt dem Minister for the Arts. Als Beratungsgremium stand dem O. seit 1981 der Library and Information Services Council zur Seite. 1992 wurde das O. als Abt. in das neuformierte Kultusministerium (Department of National Heritage) integriert. G. Gabel Bibliography Observer vom 23. 8. 1987, S. 18; Times vom 30. 4. 1992, S. 5.

Office of the Alien Property Custdian (APC)

(264 words)

Author(s): H. Sarkowski
US-Amer. Institution zur Verwaltung und Auswertung der Patente, Urheberrechte etc., die im Besitz von Firmen und Institutionen feindlicher Staaten waren. Erstmals nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg aufgrund des Trading with the Enemy Act begründet und am 21.4. 1942 erneuert. «Lizenzen» wurden in größerem Umfang für den Nachdruck von naturwiss. Büchern und Zss. erteilt. So ersch. mit Lizenz des APC 1942-1956 allein bei der Druckerei von J. W. Edwards Brothers in Ann Arbor über 800 …

Officiale

(4 words)

Siehe Kollektar

Officina Bodoni

(300 words)

Author(s): W. Rallb
Privatpresse, 1923 von Hans (Giovanni) Mardersteig in Montagnola gegr., ab 1927 in Verona beheimatet. Bis zu Mardersteigs Tod (1977) ersch. in der O. B. 198 Drucke sowie die Vorzugsausg. und Pergamentdrucke zur 49bändigen Ausg. der Werke G. d'An-nunzios. Mardersteig ging es mit der O. B. «nicht um snobistische Exklusivität, sondern um die äußerste Annäherung an ein Ideal» (Hagelstange). Mardersteig druckte auf einer Handpresse Gottfried Dinglers (1778-1855), deren Konstruktion einen bes. gleichmäßigen Druck gewährleistete. Während a…

Officina Serpentis

(7 words)

Siehe Tieffenbach, E. W

Offina Arbuteana

(7 words)

Siehe Strawberry Hill Press

Offiziant

(110 words)

Author(s): G. Pjlllg
von mittellat. offiziare = ein Amt versehen. Seit dem 15. Jh. ist O. eine Bezeichnung rur Inhaber eines öffentlichen Amtes, zuerst auch in der Form «Officia! ». Im 17. Jh. ist 0. eine verbreitete Bezeichnung rur alle Beamte, während sie im 19. Jh. auf die sog. Unterbeamten eingeschränkt wurde, d. h. auf Personal, das mit praktischen Dienstleistungen befaßt war. In den bayerischen Bibl.en hat sich 0. bis heute als eine nicht offizielle Bezeichnung fur das Hilfspersonal vor allem im Magazin und in der Buchausleihe erhalten. G. Pjlllg Bibliography Lexer, M.: Mittelhochdt. Handwörterbuc…

Offizielle Drucksachen

(6 words)

Siehe Amtliche Druckschriften

Offizielle Presse

(214 words)

Author(s): H. BohmwllH
von staatlichen Instanzen herausgegebene Ztg., welche die Unterrichtung ihrer Leserschaft nach Maßgabe ihres Auftraggebers durchfuhren. Die Konkurrenz nut den in ihrer Aussage freien Blättern konnte die o. P. in aller Regel nicht bestehen. Wenn solche Blätter überhaupt längerfristig herausgegeben wurden, gerieten sie zur publizistischen Randexistenz oder in die Nähe von am.tlichen Bekanntmachungen. Häufiger ist der Versuch von staatlicher Seite, unerkannt durch die Öffentlichkeit mit Hilfe von Beteiligungen oder finanziellen Zuwendungen Einfluß a…

Offizin

(136 words)

Author(s): S. Corsten
Das lat. Wort fur Werkstatt («officina») wurde gegen Ende des MA zuweilen rur die Arbeitsstätte von Apothekern und Buchdruckern gebraucht. So lautet die Schlußschrift eines Druckes von Johann Philippi (Paris 1500 = GW 9374) u. a.: «In magistri Johannis philippi officina . .. impressus» . In der eingedeutschten Form wurde die Bezeichnung seit dem 17. Jh. fur Buchdruckereien häufig verwendet, so auch in der deutschsprachigen Fassung von Hieronym.us Hornschuchs «Orthotypographia » von 1634. S. Corsten Bibliography Klenz, H.: Die dt. Druckersprache. Straßburg 1900, S. 23 bis 24 Basler…

Offizin Andersen Nexö in Leipzig

(151 words)

Author(s): K. Gutzincr
Firmenname der ehemaligen Offizin Haag-Drugulin seit der Enteignung durch die kommunistischen Behörden 1948, nach der dt. Vereinigung wieder privatisiert. 1992 trat Heinz Thomas Wartelsteiner, Inhaber einer Druckerei in Garching bei München, als geschäftsführender Gesellschafter ein. Nach der Errichtung eines 1995 eingeweihten Betriebsgebäudes wurde die Offizin 1996 von Interdruck Grafischer Großbetrieb GmbH in Hohenossig übernommen, zu der auch das Druckwerk Reichenbach und der Verlag Bild und …

Offline

(381 words)

Author(s): C. Boßmeyer | G. Pflug
In der elektronischen Datenverarbeitung unterscheidet man die beiden Betriebsformen O. und /* Online. Beim O. besteht keine direkte Verbindung zwischen einem Datenerfassungsgerät und der Datenverarbeitungsanlage, die die erfaßten Daten weiterverarbeitet. Diese Betriebsform bringt jedoch in der Regel zwei Nachteile mit sich. Zum einen führt sie zu einer zeitlichen Verzögerung bei der Nutzung der erfaßten Daten, zum anderen erzeugt sie einen vermehrten Aufwand bei ihrer Korrektur. Daher wird gewöhnlich der O.-Betrieb durch eine Online-Erfassung ersetzt. Bibliography O.-S…

Öffnungszeiten

(339 words)

Author(s): P Vodosek
(der Bibliotheken). Die Frage der Ö. ist eng mit der ihres Öffentlichkeitscharakters verbunden. Sie begann daher im wesentlichen erst im 19. Jh. akut zu werden. Als weitere Faktoren spielten in der Vergangenheit Beleuchtung und Beheizung eine entscheidende Rolle: noch um die Mitte des 19. Jh.s verfügte z.B. die UB Göttingen über nur einen beheizbaren Raum für Kat. und Mitarbeiter. Als die Bibl, der Columbia Univerchen sity 1883 elektrische Beleuchtung erhielt, verzehnfachte sie ihre Öffnungszeit…

Offsetdruck

(585 words)

Author(s): C. W Gerhardt
(kurz: Offset), ein «Flachdruckverfahren, bei dem die Druckfarbe von der Flachdruckform auf einen Ubertragkörper (z.B. auf einen mit Drucktuch bespannten Zylinder) und von dort auf den Bedruckstoff übertragen wird» (DIN 16529). Der O. ist mithin ein indirektes Druckverfahren Indirekter Druck). Flachdruck ist ein «Druckverfahren, bei dem die druk-kenden Stellen der Druckform in einer bzw. nahezu einer Ebene liegen. Das Verfahren beruht auf dem physikalischchemisch gegensätzlichen Verhalten bestimmter Oberflächen (druckfarbannehmend/dru…

OfFsetdrucker

(109 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
im weiteren Sinne ist jeder, der dieses Druckgewerbe betreibt, im engeren Sinne der Handwerker oder Arbeiter, der eine Offsetdruckmaschine bedient. Man lernt das Handwerk innerhalb von drei Jahren im gleichen Rahmen wie Tief-, Hoch- und Siebdrucker (Drucker) und schließt mit der Gesellenprüfung ab. Nach mehrjähriger Tätigkeit sind folgende Fortbildungsmöglichkeiten gegeben: einjähriger Meisterkurs oder zweijähriger Kurs an einer Fachschule flir Techniker, beide jeweils über Vollzeit-, Teilzeit- …
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