Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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S

(150 words)

Author(s): W. Milde
achtzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (neunzehnter im dt. Alphabet), entstand aus dem griech. Sigma, altgriech. (5. Jh. v. Chr.). Dieses wiederum stammt aus dem phönizischen bzw. altsemitischen Zeichen (13. Jh. v. Chr.). Semitisch sāmekh (semk) bezeichnete den Buchstaben S. Das s bezeichnet den stimmlosen dentalen Reibelaut (s); im Deutschen, Englischen und Fran-zösischen auch den stimmhaften dentalen Laut (z). Für sch im tschechischen, kroatischen, litauischen, lettischen Alphabet sowie in…

S. a.

(17 words)

Author(s): Red.
= sine anno (lat. = ohne Jahr), übliche bibliographische Bezeichnung bei fehlendem Erscheinungsdatum. Red.

Saalbibliothek

(2,528 words)

Author(s): K. Grutschnig-Kieser
vorherrschende Architekturform der Bibl. im Barock, bei der die Buchbestände in einem Saal entlang der Wand in Regalen aufgestellt wurden. Die Mitte des Raumes blieb frei und konnte so als Festsaal oder zur Aufstellung von Schaustücken wie Globen und Vitrinen genutzt werden. Die Gestaltung und Ausstattung der Räume unterlagen den Prinzipien des Barock. Dazu gehören die Bewegung im Raum durch vor- und zurückspringende Emporen, die Öffnung in den Himmel durch illusionistische Malerei, die prächtig…

SA / Amt für Schrifttum

(257 words)

Author(s): B. Sösemann
Die «Sturmabteilungen» (Abk. SA, bewaffnete und uniformierte Kampf- und Propagandatruppe) der Nationalsozialistischen Dt. Arbeiterpartei bestanden seit 1920 und entwickelten unter ihrem Stabschef Ernst Röhm besondere Rechtsnormen, in denen sich ihr Verständnis als wesentlicher Bestandteil des nationalsozialistischen Staates spiegelte: Schutzrechte, Dienstrechte und Mitwirkungsrechte. Die SA bean-spruchte Mitwirkungsmöglichkeiten, die es ihr gestatteten, eine «SA-Staatsverwaltung» aufzubauen. Hit…

Saarbach, W. E.

(185 words)

Author(s): K. Gutzmer
Import- und Exportgeschäft für Ztg., Zss. und Bücher in Köln, gegr. 1887 in Mainz. Der Weinhändler Augustus Saarbach (1854–1912) nutzte seine Kontakte zu ausländischen Ztg.-Verlegern und organisierte als «Saarbach’s News Exchange» den Auslandsvertrieb amer., engl., franz. und ital. Zeitungen. Sein Sohn Wilhelm Eduard S. (* 1887) verlegte den Firmensitz 1912 nach Köln und firmierte «Auslandszeitungshandel W. E. Saarbach». Nach Beeinträchtigungen durch das nationalsozialistische Regime 1933–1945 k…

Saarbrücken

(267 words)

Author(s): P. Neumann
1. Buchdruck und Buchhandel Eine erste Druckerei in der Grafschaft Nassau-S. richtete 1743 Johann Mengert aus Zweibrücken ein, dessen Schwiegersohn Bernhard Gottlieb Hofer seit 1761 eine Ztg. herausgab., aus der sich nach 1848 die «Saarbrücker Ztg.» entwickelte, die heute die einzige Ztg. im Saarland ist und mehrheitlich zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört. Eine Leseges. entstand 1773. Als erster Sortimenter erscheint 1836 Friedrich Neumann, dessen Handlung unter den Nachfolgern Möllinger…

Sabäische Schrift

(307 words)

Author(s): H. Buske
auch minäische, mino-sabäische, altsüdarabische oder himjarische Schrift genannt. Sie gehört zu den süd- semitischen Schriften, welche die südarab. Alphabete im Südwesten der arab. Halbinsel und der afrikanischen Küste Äthiopiens umfassen. Die Schrift geht bis ins 12. Jh. v. Chr. zurück (minäisch), die sabäische bis zum 3./ 2. Jh. v. Chr. Sie war in regionalen und zeitlich abgewandelten Formen bis ins 6. Jh. n. Chr. gebräuchlich. Aus zahlreichen Steininschriften bekannt, ist sie wie alle semitis…

Sabellische Schrift

(160 words)

Author(s): H. Buske
Sie wird der Gruppe der adriatischen Schriften zugerechnet und ist nach dem Gott Sabus des Volksstammes der Sabeller oder Sabiner benannt. Die Grabinschriften aus der Zeit um 500 v. Chr. wurden vorwiegend in Picenum gefunden. Ihr unregelmäßiges Bustrophedon mit wechselnder Buchstabenstellung macht eine Zuordnung schwierig, zumal a, l, m, p und u häufig gestürzt vorkommen und die Formen der einzelnen Buchstaben stark variieren. Eine inkonsequente Punktierung hinter den Buchstaben zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit den Veneterinschriften. Inwie…

Sabin, Frank T.

(76 words)

Author(s): G. Gabel
(1846–1915), engl. Buchhändler. S. führte die von seinem Vater Joseph F. Sabin gegr. Buchhandlung mit Antiquariat in London weiter. S. hatte sich auf alte kostbare Bücher, Autographen, Stiche, Zeichnungen und Aquarelle altengl. Meister sowie engl. und franz. Farbstiche des 18. Jh.s spezialisiert. 1913 ersteigerte er bei Sotheby’s die 570 Briefe des Dichterehepaars Robert und Elizabeth Browning. Die von seinen Söhnen und Enkeln weitergeführte Firma wurde für ihre anspruchsvollen Kunstkat. bekannt. G. Gabel

Sabin, Joseph F.

(211 words)

Author(s): G. Gabel
* 6.12.1821 in Braunston, Northamptonshire, † 5. 6. 1881 in New York, amer. Bibliophile. S. erlernte den Buchbinder- und Buchhändlerberuf in Oxford und emigrierte 1848 in die USA, wo er sich in New York und Philadelphia niederließ. Seit 1850 arbeitete S. als Buchauktionator am Broadway. Angeregt durch den Verkauf mehrerer Americana-Slg. wandte er sich ab 1856 der bibliographischen Erfassung amer. Frühdrucke zu. 1868 erschien der erste Bd. seiner «Bibliotheca Americana. Dictionary of Books Relati…

Sabon-Antiqua

(5 words)

Siehe Tschichold, Jan

Sabon, Jakob

(243 words)

Author(s): S. Pelgen
* wahrscheinlich in Lyon um 1535, † 10. 9. 1580, bedeutender Frankfurter Schriftgießer. S. arbeitete zunächst nach dem Tode Christian Egenolfs (1555) mehrere Jahre für dessen Witwe Margarete. Nach einigen Wanderjahren und Aufenthalten in Amsterdam und Antwerpen, wo er die Schriftgießerei von Christoph Plantin eingerichtet haben soll, war S. ab 1564 / 1567 wieder in Frankfurt a. M. für Egenolffs Witwe tätig und heiratete 1571 deren Enkelin Judith. Mit den beiden franz. Schriftschneidern Claude Ga…

Sacchi, Bartolomeo

(6 words)

Siehe Platina, Bartolomeo

Sachbegriffe

(59 words)

Author(s): R. Jung
Terminus in der bisherigen verbalen Sacherschließung in Bibl.en. Zu Schlagwörtern werden Personen-, Form-, Zeit-, geographische Begriffe und Sachbegriffe. Die Regeln für den Schlagwortkat. (RSWK) unterscheiden terminologisch exakter zwischen Personen-, Form-, Zeit-, geographischen, Körperschaftsund Sachschlagwörtern. R. Jung Bibliography DIN 2330: Begriffe und Benennungen. Berlin 1979 Regeln für den Schlagwortkat. (RSWK). 2. Aufl. Berlin 1991, S. 3, 75 bis 180.

Sachbuch

(457 words)

Author(s): A. Klotzbücher
im engeren Sinn, im Gegensatz zum Fachbuch und zum wiss. Buch ein allgemeinverständliches, zuverlässiges Buch, in dem ein Sachverhalt (Wissensgebiet, Person, Ereignis) für einen breiten Leserkreis behandelt wird. Zum S. im weiteren Sinn zählen Buchkategorien wie Lexikon, Wb. oder Ratgeber und in zunehmendem Maße – entsprechend der engl. Bezeichnung nonfiction (im Gegensatz zu fiction) – auch unter dem Oberbegriff Sachlit. alle Veröff., die nicht zur Belle-tristik gerechnet werden, also auch das Fach- und das wiss. Buch. Wenn man von Ansätzen des allgemeinverständlichen …

Sacherschließung

(381 words)

Author(s): G. Wiegand
nach Themen (Sachgegenständen) ausgerichtete Kennzeichnung des Inhalts von Dokumenten, sowohl bei der Bestands- als auch bei der a Literaturerschließung. Wird diese Kennzeichnung dem zu erschließenden Dokument selbst entnommen, handelt es sich um extrahierende Sacherschließung. Dafür gibt es neben traditionellen manuellen auch hochentwikkelte automatisierte Verfahren, die sich nicht mit einer einfachen Indexierung begnügen (Maschinelle Indexanfertigung), sondern linguistische Verfahren, Termgewi…

Sachgruppen

(81 words)

Author(s): R. Jung
Möglichkeit zur übersichtlichen Gliede-rung einer nicht allzu großen Zahl von Titeln. Die S.ordnung ist rein praxisorientiert und wird gelegentlich als Grob-Systematik bezeichnet. Die Einteilung nach S. hat die Dt. Nationalbibliographie (DNB) 1931 für ihre Reihen eingeführt (25 S., seit 1974 29 S.), daran hat sich die Dt. Bibliographie in ihren Reihen orientiert, hier urspr. 26, später 65 S.; diese Einteilung gilt auch jetzt in der gesamtdt. DNB. R. Jung Bibliography Bartsch, E.: Die Bibliographie. 2. Aufl. München 1989, S. 71.

Sachindex

(4 words)

Siehe Sachregister

Sachkatalog

(4 words)

Siehe Sachkatalogisierung

Sachkatalogisierung

(252 words)

Author(s): G. Wiegand
ist die Katalogisierung zum Zweck der Sacherschließung. Das Resultat der S., der Sachkat., weist den Bestand einer Bibl. unter thematischen Gesichtspunkten nach (Bestandserschließung). Der Inhalt eines Werkes wird nach den jeweils zur Sacherschließung verwendeten Regeln (Systematik, Regeln für einen Schlagwortkat., Thesaurus) formuliert und in das Kat.werk eingetragen. Nach dem Verhältnis des Sachkat. zur Buchaufstellung ist zwischen standortgebundener und standortfreier S. zu unterscheiden. Sta…

Sachliteratur

(4 words)

Siehe Sachbuch

Sachregister

(128 words)

Author(s): G. Wiegand
alphabetisch geordnetes Verz. der sinntragenden Wörter (Stichwort) oder Sachbegriffe, die in einem Werk verwendet werden, unter Angabe der Fund-stellen (meist Seitenangaben). Das S. dient gemeinsam mit dem Inhaltsverzeichnis der Lit.erschließung. Für ein sorgfältig angelegtes S. müssen die vorgefundenen Stichwörter in gewissem Grad vereinheitlicht werden, wobei Verweisungen eine benutzerfreundliche Hilfe darstellen. Das Prinzip rein alphabetisch geordneter S. wird durchbrochen, wenn bei den Registerwörtern zusätzlich Unterbegriffe aufgenommen werden. S. sind i…

Sachse & Heinzelmann GmbH

(119 words)

Author(s): K. Gutzmer
Kunst- und Buchhandlung in Hannover, gegr. am 1. 11. 1880 von Otto Heinzelmann († 1930) und Oskar Sachse, der schon 1887 wieder ausschied. Schwerpunkt des Geschäfts, zu dem anfangs auch ein Antiquariat gehörte, sind Lit., Kunst, Kinder- und Jugendbücher, Import und Export; auch Autorenlesungen gehören zum Programm. Nach der Kriegszerstörung 1943 erfolgte der Wiederaufbau durch Robert und Margarete Jockusch, geb. Heinzelmann, den Inhabern seit 1930, deren Nachkommen auch heute (2001) Inhaber sind. 1980 erfolgte ein großzügiger Umbau. K. Gutzmer Bibliography Zeigert, M.: Scha…

Sachsenchronik

(38 words)

Sächsische Weltchronik Sachsenspiegel. Eike v. Repgow: Sachsenspiegel. Textanfang nach der Dresdener Bilderhandschrift M 32. 2. Hälfte des 14. Jh.s. Darstellung der Zwei-Schwerter-Lehre, der Dienstfertigkeit des Vasallen, des bischöflichen und dompröpstlichen Sendgerichtes, des Grafen- und des Schultheißending.

Sachsenspiegel

(195 words)

Author(s): E. Plassmann
Unter den dt. Rechtsbüchern ist der S. des Eike von Repgow (Reppichow in Sachsen-Anhalt) das wichtigste. Es entstand zwischen 1220 und 1235. Schon bald nach seiner ersten Aufzeichnung wurden von ihm auch Bilderhss. geschaffen. Die in ihm enthaltenen Ill. bringen einzelne Rechtssätze und -begriffe teilweise höchst anschaulich zum Ausdruck. Von ihnen haben sich vier erhalten. Sie werden in Dresden (LB/SUB), Heidelberg (UB), Oldenburg (LB) und Wolfenbüttel (Herzog August Bibl.) aufbewahrt. Der S. i…

Sachsen-Teschen, Albert Kasimir Herzog von

(278 words)

Author(s): O. Mazal
* 1.7.1738, † 10. 2. 1822. Der als elftes Kind des Kurfürsten Friedrich August von Sachsen geborene Albert Kasimir diente als Offizier in der österr. Armee. Er verliebte sich in Maria Christine († 1798), eine Tochter Kaiserin Maria Theresias, die er nach dem Tode ihres Vaters, Kaiser Franz I., geheiratet hat. Früh begann er Kunstwerke zu sammeln, wobei er von seiner kunstverständigen Frau sehr unterstützt wurde. Die ersten Ankäufe erfolgten 1768 / 1769; 1776 erwarb er durch Giacomo Conte Durazzo…

Sachse (Sachsse, Saxo), Melchior d.Ä

(204 words)

Author(s): I. Bezzel †
† 17. 2. 1551 in Erfurt, Buchdrucker und Buchhändler. S. war in den Jahren 1525–1551 mit ca. 260, fast ausschließlich dt.sprachigen Drucken einer der produktivsten Drucker Erfurts. Bei ihm ersch. zahlreiche Schriften Luthers und seiner Anhänger; einen zweiten Schwerpunkt bildete die Verbreitung medizinischer Traktate und Handbücher. S. druckte außerdem Practica und Flugschriften sowie amtliche Mandate. Das beliebte Volksbuch «Vom Ulenspiegel», verf. von Hermann Bote, brachte er zwischen 1532 und 1544 in vier Ausg. heraus. S.s Witwe, Barbara Sachse († 1553), firmierte …

Sachse (Saxo), Johann

(164 words)

Author(s): I. Bezzel †
* in Harburg, Buchdrucker. 1586 und 1587 druckte S. in Hamburg mit den Typen des Elias Hutter dessen «Cubus alphabeticus» und dessen Ausg. der Psalmen und des AT. Möglicherweise war er identisch mit dem gleichnamigen Erstdrucker der ostpreußischen Stadt Braunsberg, der zwischen 1589 und 1593 vorwiegend Schulbücher für das Jesuitengymnasium herausbrachte und dessen Erben 1593 ein Diurnale für das Bistum Ermland druckten. I. Bezzel † Bibliography Bender, J.: Gesch. des Braunsberger Buchhandels und Bücherdrucks in früherer Zeit. In: Die neuen preußischen Provinzia…

Sächsische Buchmalerei

(903 words)

Author(s): H. Wolter-von dem Knesebeck
Nach der Christianisierung der Sachsen unter den Karolingern und der Errichtung des Herzogtums Sachsen setzte dort in den Klöstern und Bischofssitzen nach und nach die Buchproduktion und -malerei ein. Zuerst ist sie seit dem 9. Jh. in dem von seinem Mutterkloster Corbie westlich geprägten Scriptorium des Benediktinerklosters Corvey faßbar und erlebte hier im 10. Jh. eine Blüte. In den Corveyer Prachthss., insbes. Evangeliaren und Evangelistaren, gehen die großen Initialseiten, aber auch der seit…

Sächsische Einbände

(245 words)

Author(s): G. Brinkhus
wird als Bezeichnung in speziellem Sinne für die Einbände des 16. Jh.s aus dem sächsischen Raum verwendet. Sächsische Buchbinder entwickelten den Blinddruck mit Rollen und Platten zu bes. Meisterschaft und prägten dadurch den Stil des dt. Renaissancebandes für einige Jahrzehnte. Bedeutende Stecher schufen die Werkzeuge – Rollen und Platten – für die sorgfältig gestalteten blindgeprägten Schweinslederoder Kalbslederbde. sächsischer Meister. Sie arbeiteten in Wittenberg und Leipzig, von wo in der …

Sächsische Regelung von 1773

(141 words)

Author(s): L. Gieseke
Seit 1501 wurden in Deutschland einzelne Bücher durch befristete kaiserliche oder landesherrliche Druckprivilegien gegen Nachdruck geschützt. Die Privilegierung war umständlich und jedenfalls Ermessenssache. Demgegenüber war die mit dem Kursächsischen Mandat von 1773 (Cod. Augusteus II. Forts. Anh. S. 40) getroffene Regelung ein Fortschritt. Danach konnten Verleger (alte und neue) Bücher in ein Protokoll der Bücherkommission zu Leipzig einzeichnen lassen, was die Wirkung einer Privilegierung auf…

Sächsische Weltchronik

(129 words)

Author(s): U. Rautenberg
Eike von Repgow, dem Verf. des «Sachsenspiegels», wird (in der Forschung nicht unumstritten) auch die S. zugeschrieben. Die mittelniederdt. Prosachronik (um 1229 oder 1260 / 1275) gehört zu den bedeutendsten historiographischen Werken des MA in der Volkssprache. Als Weltchronik konzipiert, die mit dem ersten Schöpfungstag beginnt, liegt der Schwerpunkt der Darstellung mit der Wende vom 12. zum 13. Jh. bei dänisch-norddt. Ereignissen. Die Textgesch. der ausschließlich in Hss. in drei unterschiedl…

Sachtitel

(113 words)

Author(s): G. Wiegand
In der Terminologie der Regelwerke zur Titelaufnahme (Preußische Instruktionen, Regeln für die alphabetische Katalogisierung) wird der Titel einer Schrift unter Absehung von Erweiterungen durch Zusätze («Untertitel») und parallele Titel (z. B. Titel in anderen Sprachen) als S. bezeichnet. Die «Preußischen Instruktionen» (§ 2 a) bestimmen kurz und bündig: «S., d. i. die Benennung der Schrift». In den dt. «Regeln für die alphabetische Katalogisierung» (§ 20,1) lautet die Definition: «Als S. wird die sachliche Benennung eines Werkes und einer Ausg. eines Werkes bezeichnet». G. W…

Sachtitelwerk

(109 words)

Author(s): G. Wiegand
heißt nach den Regeln für die alpha-betische Katalogisierung die «Ausg. eines Werkes (. . .), das die Haupteintragung unter einem Sachtitel erhält» (§ 35,3). Dies ist der Fall, wenn für ein Werk nach den Regeln für den alphabetischen Kat. die Haupteintragung nicht unter einem persönlichen Autor oder einer Körperschaft angelegt wird. Dabei handelt es sich um Schriften, die anonym veröff. worden sind, oder für die trotz Nennung von Urhebern keine Haupteintragung unter diesen vorzunehmen ist, z. B. weil mehr als drei Verfasser oder mehr als ein Hrsg. zu berücksichtigen wären. Beschränku…

Sachwörterbuch

(61 words)

Author(s): H. Kieser
Sonderform des Lexikons beziehungsweise Wörterbuches. Es führt Sachbegriffe («Realien») in alphabetischer Ordnung meistens für ein bestimmtes Wissensgebiet auf. Synonyma sind Fachwb., Reallexikon und Realwb. im Gegensatz zu Sprachlexikon und Sprachwörterbuch. Als Titelwort seit 1824 belegt, wird S. auch gegenwärtig noch für Nachschlagewerke verwendet. H. Kieser Bibliography International Bibliography of specialized Dictionaries. Fachwörterbücher und Lexika. Hrsg. von H. Lengenfelder. München 1979.

Sacon (auch Saccon, Sachon, Zacon), Jacques

(100 words)

Author(s): G. Gabel
*um 1472 in Romano (Piemont), Drucker in Lyon, brachte am 28. 6. 1498 sein erstes Werk, Sebastian Brants «Stultifera navis» (GW 5063), heraus und im Dezember desselben Jahres noch eine Ausg. von Diomedes «Ars grammatica» (GW 8406). Im folgenden Jahr kamen zwei Werke klassischer Autoren (Cicero / Vergil) aus seiner Offizin. Zwischen 1500 und 1527 brachte S. etwa 230 Drucke heraus, darunter sechs Ausg. des Missale Romanum und zahlreiche Bibelausgaben. G. Gabel Bibliography Gültingen, S. v.: Bibliographie des livres imprimésà Lyon au seizième siècle. T. 1. Baden-Baden / B…

Sacramentar Gregors des Groكen

(10 words)

Siehe Sakramentar Gregors des Großen

Sacramentarium

(4 words)

Siehe Sakramentar

Sacramentarium Gelasianum

(229 words)

Author(s): E. Wunderle
genauer das S. vetus (Altgelasianum), das als das älteste röm. Sakramentar gilt, ist nur in der um 750 geschriebenen Hs. Bibl. Vaticana Reg. lat. 316, die 1690 zusammen mit anderen Büchern aus der Bibl. der Königin Christina von Schweden in die päpstliche Bibl. kam, überliefert. Die aus 245 Per- gamentblättern bestehende, nicht ganz vollst. Hs. (ein Teil der fehlenden Blätter findet sich in der Hs. Paris BN lat. 7193, fol. 41–56) gehört aufgrund ihrer Schrift (NUnziale und b-Minuskel, als Auszei…

Sacramento

(199 words)

Author(s): G. Gabel
Kalifornien. Bibliotheken. a. ÖB. Die 1857 gegr. S. Public Library unterhält heute neben der Bibl.zentrale 24 Zweigstellen in der Stadt. Bestand 1996: 1,3 Mio. Bde., 3100 lfd. Zss., 175 Tsd. Mikroformen. b. Hochschul-Bibl.en. Die seit 1947 bestehende California State University verfügt über eine Zentralbibl. mit einem Bestand von 1 Mio. Bdn., 6400 lfd. Zss., 1,8 Mio. Mikroformen und 100 Tsd. AV-Materialien. Drei weitere in S. ansässige Hochschulen sind gleich-falls mit größeren Bibl.en ausgestattet: Das 1955 gegr. American River College (78 Tsd. Bde.), da…

Säculum

(60 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
eine 1907 von D. Stempel hrsg. Mediaevalschrift mit kräftigem Duktus aus der Zeit des Bleisatzes. Wie in den Schriftgießereien üblich, wird der Schriftentwerfer nicht namentlich genannt. Sie ist heute in den Programmen der Schrifthersteller für den digitalen Satz nicht mehr zu finden. A. Ihlenfeldt Bibliography Muzika, F.: Die schöne Schrift. Bd. 2. Hanau / Prag 1965, S. 405, 493

Sadeler

(328 words)

Author(s): D. R. Horst
flämische Kupferstecherfamilie, aus der aufeinanderfolgende Generationen als Kupferstecher und Verleger an verschiedenen Orten in Europa tätig waren. Von den ersten drei Brüdern, Johannes (Jan) I (* 1550 in Brüssel, † ca. 1600 in Venedig ?), Aegidius (Egidius) (* ca. 1555 in Brüssel, † 1609 in Frankfurt a. M. ?), RaphaëlI (* 1560 in Antwerpen, † 1628 in Venedig oder 1632 in München?), waren Johannes I und Raphaël I die wichtigsten. Johannes I arbeitete in Antwerpen mit dem Entwurfszeichner Maert…

Sadi-Ionescu, Alexandru

(297 words)

Author(s): H. Röhling
* 21. 6. 1873 in St. Maurice (Frankreich), † 20. 9. 1926 in Bukarest, rumänischer Bibliothekar. R. genoß die Schulbildung in Bukarest und absolvierte dort auch das Studium der Gesch., u. a. bei Nicolas Iorga. Bereits seine universitäre Diplomarbeit galt einem bibliothekarischen Thema, eine kritische Bibliographie der Reisen von Ausländern in den rumänischen Fürstentümern 1700–1859. Die später auf die Zeit 1246 bis 1859 erweiterte Arbeit ging 1916 durch einen Brand verloren. Ab 1902 arbeitete S. …

Sadleir, Michael Thomas Harvey (geboren als Sadler)

(115 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
* 25. 12. 1888 in Oxford, † 13. 12. 1957 in London, engl. Verleger, Büchersammler und Schriftsteller. Nach dem Studium an der Univ. Oxford arbeitete S. seit 1912 beim Verlag Constable (Mitglied des Aufsichtsrats 1920, Vorsitzender 1954). S. fing früh an, Bücher zu sammeln, vor allem viktorianische Belletristik einschl. der Romane von Anthony Trollope (1815–1882). Die Slg. diente als Grundlage für seine buchwiss. Arbeit, deren Höhepunkt das zweibändige Werk «XIX century fiction: a bibliographical…

Sadler, John (1720–1789)

(143 words)

Author(s): G. Gabel
Drucker in Liverpool, der seit 1748 eine eigene Werkstatt betrieb, die er 1757 aufgab, um sich dem Bedrucken von Steinzeug-Kacheln zu widmen. Er erwarb Keramik-Kacheln von lokalen Her-stellern, die er mit Bildmotiven aus Büchern bedruckte. Der Druck wurde auf weißen Rohkacheln aufgeführt, danach erfolgte die Glasierung. Die Drucke sind einfarbig, allerdings verwendete S. verschiedene Druckfarben (schwarz, rot, braun, sepia, violett, türkis). Die frühen Abb. sind franz. Rokoko-Vorbildern entnomme…

Safaitische Schrift

(6 words)

Siehe Hauranitische Schrift

Safari-Verlag

(190 words)

Author(s): K. Gutzmer
gegr. 1921 in Berlin als Verlag für Kolonialschrifttum und Reiseliteratur. 1924–1927 war Hamburg Verlagssitz, wo eine Sortiments- und Versandbuchhandlung angegliedert wurde. Bis 1928 fungierte Franz Schneekluth als Geschäftsführer. 1936 erwarb Carl Boldt den Verlag und setzte Reinhard Jaspert (1904–1989) als Verlagsleiter ein, der später Teilhaber und ab 1945 Alleininhaber wurde. Er erhielt 1946 die britische Verlagslizenz und verlegte den Schwerpunkt der Verlagstätigkeit auf Länder- und Völkerk…

Safatenische Schrift

(6 words)

Siehe Hauranitische Schrift

Safavid-Einbände

(115 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind persische Einbde., die in der Zeit der Safaviden-Dynastie (16. Jh.) entstanden sind. Die Einbde. mit der für orientalische Einbde. typischen Klappe am Rückendeckel, die über den Vorderschnitt auf den Vorderdeckel reicht, sind mit reicher Goldprägung verziert, die mit großen, in Metall (meist Kupfer) gravierten Platten flächig direkt auf das Leder geprägt wurden. Als Motive für die Medaillons und Eckzwickel wurden die für die Safavidenzeit typischen chinesischen Formen, wie das Wolkenband, a…

Saffian

(65 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist feingenarbtes, besonders zähes Ziegenleder. Der Name ist abgeleitet von der marokkanischen Stadt Sâffi und bezeichnete urspr. ganz allg. die Leder aus diesem Raum. Es wird bevorzugt als Einbandbezugsstoff für Bücher, aber auch zur Anfertigung von Mappen und Taschen verwendet. Das stärkere Bocksaffian wird aus den Häuten ostindischer Ziegen hergestellt. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 88, 94

Sagan

(205 words)

Author(s): C. Alschner
(jetzt Źagań) in Schlesien, Augustiner-Chorherrenstift. Das Stift wurde 1284 von Naumburg am Queis nach S. verlegt und erlangte im 15. Jh., von gelehrten Äbten (Ludolf v. Einbeck, Simon Arnoldi und Martin Rinkenberg) gefördert, Bedeutung als kultureller und gelehrter Mittelpunkt. Dabei spielte die Bibl., die durch die Übernahme der Bibl. der Propstei Grünberg 1527, die Tätigkeit des Scriptoriums und durch Ankäufe sowie Schenkungen bereichert wurde, eine bedeutende Rolle. Kat. und Ausleihverz. be…

Sagner, Otto

(180 words)

Author(s): K. Gutzmer
Fachverlag für Slavistik in München, gegr. 1961 von Otto Sagner (* 1920) als Verlagsabt. der 1947 in Furth im Wald gegr. Firma Kubon & Sagner, Buchexport – Import GmbH, beide seit 1969 in Mün-chen ansässig. Seit 1949 ist S. Alleininhaber, seit 1985 unterstützt von seiner Tochter Sabine Sagner-Weigl. Die Verlagsarbeit umfaßt Monographien und Buchreihen zur Slavistik, zur ost- und südosteuropäischen Geistesgesch.; Zss.: Die Welt der Slaven, New Contents Slavistics. Das Importprogramm von Kubon & Sagner umfaßt neue und antiquarische Bücher und Zss. aus den slavische…

Sahidische Schrift

(125 words)

Author(s): H. Buske
sa idisch (von arab. Es-sa id = das obere Land) ist der oberägyptische Dialekt des Koptischen im Gebiet von Theben, früher «thebanisch» genannt. Die S. entspricht weitgehend der koptischen Schrift. Das rechtsläufige Alphabet hat 31 Buchstaben, wovon die letzten sieben der demotischen Schrift entnommen wurden. Sahidisch. Das Vaterunser. H. Buske Bibliography Stegemann, V.: Koptische Palaeographie. Heidelberg 1936 Steindorff, G.: Lehrbuch der koptischen Sprache. Chicago 1951 Cramer, M.: Koptische Paläographie. Wiesbaden 1964 Walters, C. C.: An elementary Coptic grammar…

Sahlén, Arthur

(76 words)

Author(s): T. Nielsen
* 16. 2. 1882 in Säm (Västergötland), † 12. 3. 1945 in Stockholm, schwed. Graphiker. Er gründete 1912 (mit u. a. Harriet Sundström) «Föreningen Original-träsnitt» (Verein für Original-Holzschnitte) und 1916 eine Handpresse in Råsunda. Hier druckte er u. a. kräftig ornamentierte Ill. zu Carl Michael Bellman sowie eine Reihe von topographischen Blättern. T. Nielsen Bibliography Thieme-Becker Bd. 29, S. 315 Andersson, K. / Bondesson, L. in: Svenskt konstnärslexikon. Bd. 4. Malmö 1961, S. 589–590

Saint-Albans

(683 words)

Author(s): O. Mazal
Benediktinerabtei in Herfordshire, nordwestlich von London. König Offa von Mercien errichtete 793 ein Kloster an der Stätte, wo der heilige Alban getötet wurde; das Kloster entwickelte sich rasch zu einem der reichsten Ordenshäuser Englands und erhielt durch Papst Hadrian IV. die Vorrangstellung über alle engl. Klöster. Erst 1539 ging die Abtei an die Krone über und wurde weitgehend zerstört. Im 12. und 13. Jh. war S. ob seines Scriptoriums und seiner Buchmalerei berühmt. Das erste große Denkmal der reifen romanischen Illuminationskunst war der sog. Alb…

Saint-Albans-Psalter

(328 words)

Author(s): O. Mazal
Zu den ersten großen Denkmälern der reifen romanischen Buchmalerei Englands zählt der sog. S. (auch Albani-Psalter genannt; Besitz der St. Godehardskirche zu Hildesheim), der wohl zu Saint-Albans vor 1123 für Christina, Einsiedlerin zu Markyate, geschrieben und illuminiert wurde. Der Codex weist einen Satz von Vollbildern christologischen Inhalts auf, deren Zweck die Veranschaulichung des Falls und der Erlö-sung der Menschheit ist; es handelt sich um 40 Vollbilder zwischen dem Kalender und dem H…

Saint-Amand-les-Eaux

(328 words)

Author(s): H. W. Stork
(urspr. Name Elnone), Benediktinerabtei in Flandern, zwischen Valenciennes und Douai (franz. Département Nord), zwischen 630 und 639 durch den Missionsbischof Amandus gegründet, hatte ihre erste kulturelle Blüte in der Karolingerzeit. Unter den vom König eingesetzten Äbten ragen hervor Arn, später Erzbischof von Salzburg und Karlmann, Sohn Karls des Großen. Im Normannensturm wurde S. 861 zerstört; unter Rodulf von Tournai wieder aufgebaut. S. trat 1508 in die Bursfelder Kongregation ein und wurde während der Franz. Revolution endgültig zerstört. Aus dem 11. bzw. 12. Jh. …

Saint-Amand und Marchiennes

(407 words)

Author(s): H. W. Stork
Das Benediktinerkloster St. Pierre et St. Paul de Marchiennes im Arrondissement Douai wurde zwischen 630 und 639 vom heiligen Amandus gegr. und bestand bis zum Ende des 10. Jh.s als Doppelkloster, bis 1024 als reines Nonnenkloster, seitdem als Mönchskloster. Zu Beginn des 12. Jh.s wurde es unter Abt Amandus aus dem benachbarten Kloster Anchin (gegr. 1079), mit dem es in regem Austausch stand, cluniazensisch reformiert. Im 12. Jh. sind einige Mönche in Marchiennes auch als Autoren bezeugt: der Ab…

Saint Andrews

(169 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
(Andreapolis), ostschottische Universitätsstadt. Die Univ., die 1411 gegr. wurde, gilt als die älteste Schottlands. 1. Buchwesen Der erste Drucker in S. war John Scot, der dort im Jahr 1552 einen Katechismus (STC 12731) und 1555 eine Predigt Patrick Coburns (STC 5458) druckte. Zu seinen Nachfolgern zählen der Drucker und Buchbinder Robert Lekpruik (1572–1573 tätig) und Edward Raban (Universitätsdrucker, 1620–1622). 2. Bibliotheken Die UB entstand seit dem 15. Jh., als die Bibl.en der verschiedenen Colleges zusammenschmolzen. 1710–1837 besaß sie das Recht,…

Saint-Aubin, Auguste de

(313 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 3.6.1736 in Paris, † 9. 11. 1807 ebd., franz. Kupferstecher und Illustrator. Seine erste Ausbildung erhielt S. bei seinem älteren Bruder Gabriel de S. (1724–1780), einem der «genialsten Zeichner des Jh.s» (W. Hausenstein), danach wurde er Schüler von Etienne Fessard. S. hinterließ mehr als 1300 Bl., meist nach fremden Vorlagen, darunter ca. 350 Porträts. Er war an der Ill. von zahlreichen Werken beteiligt, meist durch Titelporträts und Vignetten oder Culs-delampe. Gerade auf dem Gebiet dieses graphischen Buchschmucks im Kleinformat lag seine bes. Stärke. Seit den 1760er Jahre…

Saint-Bertin

(4 words)

Siehe Saint-Omer

Saint Bertin

(5 words)

Siehe Saint-Omer

Saint Bride Printing Library

(134 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
Spezialbibl. der Corporation of London (London, 2. Bibl.en, c.). Die Bibl., die 1891 gegr. wurde, verfügt über Materialien zu Buchdruck, Papierherstellung, Verlagswesen, Typographie usw. Sie stellt mit über 40 Tsd. Büchern und zwei Tsd. Periodika weltweit die größte Slg. ihrer Art dar. Vor allem die Slg. historischer Texte zur Gesch. des Buchwesens ist berühmt. Kern der historischen Slg. bildet die Bibl. des Buchwissenschaftlers William Blades. Die S., die sich in der Bride Lane, einer Nebenstra…

Saint-Brieuc

(154 words)

Author(s): G. Gabel
Département Côtes-du-Nord. 1. Buchdruck Als Erstdruck brachten die beiden Buchhändler Michel Anger und Richard Rogerie 1505 das «Manuale ad usum ecclesie Briocensis» heraus. Weiter sind für das 16. Jh. keine buchdruckerischen Aktivitäten belegt. Im 17. Jh. wirkten vier Drucker in S., von denen Guillaume Doublet die meisten Werke herausbrachte. Bibliography Répertoire bibliographique des livres imprimés en France au 16e siècle. 19e livraison. Baden-Baden 1975, S. 83 Répertoire bibliographique des livres imprimés en France au 17e siècle. T. 11. Baden-Baden 1984, S. 199–203 2. B…

Saint-Charles, Louis Jacob de

(224 words)

Author(s): A. Labarre
20. 8. 1608 in Chalonsur-Saône, † 10. 3. 1670 in Paris. S. trat 1625 in den Orden der Karmeliter ein, wurde 1642 Bibliothekar von Jean-François-Paul de Gondi, gen. Kardinal de Retz, 1662 von Achille de Harlay, dem Präsidenten des Pariser Parlaments. Als Gelehrter hat S. 27 Werke veröff. und etwa 60 als Hss. hinterlassen. Vor allem ist er der Verf. der ersten periodischen Handelsbibliographien in Frankreich nach Art der Meßkat.: «Bibliographia Parisina, hoc est catalogus librorum Parisiis annis 1…

Saint Denis

(317 words)

Author(s): H.-W. Stork
Um 475 wurde am Ort der Grablege des heiligen Dionysius eine Basilika errichtet, die alsbald den Merowingern als Grabkirche diente. Zur Mitte des 7. Jh.s erfolgte die Gründung eines Monasteriums; damit ist S. das älteste franz. Kloster. Dessen Rang entsprechend war die Ausstattung der Bibl. überragend. In den ersten Jh. scheint kein eigenes Scriptorium bestanden zu haben. In S. lag eine der berühmten Bibeln aus dem Scriptorium von Tours. Die Bibl. wurde vor allem durch Schenkungen vergrößert: Ka…

Saint-Dié

(243 words)

Author(s): A. Ronsin
ist nach Saint-Nicolas-de-Port (1501) und Longeville-devant-Bar (1502) der dritte Druckort in Lothringen. Eine eigene Druckerei wurde hier von dem Chorherrn Gauthier Lud (1448–1527) eingerichtet, um geographische und humanistische Werke herauszubringen. 1507 ersch. die «Cosmographiae introductio», ein Gemeinschaftswerk von G. Lud, Mathias Ringmann und Martin Waldseemüller sowie von Jean Basin de Sandaucourt eine kleine Abh. «Declaratio speculi orbis», in welcher der Verf. vorschlug, den vierten, neu entdeckten Kontinent «Ame…

Saint Dominic’s Press

(202 words)

Author(s): A. Rabeler
engl. Privatpresse, gegr. 1916 durch Hilary Pepler (1878–1951) in Ditchling, Grafschaft Sussex, nachdem er seinen Freunden Eric Rowland Gill und Edward Johnston dorthin gefolgt war. Er orientierte sich an der Bremer Presse, d. h. ihm ging es mehr um solide Handwerklichkeit als um den künstlerischen Anspruch. Pepler arbeitete ausschließlich mit handgeschöpftem Papier sowie der Drucktype Caslon Old Face und stellte selten mehr als 500 Ex. eines Titels her. Gill illustrierte zahlreiche Bücher für d…

Saintes

(258 words)

Author(s): G. Gabel
Département Charente-Maritime. 1. Buchdruck Als Erstdruck brachte François Aude-bert 1587 die Schrift «S’ensuyvent les conférences. . .» heraus, von der sich anscheinend kein Ex. erhalten hat. Belegt ist hingegen das 1598 gedr. Werk von Nicolas Alain mit dem Titel «De Sanctorum Regione». Audebert war bis 1616 in S. als Buchdrucker tätig, insgesamt hat er dort zehn Drucke produziert. Neben ihm waren im 17. Jh. weitere neun Drucker tätig, von denen die Familien Bichon und Crespon die größten Aktivitäten entfalteten. Bibliography Répertoire bibliographique des livres imprimés …

Saint-Etienne

(152 words)

Author(s): G. Gabel
Département Loire. Bibliotheken. a. StB. Die StB wurde 1790 aus den Beständen der aufgehobenen Klöster, Kirchen und Adelssitze der Region gegr. und anfangs im Minoritenkloster der Stadt untergebracht. 1831 wurde die Slg. in das Rathaus verlegt. Im Verlauf des 19. Jh.s erhielt sie mehrere bedeutende Schenkungen übereignet. 1959 bezog sie ein umgebautes Privathaus, seit 1993 residiert sie in einem geräumigen Neubau. Bestand 2000: ca. 320 Tsd. Bde., 500 Hand-schriften. Richesses des bibliothèques provinciales de France. T. 2. Paris 1932, S. 143–144; Bulletin des Bibliothèques …

Saint Louis

(570 words)

Author(s): G. Gabel
Missouri 1. Druck Als Erstdrucker ist Joseph Charless (1772–1834) belegt, der von Lexington, Kentucky, nach S. zuwanderte, dort ab 1808 die Ztg. «Missouri Gazette and Louisiana Advertiser» publizierte und sich zudem dem Buchdruck (z. B. Almanache) zuwandte. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jh.s gehörte S. zu den Druckstätten von Bedeutung in den USA. Bibliography Nichols, N.: Printing in Missouri. In: American Printer 86. 1928, Nr. 5, S. 46–48 McMurtrie, W. F.: The early printers in Missouri. In: Missouri Library Association Quarterly 1. 1940, S. 63–68 Baer, E. A.: Books, newspapers…

Saint Lucia

(5 words)

Siehe Westindien

Saint-Malo

(163 words)

Author(s): G. Gabel
Département Illes-et-Vilaine. 1. Buchdruck Als Erstdruck gilt eine von Bischof St. Bilius verfaßte Vita des Heiligen Marchutis, die 1552 von einem unbekannten Drucker angefertigt wurde. Im 17. Jh. waren sechs Drucker in S. tätig, von denen die Familie La Mare die größten Aktivitäten entfaltete Bibliography Répertoire bibliographique des livres imprimés en France au 16e siècle. 28e Livraison. Baden-Baden 1978, S. 134 Répertoire bibliographique des livres imprimés en France au 17e siècle. T. 11. Baden-Baden 1984, S. 205–212 T. 23. Baden-Baden 1997, S. 159 2. Bibliotheken StB. Die …

Saint-Nicolas-de-Port

(236 words)

Author(s): P. Neumann | A. Ronsin
Die erste Druckerei im Herzogtum Lothringen wurde 1501 im Wallfahrtsort S. von Pierre Jacobi gegr., der schon ab 1492 als Buchbinder und Kalligraph für den Herzog René II. tätig gewesen war. Nach kleineren amtlichen Schriften druckte er 1502 die «Horae Virginis Marie ad usum tullensis ecclesie». Der letzte von ihm bekannt gewordene Druck war der epische Bericht des Kanonikers Pierre de Blarru über die Schlacht bei Nancy u.d.T. «Nanceidos» (1518) mit Holzschnitten von Gabriel Salmon. Der Betrieb …

Saint-Non, Richard

(206 words)

Author(s): F. Lühmann
(vielmehr Jean Claude Richard), Abbé de, * 1727 in Paris, † 25. 11. 1791 ebd., franz. Theologe und Jurist, als Zeichner, Radierer, Kupfer- und Aquatintastecher Dilettant. Bereiste 1759–1761 mit Jean-Honoré Fragonard und Hubert Robert fast ganz Ita-lien. Als Frucht dieser Reise stach er selbst die «Fragments choisies dans les peintures . . . de l’Italie» (Six suites von S. nach Fragonard. Paris 1770–1773). Ansichten von Rom und seiner Umgebung, Skizzen nach antiken Vorlagen und wiederum ital. Gem…

Saint-Omer

(670 words)

Author(s): O. Mazal | H. W. Stork | G. Gabel
Stadt im franz. Département Pas-de-Calais, entstanden im Umfeld der 649 vom heiligen Audomarus (Omer) gegr. Benediktiner-Abtei St. Bertin (urspr. Sithiu). Nach den Normannenplünderungen wurde die städtische Siedlung befestigt und erhielt 1127 Stadtrechte. Die Mönche blieben in St. Bertin; die Abtei wurde 944 reformiert. S. kam 1384 an Burgund, 1477 an Österreich und 1678 an Frankreich; 1559–1790 war die Stadt Bischofssitz. 1. Buchmalerei Bis zum 12. Jh. blieb St. Bertin geistiges und künstlerisches Zentrum. Der verbreitete Heiligen- und Reliquienkult führt…

Saint-Omer-Psalter

(247 words)

Author(s): O. Mazal
Das frühe 14. Jh. war die Blütezeit der ostanglischen Kunst; der Stil dieser Landschaft verbreitete sich zu einer in England dominierenden Illuminationsweise. Enthalten auch Prachthss. qualitätvolle ganzseitige Miniaturen, so sind solche in den meisten ostanglischen Hss. selten; die Verzierung beschränkt sich auf historisierte Initialen und üppige Randornamentik. Der zwischen 1330 und 1340 begonnene S. (London, British Library, Ms. Yates Thomson 14) ist eines der letzten Meisterwerke des ostangl…

Saint-Quentin, Jacques Philippe Joseph de

(122 words)

Author(s): H. Wendland
* 1738 in Paris, † 1817 ebd., Maler, Vignettenzeichner, Radierer und Buchillustrator. Schüler des François Boucher. Mit Buchill. beteiligte sich S. u. a. an: Jean de Lafontaine «Fables choisies» (Paris 1765–1775), Jean-Benjamin de Laborde «Choix de chansons mises en musique» (Paris 1773), Pierre de Beaumarchais «La folle journée, ou: Le mariage de Figaro» (Paris 1785), Pierre Fulcraud de Rosset «L’Agriculture» (Paris 1774–1782). Jacques Philippe Joseph de Saint-Quentin. Kupferstich zu: Pierre-Auguste Caron de Beaumarchais: La folle journée, ou le mariage …

Saint-Riquier

(170 words)

Author(s): A. Labarre
urspr. Centula, ein Ort in der Picardie, war der Sitz eines bedeutenden Benediktiner-Klosters, das 625 vom heiligen Richarius (St. Riquier) gegr. wurde und den Namen seines Gründers übernahm. Unter Abt Angilbert (745–814), einem Vertrauten und Verwandten Karls des Großen und einem Schüler von Alkuin, besaß die Bibl. 200 Bände. Ein Kat. von 831 führt 256 Bde. mit mehr als 500 Titeln auf. 1659 trat das Kloster der Kongregation von Saint-Maur (Mauriner) bei. Als es 1790 aufgelöst wurde, zählte die …

Saint-Sever-Apokalypse

(218 words)

Author(s): O. Mazal
Im Süden Frankreichs kreuzten sich in romanischer Zeit span., ital. und byzantinische Einflüsse in der Buchmalerei. Der span. Einfluß offenbart sich in einem frühen, wenn auch isoliert dastehenden Meisterwerk, der Apokalypse von St. Sever in der Gascogne (Paris, BN, Ms. lat. 8878), geschrieben und illuminiert um die Mitte des 11. Jh.s. Die Benediktinerabtei Saint-Sever am Adour wurde um 988 / 990 vom Grafen Wilhelm Sancho der Gascogne begründet. In der Zeit des Abtes Gregor von Montaner (1028–10…

Saint-Vaast d’Arras-Evangelistar

(227 words)

Author(s): O. Mazal
Die in der Bibl. der Stadt Arras unter der Signatur Ms. 1045 verwahrte Pergamenths. im Umfang von 56 Bl. wurde im 9. Jh. für die Benediktiner-Abtei von Saint-Vaast geschrieben und illuminiert. Sie enthielt nach Auskunft der Tabula (fol. 3 bis 6) 34 Evangelienperikopen für die wichtigsten Feste des Kirchenjahres und für Feste ausgewählter Heiliger (Agnes, Agatha, Vedastus [am 6. 2. und 1.10.], Benedictus, Petrus und Paulus, Laurentius, Martin, Andreas; dedicatio basilicae S. Michaelis). Die Texte…

Saint Vaast d’Arras-Evangelistar

(7 words)

Siehe Saint-Vaast d’Arras-Evangelistar

Saint Vincent

(5 words)

Siehe Westindien

Saint-Yrieix-la-Perche

(99 words)

Author(s): G. Gabel
Ortschaft südlich von Limoges. Als wertvollsten Bestand verwahrt die StB eine Bibel-Hs., die im späten 11. oder frühen 12. Jh. im dortigen Benediktiner-Kloster entstanden sein dürfte. Die Ursprünge des Klosters gehen auf eine Gründung durch Aredius, oder Yrieix, auf der Domäne Attanum zurück, wo die Brüdergemeinde nach den Regeln des Heiligen Cassian lebte, der dort 591 gestorben sein soll. Die in romanischem Stil gestaltete und prächtig ausgeschmückte Pergament-Hs. im Format 57 × 42 cm wurde 1948 restauriert und zum nationalen Erbe erklärt. G. Gabel Bibliography Patrimoine des …

Saitica

(26 words)

Author(s): B. Bader
bei Plinius und Isidor eine Papyrussorte minderer Qualität, benannt nach der Stadt Sais im Nildelta, wo die Papyruspflanze bes. reichlich vorkam. AmphitheatricaLivia B. Bader

Sakische Schrift

(73 words)

Author(s): G. Grönbold
ist diejenige Schrift, in der Texte in sakischer Sprache aus Zentralasien, bes. Khotan, geschrieben sind. Es handelt sich dabei um eine Entwicklung aus der nordindischen Gupta-Schrift. Sie ähnelt der südturkestanischen Brahmī-Schrift. Die Hss. in dieser mitteliranischen Sprache datieren aus dem 7.–10. Jahrhundert. G. Grönbold Bibliography Leumann, M.: Sakische Hss.proben. Zürich 1934 Diringer, D.: The alphabet. Vol. 1. London 1968, S. 275–276 Jensen, H.: Die Schrift. 3. Aufl. Berlin 1969, S. 362

Sakkaden

(36 words)

Author(s): Red.
ruckartige Augenbewegungen, die z. B. beim Blickwechsel von einem Objekt auf ein anderes vorkommen. Rationelles Lesen Red. Bibliography Groner, R.: S. In: Lexikon der Psychologie. Bd. 3. Freiburg / Basel / Wien 1980, Sp. 1955–1956

Sakramentar

(238 words)

Author(s): F. Heinzer
liturgisches Buch der röm.-katholischen Kirche, das zur Hauptsache die dem Vorsteher der Messe (Papst, Bischof, Priester) vorbehaltenen Gebete einschließlich des Hochgebets (Canon missae) enthält. Das S. setzt also eine Rollenverteilung innerhalb der liturgischen Feier voraus und bedarf der Ergänzung durch Graduale und Lektionar, mit denen es im Laufe der Zeit zum (Voll)- Missale verschmolzen wurde. Dieser Prozeß, der mit dem Aufkommen der sog. Privatmesse zusammenhängt und das S. als Buch prakt…

Sakramentar Gregors des Großen

(183 words)

Author(s): O. Mazal
Das Fragment eines um 870 in der Hofschule Karls des Kahlen entstandenen Sakramentars (Paris, BN, Ms. lat.1141), das heute nur mehr zehn Blätter umfaßt und den Canon missae enthält, ist der Rest eines Prachtcodex, der zu einer Reihe von eng verwandten Werken gehört, die am Hofe Karls des Kahlen (823–877) geschaffen wurden. Alle Seiten sind gerahmt; der in Gold geschriebene Text ist mit fünf ganzseitigen Bildern und zwei Zierseiten geschmückt. Das Autorenbild zeigt Gregor den Großen mit seinen Sc…

Sakramentar-Handschriften

(239 words)

Author(s): F. Heinzer
Die frühesten Hss. mit Sakramentartexten (Sakramentar) waren vermutlich durch den Praxisbedarf bestimmte Zusammenstellungen für einzelne Feste oder Festzeiten, repräsentierten also den Typ des Libellus, wie die Struktur des ältesten erhaltenen Textzeugen der röm. Tradition, das sog. «Sacramentarium Veronese» (Verona, Bibl. Capitolare, Cod. 85) noch erkennen läßt. Ein geschlosseneres Bild bieten die großen S. des 8. und 9. Jh.s, die dennoch individuellen Charakter bewahrten und deren Klassierung …

Säkularisation und Bibliotheken

(425 words)

Author(s): W. Grebe
Für das Bibl.wesen bedeutsame Säkularisationen fanden erst in der Neuzeit statt. Die erste große Säkularisation wurde in den protestantischen Ländern während der Reformationszeit durchgeführt. Die Bibl.en der Stifte, Klöster und Pfarreien wurden nach vorheriger «Säuberung» in den Besitz von Hof-, Stadt- und Schulbibl.en überführt, wobei große Teile der Bestände verschleudert oder vernichtet wurden. Die Säkularisation im Zuge der Reformation kam erst nach dem 30jährigen Krieg zum Abschluß, als di…

Salamanca

(404 words)

Author(s): K. Wagner
1. Buchdruck. Die 1218 gegr. Univ. begünstigte zweifellos (später) die Einführung des Buchdrucks. Anfänglich wurden dort zwei anonyme Pressen betrieben. Die erste (1480–1490) kann nach neuesten Erkenntnissen Alfonso de Porras und seinem aus Sevilla stammenden Gesellschafter Diego Sánchez e Cantalpiedra zugeschrieben werden. Ende des 15. Jh.s druckten Lo-Lope Sanz allein oder zus. mit Leonard Hutz, sowie Hans Gysser. Unter den Druckern des 16. Jh.s befinden sich Angehörige bedeutender ausländischer Druckerfamilien, wie die Junta und Portonariis. Bibliography Odriozola, A…

Sale Hill Press

(112 words)

Author(s): A. Rabeler
engl. Handpressendruckerei, gegr. 1904 von George A. Hammond († 1918) in Sale Hill bei Sheffield. Später wurde der Verlagssitz nach London verlegt. Hammond betrieb die Handpresse privat 1904–1909, schloß sich dann W. H. Smith & Son an und gründete 1914 mit E. G. Perman die Red Lion Press. Hammond druckte nur wenige Werke: zwei kleine Zss. und einige Bücher, darunter z. B. William Blake «Songs of Innocence» (1907) und Dante Gabriel Rossetti «Hand and Soul» (1908), beide als Privatdruck in unter 20 Exemplaren. A. Rabeler Bibliography Tomkinson, G. S.: A Select Bibliography of the Pri…

Salem

(457 words)

Author(s): F. J. Götz
(Salmansweiler), ehemalige Zisterzienserabtei bei Überlingen, Bodensee, 1134 gestiftet durch Guntram von Adelsreute. Mutterkloster war Lützel (Filiation Morimond), das 1137/1138 die ersten Mönche entsandte. Bereits 1146 konnte S. das erste Tochterkloster, Raitenhaslach, gründen, was auch auf eine frühe organisierte Schreibtätigkeit deutet. Erste Zeugnisse eines Scriptoriums sind aus dem letzten Drittel des 12. Jh.s erhalten. Unter Abt Eberhard I. von Rohrdorf (1191–1240) ist ein erster Höhepunkt…

Salem

(181 words)

Author(s): G. Gabel
Massachusetts (USA), ca. 40 Tsd. Einwohner. 1. Bibliotheken. a. Essex Institute Library. Das Institut entstand 1848 durch die Vereinigung der Essex Historical Society mit der Naturhistorischen Gesellschaft. Das Institut förderte das Studium der Gesch., der Kunst und der Wissenschaften. Die Bibl. verwahrt Sonderslg. zur frühen Druckgesch. der USA, zur Gesch. Neuenglands und zu Kinderbüchern. Bestand 1999: ca. 300 Tsd. Bde., 4200 Manuskripte. b. Salem Public Library. Die 1888 gegr. Bibl. bietet den städtischen Benutzern eine Lit.slg. im Umfang von ca. 180 Tsd. Bänden. c. Salem S…

Sales by Inch of candle

(30 words)

Author(s): Red.
die früher in England übliche Form der Auktion, bei der eine Kerze bei Ausruf der Nummer angezündet und beim Zuschlag wieder ausgelöscht wurde. Red.

Salford

(136 words)

Author(s): G. Gabel
grafschaftsfreie Stadt in Nordwest-England. Bibliotheken. a. UB. Die heutige Univ. wurde 1896 als technisches Institut gegr., 1961 in Royal College of Advanced Technology umbenannt und 1967 zur Univ. erhoben. Das Lehr- und Forschungsprogramm ist auf Naturwissenschaften und Technik ausgerichtet, zudem werden sozialwiss. und sprachliche Fächer angeboten. Die UB wurde 1957 aus verschiedenen Slg. zusammengeführt und bezog 1970 ein eigenes Gebäude. 1988 wurde die UB mit dem Rechenzentrum vereinigt. D…

Salins

(169 words)

Author(s): S. Corsten
Badeort im franz. Département Jura, lag während des MA in der Freigrafschaft Burgund. Die Stadt beherrschte eine wichtige Paßstraße in die Schweiz und gelangte wegen ihrer Salinen zu Wohlstand. Als die Franzosen nach dem Tode Karls des Kühnen († 1477) die Hauptstadt Dôle zerstört hatten, nahm S. 1479–1493 diese Funktion wahr. In dieser Blütezeit ließ sich der Drucker Jean Dupré hier nieder. Von ihm stammen ein Ablaßbrief von 1483 zugunsten des naheliegenden Dominikanerklosters Poligny (GW 7073) …
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