Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht

Get access Subject: Law
Herausgeber: Heribert Hallermann, Thomas Meckel, Michael Droege, Heinrich de Wall
Wiss. Mitarbeiter in der Redaktion: Vincent Jünger

Bitte helfen Sie mit, unseren Service zu verbessern.

 Aufgrund der kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren stehen das Kirchen- und das Religionsrecht vor großen Herausforderungen und Modifikationen. Die Herausgeber haben daher ein neues Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht erarbeitet, dessen Ziel es ist, den Nutzern fundierte Orientierung und Informationen auf dem neuesten Stand der Forschung zum geschichtlich gewachsenen, geltenden eigenen Recht der Kirchen und Religionsgemeinschaften und zu deren rechtlichen Verhältnissen zum Staat zu liefern.

Information: Brill.com

GEKE

(9 words)

GEKE → Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

Gelehrter

(826 words)

Author(s): Mark Chalîl Bodenstein
Gelehrter - Islamisch „G. sind die Erben der Propheten, die ihnen Wissen hinterlassen haben“, heißt es in einer Überlieferung, die in zahlreichen sunnitischen (Sunniten) u. schiitischen (Schiiten) Traditionssammlungen zu finden ist. Damit einher geht die Verengung der Bez. ʿālim (Pl. ʿulamāʾ) auf G. religiöser Wissensgebiete wie Recht (fakīh u. muftī) (Mufti), Koranexegese (mufassir) (Interpretation, Auslegung) u. Theologie (mutakallim), aus denen bes. der muḥaddiṯ als G. der Prophetenüberlieferung…

Geltung

(1,935 words)

Author(s): Helmuth Pree | Ulrich Anke
Geltung - Katholisch 1. Rechtstheoretisch: Die Frage nach der G. (dem Verbindlichkeitsanspruch) des Rechts ist zugl. die Frage nach dem Grund der G. Recht u. G. bedingen sich gegenseitig. Was G. ist, hängt entscheidend vom zugrundegelegten Rechtsbegriff ab, u. was richtiges Recht ist u. wie dieses erkannt u. gefunden werden kann, hängt entscheidend vom Grund seiner G. ab. Es ist das Grundproblem der Rechtsphilosophie m. erheblichen Auswirkungen auf die Rechtsanwendung. Je nachdem, ob Recht unter de…

Gelübde

(2,197 words)

Author(s): Martin Rehak | Christoph Joest | Neri Ariel | Farid Suleiman
Gelübde - Katholisch Unter G. versteht man im kath. KR gem. c. 1191 § 1; c. 889 § 1 CCEO ein gegenüber Gott abgegebenes Versprechen, das vom Streben nach chr. Vollkommenheit motiviert ist u. sich auf ein bestimmtes Tun od. Unterlassen richtet, das gleichsam Gott als Opfergabe dargebracht wird. Das Versprochene muss menschenmöglich sein; für den Versprechenden eine sittlich gute Leistung (bonum melius) darstellen; u. ist von ihm kraft der Tugend der Gottesverehrung zu erfüllen. Das KR klassifiziert G. unter versch. Gesichtspunkten. Das innere G. ist geheim, das äuße…

Gemeinde

(4,338 words)

Author(s): Peter Unruh | Heribert Hallermann | Hans-Peter Hübner | Uri-Robert Kaufmann | Harry Harun Behr
Gemeinde - Staatlich G. ist eine politisch u. territorial bestimmte Form menschlichen Zusammenlebens auf der untersten Stufe des Staatsaufbaus. Die Idee der gemeindlichen Selbstverwaltung wurde zunächst in den sog. Stein-Hardenberg’schen Reformen (1808), in § 184 der Paulskirchenverfassung (1849) sowie Art. 127 WRV (1919) u. ist heute in Art. 28 Abs. 2 GG verankert. Die weiteren Rechtsgrundlagen finden sich in Bundesgesetzen, den landesrechtlichen Gemeindeordnungen, sowie in Fachgesetzen u. gemeind…

Gemeinde anderer Sprache und Herkunft

(740 words)

Author(s): Heribert Hallermann
Gemeinde anderer Sprache und Herkunft - Katholisch Die G. sind Strukturen der Migrantenpastoral innerhalb des Zuständigkeitsbereichs der DBK in unterschiedlicher rechtlicher Ausprägung. Deutschsprachige Gde. im Ausland werden i. d. R. als Auslandsgemeinden bez. 1. Die Rechtsordnung des CIC/1917 ging strikt vom Territorialprinzip aus u. stand der Errichtung von National- u. Sprachpfarreien ablehnend gegenüber. So bestimmte can. 216 § 4, dass Sprach- od. Nationalpfarreien o. ausdrückliches apost. Indult nicht errichtet werden d…

Gemeindeassistent(in)

(5 words)

Gemeindeassistent(in) → Gemeindereferent(in)

Gemeindediakon

(5 words)

Gemeindediakon → Diakon

Gemeindeglied

(5 words)

Gemeindeglied →Kirchenmitgliedschaft, →Kirchenzugehörigkeit

Gemeindehelfer(in)

(5 words)

Gemeindehelfer(in) → Pfarrhelfer(in)

Gemeindeleitung

(1,410 words)

Author(s): Heribert Hallermann | Hans-Peter Hübner
Gemeindeleitung - Katholisch 1. Die Frage nach der G. wird zunehmend im Kontext der Errichtung von Großpfarreien gestellt. Dabei wird oft die These zugrunde gelegt, dass viele Priester nicht fähig seien, in komplexen Strukturen die G. zu leisten, andererseits wollen viele Priester Seelsorger u. nicht Manager sein. G. wird demnach weithin m. Verwaltung, Organisation u. Management gleichgesetzt u. m. der Möglichkeit, Entwicklungsziele von Gemeinden vorgeben u. kontrollieren zu können. Dabei bleibt i.…

Gemeindemission

(779 words)

Author(s): Christoph Ohly | Hans-Tjabert Conring
Gemeindemission - Katholisch Die G. besitzt ihren Ausgangspunkt in der Bulle Regiminis militantis ecclesiae von P. Paul III. (1540), der dem neu gegr. Jesuitenorden die beständige Glaubenserneuerung u. -vertiefung des chr. Volkes anvertraute. Unter Rückgriff auf can. 1349 § 1 verpflichtet c. 770 die Pfarrer, zu bestimmten Zeiten (certis temporibus) u. gem. den Vorschriften des Diözesanbischofs bes. Predigten zu organisieren, die als geistl. Exerzitien, Volksmissionen (sacras missiones) od. in ander…

Gemeindeordnung

(900 words)

Author(s): Hans-Peter Hübner
Gemeindeordnung - Evangelisch 1. Begrifflich lässt sich G. i. S. einer Gemeindeverfassung als die Gesamtheit der Bestimmungen definieren, die Auftrag, Rechtsstellung, Leitung u. Organisation der Kirchengemeinde, ihre Zuordnung zu den anderen kirchl. Ebenen, die ortskirchliche Mitgliedschaft sowie das ortskirchliche Finanz- u. Haushaltswesen einschließlich der Vermögensverwaltung regeln. Die wesentlichen Grundlagen der G. finden sich in den Verf. u. GrO der Landeskirchen. Ergänzend bestehen umfassen…

Gemeindeprinzip

(890 words)

Author(s): Hans-Tjabert Conring
Gemeindeprinzip - Evangelisch Das G. ist im langen 19. Jh. ein kirchenpolitischer Begriff u. betont die rechtliche Eigenständigkeit der Gemeinde sowie deren gesicherte Mitwirkung an der Regierung einer sich schrittweise vom Staat ablösenden u. verfassungsrechtlich eigenständig werdenden Landeskirche. Typischerweise wird diese Gemeindeorientierung eher der ref. als der luth. Tradition zugeschrieben. Gleichwohl prägt v. a. das Gemeindebild des luth. Pfr. Emil Sulze (1832-1914) die Gemeindewirklichkei…

Gemeindereferent(in)

(974 words)

Author(s): Heribert Hallermann
Gemeindereferent(in) - Katholisch 1. Seit der Gemeinsamen Synode bez. G. im Bereich der DBK einen pastoralen Beruf in der Kirche, der von Frauen u. Männern ausgeübt werden kann. Der Beruf G. gründet theol. in der Lehre des Vat II über die aus Taufe u. Firmung erwachsende Berufung (Berufung, geistliche) der Laien zur Beteiligung an der Ausübung der Sendung der Kirche (LG 30-38; AA 2-3) sowie der daraus resultierenden Möglichkeit, dass Laien sowohl zur Mitarbeit am Apostolat der Hierarchie als auch z…

Gemeindeschwester

(7 words)

Gemeindeschwester →Caritas, Diakonie, →Diakonie-, Sozialstation

Gemeindeverband

(1,386 words)

Author(s): Thomas Schüller | Hans-Peter Hübner
Gemeindeverband - Katholisch Der G., auch Kirchengemeindeverband (Bsp.: Erzbistum Köln, Bistum Aachen, Bistum Trier, Bistum Essen) genannt, ist ein Zusammenschluss mehrerer Kirchengemeinden. Er ist wie die Kgde. eine Körperschaft des öffentlichen Rechts u. kann als jur. Person (Juristische Person, kirchliche) am Rechtsverkehr teilnehmen. Rechtliche Grundlage für den G. ist das Gesetz über die Verwaltung des kath. Kirchenvermögens (VVG) vom 24.07.1924, das vom Preußischen LT verabschiedet wurde u. h…

Gemeindeversammlung

(488 words)

Author(s): Thomas Schüller | Hans-Peter Hübner
Gemeindeversammlung - Katholisch Nach c. 215 wird allen Gläubigen das Recht zuerkannt, Versammlungen für Zwecke der Caritas, der Frömmigkeit u. zur Förderung der chr. Berufung in der Welt abzuhalten. Bezogen auf grundlegende Fragen ist diese Möglichkeit zum Austausch von Argumenten u. Meinungen für alle Gläubigen einer Pfarrei grds. möglich u. vereinzelt partikularrechtlich bezogen auf die Arbeit des Pfarrgemeinderates ausdrücklich vorgesehen. Die Einladung zur G. geht also i. d. R. vom Pfarrgemein…

Gemeinnützigkeit

(1,126 words)

Author(s): Michael Droege
Gemeinnützigkeit - Staatlich 1. Allg.: Im steuerlichen Gemeinnützigkeitsrecht fördert der Steuerstaat das vom Gemeinsinn getragene, selbstlose Engagement Privater für das Gemeinwohl. Das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht bildet m. seinen Regelungen im Mantelgesetz der Abgabenordnung (§§ 51 ff. AO) dabei einen steuerartübergreifenden organisationsbezogenen Fördertatbestand, der v. a. durch Befreiungsnormen in den Einzelsteuergesetzen durchgeführt wird. Steuerbefreiungen wegen G. finden sich etwa in…

Gemeinpflichten, -rechte der Gläubigen

(15 words)

Gemeinpflichten, -rechte der Gläubigen → Grundrechte und Grundpflichten der Christen
▲   Back to top   ▲