Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Sigill

(4 words)

Siehe Siegel

Sigismondi, Sigismondo de’

(178 words)

Author(s): A. Nuovo
† 1525, Hofbeamter (comes palatinus) aus Carpi bei Modena. S. war ein Wanderkopist und großer Schreiber. Er trug wesentlich zur Verbreitung der florentinischen «littera antiqua» bei. Zwischen 1481 und 1495 arbeitete er einige Jahre in Florenz und zwischen 1481 und 1487 auch in Rom, wo er sich sehr wahrscheinlich auch gegen Ende seines Lebens befand. Er kopierte Hss. für die Familie Pio in Carpi und arbeitete auch für die Este in Ferrara zu Beginn des 16. Jh.s. Viele seiner Hss., wie z. B. die be…

SIGLE

(47 words)

Author(s): C. Hasemann
(= System for Information on Grey Literature in Europe) ist eine Datenbank, die von den in EAGLE vereinten europäischen Partnern in Kooperation erstellt wird. In S. wird die wiss. Graue Lit. bibliographisch erschlossen, die durch mindestens einen EAGLE-Partner zur Benutzung bereit gestellt wird. C. Hasemann

Sigmaringen

(176 words)

Author(s): I. Bezzel †
Fürstlich Hohenzollernsche Hofbibliothek. Die im 18. Jh. entstandene, seit 1817 als Hofbibl. bezeichnete Bibl. verfügte 1997 über rund 130 Tsd. Bde., darunter 240 Inkunabeln, außerdem 519 Handschriften. Schwerpunkte des Bestands bilden die Gesch. Hohenzollerns und Lit. zur Erforschung der bedeutenden Kunstund kulturhistorischen Sammlungen des Fürstenhauses. Weitere Bibl.en in S. sind: a. die Bibl. der Fachhochschule Alberstadt-S., gegr. 1970, mit (1998) 40 Tsd. Bdn., b. die StB mit 20 Tsd. Bdn., c. die 1938 gegr. Bibl. des Stadtarchivs mit…

Signalexemplar

(95 words)

Author(s): H. Buske
oder Signalband, Vorausband, Fertigungsmuster. In der DDR übliche Bezeichnung für einen in der Buchbinderei handgefertigten Musterband für den Hersteller des Verlages, seltener für Autoren. Es mußte auf Bogen-, Tafel- und Beilagenfolge, auf Stand der Texte des Inhaltes, Einbandes und Schutzumschlages sowie die Qualität der Bindearbeit geprüft werden, um evt. Mängel vor Beginn der Partiearbeit beheben zu können. H. Buske Bibliography Pohle, J. / Wagner, K.-O.: Die Buchherstellung. Leipzig 1969, S. 26 und 64 Lexikon des Bibl.wesens. Bd. 2. 2. Aufl. Leipzig 1975, Sp. 1233 Lexikon …

Signatur

(576 words)

Author(s): H.-J. Genge
Die S. oder Standortnummer bezeichnet den Standort eines Buches in der Bibliothek. Sie ist im allg. numerisch oder alphanumerisch aufgebaut, besteht also entweder nur aus Ziffern oder aus Ziffern und Buchstaben. Die S. wird vom Bibliothekar festgelegt und auf die Rückseite des Titelblattes geschrieben, am Rücken des Buches auf einem S.enschildchen angebracht und in den Kat. der Bibl. angegeben. Die S., die heute meist eine Individuals. ist und im Gegensatz zur Gruppens. nur ein bestimmtes Buch k…

Signatur

(71 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
(Einkerbung an der Bleitype). Sie dient dem Handsetzer als Zeichen für die richtige Lage des Buchstabens im Winkelhaken. Die S.en sind zur Unterschei-dung sowohl in der Form als auch in ihrer Position verschieden angeordnet. Auszeichnungsschriften besitzen daneben eine weitere, bes. Signatur. Abb. Drucktype A. Ihlenfeldt Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst. Leipzig 1844 (ND ebd. 1984), S. 218 Handb. für Schriftsetzer. Klimschs graphische Bücherei. Frankfurt a. M. 1938, S. 29.

Signaturen-Einrichtung

(101 words)

Author(s): H.-J. Genge
ist eine leicht bedienbare Presse, mittels derer die a Signatur in Gold oder anderen Farben unmittelbar so auf den Buchrücken aufgeprägt werden kann, daß sie dauerhaft haften bleibt. Die S. ist heute kaum noch gebräuchlich. Die Bibl.en sind dazu übergegangen, entweder die Signatur von Hand und mit Schablone auf ein Papieretikett zu schreiben und dies auf den Buchrücken beziehungsweise den Vorderdeckel des Buches aufkleben zu lassen oder einen zeitsparenden und leistungsstarken Etikettendrucker, …

Signaux

(4 words)

Siehe Merkbänder

Signet

(4 words)

Siehe Buchdruckersignete

Signets

(44 words)

Author(s): H.-J. Genge
(von mittellat. signetum, franz. signet = das kenntlich Gemachte) sind am Buch befestigte Stoffbänd-chen, die zwischen zwei Seiten gelegt werden, um eine bestimmte Stelle schneller wiederaufzufinden. LesezeichenMerkbänder H.-J. Genge Bibliography Lexikon des Buchwesens. Hrsg. von J. Kirchner. Bd. 2. Stuttgart 1963, S. 718.

Signieren

(105 words)

Author(s): H.-J. Genge
meint in Bibl.en das Auftragen der Signatur des vom Benutzer zur Ausleihe gewünschten Buches auf den Bestellschein. Soweit sich die Signaturen in den Benutzerkat. feststellen lassen und die Ausleihe noch nicht automatisiert ist, sind die Benutzer gehalten, die Signaturen selbst zu ermitteln und auf den Bestellschein zu schreiben (sog. Signierzwang). Besteht kein Signierzwang, wird das S. vom Signierdienst übernommen. Signiert der Benutzer seine Bestellung selbst, läßt sich der Bestell- und Ausle…

Signierfähigkeit

(101 words)

Author(s): N. Groeben | U. Christmann
die Fähigkeit, den eigenen Namen zu schreiben, als Unterschrift unter Dokumente (Ehevertrag, Rekrutierungsvertrag etc.). In der historisch-quantitativen Demographieforschung zum Alphabetisierungsprozeß ist umstritten, welcher Grad von Lesefähigkeit damit erschlossen werden kann: eine im Durchschnitt größere Lese- als Signierfähigkeit, weil das Schreiben erst nach dem Lesen erlernt wird, oder eine geringere Lesefähigkeit, weil das Malen des Unterschriftsbildes keine Alphabetisierung impliziert. Signierte Einbände. Rücken von Anfang des 19. Jhdts. zu Ce…

Signierte Einbände

(315 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Bucheinbände, die der Buchbinder mit seinem Namen beziehungsweise mit dem Namen seiner Werkstatt zeichnet. Auf Einbänden des 15. Jh.s gibt es bereits Namensprägungen mit Einzeltypen (Konrad Forster) oder Namensstempel in Schriftbandform (Johannes Zoll), die eindeutig auf den Buchbinder hinweisen. Auf den Platten des frühen 16. Jh.s ist der Name des Buchbinders eingraviert, gelegentlich verbunden mit einem Satz, der auf seine Tätigkeit hinweist, dann ist eine Zu- weisung eindeutig möglich. B…

Signierter Abdruck

(143 words)

Author(s): H. Wendland
ist der Abzug von einer Original-platte (Holzschnitt, Linolschnitt, Radierung, Lithographie, Siebdruck), den der Künstler mit seiner Unterschrift oder Signatur (meist mit Bleistift unter der Darstellung rechts) sowie der Nummer des Abzugs und Zahl der Auflage (unter der Darstellung links) als sein Kunstwerk anerkannt hat. Abzüge für den Künstler selbst (vor der Verkaufs-Aufl.) sind häufig als «E. A.» (Épreuve d’Artiste) oder «Épreuve d’Essai» (Probedruck) mit oder ohne Unterschrift des Künstlers…

Signiertes Exemplar

(247 words)

Author(s): G. Pflug
Ein S. besitzt – meist auf dem Titel- oder dem Vorsatzbl. – aus verschiedenen Gründen Eintragungen. Die älteste Form stellen Provenienzvermerke dar, die auf frühere Besitzer hinweisen. Sie werden heute gewöhnlich durch den hss. eingetragenen Besitzernamen weitergeführt (Besitzervermerke). Diese Form ist sowohl in der Kodikologie wie in der Bibliophilie von Bedeutung. Daneben werden Bücher, die verschenkt werden, häufig vom Schenker mit einem Widmungstext versehen, der den Grund der Schenkung angibt, aber auch Zitate sowie den Namen des Schenkers enthält. Im 18. Jh. signier…

Signiertournee

(137 words)

Author(s): H. Buske
Als Tournee veranstaltete Autorenlesungen mit anschließenden Signierstunden in Buchhandlungen, Bibl.en, Lit.häusern oder anderen ortsbekannten Lokalitäten. Reine S.s ohne Lesungen sind selten, sie finden vereinzelt im Anschluß an Podiumsdiskussionen statt. Eine S. wird i. d. R. von Publikums- und Kinderbuchverlagen, Agenturen oder freien Veranstaltern organisiert. Rund 70 % der Veranstaltungspartner sind Buchhandlungen. Für die Verlage sind S.s wichtige Faktoren des Absatzprozesses. So organisie…

Signum

(18 words)

Author(s): T. Nielsen
finnische Zs. für wiss. Bibl.en und Dokumentation, seit 1968 vom wiss. Bibl.verband Finnlands herausgegeben. T. Nielsen
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