Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht

Get access Subject: Law
Herausgeber: Heribert Hallermann, Thomas Meckel, Michael Droege, Heinrich de Wall
Wiss. Mitarbeiter in der Redaktion: Vincent Jünger

Aufgrund der kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren stehen das Kirchen- und das Religionsrecht vor großen Herausforderungen und Modifikationen. Die Herausgeber haben daher ein neues Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht erarbeitet, dessen Ziel es ist, den Nutzern fundierte Orientierung und Informationen auf dem neuesten Stand der Forschung zum geschichtlich gewachsenen, geltenden eigenen Recht der Kirchen und Religionsgemeinschaften und zu deren rechtlichen Verhältnissen zum Staat zu liefern.

Information: Brill.com

Favor fidei

(10 words)

Favor fidei →Eheauflösung, →Privilegium Paulinum, →Privilegium Petrinum

Favor iuris

(815 words)

Author(s): Helmuth Pree
Favor iuris - Katholisch 1. Begriff u. Bedeutung: F. bez. das dem kan. Recht immanente Rechtsinstitut der rechtlichen Begünstigung von Rechtsinstituten, bestehenden Rechtsverhältnissen, Rechtsgütern od. Personen in bestimmten Situationen (causae favorabiles). Generell zählt dazu, was dem bonum publicum (Gemeinwohl) od. der salus animarum dient (vgl. c. 1452 § 1; c. 1110 § 1 CCEO), z. B. die causae piae (cc. 121-123, 1267 § 3, 1299-1310; cc. 929 f., 1016 § 1, 1043-1054 CCEO), darüber hinaus zahlreich…

Favor matrimonii

(284 words)

Author(s): Elmar Güthoff
Favor matrimonii - Katholisch Manchmal glaubt od. meint man, eine bestimmte Ehe sei aufgrund eines Ehehindernisses, eines Konsensmangels (Ehekonsensmängel) od. eines Formmangels ungültig. In rechtlicher Hinsicht ist eine solche Meinung od. Annahme völlig irrelevant, denn die einmal in kan. Form (Eheschließungsform) (od. bei konfessionsverschiedenen Ehen od. religionsverschiedenen Ehen die m. Dispens von der kan. Formpflicht) geschlossene Ehe erfreut sich der Rechtsgunst (favor iuris od f.); deshalb …

Febronianismus

(1,335 words)

Author(s): Manfred Weitlauff
Febronianismus - Historisch Der Begriff F. geht unmittelbar zurück auf das Pseudonym (Justinus) Febronius, unter dem der Trierer WBf. Johann Nikolaus von Hontheim 1763 seine programmatische Schrift De statu Ecclesiae et legitima potestate Romani Pontificis liber singularis, ad reuniendos dissidentes in Religione Christianos compositus veröff. hat. U. dementsprechend bildete sich der Begriff F. inhaltlich in Orientierung an den in der genannten Schrift (von theol. Standpunkt her) entwickelten, haupt…

Feier

(6 words)

Feier →Gottesdienst, →Sakramente, →Sakramentalien

Feiertage

(5,559 words)

Author(s): Peter Unruh | Rüdiger Althaus | Anne-Ruth Wellert | Vladimir Khulap | Micha Brumlik | Et al.
Feiertage - Staatlich F. u. der normative Feiertagsschutz bilden an allen Orten u. zu allen Zeiten ein Gemeingut der Menschheitsgeschichte. Seit der Entstehung u. Ausbreitung des Christentums kann zwischen dem Sonntags- u. dem Feiertagsschutz unterschieden werden. Der Schutz der Sonntagsruhe geht bis auf ein Edikt Kaiser Konstantins des Großen aus dem J. 321 zurück. I. Ü. entwickelte sich der Feiertagsschutz seit dem 5. Jh. Nach einem erheblichen numerischen Anstieg der F. im MA aufgrund der zunehm…

Feldmesse

(308 words)

Author(s): Matthias Pulte
Feldmesse - Katholisch F. bez. die Feier einer Hl. Messe unter freiem Himmel (sub divo). Die Tradition der F. reicht bis in karolingische Zeit zurück, dem Beginn einer geordneten Militärseelsorge. F. sind dort fester Bestandteil der Seelsorge, werden aber auch von Milizen u. Vereinen gepflegt. F. bedurften gem. cann. 822 §§ 2 u. 4 der Genehmigung des Ordinarius aus einem gerechten u. vernünftigen Grund. Für die Feier der Eucharistie (Eucharistiefeier) war früher stets ein Altarstein m. eingelassene…

Fernsehen

(5 words)

Fernsehen → Medien

Fernstehende

(342 words)

Author(s): Burkhard Josef Berkmann
Fernstehende - Katholisch F. ist kein kan. Fachbegriff u. erfährt als pastoraltheologische Kategorie zunehmend Kritik. In Anlehnung an c. 383 § 1 gelten als F. jene Katholiken, die von der religiösen Praxis abständig geworden sind. Eine genaue Abgrenzung ist nicht möglich u. es handelt sich um keinen bestimmten Rechtsstatus. Davon zu unterscheiden sind jedoch Apostasie, Schisma, der staatl. Kirchenaustritt u. die schwere Sünde (vgl. cc. 915 f., 1184 § 1 3°). Die Vernachlässigung der Pflichten gem. …

Ferntrauung

(5 words)

Ferntrauung → Eheschließungsform

Feuerbestattung

(5 words)

Feuerbestattung → Bestattung
▲   Back to top   ▲