Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Shahn, Ben

(178 words)

Author(s): G. Gabel
* 12. 9. 1898 in Kaunas, Litauen, † 14. 3. 1969 in New York, amer. Graphiker und Maler. S. kam 1906 in die USA, besuchte Kunstschulen in New York und Paris und arbeitete in Frankreich, Italien und Spanien…

Shakespeareana

(1,243 words)

Author(s): M. Munkelt
1. Frühdrucke im 16./ 17. Jh. Shakespeares Werke sind der Nachwelt nicht handschriftlich überliefert, dafür dienen die Frühdrucke des 16. und 17. Jh.s als Forschungsgrundlage und Grundtexte (copy-texts) für wiss. Textausgaben. Man unterscheidet Quartoausgaben (Q), d. h. zu Shakespeares Lebzeiten z. T. mehrmals veröff. Ausg. von Einzelwerken, und vier Folioausg., d. h. Sammelausgaben, die in den Jahren 1623 (F1), 1632 (F2), 1663–1664 (F3) und 1685 (F4) nach Shakespeares Tod (1616) publiziert wu…

Shakespeare and Company

(254 words)

Author(s): K. Gutzmer
Buchhandlung in Paris, gegr. am 19. 11. 1919 von der Amerikanerin Sylvia Beach (1887–1962), angeregt durch ihre Freundin Adrienne Monnier, zuerst als Leihbücherei, in der sich Kunden wie André Gide, Thomas Stern Eliot, André Maurois, Esra Pound u. a. einfanden, die der engagierten jungen Frau dazu verhalfen, daß ihr Laden rasch ein Treffpunkt fortschrittlicher Literaten wurde. Als James Joyce 1920 nach Paris kam, begeisterte er Beach so sehr, daß sie 1922 die erste engl. Ausg. des «Ulysses» und danach noch einige seiner kleineren Dichtungen verlegte. Henry Miller, Thomas Wolfe u. a. hielten Lesungen bei S. und brachten der Buchhandlung Ansehen und Erfolg. Nach der Beset-zung von Paris durch dt. Truppen mußte S. 1941 schlie-ßen, Beach wurde für ein halbes Jahr interniert. Nach der Befreiung eröffnete sie S. nicht wieder, sondern lebte hochgeehrt in Paris, hielt in vielen Ländern Vorträge über die bewegte Epoche von «S.», die sie auch in ihren Memoiren schilderte. 1959 verkaufte sie ihre Joyce-Slg. an die State U…

Shakespeare Folios

(5 words)

Siehe Shakespeareana

Shanghai

(464 words)

Author(s): H. Walravens
größte Stadt Chinas, Einwohner im Stadtgebiet ca. 7 Mio., Wirtschafts- und Handelszentrum, im 13. Jh. gegründet. S. besitzt ca. 200 Hoch- und Fachschulen, Forschungsinstitute; bes. Schwerpunkte dabei sind: Baumaterialie…

Shannon, Charles Haslewood

(184 words)

Author(s): G. Gabel
* 26. 4. 1863 in Quarrington, Lincolnshire, † 18. 3. 1937 in Kew, Surrey, engl. Maler und Lithograph. S. studierte an der Londoner Kunstschule, wo er Charles Ricketts traf, mit dem er fortan zusammenarbeitete. Seine künstlerischen Vorbilder waren die alten Meister, und er schuf zumeist Werke mit religiösen und klassischen Motiven. Seine Holzschnitte, die er als Buchill. schuf, weisen deutliche Anlehnungen an die ital. Kunst der Renaissance auf. S. wa…

Shared Cataloging

(414 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Mit diesem Begriff werden zwei Entwicklungen bezeichnet, die von den USA ausgegangen sind und die Verfahren der Katalogisierung in Bibl.en wesentlich beeinflußt haben. Im Deutschen hat sich der Begriff «Kooperative Katalogisierung» dafür durchgesetzt. S. bezeichnet 1. ein Programm der Library of Congress (LoC), 2. Online Shared Cataloging in Verbundsystemen. Zu 1.: Das S. Program der LoC ist Teil des National Program for Acquisition and Cataloging (NPAC), das im Higher Education Act von 1965 eingerichtet wurde. Danach soll die …

SHARP

(12 words)

Siehe Society for the History of Autorship, Reading and Publishing

Shaw, Charles Bunsen

(119 words)

Author(s): G. Gabel
* 5.6.1894 in Toledo, Ohio, † 28. 1. 1962 in Bryn Mawr, Pennsylvania, amer. Bibliothekar. S. studierte Bibl.wissenschaft an der Bibl.schule von New York und war 1920–1927 Leiter der Bibl. des Women’s College an der University of North Carolina in Greensboro. 1927 ging S. als Bibl.direktor an das Swarthmore College. Seit 1930 war S. nebenamtlich auch als Dozent für Bibl.wissenschaft tätig, anfangs an der Columbia University, später an der University of Michigan und am Drexel Institute. 1931 brach…

Shaw, George Bernard

(281 words)

Author(s): G. Pflug
26. 7. 1856 in Dublin, † 2. 11. 1950 in Ayot St. Lawrence, Herfortshire, irischer Dramatiker. S. befaßte sich in den letzten Jahren seines Lebens mit einer Reform der engl. Orthographie, für die er von dem Typographen Kinsley Read 48 neue Schriftzeichen entwerfen ließ, 40 für die einfachen Laute und acht für solche Lautgruppen, die im Engl. häufig vorkommen, z. B. «are» oder «or». Diese Schrift lehnt sich an die von John Robert Gregg (1864–1948) entwickelte Kurzschrift an, doch enthält sie auch Zeichen aus alten Schriften wie dem Griech. oder dem Phönizischen. Diese Schriftzeichen werden in eine neue Ordnung gebracht, die S. zwar «Alphabet» nennt («Proposed British Alphabet»), die mit der Lautabfolge des traditionellen Alphabets jedoch nichts gemein hat. Als Begründung für diese Schriftreform gibt S. ökonomische Gründe an: mit der neuen Schrift würden beim Schreiben und Lesen rund 20 % der Zeit, beim Druck 33 % des Raumes eingespart.…

Sheffield

(202 words)

Author(s): G. Gabel
Bibliotheken. a. UB. 1897 wurden drei Vorgängereinrichtungen zum University College zusammengefaßt und 1905 durch kgl. Charter zur Univ. erhoben. In den ersten Jahren standen vornehmlich die technischen Fächer im Vordergrund, seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Fächerspektrum erheblich erweitert worden. Die UB mit ihren sechs Zweigstellen (Medizin, Technik und Naturwissenschaften, Recht und Wirtschaft, Geowissenschaft, Chemie, Musik) verwahrte 1997 einen Lit.bestand von ca. 1,2 Mio. Bänden.…

Shelbourne

(5 words)

Siehe Petty, William

Sheldonian Theatre

(117 words)

Author(s): G. Gabel
Theatergebäude im Zentrum Oxfords, das Gilbert Sheldon (1598–1677) als Kanzler der Univ. Oxford und Erzbischof von Canterbury nach Plänen von Sir Christopher Wren aus eigenen Mitteln erbauen ließ. Das Gebäude, das auch einen Raum für den Betrieb einer Druckpresse aufwies, wurde 1669 eröffnet. Die Univ. hat im S. Diplome verliehen und Förderer geehrt. 1669–1713, als das Clarendon Building (Clarendon Press) fertiggestellt war, diente das S. auch der Oxford University Press als Domizil (Imprint: «O…

Shelley, George

(111 words)

Author(s): T. Frenz
(1666–1736 ?), engl. Schreibmeister, als solcher erstmals 1699 erwähnt, 1709 «Master to the Writing School at Christ’s Hospital» in London. S. publizierte nach Vorlagen John Seddons «The Penman’s Magazine» (London 1705). Als Hauptwerk gilt «Natural Writing in all the hands . . .» (2 Bde. London 1709 / 1714) mit über 60 (teils stark verzierten) Tafeln. Ferner verfaßte er u. a. «Penna volans, after the English, French & Dutch way . . .» (London 1710). …

Shepard, Ernest Howard

(119 words)

Author(s): H. Wendland
*10. 2. 1879, † 1976, engl. Buchillustrator und Pressezeichner. S. wurde intern. bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit Alan Alexander Milne, dessen Bücher er illustrierte. In Deutschland wurden seine Ill. durch die Übersetzungen der Bücher «Winnie the Pooh» (dt. «Pu, der Bär». 1926), «The House at Pooh Corner» (1928; dt. «Wiedersehen mit Pu». 1953), ab 1961: «Pu baut ein Haus» bekannt, die im Cecilie Dressler Verlag Berlin, später Hamburg, erschienen. Die Zusammenarbeit von S. und A. A. Milne wurde 1973 in einem Film nachgestaltet. Ernest Howard Shepard. Illustration zu: A. A. Milne: Pu der Bär. Hamburg 1977. H. Wendland Bibliography Vollmer Bd. 4, S. 271 Lexikon der Kinder- und Jugendlit. Bd. 2. Weinheim 1980, S. 482

Shera, Jesse Hauk

(180 words)

Author(s): G. Gabel
* 8.12.1903 in Oxford, Ohio, † 8. 3. 1982 in Cleveland Hights, Ohio, amer. Bibliothekar. S. studierte an der Yale University und erhielt 1928 eine Anstellung bei der Scripps Foundation for Research in Population Problems. 1938 nahm er das Studium der Bibl.wissenschaft an der University Chicago auf, das er 1944 mit der Promotion abschloß. Im selben Jahr wurde S. als Professor an diese Ausbildungsstätte berufen, 1952 ging er als Dekan an die Bi…

Sherborne Missale

(156 words)

Author(s): B. Wilk-Mincu
Alnwick Castle, Duke of Northumberland (Dauerleihgabe British Library Loan MS 82). Die Hs. wurde zwischen 1396 und 1407 für die Abteikirche St. Mary in Sherborne, Dorset, von John Whas geschrieben. Sie ist ein typisches Beispiel der ost-anglischen Schule und berühmt wegen ihrer Überfülle an Miniatu-ren. Die Illuminationen stammen von fünf verschiedenen Künstlern, von denen John Siferwas (um 1380–1421) namentlich bekannt ist. Sherborne Missale. Illu…

Sheridan Company

(86 words)

Author(s): U. Hartwieg
amer. Firma, die unterschiedliche Maschinen für die Druckindustrie produzierte. U. a. baute die T. W. und C. B. Sheridan Company 1835 im heutigen Passaic (New Jersey) die erste Prägepresse für den Schmuck von Einbandstoffen. Im Jahr 1893 verfügte die S. über Patente und Vertrieb einer Maschine, die Buchrücken und -deckel als getrennte Einheit herstellte. Durch solche Entwicklungen wurde die Mechanisierun…

Shi

(4 words)

Siehe Zi

Shi huangdi

(153 words)

Author(s): H. Walravens
oder Qin Shi huangdi (ca. 259–ca. 210 v. Chr.), chinesischer Kaiser (ca. 221–ca. 210), Gründer der Dynastie Qin. Der Name bedeutet: 1. Kaiser von Qin (wovon sich der Name «China» ableiten dürfte). Er ei- nigte das in zahlreiche Territorien zersplitterte Reich und begründete den chinesischen Zentralstaat. Als erster nahm er den Titel «huangdi» an, der zu…

Shipton, Clifford Kenyon

(58 words)

Author(s): G. Gabel
(1902–1973), amer. Bibliograph und Autor. S. war Mitarbeiter an der «American Bibliography» (14 Bde.) und Hrsg. der «Early American Imprint 1639–1800» auf Mikrofilm. Er publizierte zudem Studien zur Druckgesch. Neuenglands und ein mehrbändiges Verz. der Studierenden an der Harvard University. G. Gabel Bibliography …

Shoemaker, Richard Heston

(102 words)

Author(s): G. Gabel
* 5. 4. 1907 in Cynway, Pennsylvania, † 3. 3. 1970 in New Brunswick, New Jersey, amer. Bibliothekar. S. erwarb 1939 sein Bibl.-Diplom an der Columbia University und 1941 sein Magister-Diplom an der Washington und Lee University. 1939–1947 war er Leiter der dortigen UB und 1947 bis 1959 Bibl.direktor an der Rutgers University. 1959–1970 wirkte S. als Professor an der Bibl.schule derselben Universität. S. ist Verf. (mit Ralph Shaw) der «American Bibliography 1801–1819»(22 Bde. 1958–1966) und von «American Imprints 1820–1830»(11 Bde. 1964 bis 1972). G. Gabel Bibliography Who was who …

Shoestring Press

(158 words)

Author(s): A. Rabeler
engl. Privatpresse, gegr. 1952 durch Ben Sands (* 1920 als Bernard Sovinsky), seit 1960 in Whitstable, Grafschaft Kent, beheimatet. Sands, dessen Familie um 1900 aus Polen eingewandert war, arbeitete zunächst als Werbegraphiker, bevor er sich auf die Buchill. mit Holz- und Linolschnitten spezialisierte. Die S. war ein reiner Einmannbetrieb mit denkbar simpler drucktechnischer Ausstattung, so daß die Kreation eines Buches oft mehrere Jahre in Anspruch nahm und nur wenige Ex. veröff. wurden. Sands…

Shores, Louis

(126 words)

Author(s): G. Gabel
* 14. 9. 1904 in Buffalo, New York, † 19. 6. 1981 in Tallahassee, Florida, amer. Bibliothekar. S. erhielt seine bibliothekarische Ausbildung an der Bibl.schule der Columbia University und promovierte 1934 in diesem Fach am George Peabody College, wo er dann bis 1946 als Direktor dieser Ausbildungsstätte fungierte. Anschließend nahm S. den Ruf an die Bibl.schule der Florida State University in Tallahassee an, wo er bis 1967 als Dekan lehrte. Zu seinen Spezialgebieten gehörte der Auskunftsdienst. …

Short runs

(36 words)

Author(s): G. Pflug
kurzfristig hergestellte komplette Aufl. durch Computerdruck-Verfahren im Rahmen des Printing on demand mit Hilfe von Laserdruckern oder Ink-Jet-Verfahren. G. Pflug Bibliography Schack, M.: Schöne, neue Datenwelt. In: Börsenbl. 167. 2000, Nr. 48, S. 7–8

Short Story

(176 words)

Author(s): G. Pflug
Ein im 19. Jh. in den USA aufkommender Begriff für eine Erzählform, die sich durch Kürze und Präzision vom Roman und selbst der Novelle absetzt. Sie erhielt ihre theoretische Begründung durch den Schriftsteller Edgar Allen Poe («The philosophy of composition». 1838) und den Literaturwissenschaftler Brander James Matthews («Philosophy of the short story». 1885). Ihre Verbreitung verdankt sie dem Interesse von Ztg.-und Magazinlesern an kurzen fiktiven Geschichten mit i. d. R. nicht mehr als 100 Zeilen. In den 1920er Jahren wurde diese Lit.form in Deutschland zuerst unter…

Short-Title-Catalogue (STC)

(176 words)

Author(s): H.-J. Genge
dt.: Kurztitelkat., ist eine bes. im engl.sprachigen Raum verbreitete Art von Bestandsverz., die sich im dt. Bibl.wesen mit wenigen Ausnahmen bei mit Computereinsatz erstellten Kat. nicht hat durchsetzen können. Die STC beschränken sich darauf, bei den Titelaufnahmen nur die wichtigsten bibliographischen An…

Siamesische Schrift

(164 words)

Author(s): C. Homann
Die S. ist eine Silbenschrift, bestehend aus 44 Konsonanten und mehr als 30 Vokalen beziehungsweise Vokalkombinationen, geschrieben von links nach rechts in fortlaufenden Zeichen ohne Interpunktion (d. h. keine Zwischenräume nach Wörtern, nur nach Sinneinheiten), in der Aussprache mehrtönig. Die Vokalzeichen stehen vor, hinter, über und unter den Konsonanten; über beiden stehen dann die Tonzeichen. Als ihr Schöpfer gilt König Ramkhang…

Siberch (Lair von Siegburg), John (Johann)

(194 words)

Author(s): S. Corsten
* 1476 in Sieglar, † vor 28. 9. 1554 in Siegburg, dt. Buchhändler, Drucker und Buchbinder. Nach Studium an der Univ. Köln (Immatrikulation vom 6. 12. 1492) war S. für seinen Schwager Franz Birckmann als Buchführer tätig. Dann machte er sich selbständig und ließ 1520 bei dem Kölner Drucker Eucharius Cervicornus die «Introductiones in rudimenta graeca» des Richard Croke drucken. Dieser war in Cambridge Professor für Griech. und schein…

Siber (Syber, Cyber), Johann

(227 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1445 in Nördlingen, † 1504 in Lyon, dt. Drucker und Buchhändler. S. wurde 1462 an der Univ. Freiburg immatrikuliert und lernte den Buchdruck in Basel. 1475–1477 soll er bei Erhard Ratdolt in Venedig als Geselle gearbeitet haben. Zus. mit Martin Huß brachte er 1478 in Lyon zwei medizinische Werke heraus: «Opera» des Johannes Mesuë (C 4007) und «Pandectae medicinarum» von Matthaeus Silvaticus (H 15197). S. machte sich dann selbständig und zeichnete sich durch ein anspruc…

Sibirische Schrift

(229 words)

Author(s): H. Röhling
Als eine linksläufige Schrift, die von oben nach unten zu lesen ist, verrät die S. einen semitischen Ursprung aramäischen Typs mit chinesischem Einschlag. Sie zeichnet sich in phonetischer Hinsicht durch große Genauigkeit aus. Mit einem leicht abgerundeten Duktus begegnet sie auch als Buchschrift auf Hss.-Fragmenten in Ostturkestan. Älteste Dokumente auf Steinen stammen vom Anfang des 8. Jh.s. Ihre Herkunft au…

Sibley, John Langdon

(135 words)

Author(s): G. Gabel
* 29. 12. 1804 in Union, Maine, † 9. 12. 1885 in Cambridge, Massachusetts, amer. Bibliothekar. S. studierte an der Harvard University, wo er 1828 den Abschluß in Theologie erlangte. 1829 trat er sein Amt als Pastor an, doch betätigte er sich ab 1841 zugleich nebenamtlich als Bibliotheka…

Sibyllenbuch-Fragment

(128 words)

Author(s): C. Schneider
auch «Fragment vom Weltgericht» (Unikat im Gutenberg-Museum Mainz). Beidseitig mit der sog. Donat-Kalender-Type bedrucktes Papierfragment eines wohl um 1360 in Thüringen verfaßten dt.sprachigen Sibyllenbuchs. Aufgrund von Typenvergleichen galt es lange Zeit als um 1445 entstanden und damit als eines der frühesten Druckwerke Gutenbergs. Dagegen wird heute eher eine Entstehungszeit um 1454 favorisiert. Auch nuklearphysikalische Untersuchungen an der K…

Sibyllinische Bücher

(679 words)

Author(s): G. Pflug
1. Die Vorstellung von einer Sibylle, die als eine nicht an ein Orakel gebundene Prophetin in ekstatischer Verzückung Warnungen und Weissagungen ausspricht, läßt sich bis in das 6. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Der älteste Beleg hat sich in einem Fragment von Heraklit (550–480 v. Chr.) erhalten (B 92). Das weist auf einen griech.-vorderasiatischen Ursprung hin. Wie eine Stelle bei Platon zeigt (Phaidros 244 B), war die Vorstellung allg. verbreitet. Aristoteles kennt bereits mehrere Sibyllen (Prob…

Sic

(50 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. = so!, wirklich so!) ist eine Bemerkung, die einem Wort in einem Zitat oder einer Titelangabe, gewöhnlich in Klammern, beigefügt wird, um auf eine fehlerhafte Schreibweise der Aussage hinzuweisen und damit den Vorwurf des Schreib- oder Druckfehlers von sich ab und auf den Autor hinzuwenden. G. Pflug

Sichem

(394 words)

Author(s): H. Wendland
niederl. Formschneider- und Kupferstecherfamilie. 1. Christoffel, auch «Christoph» (I) van S., * um 1546 in Amsterdam, † 20. 10. 1624 in Amsterdam, Kupferstecher und Formschneider, Drucker und Verleger. Erster Träger des Namens, der in vier Generationen mit der Signatur C V S fortgeführt worden ist. S. war 1555–1567 Schüler des Formschneiders Jan Ewoutsz. Er heiratete 1570 und war in Basel und Straßburg, 1598 in Amsterdam, 1603 in Leiden tätig. Buchill. in Holzschnitt enthalten die Werke: J. Mey…

Sicherheitsarchive

(88 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Datenverarbeitungsstellen dienen der (katastrophen-)sicheren Auslagerung von Daten beziehungsweise Datenträgern und sind damit ein wesentlicher Bestandteil der Datensicherung. Sie helfen zu verhindern, daß die Daten mißbraucht und die Datenträger beschädigt, zerstört oder entwendet werden können. S. verlangen bes. Schutzeinrichtungen, ggf. bis hin zur Erstellung ganzer Gebäude(teile) und geeignete Sicherungsmaßnahmen. H.-J. Genge Bibliography Drews, H.-L. / Kassel, H./Strnad, P.: Lexikon Datenschutz und Datensicherung. 3. Aufl. Berlin usw. 1986, S. 217 Pahl-be…

Sicherheitsleistung

(201 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Form einer Bürgschaft oder einer Kaution wird in manchen Bibl.en von Benutzern, bei denen mit der Zulassung zur Benutzung auch die Ausleihberechtigung verbunden ist, verlangt, sofern deren Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit nicht zweifelsfrei feststeht. Die Bürgschaft, die jeder (meist jedoch mit Ausnahme der Angehörigen der Bibl.) leisten kann, der selbst ohne S. die Bibl. benutzen darf, wird der Kaution im allg. vorgezogen. Da diese kein eigentliches Äquiva-lent für den Wert der Bücher s…

Sicherheitsverfilmung

(464 words)

Author(s): G. Wiegand
ist die Herstellung eines Filmes, meist in starker Verkleinerung (Mikrofilm, Mikrofiche), überwiegend zur Sicherung einer schriftlichen (gedr. bzw. handschriftlichen) oder bildlichen Überliefe-rung. Meistens wird eine Aufnahme auf 35-mm-Silber-Rollfilm als Archivierungsfilm hergestellt. Dieser Silber-film dient nicht der Benutzung, sondern ist ausschließlich Archivfilm und Vorlage für die Herstellung von Benutzungskopien. Der Silberfilm wird in Metallbehältern unter klimatisch möglichst geeigneten Bedingungen verwahr…

Sicherung der Buchbestände

(395 words)

Author(s): G. Wiegand
stellt sich für Bibl.en als Aufgabe auf mehreren Ebenen. Zum ersten geht es um die Sicherung vor Diebstahl, Beschädigungen und ähnliche Einwirkungen. Organisatorische Maßnahmen wie Eigentumskennzeichnung durch Stempel, Aufsicht in Lesesälen, Wachen an den Ausgängen können durch technische Hilfsmittel wie Detektoren («Buchsicherungsanlagen») ergänzt werden. Der Aufwand, den eine Bibl. für die Sicherung betreibt, muß nach dem Wert des zu sichernden Materials differenziert werden. Die organisatoris…

Sichowsky, Richard von

(312 words)

Author(s): H. Wendland
* 28. 5. 1911 in Hamburg, † 28. 1. 1975 ebd., Typograph und Buchgestalter, Hochschullehrer. Nach einer Schriftsetzerlehre in Hamburg, arbeitete S. in Böhmen, Österreich, Italien. Nach Studium an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München bei Hermannn Virl, Josef Käufer und Georg Trump war er seit 1937 in Hamburg in der neugegründeten Werkstatt des Verlages Heinrich Ellermann als Typograph und Buchgestalter tätig. 1946 wurde S. als Lehrer für Typographie und Buchgestaltung an die L…

Sichtbarmachung verblaster Schriften

(319 words)

Author(s): R. Fuchs
Alterung oder Abnutzung von Schriftstücken kann Schriften schwächen. Die verblaßten Schriftzüge können physikalisch und chemisch so verstärkt werden, daß sie wieder sichtbar werden. Mit fotografischen Differenzbildern und mit der Infrarot-Reflektographie und der UVReflektographie werden selbst geringfügige Reste der Tinte oder Tusche optisch verstärkt. Eisengallustinte verstärkte man mit chemischen Tinkturen; mit Gerbstofflösung, gelbem Blutlaugensalz und Säuren, mit Ammoniumsulfid, Oxalsäure un…

Sichtgerate

(54 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick †
nennt man Bildschirme zur Sichtbarmachung von Daten. Zu unterscheiden sind zwei Kategorien: 1. S. mit vorgegebenen und gespeicherten Formelementen (zur Dateneingabe und Datenausgabe). 2. S. ohne vorgegebene Formelemente. Die Steuerung erfolgt über ein in der Datenverarbeitungsanlage laufendes Programm. G. Engelsing-Schick † Bibliography Lexikon der Datenverarbeitung. 10. Aufl. München 1988, S. 564 bis 567.

Sichtkartei

(46 words)

Author(s): R. Jung
bes. Form der Flachkartei, bei der die Karten schuppenartig übereinander liegen, so daß der vorstehende Rand sichtbar bleibt und beschriftet werden kann (Kardex). Die S. wird bzw. wurde in Bibl.en vor allem für die Kontrolle der Lfg. von Zss. und Fortsetzungswerken eingesetzt. R. Jung

Sichtlochkartenverfahren

(4 words)

Siehe Lochkartenverfahren

Sichulski, Kazimierz

(111 words)

Author(s): K. Migon
*17. 1. 1879 in Lemberg, † 6. 11. 1942 ebd., poln. Maler, Graphiker, Karikaturist und Illustrator, Professor an den Kunsthochschulen in Lemberg und Krakau. Als Graphiker verwendete S. häufig die Lithographie. Er illustrierte die Krakauer Zss. «Chochoł» und «Liberum Veto» sowie zahlreiche Bücher. S. schuf Reihen von Karikaturen u. a. «XXX (=30) Karikaturen » (1904), «Das österr. Parlament» (1912), «Der Krieg» (1920) und wurde bes. als Karikaturist berühmt. Er war auch Schöpfer einiger Exlibris und nahm an den Ausstellungen der schönen Bücher in Leipzig (1927) und Paris (1931) teil. K…
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