Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Shahn, Ben

(178 words)

Author(s): G. Gabel
* 12. 9. 1898 in Kaunas, Litauen, † 14. 3. 1969 in New York, amer. Graphiker und Maler. S. kam 1906 in die USA, besuchte Kunstschulen in New York und Paris und arbeitete in Frankreich, Italien und Spanien. Ab 1929 war S. als Maler in New York tätig. Er schuf mehrere Wandgemälde, u. a. zus. mit Diego Rivera. Seine Gemälde und Zeichnungen sind in den bedeutendsten öffentlichen Slg. Amerikas vertreten. S. war auch als Illustrator für Bücher und Zss. tätig, z. B. für einige Schriften von Sholem Alei…

Shakespeareana

(1,243 words)

Author(s): M. Munkelt
1. Frühdrucke im 16./ 17. Jh. Shakespeares Werke sind der Nachwelt nicht handschriftlich überliefert, dafür dienen die Frühdrucke des 16. und 17. Jh.s als Forschungsgrundlage und Grundtexte (copy-texts) für wiss. Textausgaben. Man unterscheidet Quartoausgaben (Q), d. h. zu Shakespeares Lebzeiten z. T. mehrmals veröff. Ausg. von Einzelwerken, und vier Folioausg., d. h. Sammelausgaben, die in den Jahren 1623 (F1), 1632 (F2), 1663–1664 (F3) und 1685 (F4) nach Shakespeares Tod (1616) publiziert wurden. In…

Shakespeare and Company

(254 words)

Author(s): K. Gutzmer
Buchhandlung in Paris, gegr. am 19. 11. 1919 von der Amerikanerin Sylvia Beach (1887–1962), angeregt durch ihre Freundin Adrienne Monnier, zuerst als Leihbücherei, in der sich Kunden wie André Gide, Thomas Stern Eliot, André Maurois, Esra Pound u. a. einfanden, die der engagierten jungen Frau dazu verhalfen, daß ihr Laden rasch ein Treffpunkt fortschrittlicher Literaten wurde. Als James Joyce 1920 nach Paris kam, begeisterte er Beach so sehr, daß sie 1922 die erste engl. Ausg. des «Ulysses» und …

Shakespeare Folios

(5 words)

Siehe Shakespeareana

Shakespeare Head Press

(179 words)

Author(s): G. Gabel
gegr. 1904 von Arthur Henry Bullen mit dem Ziel, die Werke Shakespeares in qualitätvollen Ausg. herauszubringen. Mit seinem Partner Frank Sidgwick (bis 1907) und vier Typographen begann Bullen im Juni 1904 mit dem Satz, den er nach zweieinhalb Jahren fertigstellen konnte. Die zehnbändige Shakespeare-Ausg. war allerdings kein Verkaufserfolg. Anschließend brachte Bullen die Werke von W. B. Yeats und Aphra Behn heraus sowie einige kleinere Publikationen. Nach Bullens Tod 1920 erwarb Basil a Blackwell den Verlag. S. brachte eine große Zahl von Titeln heraus, die meisten qu…

Shanghai

(464 words)

Author(s): H. Walravens
größte Stadt Chinas, Einwohner im Stadtgebiet ca. 7 Mio., Wirtschafts- und Handelszentrum, im 13. Jh. gegründet. S. besitzt ca. 200 Hoch- und Fachschulen, Forschungsinstitute; bes. Schwerpunkte dabei sind: Baumaterialien, Textiltechnologie, Öffentliche Sicherheit, Metallurgie, Chemische Industrie, Landwirtschaft, Recht, Politik, Elektrizität, Eisenbahntechnologie, Leichtindustrie, Seewesen, Petrochemie sowie Druckund Verlagswesen. Außerdem Akademieinstitute für Physik, Pflanzenphysiologie, Organ…

Shannon, Charles Haslewood

(184 words)

Author(s): G. Gabel
* 26. 4. 1863 in Quarrington, Lincolnshire, † 18. 3. 1937 in Kew, Surrey, engl. Maler und Lithograph. S. studierte an der Londoner Kunstschule, wo er Charles Ricketts traf, mit dem er fortan zusammenarbeitete. Seine künstlerischen Vorbilder waren die alten Meister, und er schuf zumeist Werke mit religiösen und klassischen Motiven. Seine Holzschnitte, die er als Buchill. schuf, weisen deutliche Anlehnungen an die ital. Kunst der Renaissance auf. S. war an der Gestaltung von Publikationen aus der …

Shared Cataloging

(414 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Mit diesem Begriff werden zwei Entwicklungen bezeichnet, die von den USA ausgegangen sind und die Verfahren der Katalogisierung in Bibl.en wesentlich beeinflußt haben. Im Deutschen hat sich der Begriff «Kooperative Katalogisierung» dafür durchgesetzt. S. bezeichnet 1. ein Programm der Library of Congress (LoC), 2. Online Shared Cataloging in Verbundsystemen. Zu 1.: Das S. Program der LoC ist Teil des National Program for Acquisition and Cataloging (NPAC), das im Higher Education Act von 1965 eingerichtet wurde. Danach soll die …

SHARP

(12 words)

Siehe Society for the History of Autorship, Reading and Publishing

Shaw, Charles Bunsen

(119 words)

Author(s): G. Gabel
* 5.6.1894 in Toledo, Ohio, † 28. 1. 1962 in Bryn Mawr, Pennsylvania, amer. Bibliothekar. S. studierte Bibl.wissenschaft an der Bibl.schule von New York und war 1920–1927 Leiter der Bibl. des Women’s College an der University of North Carolina in Greensboro. 1927 ging S. als Bibl.direktor an das Swarthmore College. Seit 1930 war S. nebenamtlich auch als Dozent für Bibl.wissenschaft tätig, anfangs an der Columbia University, später an der University of Michigan und am Drexel Institute. 1931 brach…

Shaw, George Bernard

(281 words)

Author(s): G. Pflug
26. 7. 1856 in Dublin, † 2. 11. 1950 in Ayot St. Lawrence, Herfortshire, irischer Dramatiker. S. befaßte sich in den letzten Jahren seines Lebens mit einer Reform der engl. Orthographie, für die er von dem Typographen Kinsley Read 48 neue Schriftzeichen entwerfen ließ, 40 für die einfachen Laute und acht für solche Lautgruppen, die im Engl. häufig vorkommen, z. B. «are» oder «or». Diese Schrift lehnt sich an die von John Robert Gregg (1864–1948) entwickelte Kurzschrift an, doch enthält sie auch Zeichen aus alten Schriften wie dem Griech. oder dem Phönizischen. Diese Schriftzeichen werd…

Shaw, Ralph Robert

(149 words)

Author(s): G. Gabel
* 18. 5. 1907 in Detroit, † 14. 10. 1972 in Honolulu, Hawaii, amer. Bibliothekar. Nach dem Studium der Bibl.wissenschaft in New York nahm S. eine Anstellung an der Bibl. der Engineering Society in New York an. 1940 wurde er zum Leiter der Bibl. des amer. Landwirtschaftsministeriums ernannt, wo er bis 1954 amtierte. 1950 gründete er in seinem Privathaus die Scarecrow Press, mit der er kleine Aufl. preisgünstig publizierte. 1956 / 1957 amtierte S. als Präsident der amer. Bibl.vereinigung ALA. Dana…

Sheffield

(202 words)

Author(s): G. Gabel
Bibliotheken. a. UB. 1897 wurden drei Vorgängereinrichtungen zum University College zusammengefaßt und 1905 durch kgl. Charter zur Univ. erhoben. In den ersten Jahren standen vornehmlich die technischen Fächer im Vordergrund, seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Fächerspektrum erheblich erweitert worden. Die UB mit ihren sechs Zweigstellen (Medizin, Technik und Naturwissenschaften, Recht und Wirtschaft, Geowissenschaft, Chemie, Musik) verwahrte 1997 einen Lit.bestand von ca. 1,2 Mio. Bänden. b. Bibl. der S. Hallam University. Die heutige Univ. wurde 196…

Shelbourne

(5 words)

Siehe Petty, William

Sheldonian Theatre

(117 words)

Author(s): G. Gabel
Theatergebäude im Zentrum Oxfords, das Gilbert Sheldon (1598–1677) als Kanzler der Univ. Oxford und Erzbischof von Canterbury nach Plänen von Sir Christopher Wren aus eigenen Mitteln erbauen ließ. Das Gebäude, das auch einen Raum für den Betrieb einer Druckpresse aufwies, wurde 1669 eröffnet. Die Univ. hat im S. Diplome verliehen und Förderer geehrt. 1669–1713, als das Clarendon Building (Clarendon Press) fertiggestellt war, diente das S. auch der Oxford University Press als Domizil (Imprint: «O…

Shelley, George

(111 words)

Author(s): T. Frenz
(1666–1736 ?), engl. Schreibmeister, als solcher erstmals 1699 erwähnt, 1709 «Master to the Writing School at Christ’s Hospital» in London. S. publizierte nach Vorlagen John Seddons «The Penman’s Magazine» (London 1705). Als Hauptwerk gilt «Natural Writing in all the hands . . .» (2 Bde. London 1709 / 1714) mit über 60 (teils stark verzierten) Tafeln. Ferner verfaßte er u. a. «Penna volans, after the English, French & Dutch way . . .» (London 1710). T. Frenz Bibliography Heal, Sir A.: The English Writing-Masters and the Copy-Books, 1570–1800. Cambridge 1931 (ND Hildesheim 1…

Shepard, Ernest Howard

(119 words)

Author(s): H. Wendland
*10. 2. 1879, † 1976, engl. Buchillustrator und Pressezeichner. S. wurde intern. bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit Alan Alexander Milne, dessen Bücher er illustrierte. In Deutschland wurden seine Ill. durch die Übersetzungen der Bücher «Winnie the Pooh» (dt. «Pu, der Bär». 1926), «The House at Pooh Corner» (1928; dt. «Wiedersehen mit Pu». 1953), ab 1961: «Pu baut ein Haus» bekannt, die im Cecilie Dressler Verlag Berlin, später Hamburg, erschienen. Die Zusammenarbeit von S. und A. A. Milne wurde 1973 in einem Film nachgestaltet. Ernest Howard Shepard. Illustration zu:…

Shera, Jesse Hauk

(180 words)

Author(s): G. Gabel
* 8.12.1903 in Oxford, Ohio, † 8. 3. 1982 in Cleveland Hights, Ohio, amer. Bibliothekar. S. studierte an der Yale University und erhielt 1928 eine Anstellung bei der Scripps Foundation for Research in Population Problems. 1938 nahm er das Studium der Bibl.wissenschaft an der University Chicago auf, das er 1944 mit der Promotion abschloß. Im selben Jahr wurde S. als Professor an diese Ausbildungsstätte berufen, 1952 ging er als Dekan an die Bibl.schule der Western Reserve University, wo er bis 19…

Sherborne Missale

(156 words)

Author(s): B. Wilk-Mincu
Alnwick Castle, Duke of Northumberland (Dauerleihgabe British Library Loan MS 82). Die Hs. wurde zwischen 1396 und 1407 für die Abteikirche St. Mary in Sherborne, Dorset, von John Whas geschrieben. Sie ist ein typisches Beispiel der ost-anglischen Schule und berühmt wegen ihrer Überfülle an Miniatu-ren. Die Illuminationen stammen von fünf verschiedenen Künstlern, von denen John Siferwas (um 1380–1421) namentlich bekannt ist. Sherborne Missale. Illuminierte Seite mit dreistöckigem Tabernakel und Hauptinitiale mit Auferstehungsszene. London, British Librar…

Sheridan Company

(86 words)

Author(s): U. Hartwieg
amer. Firma, die unterschiedliche Maschinen für die Druckindustrie produzierte. U. a. baute die T. W. und C. B. Sheridan Company 1835 im heutigen Passaic (New Jersey) die erste Prägepresse für den Schmuck von Einbandstoffen. Im Jahr 1893 verfügte die S. über Patente und Vertrieb einer Maschine, die Buchrücken und -deckel als getrennte Einheit herstellte. Durch solche Entwicklungen wurde die Mechanisierung der Produktion von Bucheinbänden entscheidend vorangebracht. Die S. existierte bis 1964; heutiger Rechtsnachfolger ist Bruno Machinery Corporation in Troy (New York). U. Ha…

Shi

(4 words)

Siehe Zi

Shi huangdi

(153 words)

Author(s): H. Walravens
oder Qin Shi huangdi (ca. 259–ca. 210 v. Chr.), chinesischer Kaiser (ca. 221–ca. 210), Gründer der Dynastie Qin. Der Name bedeutet: 1. Kaiser von Qin (wovon sich der Name «China» ableiten dürfte). Er ei- nigte das in zahlreiche Territorien zersplitterte Reich und begründete den chinesischen Zentralstaat. Als erster nahm er den Titel «huangdi» an, der zur Bezeichnung des Kaisers generell wurde. Ihm wird eine umfassende Bücherverbrennung im Jahre 213 zur Last gelegt, die indes nach neueren Forschu…

Shipton, Clifford Kenyon

(58 words)

Author(s): G. Gabel
(1902–1973), amer. Bibliograph und Autor. S. war Mitarbeiter an der «American Bibliography» (14 Bde.) und Hrsg. der «Early American Imprint 1639–1800» auf Mikrofilm. Er publizierte zudem Studien zur Druckgesch. Neuenglands und ein mehrbändiges Verz. der Studierenden an der Harvard University. G. Gabel Bibliography Sibley’s heir. A volume in memory of C. K. S. Boston 1982

Shoemaker, Richard Heston

(102 words)

Author(s): G. Gabel
* 5. 4. 1907 in Cynway, Pennsylvania, † 3. 3. 1970 in New Brunswick, New Jersey, amer. Bibliothekar. S. erwarb 1939 sein Bibl.-Diplom an der Columbia University und 1941 sein Magister-Diplom an der Washington und Lee University. 1939–1947 war er Leiter der dortigen UB und 1947 bis 1959 Bibl.direktor an der Rutgers University. 1959–1970 wirkte S. als Professor an der Bibl.schule derselben Universität. S. ist Verf. (mit Ralph Shaw) der «American Bibliography 1801–1819»(22 Bde. 1958–1966) und von «American Imprints 1820–1830»(11 Bde. 1964 bis 1972). G. Gabel Bibliography Who was who …

Shoestring Press

(158 words)

Author(s): A. Rabeler
engl. Privatpresse, gegr. 1952 durch Ben Sands (* 1920 als Bernard Sovinsky), seit 1960 in Whitstable, Grafschaft Kent, beheimatet. Sands, dessen Familie um 1900 aus Polen eingewandert war, arbeitete zunächst als Werbegraphiker, bevor er sich auf die Buchill. mit Holz- und Linolschnitten spezialisierte. Die S. war ein reiner Einmannbetrieb mit denkbar simpler drucktechnischer Ausstattung, so daß die Kreation eines Buches oft mehrere Jahre in Anspruch nahm und nur wenige Ex. veröff. wurden. Sands…

Shores, Louis

(126 words)

Author(s): G. Gabel
* 14. 9. 1904 in Buffalo, New York, † 19. 6. 1981 in Tallahassee, Florida, amer. Bibliothekar. S. erhielt seine bibliothekarische Ausbildung an der Bibl.schule der Columbia University und promovierte 1934 in diesem Fach am George Peabody College, wo er dann bis 1946 als Direktor dieser Ausbildungsstätte fungierte. Anschließend nahm S. den Ruf an die Bibl.schule der Florida State University in Tallahassee an, wo er bis 1967 als Dekan lehrte. Zu seinen Spezialgebieten gehörte der Auskunftsdienst. …

Short runs

(36 words)

Author(s): G. Pflug
kurzfristig hergestellte komplette Aufl. durch Computerdruck-Verfahren im Rahmen des Printing on demand mit Hilfe von Laserdruckern oder Ink-Jet-Verfahren. G. Pflug Bibliography Schack, M.: Schöne, neue Datenwelt. In: Börsenbl. 167. 2000, Nr. 48, S. 7–8

Short Story

(176 words)

Author(s): G. Pflug
Ein im 19. Jh. in den USA aufkommender Begriff für eine Erzählform, die sich durch Kürze und Präzision vom Roman und selbst der Novelle absetzt. Sie erhielt ihre theoretische Begründung durch den Schriftsteller Edgar Allen Poe («The philosophy of composition». 1838) und den Literaturwissenschaftler Brander James Matthews («Philosophy of the short story». 1885). Ihre Verbreitung verdankt sie dem Interesse von Ztg.-und Magazinlesern an kurzen fiktiven Geschichten mit i. d. R. nicht mehr als 100 Zeilen. In den 1920er Jahren wurde diese Lit.form in Deutschland zuerst unter…

Short-Title-Catalogue (STC)

(176 words)

Author(s): H.-J. Genge
dt.: Kurztitelkat., ist eine bes. im engl.sprachigen Raum verbreitete Art von Bestandsverz., die sich im dt. Bibl.wesen mit wenigen Ausnahmen bei mit Computereinsatz erstellten Kat. nicht hat durchsetzen können. Die STC beschränken sich darauf, bei den Titelaufnahmen nur die wichtigsten bibliographischen Angaben in möglichst kurzer Form zu ma-chen. Dadurch kann der Benutzer in leicht überschaubarer Weise einen schnellen Überblick über die Bestände der Bibl. gewinnen. Bei der Titelaufnahme und be…

Siamesische Schrift

(164 words)

Author(s): C. Homann
Die S. ist eine Silbenschrift, bestehend aus 44 Konsonanten und mehr als 30 Vokalen beziehungsweise Vokalkombinationen, geschrieben von links nach rechts in fortlaufenden Zeichen ohne Interpunktion (d. h. keine Zwischenräume nach Wörtern, nur nach Sinneinheiten), in der Aussprache mehrtönig. Die Vokalzeichen stehen vor, hinter, über und unter den Konsonanten; über beiden stehen dann die Tonzeichen. Als ihr Schöpfer gilt König Ramkhanghaeng von Sukhotkai (Steininschrift 13. Jh.; Vorbild: Khmer-Sc…

Siberch (Lair von Siegburg), John (Johann)

(194 words)

Author(s): S. Corsten
* 1476 in Sieglar, † vor 28. 9. 1554 in Siegburg, dt. Buchhändler, Drucker und Buchbinder. Nach Studium an der Univ. Köln (Immatrikulation vom 6. 12. 1492) war S. für seinen Schwager Franz Birckmann als Buchführer tätig. Dann machte er sich selbständig und ließ 1520 bei dem Kölner Drucker Eucharius Cervicornus die «Introductiones in rudimenta graeca» des Richard Croke drucken. Dieser war in Cambridge Professor für Griech. und scheint S. zur Niederlassung in der engl. Stadt veranlaßt zu haben. In…

Siber (Syber, Cyber), Johann

(227 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1445 in Nördlingen, † 1504 in Lyon, dt. Drucker und Buchhändler. S. wurde 1462 an der Univ. Freiburg immatrikuliert und lernte den Buchdruck in Basel. 1475–1477 soll er bei Erhard Ratdolt in Venedig als Geselle gearbeitet haben. Zus. mit Martin Huß brachte er 1478 in Lyon zwei medizinische Werke heraus: «Opera» des Johannes Mesuë (C 4007) und «Pandectae medicinarum» von Matthaeus Silvaticus (H 15197). S. machte sich dann selbständig und zeichnete sich durch ein anspruchsvolles Verlagsprogram…

Sibirische Schrift

(229 words)

Author(s): H. Röhling
Als eine linksläufige Schrift, die von oben nach unten zu lesen ist, verrät die S. einen semitischen Ursprung aramäischen Typs mit chinesischem Einschlag. Sie zeichnet sich in phonetischer Hinsicht durch große Genauigkeit aus. Mit einem leicht abgerundeten Duktus begegnet sie auch als Buchschrift auf Hss.-Fragmenten in Ostturkestan. Älteste Dokumente auf Steinen stammen vom Anfang des 8. Jh.s. Ihre Herkunft aus der soghdischen Schrift legt jedoch die Annahme eines wohl um Jh. größeren Alters nah…

Sibley, John Langdon

(135 words)

Author(s): G. Gabel
* 29. 12. 1804 in Union, Maine, † 9. 12. 1885 in Cambridge, Massachusetts, amer. Bibliothekar. S. studierte an der Harvard University, wo er 1828 den Abschluß in Theologie erlangte. 1829 trat er sein Amt als Pastor an, doch betätigte er sich ab 1841 zugleich nebenamtlich als Bibliothekar an der Harvard University. 1856–1877 war S. als Leiter dieser Bibl. tätig. Er betrieb eine umfassende Bestandsvermehrung, zeichnete für zahlreiche Innovationen verantwortlich, darunter Neufassungen der Katalogis…

Sibmacher, Johann

(444 words)

Author(s): H.-O. Keunecke
nachgewiesen erstmals 1590, † 23. 3. 1611 in Nürnberg, Wappenmaler, Radierer und Gebrauchsgraphiker in Nürnberg. Sein Hauptgebiet war die Buchill. und seine erste signierte Arbeit war das Titelblatt zur ersten Lfg. der «Symbola et emblemata» des Nürnberger Arztes und Botanikers Joachim Camerarius d. J. (1534–1598). Für dieses Buch steuerte er 400 Medaillons mit Motiven aus dem Pflanzen- und Tierreich bei; die ersten drei Centurien ersch. 1590–1596, die vierte 1604, nach dem Tode des Autors. Noch…

Sibyllenbuch-Fragment

(128 words)

Author(s): C. Schneider
auch «Fragment vom Weltgericht» (Unikat im Gutenberg-Museum Mainz). Beidseitig mit der sog. Donat-Kalender-Type bedrucktes Papierfragment eines wohl um 1360 in Thüringen verfaßten dt.sprachigen Sibyllenbuchs. Aufgrund von Typenvergleichen galt es lange Zeit als um 1445 entstanden und damit als eines der frühesten Druckwerke Gutenbergs. Dagegen wird heute eher eine Entstehungszeit um 1454 favorisiert. Auch nuklearphysikalische Untersuchungen an der Kalifornischen Univ. Davis (1984) verweisen die …

Sibyllinische Bücher

(679 words)

Author(s): G. Pflug
1. Die Vorstellung von einer Sibylle, die als eine nicht an ein Orakel gebundene Prophetin in ekstatischer Verzückung Warnungen und Weissagungen ausspricht, läßt sich bis in das 6. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Der älteste Beleg hat sich in einem Fragment von Heraklit (550–480 v. Chr.) erhalten (B 92). Das weist auf einen griech.-vorderasiatischen Ursprung hin. Wie eine Stelle bei Platon zeigt (Phaidros 244 B), war die Vorstellung allg. verbreitet. Aristoteles kennt bereits mehrere Sibyllen (Prob…

Sic

(50 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. = so!, wirklich so!) ist eine Bemerkung, die einem Wort in einem Zitat oder einer Titelangabe, gewöhnlich in Klammern, beigefügt wird, um auf eine fehlerhafte Schreibweise der Aussage hinzuweisen und damit den Vorwurf des Schreib- oder Druckfehlers von sich ab und auf den Autor hinzuwenden. G. Pflug

Sichem

(394 words)

Author(s): H. Wendland
niederl. Formschneider- und Kupferstecherfamilie. 1. Christoffel, auch «Christoph» (I) van S., * um 1546 in Amsterdam, † 20. 10. 1624 in Amsterdam, Kupferstecher und Formschneider, Drucker und Verleger. Erster Träger des Namens, der in vier Generationen mit der Signatur C V S fortgeführt worden ist. S. war 1555–1567 Schüler des Formschneiders Jan Ewoutsz. Er heiratete 1570 und war in Basel und Straßburg, 1598 in Amsterdam, 1603 in Leiden tätig. Buchill. in Holzschnitt enthalten die Werke: J. Mey…

Sicherheitsarchive

(88 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Datenverarbeitungsstellen dienen der (katastrophen-)sicheren Auslagerung von Daten beziehungsweise Datenträgern und sind damit ein wesentlicher Bestandteil der Datensicherung. Sie helfen zu verhindern, daß die Daten mißbraucht und die Datenträger beschädigt, zerstört oder entwendet werden können. S. verlangen bes. Schutzeinrichtungen, ggf. bis hin zur Erstellung ganzer Gebäude(teile) und geeignete Sicherungsmaßnahmen. H.-J. Genge Bibliography Drews, H.-L. / Kassel, H./Strnad, P.: Lexikon Datenschutz und Datensicherung. 3. Aufl. Berlin usw. 1986, S. 217 Pahl-be…

Sicherheitsleistung

(201 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Form einer Bürgschaft oder einer Kaution wird in manchen Bibl.en von Benutzern, bei denen mit der Zulassung zur Benutzung auch die Ausleihberechtigung verbunden ist, verlangt, sofern deren Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit nicht zweifelsfrei feststeht. Die Bürgschaft, die jeder (meist jedoch mit Ausnahme der Angehörigen der Bibl.) leisten kann, der selbst ohne S. die Bibl. benutzen darf, wird der Kaution im allg. vorgezogen. Da diese kein eigentliches Äquiva-lent für den Wert der Bücher s…

Sicherheitsverfilmung

(464 words)

Author(s): G. Wiegand
ist die Herstellung eines Filmes, meist in starker Verkleinerung (Mikrofilm, Mikrofiche), überwiegend zur Sicherung einer schriftlichen (gedr. bzw. handschriftlichen) oder bildlichen Überliefe-rung. Meistens wird eine Aufnahme auf 35-mm-Silber-Rollfilm als Archivierungsfilm hergestellt. Dieser Silber-film dient nicht der Benutzung, sondern ist ausschließlich Archivfilm und Vorlage für die Herstellung von Benutzungskopien. Der Silberfilm wird in Metallbehältern unter klimatisch möglichst geeigneten Bedingungen verwahr…

Sicherung der Buchbestände

(395 words)

Author(s): G. Wiegand
stellt sich für Bibl.en als Aufgabe auf mehreren Ebenen. Zum ersten geht es um die Sicherung vor Diebstahl, Beschädigungen und ähnliche Einwirkungen. Organisatorische Maßnahmen wie Eigentumskennzeichnung durch Stempel, Aufsicht in Lesesälen, Wachen an den Ausgängen können durch technische Hilfsmittel wie Detektoren («Buchsicherungsanlagen») ergänzt werden. Der Aufwand, den eine Bibl. für die Sicherung betreibt, muß nach dem Wert des zu sichernden Materials differenziert werden. Die organisatoris…

Sichowsky, Richard von

(312 words)

Author(s): H. Wendland
* 28. 5. 1911 in Hamburg, † 28. 1. 1975 ebd., Typograph und Buchgestalter, Hochschullehrer. Nach einer Schriftsetzerlehre in Hamburg, arbeitete S. in Böhmen, Österreich, Italien. Nach Studium an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München bei Hermannn Virl, Josef Käufer und Georg Trump war er seit 1937 in Hamburg in der neugegründeten Werkstatt des Verlages Heinrich Ellermann als Typograph und Buchgestalter tätig. 1946 wurde S. als Lehrer für Typographie und Buchgestaltung an die L…

Sichtbarmachung verblaster Schriften

(319 words)

Author(s): R. Fuchs
Alterung oder Abnutzung von Schriftstücken kann Schriften schwächen. Die verblaßten Schriftzüge können physikalisch und chemisch so verstärkt werden, daß sie wieder sichtbar werden. Mit fotografischen Differenzbildern und mit der Infrarot-Reflektographie und der UVReflektographie werden selbst geringfügige Reste der Tinte oder Tusche optisch verstärkt. Eisengallustinte verstärkte man mit chemischen Tinkturen; mit Gerbstofflösung, gelbem Blutlaugensalz und Säuren, mit Ammoniumsulfid, Oxalsäure un…

Sichtgerate

(54 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick †
nennt man Bildschirme zur Sichtbarmachung von Daten. Zu unterscheiden sind zwei Kategorien: 1. S. mit vorgegebenen und gespeicherten Formelementen (zur Dateneingabe und Datenausgabe). 2. S. ohne vorgegebene Formelemente. Die Steuerung erfolgt über ein in der Datenverarbeitungsanlage laufendes Programm. G. Engelsing-Schick † Bibliography Lexikon der Datenverarbeitung. 10. Aufl. München 1988, S. 564 bis 567.

Sichtkartei

(46 words)

Author(s): R. Jung
bes. Form der Flachkartei, bei der die Karten schuppenartig übereinander liegen, so daß der vorstehende Rand sichtbar bleibt und beschriftet werden kann (Kardex). Die S. wird bzw. wurde in Bibl.en vor allem für die Kontrolle der Lfg. von Zss. und Fortsetzungswerken eingesetzt. R. Jung

Sichtlochkartenverfahren

(4 words)

Siehe Lochkartenverfahren

Sichulski, Kazimierz

(111 words)

Author(s): K. Migon
*17. 1. 1879 in Lemberg, † 6. 11. 1942 ebd., poln. Maler, Graphiker, Karikaturist und Illustrator, Professor an den Kunsthochschulen in Lemberg und Krakau. Als Graphiker verwendete S. häufig die Lithographie. Er illustrierte die Krakauer Zss. «Chochoł» und «Liberum Veto» sowie zahlreiche Bücher. S. schuf Reihen von Karikaturen u. a. «XXX (=30) Karikaturen » (1904), «Das österr. Parlament» (1912), «Der Krieg» (1920) und wurde bes. als Karikaturist berühmt. Er war auch Schöpfer einiger Exlibris und nahm an den Ausstellungen der schönen Bücher in Leipzig (1927) und Paris (1931) teil. K…

Sickler, Friedrich Carl Ludwig

(231 words)

Author(s): G. Pflug
*30. 11. 1773 in Grafentonna bei Langensalza, † 8. 8. 1836 in Gotha, Archäologe und Philologe. S. lebte 1802 in Paris, 1806 als Haus lehrer bei Wilhelm von Humboldt in Rom, seit 1812 als Pädagoge und Schulrat in Gotha. 1810 / 1811 gab er zus. mit dem Landschaftsmaler Johann Christian Reinhart (1761–1847) den innovativen «Almanach aus Rom für Freunde der bildenden Kunst» bei G. J. Göschen in Leipzig heraus, der sowohl über die Altertümer und ihre Ausgrabungen als auch über die zeitgenössische röm…

Siddhanta

(5 words)

Siehe Indische Bucharten

Siddur

(82 words)

Author(s): G. Pflug
(hebräisch = Ordnung) ist das jüdische Gebetbuch für die täglichen Gebete im Unterschied zum Machsor, das die Gebete für die Festtage enthält. Die älteste Ausg. stammt von dem Schulhaupt (Gaon) von Susa in Babylonien Saadia ben Josef (892–942). Doch weichen spätere Ausg. inhaltlich von dieser Slg. ab. Nur die Grundgebete sind in allen Ausg. identisch. G. Pflug Bibliography Elbogen, I.: Gebetbücher. In: Jüdisches Lexikon. Bd. 2. Berlin 1928, Sp. 906–913 Prayer books. In: Encyclopaedia Judaica. Bd. 5. Jerusalem 1971, Sp. 985–994.

Siderographie

(112 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
erfunden um 1810 von Jacob Perkins (Britisches Patent AD. 1819, No. 4400). Die Technik besteht darin, daß eine gehärtete Stahlstichgravur (z. B. ein Briefmarkenbild) in einen weichgemachten Stahlzylinder eingepreßt wird, so daß von diesem – nach erfolgter Härtung – beliebig viele, mit dem Original und untereinander völlig identische Duplikate hergestellt werden können. Zusammen eingespannt und abgedruckt ergibt sich z. B. ein ganzer Markenbogen. Ähnliches gilt auch für Banknoten und andere Wertp…

Sideronym

(27 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Pseudonym, das von einem Namen eines Sternes oder Sternbildes abgeleitet wird, z. B. Arkturus, Mann im Mond, Nordstern, Orion oder Sirius. G. Pflug

Sidgwick & Jackson

(100 words)

Author(s): G. Gabel
engl. Verlag, gegr. 1908 in London von Frank Sidgwick († 1939) und Robert Cameron Jackson († 1917). Die ersten Titel waren Gedichtbände, 1910 kam die Zs. Englishwoman» heraus, die für das Frauenwahlrecht eintrat, zudem wurden dramatische Texte publiziert. Als prominente Autoren konnte der Verlag Edward Morgan Forster, John Masefield und Rupert Brooke gewinnen. Zwischen den Weltkriegen wurde das Programm um Sachbücher erweitert. In den 1950er Jahren kamen Science-Fiction-Titel hinzu. 1970 wurde S…

Sidriano, Johannes de

(63 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick †
ital., aus Mailand stammender Buchdrucker. Das erste 1473 in Pavia gedr. Buch stammt aus seiner Werkstatt: Angelus de Aretio «Lectura in Institutiones» (GW 10499). G. Engelsing-Schick † Bibliography Majocchi, R.: L’introduzione della stampa a Pavia. In: Bolletino della Società pavese di storia patria 2. 1902, S. 66–86 Encyclopedia of library and information science. Bd. 23. New York 1978, S. 340.

Sieb

(69 words)

Author(s): F. Schmidt | C. W. Gerhardt
bezeichnet in der Papierindustrie 1. jede perforierte Metallplatte in ebener, gebogener oder trommelartiger Form, die in Sortiermaschinen zur Trennung der Faser-suspension in Gutstoff und Grobstoff verwendet wird, 2. aus Metalldraht oder Polyamidfäden – teilweise auch nahtlos – hergestelltes Gewebe (Metalltuch beziehungsweise Kunststoffsieb) für den Einsatz auf Langsiebmaschinen und a Rundsiebmaschinen. F. Schmidt 3. Mit S. bezeichnet man die Druckform der Durchdruckverfahren (Siebdruck, Filmdruck, Serigraphie). C. W. Gerhardt

Siebdruck

(324 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ein Druckverfahren, das – wie auch Filmdruck und Serigraphie – zur Gruppe der Durchdruckverfahren gehört. Der S. ist im Prinzip ein Schablonendruck, d. h. daß durch die Öffnungen einer Schablone (hier ein Siebgewebe) Farbe auf einen Bedruckstoff «durchgedrückt» wird und so das Druckbild erzeugt. Die Verwendung von Schablonen für absolut formtreue, beliebig zahlreiche Vervielfältigung eines Motivs findet sich bereits in vorgeschichtlichen Kulturen. Im 19. Jh. verwendete man in England Schablonend…

Siebeck

(749 words)

Author(s): H. Buske
Verlegerfamilie. Erster Buchhändler in der kinderreichen Familie des August David Heinrich S., Organist zu St. Johannis in Leipzig, war Hermann Adolf S. (* 1816 in Leipzig, † 1877 in Frankfurt a. M.). Hermann S. wurde von der Witwe Heinrich Laupps 1839 zum Geschäftsführer der Lauppschen Buchhandlung in Tübingen berufen, nach seiner Heirat mit der ältesten Tochter 1840 zum Teilhaber. Nach dem frühen Tod seiner Frau 1842, die ihm zwei Kinder hinterließ, heiratete er 1849 deren jüngere Schwester Ma…

Siebenbürgen

(1,339 words)

Author(s): H. Meschendörfer † | H. Roth
(lat. Transylvania, rumänisch Ardeal / Transilvania, ungar. Erdély), 62 Tsd. Quadratkilometer, historisches Land im Karpatenbogen, heute Teil Rumäniens. Bevölkerung (1930): 2,87 Mio. (davon 57,7 % Rumänen, 28,8 % Ungarn, 8,3 % Deutsche). Im MA Teil des Königreichs Ungarn, 1541–1688/ 1699 ständestaatlich strukturiertes selbständiges Fürstentum unter osmanischer Oberhoheit (Stände: Adel der Ungarn, Szekler, Sachsen), anschließend unter Habsburger Herrschaft, 1867–1918 / 1920 Teil des dualistischen Ungarn, seither zu Rumänien gehörig. 1. Buchdruck, Verlagswesen und…

Siebeneicher

(280 words)

Author(s): A. G.Świerk
Krakauer Drucker- und Verlegerfamilie aus Liebenthal in Schlesien. Martin S. († 1543 in Krakau) kam ca. 1515 nach Krakau, arbeitete als Druckergeselle bei F. Ungler, gelangte mit Hilfe seines Schwiegervaters M. Scharffenberg in den Besitz einer Buchhandlung (Martinus Heptamidius, bibliopola Cracoviensis), vertrieb vornehmlich hebräische Bücher, pflegte enge Kontakte zu Ungarn, für das er bei H. Vietor das Lexikon des Murmellius drucken ließ. S. besaß eine Filiale in Presov. Nach seinem Tode über…

Siebmaschine

(5 words)

Siehe Langsiebmaschine Rundsiebmaschine

Siebseite

(125 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 diejenige Seite des Papiers, die während der Herstellung mit dem Sieb, auf dem sich das Papier gebildet hat, in Berührung war. Die Gegenseite ist die Ober- oder die Filzseite, da hier der erste Berührungspartner des frisch gebildeten Blattes der Abgautschfilz war. Bei historischen handgefertigten Papieren ist die S. an der Siebmarkierung, d. h. der mehr oder we-niger plastischen Einprägung der Siebstruktur (und des Wasserzeichens) in die Papieroberfläche erkennbar. Sorgfältige Druc…

Siegel

(97 words)

Author(s): T. Frenz
waren das wichtigste Beglaubigungsmittel ma. und neuzeitlicher Urkunden. Sie wurden in Wachs oder Metall (Blei, selten Gold; oft «Bulle» genannt) ein- oder doppelseitig geprägt und der Urkunde aufgedrückt (teils als Verschlußmittel) oder mit Hilfe von Fäden oder Pergamentstreifen angehängt. Das Siegelbild (Personen- oder Wappendarstellung) ist gewöhnlich von einer Inschrift (Siegellegende) umgeben. Außer den Siegelabdrücken sind gelegentlich auch Siegelstempel (Typar) erhalten. Bei der Abschrift…

Siegelmarken

(174 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
oder (älter) Siegeloblaten haben eine lange Tradition. Im 16. Jh. begann man auf weniger bedeutende Urkunden zur Besiegelung (mit oder ohne Band oder Kordel) eine feuchte Oblate und auf diese ein Papierstück entsprechender Form und Größe zu legen und darauf ein Petschaft oder einen Stempel abzudrücken. Die Häufigkeit solcher Praktiken geht daraus hervor, daß zum Teil reich verzierte Schraubenpressen konstruiert wurden, die vielerorts noch heute erhalten sind. In der ersten Hälfte des 19. Jh., al…

Siegelmarkendruck

(102 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
-prägedruck. Um 1900, als die Postfreiheit (Stempel) allmählich zu Ende ging und die Produktwerbung begann, entwickelten mehrere Maschinenfabriken die ersten vollautomatischen S.-Maschinen. Behörden- Siegelmarken konnten ebenso hergestellt werden wie Produkt- und Werbeetiketten. Der Technik zugrunde lag die Erfindung von Daniel Seib, dem es 1866 gelungen war, durch eine bestimmte raffinierte Graviertechnik die Drucke oder Prägedrucke simultan auch auszustanzen. Diese Technik nennt man seit 1966F…

Siegeloblate

(4 words)

Siehe Siegelmarken

Siegelschrift

(67 words)

Author(s): S. Schäffler-Gerken
heißt eine chinesische Schriftform mit gleichmäßig strukturierten, relativ feinlinigen Schriftzei-chen. Aus der im 8.–3. Jh. v. Chr. für Bronze- und Steininschriften gebräuchlichen Großen S. ging die vereinfachte Kleine S. hervor, die im chinesischen Kaiser-reich für Beamten-, Privat- und Staatssiegel verwendet wurde und bis heute die Schriftform der Künstler- und Sammlersiegel ist. S. Schäffler-Gerken Bibliography Veit, W.: Siegel und S. der Chou-, Ch’in- und Han-Dynastie. Stuttgart 1985.

Siegen

(178 words)

Author(s): K.-F. Beßelmann
1. Buchdruck Schon 1573/ 1574 taucht S. als (fingierter) Erscheinungsort von vier Flugschriften auf. 1595 siedelte der Drucker Christoph Corvinus (Christoph Rab) zus. mit der Herborner Hohen Schule für vier Jahre nach S. über. Von den dort entstandenen Drucken sind über 50 in der Hessischen LB Wiesbaden vorhanden. Im 17. und 18. Jh. nennen nur einzelne Drucke aus Herborn und Marburg S. als Erscheinungsort. 2. Bibliotheken Die UB der 1972 gegr. Univ.-Gesamthochschule hatte 1997 einen Bestand von rund 1 Mio. Bände. Die 1947 gegr. StB weist zur gleichen Zeit ca. …

Siegen, Ludwig von

(97 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
* 1609, † nach 1676, Erfinder der Schabmanier als erster Druckformtechnik zum Druck echter Halbtöne, um 1640. Diese Technik, die auch Mezzotinto oder Schwarze Kunst genannt wird, wurde zur Grundlage der Entwicklung des Drei- und Vierfarbendrucks durch Jacob Christof Le Blon um 1720. Ludwig von Siegen. Mezzotinto oder: Die Schwarze Kunst. Erstes echtes Halbtondruckverfahren, erfunden durch Ludwig v. Siegen um 1640. Die untere Abb. zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus der oberen Abb. C. W. Gerhardt Bibliography Gesch. der Druckverfahren. T. 3: Lilien, O. M.: Der Tiefdruck. Gerha…

Siegismund, Karl

(123 words)

Author(s): S. Schönmeier
* 23. 1. 1861 in Leipzig, † 2. 8. 1932 in Schreiberhau, Verleger. S. besuchte zunächst die Leipziger Buchhändlerlehranstalt; ab 1886 verlegte er in Berlin Soldatenlit., Memoiren und ähnliches. 1910–1916 war er Vorsteher des Börsenvereins der Dt. Buchhändler, nachdem er zuvor bereits in der Organisation des Berliner Buchhandels eine führende Rolle eingenommen hatte. Schließlich vertrat S. den dt. Buchhandel mehrfach auf intern. Veranstaltungen und während des Ersten Weltkrieges in den großen inne…

Siena

(2,152 words)

Author(s): A. Nuovo | O. Mazal | S. Furlani †
1. Buchdruck. Der Buchdruck wurde in S. von dem dt. Buchdrucker Heinrich Dalen von Köln in Zusammenarbeit mit drei Gelehrten der Stadt eingeführt: Lorenzo Cannucciari, Jacomo del Germonia und Luca di Nicolò Martini. Diese drei Bürger S.s baten mit einer Petition im Mai 1484 den Rat der Stadt um einige für den Erfolg des Unternehmens notwendige Privilegien. In der Folge konnten sie das für ihre Druckerzeugnisse notwendige Papier zollfrei einführen, und zwar unter der Bedingung, daß das eingeführte …

Sieneser Einband

(187 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist die Bezeichnung für eine sehr spezielle Form in Ölfarben auf Kreidegrund bemalter Bucheinbände. Die Holzdeckel der Rechnungsbücher der Stadtregierung von Siena wurden seit der Mitte des 13. Jh.s mit dem Porträt des jeweils nur ein halbes Jahr amtierenden Kämmerers versehen, die vier Provveditori (Kontrolleure) wurden jeweils mit Namen und Wappen auf den Bänden einer zweiten Serie aufgeführt. Die älteste «tavoletta» stammt von 1258, ab 1314 wurde nur noch eine Serie der Rechnungsbücher mit be…

Sierra Leone

(380 words)

Author(s): I. D. Wolcke-Renk
(Republic of Sierra Leone) liegt in West-afrika am Atlantik. Im Norden und Osten grenzt es an Guinea und im Südosten an Liberia. Auf einer Fläche von 71740 km2 leben 4,6 Mio. Menschen (1994), das sind 64,3 Einwohner pro km2. Die Hauptstadt ist Freetown, Amtssprache ist Engl., daneben gibt es weitere Landessprachen, u. a. Mende, Temne, Limba und Krio. Die Hauptstadt Freetown wurde 1787 als Wohnort befreiter Sklaven gegr. und von der Sierra Leone Company verwaltet, bis die Stadt und der Küstenstreifen 1808 zur britischen Kolonie erklärt wurden. Das Bildungswesen S.s hat zwar eine la…

Sigel

(342 words)

Author(s): H.-J. Genge | T. Bez
1. Bibliotheken S. sind aus Buchstaben und / oder arabischen Ziffern bestehende Kennzeichen, die einzelnen Bibl.en zugewiesen werden, um die Wiederho-lung umständlicher Bibl.bezeichnungen zu vermeiden. Universalbibl.en erhalten Zahlensigel (z. B. 16 für die UB Heidelberg), Spezialbibl.en Ortssigel (z. B. Mch 1 für die Bibl. der Abtei Maria Laach). S. finden insbes. im Leihverkehr der dt. Bibl.en, in Zentral- und Regionalkat., in Bibliographien und Bestandsverzeichnissen Anwendung. Die S. gehen auf…

Sigelung

(4 words)

Siehe Sigel

Sigenot

(114 words)

Author(s): Red.
Das im 13. Jh. entstandene Heldengedicht erzählt, wie der junge Recke Dietrich von Bern im Kampf gegen den Riesen S. unterliegt und gefangen, von Hildebrand aber befreit wird. Von der ersten, ca. 1487 bei Bämler in Augsburg gedr. Ausg. haben sich nur einige Miniaturblätter mit drei Holzschnitten erhalten. Knoblochtzer in Heidelberg druckte 1490 und 1493 je eine Folioausg. mit 43 groben Figuren. Die 1499 bei Sporer in Erfurt gedr. Quartausg. hat nur ein Titelbild. Red. Bibliography Faks. der Heidelberger Ausg. in: Schorbach, K.: Seltene Drucke in Nachbildungen. Bd. 2. Leipzig 1893 Benz…

Sigfridsson, Markus

(56 words)

Author(s): T. Nielsen
Januar 1646, schwed. Buchbinder, gen. «Hofkanzleihbuchbinder». Seine früheren Einbände waren von dt. Traditionen geprägt; er beharrte aber nicht dabei, und z. B. seine Korduanlederbände mit Ecken- und Plattenstempeln künden, wenn sie auch von schwankender Qualität sind, eine neue Zeit an. T. Nielsen Bibliography Hedberg, A.: Stockholms bokbindare 1460–1880. Bd. 1. Stockholm 1949, S. 56–96.

Sigill

(4 words)

Siehe Siegel

Sigismondi, Sigismondo de’

(178 words)

Author(s): A. Nuovo
† 1525, Hofbeamter (comes palatinus) aus Carpi bei Modena. S. war ein Wanderkopist und großer Schreiber. Er trug wesentlich zur Verbreitung der florentinischen «littera antiqua» bei. Zwischen 1481 und 1495 arbeitete er einige Jahre in Florenz und zwischen 1481 und 1487 auch in Rom, wo er sich sehr wahrscheinlich auch gegen Ende seines Lebens befand. Er kopierte Hss. für die Familie Pio in Carpi und arbeitete auch für die Este in Ferrara zu Beginn des 16. Jh.s. Viele seiner Hss., wie z. B. die be…

SIGLE

(47 words)

Author(s): C. Hasemann
(= System for Information on Grey Literature in Europe) ist eine Datenbank, die von den in EAGLE vereinten europäischen Partnern in Kooperation erstellt wird. In S. wird die wiss. Graue Lit. bibliographisch erschlossen, die durch mindestens einen EAGLE-Partner zur Benutzung bereit gestellt wird. C. Hasemann

Sigmaringen

(176 words)

Author(s): I. Bezzel †
Fürstlich Hohenzollernsche Hofbibliothek. Die im 18. Jh. entstandene, seit 1817 als Hofbibl. bezeichnete Bibl. verfügte 1997 über rund 130 Tsd. Bde., darunter 240 Inkunabeln, außerdem 519 Handschriften. Schwerpunkte des Bestands bilden die Gesch. Hohenzollerns und Lit. zur Erforschung der bedeutenden Kunstund kulturhistorischen Sammlungen des Fürstenhauses. Weitere Bibl.en in S. sind: a. die Bibl. der Fachhochschule Alberstadt-S., gegr. 1970, mit (1998) 40 Tsd. Bdn., b. die StB mit 20 Tsd. Bdn., c. die 1938 gegr. Bibl. des Stadtarchivs mit…

Signalexemplar

(95 words)

Author(s): H. Buske
oder Signalband, Vorausband, Fertigungsmuster. In der DDR übliche Bezeichnung für einen in der Buchbinderei handgefertigten Musterband für den Hersteller des Verlages, seltener für Autoren. Es mußte auf Bogen-, Tafel- und Beilagenfolge, auf Stand der Texte des Inhaltes, Einbandes und Schutzumschlages sowie die Qualität der Bindearbeit geprüft werden, um evt. Mängel vor Beginn der Partiearbeit beheben zu können. H. Buske Bibliography Pohle, J. / Wagner, K.-O.: Die Buchherstellung. Leipzig 1969, S. 26 und 64 Lexikon des Bibl.wesens. Bd. 2. 2. Aufl. Leipzig 1975, Sp. 1233 Lexikon …

Signatur

(576 words)

Author(s): H.-J. Genge
Die S. oder Standortnummer bezeichnet den Standort eines Buches in der Bibliothek. Sie ist im allg. numerisch oder alphanumerisch aufgebaut, besteht also entweder nur aus Ziffern oder aus Ziffern und Buchstaben. Die S. wird vom Bibliothekar festgelegt und auf die Rückseite des Titelblattes geschrieben, am Rücken des Buches auf einem S.enschildchen angebracht und in den Kat. der Bibl. angegeben. Die S., die heute meist eine Individuals. ist und im Gegensatz zur Gruppens. nur ein bestimmtes Buch k…

Signatur

(71 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
(Einkerbung an der Bleitype). Sie dient dem Handsetzer als Zeichen für die richtige Lage des Buchstabens im Winkelhaken. Die S.en sind zur Unterschei-dung sowohl in der Form als auch in ihrer Position verschieden angeordnet. Auszeichnungsschriften besitzen daneben eine weitere, bes. Signatur. Abb. Drucktype A. Ihlenfeldt Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst. Leipzig 1844 (ND ebd. 1984), S. 218 Handb. für Schriftsetzer. Klimschs graphische Bücherei. Frankfurt a. M. 1938, S. 29.

Signaturen-Einrichtung

(101 words)

Author(s): H.-J. Genge
ist eine leicht bedienbare Presse, mittels derer die a Signatur in Gold oder anderen Farben unmittelbar so auf den Buchrücken aufgeprägt werden kann, daß sie dauerhaft haften bleibt. Die S. ist heute kaum noch gebräuchlich. Die Bibl.en sind dazu übergegangen, entweder die Signatur von Hand und mit Schablone auf ein Papieretikett zu schreiben und dies auf den Buchrücken beziehungsweise den Vorderdeckel des Buches aufkleben zu lassen oder einen zeitsparenden und leistungsstarken Etikettendrucker, …

Signaux

(4 words)

Siehe Merkbänder

Signet

(4 words)

Siehe Buchdruckersignete

Signets

(44 words)

Author(s): H.-J. Genge
(von mittellat. signetum, franz. signet = das kenntlich Gemachte) sind am Buch befestigte Stoffbänd-chen, die zwischen zwei Seiten gelegt werden, um eine bestimmte Stelle schneller wiederaufzufinden. LesezeichenMerkbänder H.-J. Genge Bibliography Lexikon des Buchwesens. Hrsg. von J. Kirchner. Bd. 2. Stuttgart 1963, S. 718.

Signieren

(105 words)

Author(s): H.-J. Genge
meint in Bibl.en das Auftragen der Signatur des vom Benutzer zur Ausleihe gewünschten Buches auf den Bestellschein. Soweit sich die Signaturen in den Benutzerkat. feststellen lassen und die Ausleihe noch nicht automatisiert ist, sind die Benutzer gehalten, die Signaturen selbst zu ermitteln und auf den Bestellschein zu schreiben (sog. Signierzwang). Besteht kein Signierzwang, wird das S. vom Signierdienst übernommen. Signiert der Benutzer seine Bestellung selbst, läßt sich der Bestell- und Ausle…

Signierfähigkeit

(101 words)

Author(s): N. Groeben | U. Christmann
die Fähigkeit, den eigenen Namen zu schreiben, als Unterschrift unter Dokumente (Ehevertrag, Rekrutierungsvertrag etc.). In der historisch-quantitativen Demographieforschung zum Alphabetisierungsprozeß ist umstritten, welcher Grad von Lesefähigkeit damit erschlossen werden kann: eine im Durchschnitt größere Lese- als Signierfähigkeit, weil das Schreiben erst nach dem Lesen erlernt wird, oder eine geringere Lesefähigkeit, weil das Malen des Unterschriftsbildes keine Alphabetisierung impliziert. Signierte Einbände. Rücken von Anfang des 19. Jhdts. zu Ce…

Signierte Einbände

(315 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Bucheinbände, die der Buchbinder mit seinem Namen beziehungsweise mit dem Namen seiner Werkstatt zeichnet. Auf Einbänden des 15. Jh.s gibt es bereits Namensprägungen mit Einzeltypen (Konrad Forster) oder Namensstempel in Schriftbandform (Johannes Zoll), die eindeutig auf den Buchbinder hinweisen. Auf den Platten des frühen 16. Jh.s ist der Name des Buchbinders eingraviert, gelegentlich verbunden mit einem Satz, der auf seine Tätigkeit hinweist, dann ist eine Zu- weisung eindeutig möglich. B…

Signierter Abdruck

(143 words)

Author(s): H. Wendland
ist der Abzug von einer Original-platte (Holzschnitt, Linolschnitt, Radierung, Lithographie, Siebdruck), den der Künstler mit seiner Unterschrift oder Signatur (meist mit Bleistift unter der Darstellung rechts) sowie der Nummer des Abzugs und Zahl der Auflage (unter der Darstellung links) als sein Kunstwerk anerkannt hat. Abzüge für den Künstler selbst (vor der Verkaufs-Aufl.) sind häufig als «E. A.» (Épreuve d’Artiste) oder «Épreuve d’Essai» (Probedruck) mit oder ohne Unterschrift des Künstlers…

Signiertes Exemplar

(247 words)

Author(s): G. Pflug
Ein S. besitzt – meist auf dem Titel- oder dem Vorsatzbl. – aus verschiedenen Gründen Eintragungen. Die älteste Form stellen Provenienzvermerke dar, die auf frühere Besitzer hinweisen. Sie werden heute gewöhnlich durch den hss. eingetragenen Besitzernamen weitergeführt (Besitzervermerke). Diese Form ist sowohl in der Kodikologie wie in der Bibliophilie von Bedeutung. Daneben werden Bücher, die verschenkt werden, häufig vom Schenker mit einem Widmungstext versehen, der den Grund der Schenkung angibt, aber auch Zitate sowie den Namen des Schenkers enthält. Im 18. Jh. signier…

Signiertournee

(137 words)

Author(s): H. Buske
Als Tournee veranstaltete Autorenlesungen mit anschließenden Signierstunden in Buchhandlungen, Bibl.en, Lit.häusern oder anderen ortsbekannten Lokalitäten. Reine S.s ohne Lesungen sind selten, sie finden vereinzelt im Anschluß an Podiumsdiskussionen statt. Eine S. wird i. d. R. von Publikums- und Kinderbuchverlagen, Agenturen oder freien Veranstaltern organisiert. Rund 70 % der Veranstaltungspartner sind Buchhandlungen. Für die Verlage sind S.s wichtige Faktoren des Absatzprozesses. So organisie…

Signum

(18 words)

Author(s): T. Nielsen
finnische Zs. für wiss. Bibl.en und Dokumentation, seit 1968 vom wiss. Bibl.verband Finnlands herausgegeben. T. Nielsen
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