Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Sicherheitsleistung

(201 words)

Author(s): H.-J. Genge
in Form einer Bürgschaft oder einer Kaution wird in manchen Bibl.en von Benutzern, bei denen mit der Zulassung zur Benutzung auch die Ausleihberechtigung verbunden ist, verlangt, sofern deren Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit nicht zweifelsfrei feststeht. Die Bürgschaft, die jeder (meist jedoch mit Ausnahme der Angehörigen der Bibl.) leisten kann, der selbst ohne S. die Bibl. benutzen darf, wird der Kaution im allg. vorgezogen. Da diese kein eigentliches Äquiva-lent für den Wert der Bücher s…

Sicherheitsverfilmung

(464 words)

Author(s): G. Wiegand
ist die Herstellung eines Filmes, meist in starker Verkleinerung (Mikrofilm, Mikrofiche), überwiegend zur Sicherung einer schriftlichen (gedr. bzw. handschriftlichen) oder bildlichen Überliefe-rung. Meistens wird eine Aufnahme auf 35-mm-Silber-Rollfilm als Archivierungsfilm hergestellt. Dieser Silber-film dient nicht der Benutzung, sondern ist ausschließlich Archivfilm und Vorlage für die Herstellung von Benutzungskopien. Der Silberfilm wird in Metallbehältern unter klimatisch möglichst geeigneten Bedingungen verwahr…

Sicherung der Buchbestände

(395 words)

Author(s): G. Wiegand
stellt sich für Bibl.en als Aufgabe auf mehreren Ebenen. Zum ersten geht es um die Sicherung vor Diebstahl, Beschädigungen und ähnliche Einwirkungen. Organisatorische Maßnahmen wie Eigentumskennzeichnung durch Stempel, Aufsicht in Lesesälen, Wachen an den Ausgängen können durch technische Hilfsmittel wie Detektoren («Buchsicherungsanlagen») ergänzt werden. Der Aufwand, den eine Bibl. für die Sicherung betreibt, muß nach dem Wert des zu sichernden Materials differenziert werden. Die organisatoris…

Sichowsky, Richard von

(312 words)

Author(s): H. Wendland
* 28. 5. 1911 in Hamburg, † 28. 1. 1975 ebd., Typograph und Buchgestalter, Hochschullehrer. Nach einer Schriftsetzerlehre in Hamburg, arbeitete S. in Böhmen, Österreich, Italien. Nach Studium an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München bei Hermannn Virl, Josef Käufer und Georg Trump war er seit 1937 in Hamburg in der neugegründeten Werkstatt des Verlages Heinrich Ellermann als Typograph und Buchgestalter tätig. 1946 wurde S. als Lehrer für Typographie und Buchgestaltung an die L…

Sichtbarmachung verblaster Schriften

(319 words)

Author(s): R. Fuchs
Alterung oder Abnutzung von Schriftstücken kann Schriften schwächen. Die verblaßten Schriftzüge können physikalisch und chemisch so verstärkt werden, daß sie wieder sichtbar werden. Mit fotografischen Differenzbildern und mit der Infrarot-Reflektographie und der UVReflektographie werden selbst geringfügige Reste der Tinte oder Tusche optisch verstärkt. Eisengallustinte verstärkte man mit chemischen Tinkturen; mit Gerbstofflösung, gelbem Blutlaugensalz und Säuren, mit Ammoniumsulfid, Oxalsäure un…

Sichtgerate

(54 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick †
nennt man Bildschirme zur Sichtbarmachung von Daten. Zu unterscheiden sind zwei Kategorien: 1. S. mit vorgegebenen und gespeicherten Formelementen (zur Dateneingabe und Datenausgabe). 2. S. ohne vorgegebene Formelemente. Die Steuerung erfolgt über ein in der Datenverarbeitungsanlage laufendes Programm. G. Engelsing-Schick † Bibliography Lexikon der Datenverarbeitung. 10. Aufl. München 1988, S. 564 bis 567.

Sichtkartei

(46 words)

Author(s): R. Jung
bes. Form der Flachkartei, bei der die Karten schuppenartig übereinander liegen, so daß der vorstehende Rand sichtbar bleibt und beschriftet werden kann (Kardex). Die S. wird bzw. wurde in Bibl.en vor allem für die Kontrolle der Lfg. von Zss. und Fortsetzungswerken eingesetzt. R. Jung

Sichtlochkartenverfahren

(4 words)

Siehe Lochkartenverfahren

Sichulski, Kazimierz

(111 words)

Author(s): K. Migon
*17. 1. 1879 in Lemberg, † 6. 11. 1942 ebd., poln. Maler, Graphiker, Karikaturist und Illustrator, Professor an den Kunsthochschulen in Lemberg und Krakau. Als Graphiker verwendete S. häufig die Lithographie. Er illustrierte die Krakauer Zss. «Chochoł» und «Liberum Veto» sowie zahlreiche Bücher. S. schuf Reihen von Karikaturen u. a. «XXX (=30) Karikaturen » (1904), «Das österr. Parlament» (1912), «Der Krieg» (1920) und wurde bes. als Karikaturist berühmt. Er war auch Schöpfer einiger Exlibris und nahm an den Ausstellungen der schönen Bücher in Leipzig (1927) und Paris (1931) teil. K…

Sickler, Friedrich Carl Ludwig

(231 words)

Author(s): G. Pflug
*30. 11. 1773 in Grafentonna bei Langensalza, † 8. 8. 1836 in Gotha, Archäologe und Philologe. S. lebte 1802 in Paris, 1806 als Haus lehrer bei Wilhelm von Humboldt in Rom, seit 1812 als Pädagoge und Schulrat in Gotha. 1810 / 1811 gab er zus. mit dem Landschaftsmaler Johann Christian Reinhart (1761–1847) den innovativen «Almanach aus Rom für Freunde der bildenden Kunst» bei G. J. Göschen in Leipzig heraus, der sowohl über die Altertümer und ihre Ausgrabungen als auch über die zeitgenössische röm…

Siddhanta

(5 words)

Siehe Indische Bucharten

Siddur

(82 words)

Author(s): G. Pflug
(hebräisch = Ordnung) ist das jüdische Gebetbuch für die täglichen Gebete im Unterschied zum Machsor, das die Gebete für die Festtage enthält. Die älteste Ausg. stammt von dem Schulhaupt (Gaon) von Susa in Babylonien Saadia ben Josef (892–942). Doch weichen spätere Ausg. inhaltlich von dieser Slg. ab. Nur die Grundgebete sind in allen Ausg. identisch. G. Pflug Bibliography Elbogen, I.: Gebetbücher. In: Jüdisches Lexikon. Bd. 2. Berlin 1928, Sp. 906–913 Prayer books. In: Encyclopaedia Judaica. Bd. 5. Jerusalem 1971, Sp. 985–994.

Siderographie

(112 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
erfunden um 1810 von Jacob Perkins (Britisches Patent AD. 1819, No. 4400). Die Technik besteht darin, daß eine gehärtete Stahlstichgravur (z. B. ein Briefmarkenbild) in einen weichgemachten Stahlzylinder eingepreßt wird, so daß von diesem – nach erfolgter Härtung – beliebig viele, mit dem Original und untereinander völlig identische Duplikate hergestellt werden können. Zusammen eingespannt und abgedruckt ergibt sich z. B. ein ganzer Markenbogen. Ähnliches gilt auch für Banknoten und andere Wertp…

Sideronym

(27 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Pseudonym, das von einem Namen eines Sternes oder Sternbildes abgeleitet wird, z. B. Arkturus, Mann im Mond, Nordstern, Orion oder Sirius. G. Pflug

Sidgwick & Jackson

(100 words)

Author(s): G. Gabel
engl. Verlag, gegr. 1908 in London von Frank Sidgwick († 1939) und Robert Cameron Jackson († 1917). Die ersten Titel waren Gedichtbände, 1910 kam die Zs. Englishwoman» heraus, die für das Frauenwahlrecht eintrat, zudem wurden dramatische Texte publiziert. Als prominente Autoren konnte der Verlag Edward Morgan Forster, John Masefield und Rupert Brooke gewinnen. Zwischen den Weltkriegen wurde das Programm um Sachbücher erweitert. In den 1950er Jahren kamen Science-Fiction-Titel hinzu. 1970 wurde S…

Sidriano, Johannes de

(63 words)

Author(s): G. Engelsing-Schick †
ital., aus Mailand stammender Buchdrucker. Das erste 1473 in Pavia gedr. Buch stammt aus seiner Werkstatt: Angelus de Aretio «Lectura in Institutiones» (GW 10499). G. Engelsing-Schick † Bibliography Majocchi, R.: L’introduzione della stampa a Pavia. In: Bolletino della Società pavese di storia patria 2. 1902, S. 66–86 Encyclopedia of library and information science. Bd. 23. New York 1978, S. 340.

Sieb

(69 words)

Author(s): F. Schmidt | C. W. Gerhardt
bezeichnet in der Papierindustrie 1. jede perforierte Metallplatte in ebener, gebogener oder trommelartiger Form, die in Sortiermaschinen zur Trennung der Faser-suspension in Gutstoff und Grobstoff verwendet wird, 2. aus Metalldraht oder Polyamidfäden – teilweise auch nahtlos – hergestelltes Gewebe (Metalltuch beziehungsweise Kunststoffsieb) für den Einsatz auf Langsiebmaschinen und a Rundsiebmaschinen. F. Schmidt 3. Mit S. bezeichnet man die Druckform der Durchdruckverfahren (Siebdruck, Filmdruck, Serigraphie). C. W. Gerhardt

Siebdruck

(324 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ein Druckverfahren, das – wie auch Filmdruck und Serigraphie – zur Gruppe der Durchdruckverfahren gehört. Der S. ist im Prinzip ein Schablonendruck, d. h. daß durch die Öffnungen einer Schablone (hier ein Siebgewebe) Farbe auf einen Bedruckstoff «durchgedrückt» wird und so das Druckbild erzeugt. Die Verwendung von Schablonen für absolut formtreue, beliebig zahlreiche Vervielfältigung eines Motivs findet sich bereits in vorgeschichtlichen Kulturen. Im 19. Jh. verwendete man in England Schablonend…

Siebeck

(749 words)

Author(s): H. Buske
Verlegerfamilie. Erster Buchhändler in der kinderreichen Familie des August David Heinrich S., Organist zu St. Johannis in Leipzig, war Hermann Adolf S. (* 1816 in Leipzig, † 1877 in Frankfurt a. M.). Hermann S. wurde von der Witwe Heinrich Laupps 1839 zum Geschäftsführer der Lauppschen Buchhandlung in Tübingen berufen, nach seiner Heirat mit der ältesten Tochter 1840 zum Teilhaber. Nach dem frühen Tod seiner Frau 1842, die ihm zwei Kinder hinterließ, heiratete er 1849 deren jüngere Schwester Ma…
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