Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht

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Herausgeber: Heribert Hallermann, Thomas Meckel, Michael Droege, Heinrich de Wall
Wiss. Mitarbeiter in der Redaktion: Vincent Jünger

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 Aufgrund der kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren stehen das Kirchen- und das Religionsrecht vor großen Herausforderungen und Modifikationen. Die Herausgeber haben daher ein neues Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht erarbeitet, dessen Ziel es ist, den Nutzern fundierte Orientierung und Informationen auf dem neuesten Stand der Forschung zum geschichtlich gewachsenen, geltenden eigenen Recht der Kirchen und Religionsgemeinschaften und zu deren rechtlichen Verhältnissen zum Staat zu liefern.

Information: Brill.com

Oikonomia

(968 words)

Author(s): Anargyros Anapliotis
Oikonomia - Katholisch → Sehe Aequitas canonica Oikonomia - Orthodox Der natürliche Konflikt zwischen den schriftlich fixierten Gesetzen u. deren Umsetzung ist im Orth. Kan. Recht, dessen heutige Form im Großen u. Ganzen über tausend J. alt ist, bes. präsent. Fälle, in denen die Gesetzgebung als zeitlich überholt od. als ungerecht wahrgenommen wird, sind kaum zu vermeiden. Obwohl auch in der Orth. Kirche prinzipiell die Möglichkeit gegeben ist, das Gesetz im vernünftigen Rahmen abzuändern, bevorzugt das O…

Ökonom

(1,056 words)

Author(s): Helmuth Pree
Ökonom - Katholisch 1. Begriff, Grundlegendes: Das durch c. 26 des Konzils von Chalkedon (451) für die Bistumsverwaltung u. durch c. 11 des Nizänum II (787) auch für Klöster verbindlich vorgeschriebene Amt eines Ö. bez. im kath. KR den vom Leiter einer öff. kirchl. jur. Person (Juristische Person, kirchliche) versch., für die unmittelbare Verwaltung (Erhaltung u. Verbesserung des Vermögenbestandes, Ziehung der Erträge u. zweckentsprechende Verwendung) zuständigen Vermögensverwalter (administrator b…

Ökumene

(2,623 words)

Author(s): Eva Synek | Bernd Oberdorfer | Rade Kisić
Ökumene - Katholisch Dem Umstand, dass der CIC/1917 durch das Zweite Vatikanische Konzil vielfach unanwendbar geworden war, wurde zunächst durch eine Reihe von Sondernormen Rechnung getragen. Das DirOec/1967 regelte v. a. die Einrichtung ök. Kommissionen, Taufanerkennung, Förderung des geistl. Ökumenismus in der katholischen Kirche sowie den sensiblen Bereich Communicatio in spiritualibus (unterschieden in gemeinsames Gebet u. communicatio in sacris im engeren Sinne), 1970 wurden Anweisungen zur ök…

Ökumene und Kirchenrecht

(2,207 words)

Author(s): Heribert Hallermann | Michael Plathow
Ökumene und Kirchenrecht - Katholisch 1. Für die kath. Kirche der Vorkonzilszeit waren Ökumene u. Kirchenrecht unvereinbar: Gem. can. 1325 § 3 war es Katholiken verboten, o. ausdrückliche Erlaubnis des Apostolischen Stuhls od. des Bischofs an öff. Diskussionen od. Konferenzen m. Nichtkatholiken teilzunehmen. Ebenso war es Katholiken gem. can. 1258 § 1 verboten, aktiv einen nichtkatholischen Gottesdienst mitzufeiern; lediglich die passive Teilnahme an nichtkatholischen Bestattungsfeiern, Hochzeiten u.…

Ökumenischer Rat der Kirchen

(1,138 words)

Author(s): Burkhard Guntau
Ökumenischer Rat der Kirchen - Evangelisch 1. Grundlage: Der ÖRK wurde 1948 als Verein nach Art. 60 ZGB m. Sitz in Genf gegr. Er ist eine Gemeinschaft von ca. 350 ev., angl. (Anglikanische Gemeinschaft), altorientalischen, orth. (Orthodoxe Kirchen) u. Freikirchen aus 120 Ländern, darunter die Evangelische Kirche in Deutschland u. ihre Gliedkirchen. Er umfasst m. rund 550 Mio. Kirchengliedern etwa ein Viertel der weltumspannenden Christenheit. Das Hauptziel des ÖRK besteht darin, „einander zur sichtbar…

Ökumenisches Konzil

(2,182 words)

Author(s): Georg Bier | Daniel Benga
Ökumenisches Konzil - Katholisch Ein Ö. K. ist eine Vollversammlung des Bischofskollegiums m. dem Papst als seinem Haupt, auf der das Bischofskollegium zusammen m. dem P. Höchstgewalt über die Universalkirche (Gesamtkirche) ausübt (c. 337 § 1; c. 50 § 1 CCEO). 1. Die Ursprünge des Ö. K. liegen in den als Konzilien od. Synoden bez. regionalen Bischofsversammlungen der frühen Kirche. Nach der sog. Konstantinischen Wende des 4. Jh. wurden zur Förderung der kirchl. Ordnung alle Bischöfe der Ökumene, d. h. der gesamten damals bekannten…

Ökumenisches Patriarchat

(1,455 words)

Author(s): Grigorios Larentzakis
Ökumenisches Patriarchat - Orthodox Als Gründer der Kirche von Konstantinopel gilt der Apostel Andreas. Kaiser Konstantin gründete die neue Hauptstadt des Röm. Reiches dort, wo die kleine Stadt Byzantion war u. benannte sie Konstantinopel. Die Kirche der neuen Hauptstadt begann sofort an Ansehen u. zugl. strukturell einen bes. Rang innerhalb der Gesamtkirche zu gewinnen. Das zweite Ökumenische Konzil von Konstantinopel (381) gewährt dieser Kirche die gleichen Ehrenrechte wie der Kirche von Rom, weil Konstantinopel das „Neue Rom“…

Ökumenische Trauung

(11 words)

Ökumenische Trauung →Eheschließungsform, →Gemeinsame Feier der kirchlichen Trauung

Öle, heilige

(8 words)

Öle, heilige → Heilige Öle

Omnium in mentem

(1,027 words)

Author(s): Andreas Kowatsch
Omnium in mentem - Katholisch 1. Allg.: O. i. m. sind die Anfangsworte des Motu proprios Benedikts XVI. vom 13.12.2009, durch das Änderungen im Ehe- u. Weiherecht des CIC erfolgten. Die Novellen betreffen die eherechtlichen cc. 1086 § 1, 1117 u. 1124. Darüber hinaus erfolgte eine Novellierung der cc. 1008 u. 1009, welche die sakramententheologische Einordnung des Diakonats in den dreistufigen Ordo normieren. 2. Eherecht: Cc. 1086 § 1, 1117 u. 1124 sahen für Katholiken, die von der Kirche durch einen „formalen Akt abgefallen“ waren („actu formali ab Eccles…

Omophorion

(7 words)

Omophorion - Katholisch → Pallium