Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Oetker

(132 words)

Author(s): K. Gtitzmer
Firmengruppe mit Hauptsitz in Bielefeld, gegr. 1891 durch den Apotheker und Nährmittelfabrikanten August Oetker (1862–1918). Hauptaktivität des in Familienbesitz befindlichen Konzerns ist die Nahrungsmittelfabrikation einschl. Brauereien, Sekt- und Spirituosenherstellung; dazu kommen Reedereien, Banken, Versicherungen, Hotels und ein Verlag. Aus auf Nährmittelpackungen aufgedr. Kochrezepten und kostenlos beigegebenen Rezeptheften entwickelte sich ein erfolgreicher Kochbuchverlag. Als erstes Buch…

Oettinger, Eduard Maria

(122 words)

Author(s): P. Neumann
* 19. 11. 1808 in Breslau, ✝ 26. 6. 1872 in Blasewitz bei Dresden, dt. Publizist, Schriftsteller und Bibliograph. Der Hrsg, satirischer Zss. (Eulenspiegel, Berlin 1831; Narrenalmanach, Leipzig 1843–1849; Charivari, Leipzig 1845 – 1847) und Verf. humoristischer und historischer Romane veröffentlichte eine Bibliographie des Schachspiels (Bibliotheca shahiludii, Leipzig 1844) und eine umfangreiche Personalbibliographie (Bibliographie biographique universelle, Leipzig 1850, spätere Ausg. in Brüssel …

Œuvrekatalog

(30 words)

Author(s): Red.
nennt man das im Druck erschienene Verz. sämtlicher Arbeiten eines Künstlers. Werkverzeichnis Red. Bibliography Katalog. In: Lexikon der Kunst. Bd. 3. Leipzig 1991, S. 683 bis 684 (mit Lit.)

Ofen

(4 words)

Siehe Budapest

Ofentrocken

(83 words)

Author(s): H. Bansa
(otro) ist nach DIN 6730 der Zustand, den eine Probe (Papier, Karton) annimmt, wenn sie mehrfach unmittelbar nacheinander, nämlich bis zur Gewichtskon- stanz, in einem Ofen bei 105 2° C getrocknet worden ist. Der Begriff ersetzt den früher verwendeten, aber meßtechnisch nicht erfaßbaren Begriff «absolut trocken» (atro). Der Gehalt an Inhaltsstoffen, z. B. solchen, die für die Alterungsbeständigkeit von Bedeutung sind (Calcium-, Magnesiumcarbonat, Alphacellulose, Pufferkapazität, Alkalilöslichkeit usw), wird auf die O.-Probe bezogen H. Bansa Bibliography DIN 6730, Ausga…

Offenbach am Main

(452 words)

Author(s): H. Kieser | C. W Gerhardt
1. Druck und Verlagswesen Der erste Buchdrukker in O., Konrad Neben, war dort nur zwei Jahre tätig (1609–1610). Bonaventura de Launoy arbeitete 1685 bis 1724 in O. Er war auch Hofbuchdrucker der Grafen von Isenburg-Büdingen 1774 gründete der auch als Komponist tätige Johann André (1741 –1799) eine Notendruckerei und verlegte Musikalien. Sein Sohn Johann Anton (1775–1842), der als Komponist den Vater überragte, erwarb 1800 Mozarts Nachlaß und gab 1828 das erste Werkverz. Mozarts heraus. Er führte für den Notendruck den Steindruck …

Offenbacher, Emil

(153 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 11. 6. 1909 in Frankfurt am Main, fiö. 8. 1980 in Bennington, Vermont; Antiquar. Nach einer Banklehre begann O. seine buchhändlerische Laufbahn bei Paul Z Graupe in Berlin. Für jeweils ein halbes Jahr vertiefte er seine Kenntnisse in Paris und London und arbeitete 1931-1933 im Antiquariat von J. Halle, München. Ende 1933 emigrierte O. nach Frankreich. Es gelang ihm noch, einen Teil der Bestände von J. Halle zu übernehmen. Er ließ sich mit seiner jungen Frau in Vincennes nieder und arbeitete bi…

Offenbarungsliteratur

(206 words)

Author(s): G. Pflug
Unter O. werden Schriften zusammengefaßt, deren Urheberschaft auf eine übernatürliche Quelle, in der Regel auf einen Gott, zurückgeführt wird. Dabei wird zwischen unmittelbarer Verfasserschaft und dem Diktat unterschieden, bei dem sich die übernatürliche Macht eines Menschen als Vermittler - meist ein inspirierter Priester oder Prophet - bedient. Typische Beispiele für die erste Form sind die Himmelsbücher, für die zweite die Apokalypsen des AT und NT einschließlich der Apokryphen, aber auch die…

Offenburg

(253 words)

Author(s): P. Amclung | Red.
ehemalige freie Reichsstadt im heutigen Ortenaukreis in Baden-Württemberg. 1. Buchdruck Die am 5. 1. 1496 vollendete Ausg. der «Sermones quadragesimales de peccatis» (GW 6085) des berühmten ital. Predigers Robertus Caracciolus (1425 bis 1495) nennt ausdrücklich O. als Druckort. Es blieb der einzige O.er Druck bis zum Jahr 1731. Obwohl der Name des Druckers nicht angegeben ist, steht fest, daß es sich um ein Erzeugnis des Wanderdruckers Kilian Fischer handelt, der zuvor in Freiburg im Breisgau tätig war un…

Offene Bibliothek

(99 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine von Rolf Kluth um 1970 eingeführte Bezeichnung für eine Bibl., die ihre Bestände frei zugänglich aufstellt (Freihandbibliothek) im Gegensatz zur «geschlossenen Bibl.» mit magazinierten Buchbeständen. Seit der Mitte der 1990er Jahre wird der Terminus - auch in der engl. Form «open library» - auf die virtuelle Bibl, angewandt, die aus einem elektronischen Zusammenschluß von Bibl. en besteht, die dem Benutzer über Datennetze zur Verfügung steht. G. Pflug Bibliography Kluth, R.: Einführung in die Bibliotheksbenutzung. Berlin/ New York 1971, S. 14-24 Lehmann, K. D.: Die O. …

Offene Mängel

(5 words)

Siehe Mängelrüge

Offenes Bücherregal

(87 words)

Author(s): R. Fuhlrott
ist die wörtliche Übers, des engl, «open shelf» und bedeutet die heute in vielen Bibl.en übliche freie Zugänglichkeit zu den Regalen und damit zu den Bücherbeständen, was in Deutschland auch als Freihandbibi, bezeichnet wird, also im Unterschied zur Magazinbibi, steht, wo der Benutzer, soweit er nicht zur Magazinbenutzung berechtigt ist, nur über Kat. die gewünschte Lit. bestellen und diese nicht direkt am Regal auswählen kann. R. Fuhlrott Bibliography Fuhlrott, R.: Regale für geschlossene und frei zugängliche Buchbestände. In: Inneneinrichtung von Bibl.en. Essen…

Offenlegungsschrift

(76 words)

Author(s): E. Plassmaiw
nicht geprüfte (nur auf offenkundige Mängel hin durchgesehene) und zur Einsicht freigegebene Patentanmeldung. Die vom Anmelder beim Patentamt eingereichten Unterlagen werden 18 Monate nach der Anmeldung in Form der O. veröffentlicht. Die O.en zählen wie die Auslegeschriften und die Patentschriften zu den Patentdokumenten, die im Dt. Patentamt in München und in Berlin und außerdem in den Patentinformationszentren eingesehen werden können. Erfindungsbeschreibung E. Plassmaiw Bibliography Benkard, G.: Patentgesetz, Gebrauchsmustergesetz. Kurzkom-mentar. 9. Aufl.…

Öffentliche Bibliotheken

(308 words)

Author(s): G. Pflug
Der Terminus ö.B. wird in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht 1. zur Bezeichnung ihrer Rechtsstellung. In Unterscheidung zu privaten Bibl.en werden als Ö.B. Einrichtungen bezeichnet, deren Träger eine öffentlich—rechtliche Person ist. In diesem Sinn sind alle Bibl.en, die von Gebietskörperschaften (Bund, Ländern oder Gemeinden), aber auch von Kirchen und anderen öffentlichrechtlichen Personen getragen werden, öffentlich 2. zur Bezeichnung ihrer Zugänglichkeit. Als ö.B. werden jedoch auch Bibl.en bezeichnet, die im Grundsatz jedermann zugängig sind.…

Öffentliche Bücherhalle

(5 words)

Siehe Bücherhallenbewegung

Öffentliche Wiedergabe

(133 words)

Author(s): L. Delp
ist das dem Urheber ausschließlich zustehende Verwertungsrecht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben, insbesondere das Vortrags–, Aufführungs– und Vorführungsrecht, das Senderecht, das Recht der Wiedergabe durch Bild– oder Tonträger und das Recht der Wiedergabe von Funksendungen. Die Wiedergabe eines Werkes ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Personen bestimmt ist, es sei denn, daß der Kreis dieser Personen bestimmt abgegrenzt ist und sie durch gegenseitige Bezieh…

Öffentlichkeitsarbeit

(798 words)

Author(s): H. Steinberg | K. Gutzmer | H.J. Genge
1. Allgemeines Ö. verdeutscht den Begriff «Public Relations», der zu Beginn des 20. Jh.s in den USA geprägt wurde. Er wird definiert als «das bewußte, geplante und dauernde Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen in der Öffentlichkeit aufzubauen und zu erhalten.» Sie dient dem allgemeinen Ansehen von Unternehmen und Organisationen. Die Ö. bietet Informationen zum Erscheinungsbild und den Tätigkeitsfeldern und unterscheidet sich von der Werbung oder Reklame, die dem Absatz von Produkten un…

Öffentlichkeit von Bibliotheken

(166 words)

Author(s): G. Pflug
Die Frage der Ö. ergibt sich in der BRDeutschland als Rechtsfolge aus den Preisbindungsreversen der dt. Verleger, in denen öffentlich zugängigen Bibl.en vom Buchhandel ein Nachlaß auf den gebundenen Ladenpreis gewährt werden kann (Bibliotheksrabatt) Dabei ist die Öffentlichkeit jedoch nicht in einem so umfassenden Sinn zu verstehen, daß eine Bibl, nur dann den Bibliotheksrabatt beanspruchen kann, wenn sie uneingeschränkt für jedermann zugänglich ist. Bibl.en gelten auch dann noch als öffentlich zugängig, wenn sie entsprechend ih…
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