Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Bhagavadgita

(5 words)

Siehe Indische Bucharten

Bianchi, Jakob

(5 words)

Siehe Lesegesellschaften

Bibel

(755 words)

Author(s): G. Franz
die «Heilige Schrift» und Quelle der Offenbarung der Juden (Altes Testament) und Christen. Bezeichnung von griech. τά βιβλία, die Bücher, urspr. Papyrusrollen (von Byblos), kirchenlat. singularisch Biblia. Die B. wird wegen ihrer Bedeutung und Verbreitung als «Buch der Bücher» bezeichnet. Das Alte Testament (Bezeichung der Christen seit dem 2. Jh.) ist ein Teil der reichen israelitisch-jüdischen Lit. des 1. Jahrtausends v. Chr. (einzelnes älter, davor weit zurückreichende mündliche Tradition). Das jüngste Buch der hebräischen Bibel is…

Bibeldruck

(3,509 words)

Author(s): H. Reinitzer
Der B. wird in seiner Geschichte bestimmt durch die Bedeutung der Heiligen Schrift für die Kirche, die sich auf sie berufende und durch sie definierende Glaubensgemeinschaft, das Leserinteresse, auch durch die unterschiedlichen Sprachen der jeweiligen Bibelübersetzungen. Wie allgemein im Verhältnis von Hs. und Druck beobachtet, wird auch hier zunächst abgedruckt, was in der hs.liehen Tradition «Erfolg» hatte, Förderung durch die lat. Kirche erfuhr, im gottesdienstlichen, praktisch- und wissenschaftlich-theologischen Gebrauch stand und seinen «Sitz im Leben» hatte. Latei…

Bibeldruckpapier

(4 words)

Siehe Dünndruckpapier

Bibelgesellschaft

(210 words)

Author(s): H. Reinitzer
Sie dient seit dem Ende des 17. Jh.s der Ausgabe und Verbreitung der Bibeln, die in der Zeit davor von Druckern und Verlegern vertrieben wurden. 1698 wurde in England die «Gesellschaft für Verbreitung christlicher Kenntnisse» gegründet. 1701 ging daraus die «Gesellschaft für Verbreitung des Evangeliums im Ausland» hervor. 1711 wurde in Deutschland die von Can-steinsche Bibelanstalt zu Halle gestiftet, die, alleinstehend, bis 1800 fast 3 Mio. Bibeln herstellte. 1804 wurde die «Britische und Auslä…

Bibelhandschriften

(1,292 words)

Author(s): F. Heinzer
die hs. Überlieferung des Bibeltextes vor der Erfindung des Buchdrucks, bes. des Urtextes (hebräisches AT, griech. NT), aber auch der Übersetzungen. I. Urtext 1. Hebräische Hss. (AT): Die Anzahl der hebräischen B. ist überaus groß. Die Mehrzahl davon sind aber relativ jung, u. a. wegen des jüdischen Usus, nicht mehr gebrauchte Hss. in der zu jeder Synagoge gehörigen Geniza zu deponieren, um sie später zum Schutz vor Profanierung zeremoniell zu vergraben. Die ältesten vollständig erhaltenen Hss. reichen deshalb nicht w…

Bibelillustration

(4,160 words)

Author(s): H. Wendland
1. Mittelalter Mehr noch als bei den illuminierten Bibelhss. sollten die Bilder in den frühen gedruckten Bibeln durch die nun mögliche weitere Verbreitung die des Lesens Unkundigen an den Heilswahrheiten der Heiligen Schrift teilnehmen lassen. Schon die 111. und Buchmalereien in den Bibelhss., in den handschriftlichen Bibelteilen und Historienbibeln hatten diese Aufgabe. Und in diesem Sinne begründet auch der anonyme Hrsg, der Kölner Bibeln von 1478/ 1479 die Beigabe von Bildern in seiner Vorrede.…

Bibellexika

(83 words)

Author(s): H. Reinitzer
Sind Nachschlagewerke, in denen in alphabetischer Anordnung der gesamte Wortbestand der Bibel entweder nach sprachlich-grammatisch-semantischen oder nach sachlichen, die Realien betreffenden Kriterien erschlossen und erklärt werden (z. B. W. Bauers Griech.-dt. Wörterb. zu den Schriften des NT. 5. Aufl. Berlin 1958 u.ö.; Biblisch-historisches Wörterbuch, hrsg. von B. Reicke und L. Rost. 3 Bde. Göttingen 1962 bis 1966). Daneben gibt es noch allgemeinverständliche Lexika (z. B. Calwer Bibellexikon. 5. Bearb. v. K. Gutbrod, R. Küchlich u. T. Schlatter. Stuttgart 1985). H. Rein…

Bibel mit 36 Zeilen (B36)

(302 words)

Author(s): G. Franz
Die B36 ist hochst wahrscheinlich in Bamberg um 1458/1459, jedenfalls nicht nach 1461, gedruckt worden und nicht in Mainz (vielleicht mit Ausnahme von Blatt 1–12). Früher gait sie als alter als die 42zeilige Bibel, bis K. Dziatzko bewies, daß sie ein Nachdruck der B42 ist (ein Blatt der Vorlage wurde überschlagen). Von einem besonders sorglosen Text kann man nicht reden (H. Schneider); früher sagte man, daß die B 36 wegen schlechterer Qualität nicht von Gutenberg stammen könne. Bei der B36 gibt …

Bibel mit 42 Zeilen (Gutenbergbibel/B42)

(1,160 words)

Author(s): G. Franz
Die B42 ist um 1452–1454 in Mainz gedruckt. Vielleicht wurde sie schon 1450 begonnen und 1453 fertig (S. Corsten). Die B. wurde im Oktober 1454 zum Kauf angeboten (E. Meuthen). Ein Rubrikatorenvermerk vom August 1456 gait bisher als terminus. Das erste große Werk nach Erfindung des Buchdrucks ist nach Gestalt der Typen und Geschlossenheit des Satzspiegels (harmonisches Schriftbild) ein kaum je übertroffenes Meisterwerk, wobei die Möglichkeiten der Typographic nicht ausgeschöpft wurden. Obwohl Gu…

Bibelpapier

(4 words)

Siehe Dünndruckpapier

Bible moralisée

(658 words)

Author(s): R. Haussherr
wird seit dem frühen 15. Jh. ein Text genannt, der um 1220–1230 in Paris als Erläuterung sehr prächtiger Bilderbücher zusammengestellt wurde. In den Ex. aus dem 13. Jh. wurden jeweils auf einer Bildseite acht Medaillons mit 111. in zwei Kolumnen angeordnet und jede durch eine Textkolumne erläutert. 111. zu einzelnen Bibelstellen oder Paraphrasen des Bibeltextes werden allegorisch, moralisch und anagogisch kommentiert und dieser Kommentar ebenfalls ill.; Text- und Kommentarill. wechseln sich rege…

Bible Society

(121 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
engl. Gesellschaft zur Förderung der Bi-G. beliibers. und des Bibeldrucks. Die B.S. wurde 1804 in London als British and Foreign Bible Society gegr. Sie war überkonfessionell. Bisher (1985) hat sie über 1500 Übersetzungen gefordert. Die ersten Bibeldrucke wurden 1806 an der Cambridge University Press mit dem neuen Stereotypverfahren des Earl Stanhope gedruckt und unter Selbstkostenpreis verkauft. Die Scripture Library in der Londoner City gilt als eines der wichtigsten Zentren der Bibelforschung…

Biblia bohemica

(8 words)

Kuttenberger Bibel Tisnov, Martin von

Biblia Brzeska

(5 words)

Siehe Radziwill-Bibel

Biblia pauperum

(516 words)

Author(s): H. Wwdland
Typologisches Bilderbuch aus dem MA, in dem die wichtigsten Szenen aus dem Leben Jesu Motiven aus dem AT gegenübergestellt sind, einem aus der Zeit vor der Gesetzgebung Moses, einem aus der Zeit danach. Diese werden als Vorereignisse für das Leben Jesu gedeutet Speculum humanae salvationis, Concordantia caritatis). Der typologische Gedanke geht schon auf Augustinus zurück. Die Scholastik lehrte später, daß der Typos, die Heilsverheißung, schon im AT vorgegeben und die Heilserfüllung im NT erfolg…

Biblia picta

(5 words)

Siehe Bibelillustration

Biblia polyglotta

(5 words)

Siehe Polyglottenbibel

BIBLID

(160 words)

Author(s): G. Pflug
intern. Numerierungssystem für bibliographisch unselbständiges Schrifttum (Aufsätze in Zss. und Sammelwerken), das vor allem im Hinblick auf die Speicherung von bibliographischen Daten in elektronischen Datenbanken jedem Titel eine eindeutige Nummer zuordnet, die aus der Nummer der bibliographischen Einheit (ISBN oder ISSN) und dem Erscheinungsjahr sowie den Seitenzahlen besteht, dem noch weitere Angaben — z. B. Heftnummer und Angabe von Sonderheften — zugefügt werden können, soweit diese Angabe…
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