Religion in Geschichte und Gegenwart

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Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Mandeville

(312 words)

Author(s): Kronauer, U.
[English Version] Mandeville, Bernard de (1670 Dordrecht oder Rotterdam – 21.1.1733 Hackney bei London). M. promovierte in Leiden zunächst in Philos. und dann in Medizin, praktizierte für kurze Zeit als Arzt für Magen- und Nervenleiden in Rotterdam und lebte dann als Arzt und Schriftsteller in London. 1704 verzichtete er auf das Adelsprädikat in seinem Namen. 1705 veröff. M. anonym das allegorische Gedicht »The Grumbling Hive: Or, Knaves Turn'd Honest«: Ein wohlhabender Bienenstock (die engl. Nation…

Manegold

(163 words)

Author(s): Hartmann, W.
[English Version] von Lautenbach (nur in der Zeit von 1085 bis 1103 sicher bezeugt; am 24.1. ? gest.). Richard von Cluny (um 1160) kennt einen Wanderlehrer M., der mit Frau und Töchtern umhergezogen sei. Dieser dürfte mit M. identisch sein, der 1085 durch Anhänger Heinrichs IV. aus dem Stift Lautenbach im Elsaß vertrieben wurde. M. floh ins Stift Rottenbuch; zuletzt war er Propst im 1089 gegründeten Stift Marbach im Elsaß. – M. vf. 1085 zwei Schriften: Im »Liber contra Wolfelmum« werden die Lehren …

Manessier

(205 words)

Author(s): Sauterel, V.
[English Version] Manessier, Alfred (5.12.1911 St-Ouen, Départment Somme – 1.8.1993 Orléans), franz. Maler und Graphiker. M.s künstlerisches Schaffen ist von Vielseitigkeit geprägt: Malerei, Glasmalerei, Lithographie, Mosaik, Tapisseriekartons, Bühnendekoration. Mit 18 Jahren studierte er Architektur an der Ecole des Beaux Arts in Paris und besuchte mehrere Malerakademien. 1943 zog sich M. nach Soligny zur spirituellen Einkehr zurück, was sich prägend auf sein späteres Leben und Schaffen als rel. M…

Manetho

(10 words)

[English Version] ManethoAntisemitismus/Antijudaismus: II. Griechisch-römische Antike

Mangel

(371 words)

Author(s): Murken, S.
[English Version] Mangel, religionswissenschaftlich. Durch die Fähigkeit des selbstreflexiven Bewußtseins kann der Mensch seine Begrenztheiten auf allen Ebenen seines Seins erkennen: Er ist endlich, begrenzt, veränderlich, abhängig und unvollkommen. Dieser Perspektive menschlicher Selbstwahrnehmung steht in fast allen Philos. und Rel. ein ontologischer Bereich gegenüber, der – frei dieser Begrenzungen – als unendlich, unbegrenzt, unveränderlich, absolut und vollkommen angesehen wird. Der in der philos. Anthropologie durch A.Gehlen geprägte Begriff vom M…

Mani

(322 words)

Author(s): Oort, J. van
[English Version] (14.4.216 bei Seleucia-Ctesiphon – 26.2.277 Bet Lapat, Gundešapur), Begründer des Manichäismus. Sein Vater hieß Pattīg oder Pattēg, seine Mutter wahrscheinlich Maryam. Die Behauptung, er stamme aus königlichem Geschlecht, ist vermutlich Legende. Bestätigt ist jedoch die Erzählung an-Nadīms (10.Jh.), daß M. unter Täufern in Mesopotamien heranwuchs. Der Kölner M.-Kodex beweist, daß es sich dabei um Elkesaiten handelte. Diese Herkunft mag M.s Beziehungen zum gnost. Christentum (Gno…

Manichäismus

(4,462 words)

Author(s): Oort, J. van
[English Version] I. Die Entdeckung des Manichäismus Relativ spät wurde der M., die nach Mani benannte Weltrel., zum Gegenstand ernsthafter Forschung. Im MA wurde der Begriff M. im Westen zwar gebraucht, allerdings überwiegend als polemische Bez. für abweichende Meinungen. Sowohl seitens der Kirche als auch vom Staat wurden verschiedenste Ansichten großzügig mit dem Etikett des M. versehen, auch wenn sie mit dem hist. M. nichts zu tun hatten. Auf diese Weise wurde versucht, gesellschaftliche und theol…

Manie

(479 words)

Author(s): Ziemer, J.
[English Version] bez. allg. einen Zustand starker psychischer Erregung, der oft mit gesteigertem Selbstgefühl und ungehemmtem Tatendrang verbunden ist. In seinem Ursprungssinn kann das griech. μανι´α/manía einerseits Raserei und Wahnsinn bedeuten, andererseits aber auch Formen außerordentlicher Gemütsbewegungen von der Liebe bis zum Zorn bezeichnen. In der antiken Religionsgesch. sind göttliche Personifikationen des Wahnsinns, die Maniai (nur im Plural!), bemerkenswert. Sie wurden am gleichnamigen Ort bei Megalopolis v…

Manierismus

(552 words)

Author(s): Zymner, R.
[English Version] . Unter M. kann man allg. alle Formen akrobatischer Zeigelust verstehen, die auf die Schaulust eines Publikums und dessen Reaktion auf eben diese demonstrativ-akrobatische Beherrschung von Formen, Techniken, Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten setzt. In Kunst und Literaturen wäre M. demnach ein Verfahren, durch demonstrative Artistik eine Rezipientenreaktion auf eben diese Artistik herauszufordern. Dabei gibt es verschiedene bereichsspezifische Modi des allg. Verfahrens. So i…

Manila Manifest

(278 words)

Author(s): Fiedler, K.
[English Version] . Das M.M. ist das Schlußdokument des Kongresses für Weltevangelisation in Manila (Lausanne II) im Juli 1989, organisiert vom Lausanner Komitee für Weltevangelisation (Evangelikale Bewegung: IV.). Lausanne II ähnelte in vielem Lausanne I (Lausanner Verpflichtung, 1974). Anders als 1974 war das wiederum von John Stott redigierte Resultat keine (individuelle) Verpflichtung, sondern als Manifest eine »öfftl. Erklärung von Überzeugungen, Absichten und Motiven«, die die Lausanner Verp…

Mann

(138 words)

Author(s): Schwarzkopf, M.
[English Version] Mann, Horace (4.5.1796 Franklin, MA – 2.8.1859 Yellow Springs, OH), studierte Jura, war 1827–1833 Abgeordneter im Repräsentantenhaus, 1835–1837 im Senat von MA, 1837–1848 Secretary des für die Erarbeitung von Vorschlägen zur Reform des Schulsystems zuständigen Board of Education von MA, 1848 Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses und 1853 Präsident des koedukativen, für alle Rassen offenen Antioch-College, Yellow Springs, OH. Als Secretary wirkte M. für die Entwicklung einer sta…

Mann

(8,935 words)

Author(s): Heller, B. | Gerstenberger, E.S. | Lichtenberger, H. | Greschat, K. | Markschies, C. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichBislang liegen kaum explizite religionswiss. Studien zum Thema M. vor. Aufgrund des Androzentrismus (Androzentrik/Androzentrismus) herkömmlicher Forschung wurde zwar unter der Kategorie homo religiosus in der Regel Wissen über den rel. M. produziert, das aber heute aus der Perspektive der Genderforschung hinterfragt und neu bewertet wird. Aus diesem Blickwinkel erscheinen generalisierende Aussagen über M. und Frau (Frau und Mann) im Rahmen der Religion…

Manna

(10 words)

[English Version] MannaWüstenwanderung/Wüstenwanderungsüberlieferung

Männerarbeit der evangelischen Kirche

(427 words)

Author(s): Schröder, B.
[English Version] bez. im weiteren Sinn alle einschlägig-geschlechtsspezifischen erwachsenbildnerischen, seelsorgerlichen u. ä. Tätigkeiten im Raum der EKD, im engeren Sinn den gleichnamigen Dachverband (mit Sitz der Hauptgeschäftsstelle in Kassel). Geschichtlich wird an der Verwurzelung der M. in Vereinen des 19.Jh. die diakonische Dimension der M. erkennbar; an Initiativen von Kirchenvertretern wie W.Zoellner oder Johannes Müller (-Schwefe; 1874–1955) sowie an Männerwerk und Männerdiensten tritt das volksmissionarische A…

Männerbund

(322 words)

Author(s): Brunotte, U.
[English Version] . Der Volkskundler Heinrich Schurtz begründete 1902 durch seine Studie »Altersklassen und Männerbünde« die ethnologische Forschung über Zusammenschlüsse von Männern in indigenen Gesellschaften. Er systematisierte von Männern getragene, »freiwillige«, soziale Organisationsformen, die neben »natürlichen« Verwandtschaftsgruppen wie Familie oder Sippe stehen: Altersklassen, Männerhäuser, Clubs und Geheimbünde. Diese evolutionistische Hierarchie wurde in der neueren Forschung widerleg…

Männerwerk

(233 words)

Author(s): Schröder, B.
[English Version] . Der Begriff bez. bis in die Gegenwart Organisationen der Männerarbeit im Raum der ev. wie der kath. Kirche (im Unterschied zu derjenigen in christl. Vereinen; z.B. M. der Ev. Landeskirche in Württemberg). Im bes. ist M. verkürzte Bez. des »Deutschen Evangelischen Männerwerkes« (DEMW), das am 10.11.1933 auf Initiative der Reichskirchenleitung gegründet wurde. Es schloß die bis dahin in Vereinen (z.B. Arbeitervereinsbewegung, ev.), z.T. auch unter dem Dach der Inneren Mission (so der 1915 gegründete »Kirchl. Män…

Mannhardt

(282 words)

Author(s): Tybjerg, T.
[English Version] Mannhardt, Johann Wilhelm Emanuel (26.3.1831 Friedrichstadt, Schleswig, damals Dänemark – 25.12.1880 Danzig), Mythologe und Volkskundler. Der Sohn eines mennonitischen Predigers studierte von 1851 an in Berlin, ab 1853 an in Tübingen Germanistik, Sanskrit und Gesch. (1854 Promotion, 1857 Habil.). 1863–1873 war M. Bibliothekar an der Danziger Stadtbibliothek. M. wurde durch J.Grimms »Dt. Mythologie« sowie vergleichende Naturmythologen wie Adalbert Kuhn, F.M. Müller und Wilhelm Schwar…

Mannheim

(147 words)

Author(s): Wohlrab-Sahr, M.
[English Version] Mannheim, Karl (27.3.1893 Budapest – 9.1.1947 London). 1930–1933 Prof. für Soziologie in Frankfurt/M., emigrierte 1933 nach London und lehrte an der London School of Economics. M. begründete eine Wissenssoziologie, der zufolge die Beziehung zw. Wissen und Gesellschaft als Ausdrucksbeziehung zu verstehen ist. Im krit. Anschluß an K.Marx und W.Dilthey ging es ihm darum, »Denkstile« als in Weltanschauungssystemen verankert aufzuweisen, die bestimmten Wirtschafts- und Herrschaftssyste…

Mannheimer

(176 words)

Author(s): Silber, M.K.
[English Version] Mannheimer, Isaak Noa (17.10.1793 Kopenhagen – 18.3.1865 Wien), Reformprediger (Reformjudentum) in Wien. M. plädierte für rel. Reformen in Kopenhagen und predigte in den Reformtempeln von Berlin, Hamburg und Leipzig, bevor er 1824 nach Wien eingeladen wurde. Dort wandte er sich von den Tempelreformen (liturgische Veränderungen, Orgelmusik [Orgel]; s.a. Judentum: III.) den gemäßigten ästhetischen Innovationen des Westfälischen Konsistoriums zu. Er setzte sich dafür ein, daß die Gebe…

Manning

(280 words)

Author(s): Arx, J. v.
[English Version] Manning, Henry Edward (15.7.1808 Totteridge, England – 14.1.1892 London). Kath. Kardinal und zweiter Erzbf. von Westminster. M., von Herkunft Anglikaner, begann nach dem Studium in Oxford seine kirchl. Laufbahn in der Church of England und wurde bald Rektor von Lavington und Archidiakon in Chichester. Stark beeinflußt durch die Oxford-Bewegung konvertierte er 1851 zum röm. Katholizismus, wurde Priester und Probst des Metropolitan Chapter von Westminster. 1865 folgte er Kardinal N.W…
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