Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Shi

(4 words)

Siehe Zi

Shi huangdi

(153 words)

Author(s): H. Walravens
oder Qin Shi huangdi (ca. 259–ca. 210 v. Chr.), chinesischer Kaiser (ca. 221–ca. 210), Gründer der Dynastie Qin. Der Name bedeutet: 1. Kaiser von Qin (wovon sich der Name «China» ableiten dürfte). Er ei- nigte das in zahlreiche Territorien zersplitterte Reich und begründete den chinesischen Zentralstaat. Als erster nahm er den Titel «huangdi» an, der zur Bezeichnung des Kaisers generell wurde. Ihm wird eine umfassende Bücherverbrennung im Jahre 213 zur Last gelegt, die indes nach neueren Forschu…

Shipton, Clifford Kenyon

(58 words)

Author(s): G. Gabel
(1902–1973), amer. Bibliograph und Autor. S. war Mitarbeiter an der «American Bibliography» (14 Bde.) und Hrsg. der «Early American Imprint 1639–1800» auf Mikrofilm. Er publizierte zudem Studien zur Druckgesch. Neuenglands und ein mehrbändiges Verz. der Studierenden an der Harvard University. G. Gabel Bibliography Sibley’s heir. A volume in memory of C. K. S. Boston 1982

Shoemaker, Richard Heston

(102 words)

Author(s): G. Gabel
* 5. 4. 1907 in Cynway, Pennsylvania, † 3. 3. 1970 in New Brunswick, New Jersey, amer. Bibliothekar. S. erwarb 1939 sein Bibl.-Diplom an der Columbia University und 1941 sein Magister-Diplom an der Washington und Lee University. 1939–1947 war er Leiter der dortigen UB und 1947 bis 1959 Bibl.direktor an der Rutgers University. 1959–1970 wirkte S. als Professor an der Bibl.schule derselben Universität. S. ist Verf. (mit Ralph Shaw) der «American Bibliography 1801–1819»(22 Bde. 1958–1966) und von «American Imprints 1820–1830»(11 Bde. 1964 bis 1972). G. Gabel Bibliography Who was who …

Shoestring Press

(158 words)

Author(s): A. Rabeler
engl. Privatpresse, gegr. 1952 durch Ben Sands (* 1920 als Bernard Sovinsky), seit 1960 in Whitstable, Grafschaft Kent, beheimatet. Sands, dessen Familie um 1900 aus Polen eingewandert war, arbeitete zunächst als Werbegraphiker, bevor er sich auf die Buchill. mit Holz- und Linolschnitten spezialisierte. Die S. war ein reiner Einmannbetrieb mit denkbar simpler drucktechnischer Ausstattung, so daß die Kreation eines Buches oft mehrere Jahre in Anspruch nahm und nur wenige Ex. veröff. wurden. Sands…

Shores, Louis

(126 words)

Author(s): G. Gabel
* 14. 9. 1904 in Buffalo, New York, † 19. 6. 1981 in Tallahassee, Florida, amer. Bibliothekar. S. erhielt seine bibliothekarische Ausbildung an der Bibl.schule der Columbia University und promovierte 1934 in diesem Fach am George Peabody College, wo er dann bis 1946 als Direktor dieser Ausbildungsstätte fungierte. Anschließend nahm S. den Ruf an die Bibl.schule der Florida State University in Tallahassee an, wo er bis 1967 als Dekan lehrte. Zu seinen Spezialgebieten gehörte der Auskunftsdienst. …

Short runs

(36 words)

Author(s): G. Pflug
kurzfristig hergestellte komplette Aufl. durch Computerdruck-Verfahren im Rahmen des Printing on demand mit Hilfe von Laserdruckern oder Ink-Jet-Verfahren. G. Pflug Bibliography Schack, M.: Schöne, neue Datenwelt. In: Börsenbl. 167. 2000, Nr. 48, S. 7–8

Short Story

(176 words)

Author(s): G. Pflug
Ein im 19. Jh. in den USA aufkommender Begriff für eine Erzählform, die sich durch Kürze und Präzision vom Roman und selbst der Novelle absetzt. Sie erhielt ihre theoretische Begründung durch den Schriftsteller Edgar Allen Poe («The philosophy of composition». 1838) und den Literaturwissenschaftler Brander James Matthews («Philosophy of the short story». 1885). Ihre Verbreitung verdankt sie dem Interesse von Ztg.-und Magazinlesern an kurzen fiktiven Geschichten mit i. d. R. nicht mehr als 100 Zeilen. In den 1920er Jahren wurde diese Lit.form in Deutschland zuerst unter…

Short-Title-Catalogue (STC)

(176 words)

Author(s): H.-J. Genge
dt.: Kurztitelkat., ist eine bes. im engl.sprachigen Raum verbreitete Art von Bestandsverz., die sich im dt. Bibl.wesen mit wenigen Ausnahmen bei mit Computereinsatz erstellten Kat. nicht hat durchsetzen können. Die STC beschränken sich darauf, bei den Titelaufnahmen nur die wichtigsten bibliographischen Angaben in möglichst kurzer Form zu ma-chen. Dadurch kann der Benutzer in leicht überschaubarer Weise einen schnellen Überblick über die Bestände der Bibl. gewinnen. Bei der Titelaufnahme und be…

Siamesische Schrift

(164 words)

Author(s): C. Homann
Die S. ist eine Silbenschrift, bestehend aus 44 Konsonanten und mehr als 30 Vokalen beziehungsweise Vokalkombinationen, geschrieben von links nach rechts in fortlaufenden Zeichen ohne Interpunktion (d. h. keine Zwischenräume nach Wörtern, nur nach Sinneinheiten), in der Aussprache mehrtönig. Die Vokalzeichen stehen vor, hinter, über und unter den Konsonanten; über beiden stehen dann die Tonzeichen. Als ihr Schöpfer gilt König Ramkhanghaeng von Sukhotkai (Steininschrift 13. Jh.; Vorbild: Khmer-Sc…

Siberch (Lair von Siegburg), John (Johann)

(194 words)

Author(s): S. Corsten
* 1476 in Sieglar, † vor 28. 9. 1554 in Siegburg, dt. Buchhändler, Drucker und Buchbinder. Nach Studium an der Univ. Köln (Immatrikulation vom 6. 12. 1492) war S. für seinen Schwager Franz Birckmann als Buchführer tätig. Dann machte er sich selbständig und ließ 1520 bei dem Kölner Drucker Eucharius Cervicornus die «Introductiones in rudimenta graeca» des Richard Croke drucken. Dieser war in Cambridge Professor für Griech. und scheint S. zur Niederlassung in der engl. Stadt veranlaßt zu haben. In…

Siber (Syber, Cyber), Johann

(227 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1445 in Nördlingen, † 1504 in Lyon, dt. Drucker und Buchhändler. S. wurde 1462 an der Univ. Freiburg immatrikuliert und lernte den Buchdruck in Basel. 1475–1477 soll er bei Erhard Ratdolt in Venedig als Geselle gearbeitet haben. Zus. mit Martin Huß brachte er 1478 in Lyon zwei medizinische Werke heraus: «Opera» des Johannes Mesuë (C 4007) und «Pandectae medicinarum» von Matthaeus Silvaticus (H 15197). S. machte sich dann selbständig und zeichnete sich durch ein anspruchsvolles Verlagsprogram…

Sibirische Schrift

(229 words)

Author(s): H. Röhling
Als eine linksläufige Schrift, die von oben nach unten zu lesen ist, verrät die S. einen semitischen Ursprung aramäischen Typs mit chinesischem Einschlag. Sie zeichnet sich in phonetischer Hinsicht durch große Genauigkeit aus. Mit einem leicht abgerundeten Duktus begegnet sie auch als Buchschrift auf Hss.-Fragmenten in Ostturkestan. Älteste Dokumente auf Steinen stammen vom Anfang des 8. Jh.s. Ihre Herkunft aus der soghdischen Schrift legt jedoch die Annahme eines wohl um Jh. größeren Alters nah…

Sibley, John Langdon

(135 words)

Author(s): G. Gabel
* 29. 12. 1804 in Union, Maine, † 9. 12. 1885 in Cambridge, Massachusetts, amer. Bibliothekar. S. studierte an der Harvard University, wo er 1828 den Abschluß in Theologie erlangte. 1829 trat er sein Amt als Pastor an, doch betätigte er sich ab 1841 zugleich nebenamtlich als Bibliothekar an der Harvard University. 1856–1877 war S. als Leiter dieser Bibl. tätig. Er betrieb eine umfassende Bestandsvermehrung, zeichnete für zahlreiche Innovationen verantwortlich, darunter Neufassungen der Katalogis…

Sibmacher, Johann

(444 words)

Author(s): H.-O. Keunecke
nachgewiesen erstmals 1590, † 23. 3. 1611 in Nürnberg, Wappenmaler, Radierer und Gebrauchsgraphiker in Nürnberg. Sein Hauptgebiet war die Buchill. und seine erste signierte Arbeit war das Titelblatt zur ersten Lfg. der «Symbola et emblemata» des Nürnberger Arztes und Botanikers Joachim Camerarius d. J. (1534–1598). Für dieses Buch steuerte er 400 Medaillons mit Motiven aus dem Pflanzen- und Tierreich bei; die ersten drei Centurien ersch. 1590–1596, die vierte 1604, nach dem Tode des Autors. Noch…

Sibyllenbuch-Fragment

(128 words)

Author(s): C. Schneider
auch «Fragment vom Weltgericht» (Unikat im Gutenberg-Museum Mainz). Beidseitig mit der sog. Donat-Kalender-Type bedrucktes Papierfragment eines wohl um 1360 in Thüringen verfaßten dt.sprachigen Sibyllenbuchs. Aufgrund von Typenvergleichen galt es lange Zeit als um 1445 entstanden und damit als eines der frühesten Druckwerke Gutenbergs. Dagegen wird heute eher eine Entstehungszeit um 1454 favorisiert. Auch nuklearphysikalische Untersuchungen an der Kalifornischen Univ. Davis (1984) verweisen die …

Sibyllinische Bücher

(679 words)

Author(s): G. Pflug
1. Die Vorstellung von einer Sibylle, die als eine nicht an ein Orakel gebundene Prophetin in ekstatischer Verzückung Warnungen und Weissagungen ausspricht, läßt sich bis in das 6. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Der älteste Beleg hat sich in einem Fragment von Heraklit (550–480 v. Chr.) erhalten (B 92). Das weist auf einen griech.-vorderasiatischen Ursprung hin. Wie eine Stelle bei Platon zeigt (Phaidros 244 B), war die Vorstellung allg. verbreitet. Aristoteles kennt bereits mehrere Sibyllen (Prob…

Sic

(50 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. = so!, wirklich so!) ist eine Bemerkung, die einem Wort in einem Zitat oder einer Titelangabe, gewöhnlich in Klammern, beigefügt wird, um auf eine fehlerhafte Schreibweise der Aussage hinzuweisen und damit den Vorwurf des Schreib- oder Druckfehlers von sich ab und auf den Autor hinzuwenden. G. Pflug

Sichem

(394 words)

Author(s): H. Wendland
niederl. Formschneider- und Kupferstecherfamilie. 1. Christoffel, auch «Christoph» (I) van S., * um 1546 in Amsterdam, † 20. 10. 1624 in Amsterdam, Kupferstecher und Formschneider, Drucker und Verleger. Erster Träger des Namens, der in vier Generationen mit der Signatur C V S fortgeführt worden ist. S. war 1555–1567 Schüler des Formschneiders Jan Ewoutsz. Er heiratete 1570 und war in Basel und Straßburg, 1598 in Amsterdam, 1603 in Leiden tätig. Buchill. in Holzschnitt enthalten die Werke: J. Mey…

Sicherheitsarchive

(88 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Datenverarbeitungsstellen dienen der (katastrophen-)sicheren Auslagerung von Daten beziehungsweise Datenträgern und sind damit ein wesentlicher Bestandteil der Datensicherung. Sie helfen zu verhindern, daß die Daten mißbraucht und die Datenträger beschädigt, zerstört oder entwendet werden können. S. verlangen bes. Schutzeinrichtungen, ggf. bis hin zur Erstellung ganzer Gebäude(teile) und geeignete Sicherungsmaßnahmen. H.-J. Genge Bibliography Drews, H.-L. / Kassel, H./Strnad, P.: Lexikon Datenschutz und Datensicherung. 3. Aufl. Berlin usw. 1986, S. 217 Pahl-be…
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