Lexikon des gesamten Buchwesens Online

Get access Subject: History
Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

More information brill.com

Sammelband

(433 words)

Author(s): S. Corsten
Als S. wird ein Buchbinderbd. bezeichnet, der mehr als drei bibliographisch selbständige Schriften (Bibliographische Einheit) vereinigt. Maßgeblich ist dabei ausschließlich der Wille des Besitzers. Häufig finden sich in einem S. Schriften ähnlichen oder verwandten Inhalts. Wo derartiges nicht zu erkennen ist, müssen andere Ursachen für die Vereinigung zum S., etwa ein gleichzeitiger Zugang in eine Bibl., vermutet werden. In ma. Bibl.en haben S.e zahlenmäßig den bei weitem größten Teil des Bestandes ausgemacht. Nach einem 1409 angelegten Kat. enthielt d…

Sammelbestellung

(153 words)

Author(s): K. Gutzmer
S. ist eine Bestellung auf mehrere Ex. eines Buches für eine Personengruppe. Sie hat den Vorteil, daß Angehörige einer Personengruppe (Körperschaft o. ä.) bei geringem Bearbeitungsaufwand mit der benötigten Menge eines Werkes beliefert werden. Wenn die Lieferungsbedingungen des Verlages es erlauben, können bei S.en Mengenpreise (Staffelpreise) gewährt werden, wie im Sammelrevers 1993 (2, b) und im Spartenpapier (I, 5) festgelegt. Hat der Verlag Mengenpreise nicht festgelegt, so hat der Besteller…

Sammeldruck

(4 words)

Siehe Orloffdruck

Sammelgebiet

(381 words)

Author(s): G. Wiegand | P. Neumann
1. Bibliotheken Das S. ist nächst dem Bestandsumfang das Merkmal einer Bibl., durch das sie am meisten charakterisiert wird. Es bezeichnet den Inhalt einer Bibl. und bestimmt damit, welchen Nutzungsinteressen sie dienen kann. Anders gewendet besagt dies, daß das S. in erster Linie von der Aufgabe abhängig ist, der die Bibl. dient oder – im Falle eines überlieferten, nicht mehr aktuellen S.es – gedient hat. Ein lebendiges S. erfordert einen kontinuierlichen Bestandsaufbau nach adäquaten Erwerbungsg…

Sammelgrundsätze

(4 words)

Siehe Erwerbungsgrundsätze

Sammelhandschrift

(76 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung für mehrere Hss. meist geringeren Umfangs, die durch ihren Einband vereint wurden und weder thematisch noch formal zusammengehören müssen. Auch innerhalb einer Hs. können unterschiedliche Texte aneinandergefügt sein, um den Beschreibstoff gänzlich auszunutzen. Oft haben Sammler von Liedern beispielsweise Texte verschiedener Herkunft als Abschriften in einer S. zusammengestellt. Für die Überlieferungsgesch. können dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. P. Neumann Bibliography Metzlers Lit.lexikon. Hrsg. von G. und I. Schweikle. 2. Aufl. S…

Sammelprospekte

(4 words)

Prospekte Werbung

Sammelrevers

(297 words)

Author(s): H. Marré
(Preisbindungsrevers). Der sog. feste Ladenpreis für Bücher, genauer: die vertikale Preisbindung im Buchhandel, bedurfte einer Ausnahme vom allg. Verbot von Preisabsprachen durch das dt. «Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen» (Kartellgesetz). Voraussetzung ist eine individuelle Vereinbarung zwischen jedem preisbindenden Verlag und jedem seiner Händler-Kunden innerhalb der BRDeutschland. Anstelle unzähliger Einzelverträge hat die Praxis ein S.-System entwickelt: jeder Beteiligte, Verleger und Buchhändler, unterschreibt einmalig seine Ver…

Sammelrichtlinien

(4 words)

Siehe Erwerbungsgrundsätze

Sammelschachteln

(77 words)

Author(s): R. Fuhlrott
dienen zur Aufbewahrung nichtstandfesten Sammelgutes wie z. B. Autographen, Einblattdrucken, Faltblättern, Broschüren bis hin zu Zss.-heften, wobei für letztere häufiger Schuber verwendet werden. Solche S. bestehen in der Regel aus Pappe, auch weil dieses Material günstig auf Klimaveränderungen, insbes. Feuchtigkeit, reagiert. Neben einfachen Pappkästen mit Deckel werden solche verwendet, die aus einer Hülle mit darin beweglicher Schublade bestehen, so daß sie stapelbar sind. R. Fuhlrott Bibliography Schweigler, P.: Einrichtung und technische Ausstattung von Bi…

Sammelschwerpunkt

(4 words)

Siehe Sammelgebiet

Sammeltitel

(4 words)

Siehe Gesamttitel

Sammelwerk

(320 words)

Author(s): L. Delp | S. Corsten
nach dt. Recht eine Sammlung von Werken oder anderen Beiträgen, die durch Auslese oder Anordnung eine persönliche geistige Schöpfung ist. Das S. genießt den Schutz des Urheberrechts wie ein selbständiges Werk, unbeschadet etwaiger Urheberrechte an den in das S. aufgenommenen Werken; denn ein S. kann auch urheberrechtlich nicht geschützte Beiträge enthalten (z. B. amtliche Werke, wie Gesetze oder Gerichtsentscheidungen; § 5 Urheberrechtsgesetz). Gegenüber dem Urheberrecht am S. ist das Recht am S. als Unternehmen selbständig. Es beruht auf der wirtschaftlic…

Sammlung

(436 words)

Author(s): G. Pflug | L. Delp
ist seit der Mitte des 18. Jh.s ein häufig verwandter Titelbegriff für Schriften, die eine Reihe von Beiträgen – von einem oder von mehreren Verf. – zu einem Thema zusammenfassen, als ältester Beleg in Deutschland die «S. verschiedener Berichte aus Staatsschriften den Tod Caroli XII. betreffend» von Christian Gottholt Buder (Freystadt 1719–1729). In der zweiten Hälfte des 19. Jh.s wird der Begriff S. von Verlegern auch zur Bezeichnung von Reihenwerken verwandt, die zwar als Einzelwerke in sich a…

Sammlung bibliothekswiss. Arbeiten

(55 words)

Author(s): W. Grebe
Hefte 1–50 (Berlin / später Halle und Leipzig 1887–1941, ND 1968 bis 1969). Einzelveröff. zu allen Gebieten des Bibl.wesens mit bes. Berücksichtigung der historischen Buchkunde. Die S. wurde 1887 von Karl Dziatzko begründet, 1904 bis 1937 von Konrad Haebler fortgeführt und 1937 bis 1941 von Erich von Rath herausgegeben. W. Grebe

Sammlung Buchkunst

(6 words)

Siehe Stiftung Buchkunst

Sammlung Deutscher Drucke (SDD)

(227 words)

Author(s): G. Pflug
1983 wies Bernhard Fabian in einer Studie auf die Lücken der seit dem 15. Jh. in Deutschland ersch. Schriften in den dt. wiss. Bibl.en hin und regte ein «Nationalarchiv gedruckter Texte» an, wie es etwa in England oder Frankreich an den NB existiert. Dabei sollten die großen Bibl.en mit umfangreichen Altbeständen bei diesem Projekt zusammenarbeiten. Die Volkswagenstiftung konnte als Projektträger gewonnen werden, so daß 1989 die Arbeitsgemeinschaft SDD mit folgender Aufteilung der Sammelbereiche…

Sammlung Göschen

(6 words)

Siehe Göschen’sche Verlagsbuchhandlung

Sammlungsgut

(180 words)

Author(s): W. Leesch
wird sowohl von den Bibl.en und Mu-seen wie von Archiven mehr oder weniger systematisch erworben. Bei diesen Slg. handelt es sich entweder um archivalisches Schriftgut, das seinen urspr. Registraturzusammenhang unwiderbringlich verloren hat (Auto-graphen, Siegel, Aufschwörungstafeln, Wasserzeichenpapiere) oder um historisches Quellengut ohne Registraturfähigkeit (Wappen, Siegelstempel, Porträts und Ansichten, Filme). Daneben finden sich in den Archiven und Bibl.en thematische Slg. (unechte Slg.,…

Samoa (vor 1997: Westsamoa)

(275 words)

Author(s): R. Wolcke
südpazifischer Inselstaat, der zwei größere und sieben kleinere Inseln umfaßt, von denen fünf unbewohnt sind. S. hat 172 Tsd. Einwohner (1996) und eine Landfläche von 2831 km2. Die Hauptstadt Apia hat 34 126 Einwohner (1991). Amtssprachen sind Samoanisch und Englisch. In S. existieren seit der Mitte des 19. Jh.s christliche Missionen und Niederlassungen von Handelshäusern. 1899–1918 war S. dt. Kolonie, danach neuseeländisches Mandatsgebiet und ist seit 1962 unabhängig, doch immer noch mit enger Bezie-hung zu Neuseeland, …

Samostrzelnik, Stanisław

(99 words)

Author(s): K. Migoń
* um 1480 in Krakau, † 1541 in Mogiła bei Krakau, poln. Zisterzienser, Maler und Illuminator. S. hat die Meßbücher für die Bischöfe P. Tomicki und E. Ciołek, Gebetbücher u. a. für den König Sigismund I. und für die Königin Bona Sforza, und andere ill. Hss. verfertigt. Für den Großkronkanzler K. Szydłowiecki illuminierte S. den «Liber geneseos illustris familiae Schidloviciae». Seine Kunst, die an der Wende der Gotik zur Renaissance stand, entwickelte sich unter dem Einfluß der österr. Buchmalerei. K. Migoń Bibliography Przybyszewski, B. in: Polski słownik biograficzny (Poln. b…

Samt-Bastardleder

(4 words)

Siehe Bastardleder

Samteinbände

(96 words)

Author(s): D.-E. Petersen
sind Bucheinbde., deren Deckel mit Samt überzogen sind. Sie waren schon im MA beliebt, bes. wenn der Samt als Unterlage für goldene oder sil-berne Beschläge diente, und kommen in dieser Form bis in das 19. Jh. hinein immer wieder vor. Die Blütezeit des S.s ist das 16. Jh., wo in Italien die schönsten Stücke geschaffen wurden. Roter und schwarzer Samt (auch gemustert z. B. im Granatapfelmuster) wurden bevorzugt. S. in Verbindung mit Stickereien (Stickereieinbände) wurden vor allem in England gepflegt. Samteinband für Herzog Galeazzo-Maria Sforza. D.-E. Petersen Bibliography Helwig, …

Sämtliche Werke

(19 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für die Gesamtausg. der Werke eines Autors, wobei deren Vollständigkeit nicht gewährleistet ist. W. Grebe

Samtpapier

(82 words)

Author(s): G. Brinkhus
auch Velourpapier gen., wird als Bezugsstoff für Papp- oder Papiereinbde. verwendet, wenn eine bessere Qualität vorgetäuscht werden soll. Dazu wird die mit Klebstoff (urspr. wurde Mastix oder Firnis verwendet) versehene Oberfläche des Trägerpapiers mit feinen Fasern aus Wolle, Baumwolle oder Tierhaaren beflockt, die auf dem Klebstoff haften bleiben und den Eindruck eines Samteinbandes erwecken. G. Brinkhus Bibliography Haemmerle, A.: Buntpapier. München 1961, S. 31 Grüne-baum, G.: Buntpapier. Köln 1982 Walenski, W.: Wb. Druck + Papier. Frankfurt a. M. 1994, S. 39.

Samuhel Presbyter

(283 words)

Author(s): W. Milde
nennt sich in der Subskription der Schreiber des Samuhel-Evangeliars im Schatz der Stiftskirche zu Quedlinburg (s. Abb. in Bd. VI, S. 146). Entstanden im zweiten Viertel des 9. Jh.s in Süddeutsch-land (Augsburg?), geschrieben mit Goldtinte in Unziale und karolingischer Minuskel, geschmückt mit 16 Kanontafeln, vier Evangelistenbildern und Initialen. Das Evangeliar gelangte wahrscheinlich als Schenkung über das sächsische Herrscherhaus an das von Kaiser Otto I. und seiner Mutter Mathilde 936 gegr.…

Samurai Press

(164 words)

Author(s): J. L. Flood
engl. Privatpresse, 1907 von Frederick Maurice Browne (* 1881) u. a. in Norwich gegr., zunächst mit dem Ziel, die von Herbert George Wells in «A Modern Utopia» (1905) propagierten Ideale zu fördern. Schon im gleichen Jahr ging der Verlag in die Hand von Arthur Knowles Sabin in Cranleigh, Surrey, über, der bis 1909 eine Reihe von bescheidenen Lyrikbdn. in Aufl. bis zu 500 Ex. herausbrachte (insgesamt 31 Drucke in der British Library). 1911–1931 betrieb Sabin die Temple Sheen Press in East Sheen (elf Drucke in der British Library). J. L. Flood Bibliography Tomkinson, G. S.: A Select Bibl…

Samurin

(4 words)

Siehe Schamurin

San Antonio

(275 words)

Author(s): G. Gabel
Texas. Bibliotheken. UB. a. University of Texas at San Antonio. Die 1969 gegr. Univ. ist Teil des staatlichen Multi-Campus-Systems der University of Texas. Die Bibl. verwahrt eine Lit.slg. von ca. 500 Tsd. Bänden. b. Trinity University. Die private Univ. wurde 1869 in Tehuacana gegr. und 1942 nach S. verlegt. Die Lit.slg. der Bibl. umfaßt ca. 960 Tsd. Bde. und 1,1, Mio. Mikroformen. c. St. Mary’s University. Die von der katholischen Kirche unterhaltene Hochschule wurde 1852 als St. Mary’s Institute gegr. und 1923 zur Univ. erhoben. Lit.bestand der Bibl. (1998) ca. 330 Tsd. Bände. Schmit…

San Cesario

(87 words)

Author(s): A. Nuovo
Der bei Modena gelegene Ort gehörte im ausgehenden MA den Grafen Boschetti. Hier druckte 1499 der Wanderdrucker Ugo Ruggeri eine Ausg. des Pseudo-Bernardus «De meditatione passionis Christi per septem diei horas» in ital. Sprache (GW 4022). Als Veranlasser der kleinen Schrift (8 Bl. in 8°) nennt sich im Impressum Graf Albertino Boschetto. A. Nuovo Bibliography Sola, E.: Le edizioni modenesi del secolo XV ordinate cronologicamente. In: Atti e memorie delle R. deputazioni di storia patria per le provincie dell’Emilia. Neue Serie 5. 1880, S. 232

Sancha, Antonio de

(94 words)

Author(s): K. Wagner
* 11. 7. 1720 in Torija, Provinz Guadalajara, † 30. 11. 1790 in Cádiz, Verleger und Drukker. S. gab vornehmlich Klassiker der span. Lit., sowie bedeutende Geschichtswerke heraus, die sich durch ihre anspruchsvolle Ausstattung auszeichnen. Als hervorra-gender Buchbinder arbeitete er für die Academia de la Lengua, Academia de la Historia und die Biblioteca Real, heute NB. K. Wagner Bibliography Cotarelo y Mori, E.: Un gran editor del siglo XVIII: Biografía de D. A. de Sancha. Madrid 1924 (ND Madrid 1990) Rodri-guez-Moñino, A.: La imprenta de Don A. de Sancha. Madrid 1971

Sancroft

(5 words)

Siehe Tanner, Thomas

Sanct Bride Printing Library

(10 words)

Siehe Saint Bride Printing Library

Sanctis, Hieronymus de

(158 words)

Author(s): A. Nuovo
Ca. zehn Bücher, die dem Zeitraum 1487–1489 zugeordnet werden können, druckte S. in Venedig. Er begann 1487 mit «Fiore di virtù» (GW 9945). Im darauffolgenden Jahr folgten in Zusammenarbeit mit Johannes Lucilius Santritter aus Heilbronn vier weitere Bücher. Einige seiner Ausg., wie z. B. die «Summa astrologiae judicialis» des Johannes Eschuid (GW 9392) verraten den Einfluß des Verlegers Francesco Bolano, eines Edelmannes aus Venezien. S. ist wahrscheinlich selbst der Schöpfer der wertvollen Holz…

San Cucufate (San Cugat) del Vallés

(90 words)

Author(s): K. Wagner
Die Annahme, in dem bei Barcelona gelegenen Kloster habe eine Drukkerei bestanden, geht auf eine Fehlinterpretation der in Isaac Abbas «De religione» enthaltenen Schlußschrift «Finitus hic libellus apud sanctum Cucufatum vallis Aretanae.xxix. nouembris. Anni d. MCCCCLXXXIX» zurück. Nach Ausweis der Typen wurde das Werk vielmehr in dem gen. Jahr von Johannes Hurus (Hurus, Paulus) in Zaragoza gedruckt. K. Wagner Bibliography Baraut, C.: En torro al lugar donde fue impresa la traducción castellana del Isaac «De religione» de Bernardo Boil. In: Gut.-Jb. 1962, S. 171–178

Sandby, Paul

(259 words)

Author(s): G. Gabel
* 1725 in Nottingham, † 7.11.1809 in London, engl. Maler, Zeichner und Radierer. S. erhielt 1741 eine Anstellung am Military Drawing Department. 1746–1751 war er an der Kartierung Schottlands beteiligt, wo er zahlreiche Landschaftsstiche schuf. Danach ließ sich S. in Windsor nieder und veröff. mehrere Bde. mit Stichen von Schottland, Wales und London, zudem ill. er einige Bücher (u. a. Ramsay’s «Gentle Shep-hard». 1758; und Tassos «Jerusalem delivered». 1760). Angeregt durch Hogarth schuf S. meh…

Sandford, C.

(7 words)

Siehe Boar’s Head Press

Sandgren, August

(91 words)

Author(s): T. Nielsen
* 13. 1. 1893 in Hobro, † 13. 11. 1934 in Kopenhagen, dän. Buchbinder. Nach Wander-jahren und längerem Aufenthalt in Berlin übernahm S. eine anerkannte Kopenhagener Werkstatt. Sein Stil war einfach, der sparsame Dekor ist genau durchdacht und wirkungsvoll, wie z. B. die Fileten auf dem charakteristischen flachen Buchrücken. S. lieferte viele Einbde. für die Kgl. Bibl. und die StB Frederiksberg; er stellte große Ansprüche an die Qualität, auch wo es sich um Gebrauchseinbde. handelte. T. Nielsen Bibliography Bogbinderen A. S. Red. H. Park und C. Thomsen. København 1952

Sandgußverfahren

(370 words)

Author(s): C. Reske | S. Corsten
Beim S. wird geschmolzenes Metall in aus Formsand (feiner Sand mit Beimischungen von Ton/Lehm) modellierte Hohlformen gegossen. Die dem gewünschten Endprodukt entsprechenden Modelle werden vor dem Gießvorgang aus der Form genommen, mit Ausnahme der Wachsmodelle, da sich diese durch Hitze verflüssigen und durch den Gießkanal abfließen können (Wachsausschmelzverfahren). Die Sandform geht bei der Herausnahme des fertig gegossenen Formstücks verloren. C. Reske Daß die Lettern für den Buchdruck auch im S. hergestellt werden können, hat der engl. Buchforscher J…

San Diego

(187 words)

Author(s): G. Gabel
California. Bibliotheken. 1. UB. a. San Diego University, gegr. 1898 als College, 1921 zur Lehrerausbildungsstätte erweitert und 1971 zur Univ. erhoben. Lit.bestand der Bibl.: ca. 1,1 Mio. Bde. und 1,5 Mio. Mikroformen. b. University of San Diego. Die von der katholischen Kirche getragene Univ. wurde 1949 als College für Mäd-chen gegr. und 1972 zur Univ. erweitert. Die Bibl. verwahrt ca. 650 Tsd. Bände. c. United States International University. Die Bibl. der 1952 als California Western University gegr. und 1966 umbenannten Univ. bietet den Studierenden ein…

Sändig

(285 words)

Author(s): K. Gutzmer
Verlage und Antiquariate in Wiesbaden und Vaduz, hervorgegangen aus dem 1923 in Leipzig von Emil S. (1875–1940) gegr. Deutschen Verlag, der technische und populär-historische Bücher herausbrachte. Ab 1937 firmierte der Verlag als «Dr. S. Verlagsges.». Dieser Verlag wurde 1949 von Johannes S. (1901–1991) in Wiesbaden als KG neu gegr. und setzte ab ca. 1970 als Martin S. oHG seine Tätigkeit fort. Hier ersch. u. a. das Handb. der Papier- und Pappenfabrikation, hrsg. von J. Sändig (2. Aufl. 2 Bde., …

Sándor, István

(43 words)

Author(s): G. Borsa
* 11. 8. 1750 in Luka, Ungarn, † 29. 3. 1815 in Wien, ungar. Schriftsteller und Biblio- graph. S. ist Verfasser der ältesten ungar. Bibliographie «Magyar könyvesház» (Györ 1803), ein chronologisches Verz. der ungar. Lit. der Jahre 1533–1800 G. Borsa

Sandpapier-Aquatinta (auch Sandkorn-Aquatinta)

(84 words)

Author(s): B. Schulz
Der Ausdruck Aquatinta ist nicht zutreffend, weil bei der S. schwarze Punkte statt weißer das Druckbild beleben. Bei der S. wird Sandpapier auf die grundierte Platte gedrückt, diese Verletzungen werden anschließend geätzt. Bei Radierungen von Käthe Kollwitz z. B. ist solche S. zu finden. B. Schulz Bibliography Koschatzky, W.: Die Kunst der Graphik. 2. Aufl. Salzburg 1972, S. 127, 196 Gerhardt, C. W.: Gesch. der Druckverfahren. T. 3. Stuttgart 1978 Krejca, A.: Die Techniken der graphischen Kunst. 3. Aufl. Hanau 1983

Sandrart

(236 words)

Author(s): J. R. Paas
Künstler- und Verlegerfamilie in Nürnberg. 1. Jacob v. S. (* 31. 5. 1630 in Frankfurt a. M., † 19. 8. 1708 in Nürnberg), Neffe des berühmten Malers, Zeichners, Radierers und Kunstschriftstellers Joachim v. S. (* 12. 5. 1606 in Frankfurt, † 14. 10. 1688 in Nürnberg), ließ sich 1656 in Nürnberg nieder, wo er bald der wichtigste graphische Künstler der Stadt wurde. Er führte auch seinen eigenen Kunst- und Buchverlag. Seine Blätter, die oft mit Versen von bekannten Nürnberger Poeten wie Sigmund v. Birken versehen wurden, sind von überdurchschnittlicher Qualität. 2. Sein ältester Sohn, Jo…

Sandschnitt

(118 words)

Author(s): E.-P. Biesalski
im Buchbinderhandwerk heute nur noch selten verwendete Technik zur Schnittverzierung. Dabei wird die Schnittfläche des eingespannten Buchblocks teilweise mit Sand bedeckt und anschließend Farbe aufgesprengt (Sprengschnitt). Die mit dem Sand bedeckten Partien bleiben entsprechend farbfrei. Durch mehrmaliges Wiederholen mit verschiedenen Farben lassen sich beachtliche Effekte erzielen. Werden andere Mate-rialien, wie z. B. Kreide oder Körner zum Abdecken der Schnittfläche verwendet, so spricht man entsprechend von Kreideschnitt bzw. vom Körnerschnitt. Joachim von …

Sandwich Printing

(53 words)

Author(s): P. Neumann
ist eine Drucktechnik, bei der die Druckform über ein Transfer-Material, meist ein Kunststoffträger, auf den Bedruckstoff übertragen wird, indem es sich mit ihm thermisch verbindet. Angewendet wird das Verfahren z. B. beim Bedrucken von T-Shirts oder bei Heiß-Prägungen. P. Neumann Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 504

San Francisco

(531 words)

Author(s): G. Gabel
California. 1. Buchdruck Druckpressen sind in S. ab 1842 nachzuweisen. 1847 ersch. als erste Wochenztg. der Stadt, die bis 1847 Yerba Buena hieß, der «California Star». Weitere frühe Ztg. waren «Alta California» (1849), «Pacific News» (1849), «Western American» (1852). Die Stadt entwickelte sich stürmisch nach Entdeckung der Goldfelder 1848. Für das späte 19. und frühe 20. Jh. sind als bedeutende Druckereien die Firmen Taylor & Taylor, Paul Elder und John Henry Nash zu nennen. 1912 wurde in S. der …

San Germano

(121 words)

Author(s): A. Nuovo
Ort bei Vercelli (Piemont). Hier begann Jacobino Suigo, ein Wanderhandwerker, seine Tätigkeit und veröff. am 21. 10. 1484 ein «Breviarium Cisterciense» (8∞, GW 5201). Im Kolophon teilt Jacobinus mit, aus Mailand zu stammen. Doch zeigt das von ihm verwendete Druckmaterial Ähnlichkeit mit dem des Vene- zianers Francesco Girardengo, dem er sich später in Turin auch anschloß. Nach seinem Aufenthalt in S. nannte sich Suigo Sangermanus. Damit wollte er vermutlich auf seine Zugehörigkeit zu dieser Stad…
▲   Back to top   ▲