Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Satchel

(4 words)

Siehe Buchtasche

Satinage

(5 words)

Glätte Satiniertes Papier

Satiniertes Papier

(128 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, dem durch Behandlung in besonderen, aus Walzen bestehenden Glättmaschinen (Kalander und in Übernahme des engl. Begriffes auch Superkalander) beidseitig höherer Glanz und Glätte gegeben wurde als im Glättwerk der Papiermaschine (engl. calander) erreicht werden kann, u. a. um einen feineren Bilddruck zu ermöglichen. S. im engeren Sinne ist nicht gestrichen (Gestrichenes Papier), doch wird der Begriff auch für letzteres gebraucht, wenn es im Kalander behandelt wurden. Grad und Art der S…

Sattler, Joseph

(190 words)

Author(s): H. Wendland
* 26. 7. 1867 in Schrobenhausen, † 12. 5. 1931 in München, dt. Zeichner, Radierer und Illustrator. S. studierte 1886–1891 in München, war 1891 Lehrer an der Kunstgewerbeschule Straßburg, 1895–1904 in Berlin, 1904–1918 in Straßburg, danach in München ansässig. Dort war er Mitarbeiter der Zss. «PAN» und «Simplicissimus». S. gehörte zu den Künstlern um 1890–1900, die aus der Stil-Unentschiedenheit jener Zeit ausbrechen wollten, um neue Formen der Ill. zu suchen. Dem Jugendstil in der Buchkunst hat …

Satz

(204 words)

Author(s): P. Neumann
entsteht durch das Aneinanderreihen von Buchstaben, Schriftzeichen, Drucktypen, Ziffern oder Gießmatrizen zur unmittelbaren Herstellung einer Text-Druck-form oder Text-Kopiervorlage. Als Herstellungsverfahren diente zwischen dem 15. und 20. Jh. der Bleisatz, dessen als Hand-oderMaschinensatz gefertigtes Endprodukt aus Drucktypen (Lettern) oder Gußzeilen bestand. Er wurde durch den Fotosatz, zeitweilig auch Lichtsatz gen., ersetzt, während die älteren Verfahren nur noch von Handpressen und einige…

Satzanordnung

(87 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung für die Anordnung der Zeilen auf einer Druckseite. Im Normalfall werden sie als Blocksatz auf gleiche Breite ausgeschlossen (Ausschließen). Beim links- oder rechtsbündigen Flattersatz dürfen die Zeilen innerhalb einer Zone an einer der beiden Kanten frei auslaufen. Ist diese Zone sehr eng gehalten, handelt es sich um Rauhsatz. Zeilen kleinerer Textgruppen oder Überschriften können auf Mittelachse symmetrisch oder frei und asymmetrisch ausgerichtet werden. P. Neumann Bibliography Renner, P.: Die Kunst der Typographie. 3. Aufl. Berlin 1948, S. 166–168 Luidl, P.: T…

Satzanweisung

(52 words)

Author(s): P. Neumann
Als Arbeitsgrundlage für die Satzherstellung erfaßt ein Formular die satztechnischen Angaben je nach Technologie und Auftragsart. Bestimmt werden Schriftwahl und Schriftgröße, Durchschuß oder Filmvorschub, Satzbreite, Einzug und Auszeichnungen usw., auch die Vorschriften für den Umbruch und die Korrekturgänge. P. Neumann Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 505

Satzbenummerung

(4 words)

Siehe Titelnummerungstechnik

Satzbild

(4 words)

Siehe Satzanordnung

Satzbogen

(73 words)

Author(s): P. Neumann
Diese Maßeinheit entsteht durch die Auftei-lung des Gesamtumfangs eines Werkes nach Druckformen. Bei mittlerem Seitenformat wird ein S. 32 Seiten, bei größerem jedoch nur 16 oder 8 Seiten aufweisen. Für eine rationelle Fertigung ist vorteilhaft, wenn die Zahl der Seiten insgesamt sich dieser Gliederung einfügt, doch können am Schluß eines Werkes auch halbe oder Viertelbogen gebildet werden. P. Neumann Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 505 bis 506

Satzbreite

(24 words)

Author(s): P. Neumann
Die Breite einer Zeile wird heute meist nach dem metrischen System bestimmt, doch sind auch traditionelle Typographische Maße noch gebräuchlich. P. Neumann

Satzbrett

(38 words)

Author(s): P. Neumann
Im Bleisatz diente das einheitlich bemessene Holzbrett, auch Formbrett genannt, zur Ablage und zum Transport der fertiggestellten Kolumnen. Dank seitlicher Fußleisten konnten die S.er übereinander gestapelt oder in mit Schienen versehene Regale eingeschoben werden. P. Neumann

Satzdifferenz

(4 words)

Siehe Satzidentität

Satzeinrichtung

(20 words)

Author(s): P. Neumann
allg. Ausdruck für die vom Auftraggeber oder Gestalter gewünschten typographischen Gestaltungsgrundsätze und satztechnischen Details einer Satzarbeit. P. Neumann

Satzerschwernisse

(80 words)

Author(s): P. Neumann
bilden alle vom einfachen Text abweichenden Besonderheiten, die im Werksatz bei dessen Erfassung und Verarbeitung die Mengenleistung vermindern, weil erhöhte Aufmerksamkeit und zusätzliche Manipulationen erforderlich sind. Das können handgeschriebene oder unübersichtliche Mss., häufige Schriftmischungen oder spezielle Sonderzeichen, eine Vielzahl von Namen und Ziffern oder fremde Sprachen sein. Der größere Zeitaufwand beeinflußt die Preiskalkulation; im Bleisatz wurden früher den im Akkordlohn arbeitenden Setzern bes. lohntarifliche Zuschläge gewährt. P. Neuma…

Satzfehler

(18 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ist der in Wahrheit zutreffende, aber unübliche Begriff für Fehler im Textdruck. Druckfehler C. W. Gerhardt

Satzform

(25 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung für eine Druckform, die ausschließlich Schrift und keinerlei Bildelemente aufweist. P. Neumann Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 506

Satzidentität

(123 words)

Author(s): S. Corsten
ist bei älteren Veröff., bes. solchen des 18.Jh.s, festzustellen, wenn dieselbe Druckform für Einzelausg. und Gesamtausg. eines Autors verwendet worden ist (Sammelausg.). Es kommt auch vor, daß derselbe Satz für unterschiedliche Formate benutzt wurde. In einem solchen Fall mußten die Formen umgeordnet und neu «ausgeschlossen» werden. So existieren die beiden ersten Bde. von Klopstocks Werken, die 1798 bei Göschen herauskamen, mit identischem Satz in Quart und Oktav. Zuweilen beschränkten sich di…

Satzinterne Varianz

(94 words)

Author(s): S. Corsten
ist die Folge von beabsichtigten und ungewollten Änderungen am Satz während des Druckvorgangs. Weil das an den in der Druckpresse befindlichen Formen geschah, spricht man auch von Preß-korrekturen. Dadurch entsteht jedoch zu Unrecht der Eindruck, als handele es sich bei den Varianten stets um Verbesserungen oder Berichtigungen. Die S., die in Drucken des 15.–19. Jh.s vorkommt, stellt die Textkritik deswegen vor bes. Probleme. Sie kann mit Hilfe des Hinman-Collators zuverlässig festgestellt werden. S. Corsten Bibliography Boghardt, M.: Analytische Druckforschung. Ein met…

Satzkosten

(32 words)

Author(s): P. Neumann
können nach der durchschnittlichen Mengenleistung pro Tausend Buchstaben oder nach dem erforderlichen Zeitaufwand vorausgeschätzt, ermittelt und berechnet werden. Von Einfluß sind dabei Besonderheiten und Satzerschwernisse. Kalkulation der Herstellungskosten P. Neumann
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