Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Sigurdsson, Arne

(6 words)

Siehe Arne Sigurdsson

Sijthoff

(177 words)

Author(s): J. A. A. M. Biemans
Verlag und Buchdruckerei (A. W. Sijthoff ’s Uitgeversmaatschappij N. V.), anfangs in Leiden, später auch in Den Haag, gegr. 1851 von Albertus Willem Sijthoff (1829–1913). S. führte 1852–1854 die Schnellpresse in den Niederlanden ein (die einfache Schnellpresse No. II von Carl Reichenbach) und war seit 1855 tätig als Agent der Reichenbach’schen Maschinenfabrik in Augsburg. 1870 startete S. eine Reihe von billigen Ausg. für Arbeiter. Auch verschiedene Tagesztg. wurden von S. hrsg., wie z. B. «De L…

Sikwaya

(4 words)

Siehe Sequoyah

Silbensatz

(33 words)

Author(s): R. Golpon
silbenweiser Satz, insbes. in Sprachlehrbüchern anzutreffen. Die Silben werden durch Divis (Bindestrich) abgetrennt, z. B. Sil-ben-satz. R. Golpon Bibliography Bauer, F.: Handb. für Schriftsetzer. 6. Aufl. Frankfurt a. M. 1922, S. 301.

Silbenschrift

(208 words)

Author(s): H. Buske | G. Pflug
(auch syllabische Schrift oder Syllabographie) ist ein Schrifttyp, in dem die Schriftzeichen Sprachsilben abbilden. Es handelt sich bei ihr zwar um eine phonographische Schrift (Typologie der Schrift). Doch werden in ihr nicht die einzelnen Laute der Sprache wiedergegeben, sondern nur Silben, wobei häufig die Vokale unausgedrückt bleiben. Bei S.en mit lautbezeichnenden Grundzeichen, d. h. wenn ein Konsonant durch ein diakritisches Zeichen eine Vokalfunktion übernimmt – wie bei den indischen Schr…

Silbentrennung

(167 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Worttrennung) ist ein Teilgebiet der Rechtschreibung, in dem die Trennung von Wörtern am Zeilenende geregelt wird. Graphisch erfolgt die S. durch einen horizontalen Trennungsstrich, früher auch durch zwei parallele Striche. Methodisch haben sich zwei Prinzipien der S. entwickelt, eine Trennung nach Sprachsilben und eine nach Morphemfugen. Das Dt. bevorzugt die Trennung nach Sprechsilben, kennt jedoch – z. B. beim «st» sowie vor allem bei Fremdwörtern – Abweichungen, die nicht einheitlich d…

Silbenzählung

(22 words)

Author(s): Red.
ist ein Verfahren zur Umfangsschätzung eines Ms. (Abschätzen des Manuskriptes). Je nach Zweckmäßigkeit zählte man Buchstaben, Silben oder Worte. Red.

Silbenzeichen

(4 words)

Siehe Logotypen

Silber alias Franck (Argenteus), Marcellus

(122 words)

Author(s): P. Amelung
röm. Drukker im ersten Drittel des 16. Jh.s, wahrscheinlich ein Sohn des Druckers Eucharius Silber, eines Geistlichen aus der Diözese Würzburg, dessen Offizin, die 1480 bis 1509 bestand, er am selben röm. Standort («in Campo Flore») bis 1527 weiterführte. S. druckte vor allem im Auftrag der päpstlichen Kurie. Ansonsten bestand seine Produktion vor allem aus religiösem Kleinschrifttum, Flugschriften zu aktuellen Ereignissen sowie Pilgerführern. Sein typographisch bedeutendster Druck war sicher ei…

Silber (Argentus, Franck), Eucharius

(214 words)

Author(s): S. Corsten
aus der Diözese Würzburg stammender Druckerverleger, der 1480–1510 in Rom am Campo di fiore seine Offizin betrieb. S. war ein vielseitiger Unternehmer, der u. a. auch der Kurie offiziöse Drucksachen wie Bullen und Ansprachen lieferte. Er druckte zahlreiche Ausg. von klassischen Auto-ren und beschäftigte dabei führende Humanisten als Hrsg. und Kommentatoren. Diese ließen auch eigene Schriften bei S. drucken, so z. B. der «poeta laureatus» Hermolaus Barbarus (1454–1493) seine «Castigationes Plinia…

Silberbibliothek

(223 words)

Author(s): M. Komorowski
einzigartige bibliophile Slg. und bedeutendes Denkmal der Goldschmiedekunst in Preußen, die Herzog Albrecht von Preußen (1490–1568) und seine Gemahlin Anna Maria zusammenstellen ließen. Königsberger und Nürnberger Goldschmiede schufen zwischen 1545 und 1562 20 Silbereinbände für 27 Drucke und eine Handschrift. Es handelt sich dabei überwiegend um Schriften der Reformatoren Martin Luther, Philipp Melanchthon und Johannes Brenz. Die Holzdeckel der Einbände wurden auf beiden Seiten mit Silberplatte…

Silbereinbände

(123 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Bucheinbände, deren Deckel mit Silberschmiedearbeiten verziert sind. Diese Schmuck-form war im MA vor allem liturgischen Prachteinbänden vorbehalten. In der Renaissance wurde die prunkvolle Verzierung mit Silber auch auf profane Werke ausgedehnt ( Silberbibliothek). Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen den mit Silberblech und Edelsteinen verzierten Deckeln eines Holzdeckelbandes mit Leder- oder Samtüberzug und dem mit Scharnieren versehenen Metalleinband, in den der Buchblock integri…

Silberfischchen

(142 words)

Author(s): G. Brinkhus
auch Zuckergast (Lepisma saccharina), ist ein bis ca. 11 mm langes Insekt, das seinen Namen wegen seiner Farbe und seines Aussehens, aber auch wegen seiner Beweglichkeit trägt. Der lichtscheue flügellose Schädling lebt in dunklen, feuchten Ecken (z. B. hinter Fußleisten an Außenwänden), vermehrt sich bei gutem Nahrungsangebot sehr stark und findet in Archiv- und Bibl.gut ein ideales Nahrungsangebot, da er von Zucker, Eiweiß und Stärke lebt und auch Zellulose verwertet. S. sind ernstzunehmende Buchschädlinge. Silbereinbände. Vorderseite des Prachteinbandes zum Gebetbu…

Silbergriffel

(475 words)

Author(s): R. Fuchs
Seit röm. Zeit bis zur Entdeckung von Graphitstiften im 16. Jh. wurden Metallstifte/ Metallgriffel zum Schreiben und Zeichnen auf Pergament und auf Papier benutzt. Diese Griffel aus Silber, Blei, Zinn oder einer Mischung von Blei/Zinn oder Blei/Bismut reiben sich auf einem feinrauhen und hartem Untergrund ab und zeichneten mit dem sich bildenden Metalloxid eine schwarze Spur. Papier ist meist zu weich, um einen sauberen schwarzen Strich zu hinterlassen, daher wird Papier vorher mit einem geeigne…

Silberschnitt

(4 words)

Siehe Graphitschnitt

Silberstift

(89 words)

Author(s): R. Fuchs
Stift leitet sich von lat. stilos ab und bezeichnete das Instrument aus Kupfer oder Bronze, das zum Gravieren von Wachstafeln verwendet wurde und mit dem auf Pergament oder Papier nicht geschrieben werden konnte. Die lat. Bezeichnung graphicum ist der Ur-sprung für den auf Pergament und Papier schreibenden Metallgriffel. Sie hat sich lange gehalten und wurde in Frankreich beispielsweise auf den Vorsteher der Schreibstube, den «Greffier», übertragen. Um Verwechslungen mit Bleistiften (aus Graphit…

Silbertinte

(4 words)

Siehe Silbertusche

Silbertusche

(232 words)

Author(s): R. Fuchs
oft falsch mit Silbertinte bezeichnet, ist eine Metalltusche aus Silberpulver und Bindemittel, meist Gummi arabicum oder Proteinleimen wie Eiweiß, Hausenblase oder Pergamentleim. Selten wird bei der Argyrographie (Silberschrift) auch mit einem polierbaren Assis geschrieben und darüber Blattsilber gelegt. S. ist neben Goldtusche eine häufige Auszeichnungstusche für Prachthandschriften und Initialen. Häufig korrodiert die S. zu einer völlig schwarzen Schicht. Seltener ist sie jedoch völlig intakt erhalten, wenn sie beispielsweise mit …

Silhouette

(411 words)

Author(s): H. Wendland
auch Schattenriß oder Schattenbild gen., ist eine graphische Darstellungsform, die vom Scherenoder Papierschnitt abgeleitet ist: ein Abbild von Menschen, Figuren, Gegenständen ohne Binnenzeichnung nach ihrem Schatten. Die S.nkunst entstand mit den im 17. Jh. erstmalig in Europa auftretenden ostasiatischen Schattenspielen. Den Namen «Silhouette» erhielt das Schattenbild nachÉtienne de Silhouette, dem Finanzminister Ludwigs XV., der sich durch Sparmaßnahmen seit 1759 unbeliebt gemacht hatte und du…
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