Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Taylor

(198 words)

Author(s): Tang, Edmond
[English Version] Taylor, James Hudson (21.5.1832 Barnsley, Yorkshire – 3.6.1905 China). Von seinem Vater schon bei der Geburt zum Chinamissionar bestimmt, nahm T. nach einem spirituellen Erlebnis mit 17 Jahren diese Berufung an. Im Alter von 21 Jahren ging er für die China Evangelical Mission nach China, war aber bald unzufrieden mit deren Missionsstrategie und -praxis. 1865 gründete er die China-Inland-Mission (CIM), die denominationsübergreifend war, im Gegensatz zu anderen Missionen nicht an der…

Taylor

(189 words)

Author(s): Hooker, Morna
[English Version] Taylor, Vincent (1.1.1887 Edenfield, Lancashire, England – 28.11.1968 Winchester), methodistischer Geistlicher und Neutestamentler. Besuch des Richmond College, London (1907–1910); seit 1930 Tutor am Headingly College, Leeds, später dessen Rektor (1936–1953); 1954 Fellow of the British Academy (FBA); 1954 Präsident der Studiorum Novi Testamenti Societas (SNTS); 1960 Verleihung der Burkitt-Medaille für Bibl. Studien. Durch seinen entschiedenen Einsatz für die Bedeutung von hist. Fo…

Taylor

(246 words)

Author(s): Carter, Grayson
[English Version] Taylor, Jeremy (15.8.1613 Cambridge – 13.8.1667 Lisburn, Irland), Sohn eines Barbiers, studierte in Cambridge und wurde 1636 Fellow am All Souls College in Oxford. Danach bekleidete er Kaplanstellen bei Erzbf. W. Laud und Charles I.; 1638 wurde er Pfarrer in Uppingham, Rutland. Mit seiner Schrift »The Sacred Order and Offices of Episcopacy« (1642) erlangte er einen theol. Doktortitel. Während des Bürgerkriegs geriet er als Kaplan im Dienst der Krone in Gefangenschaft. Anschließend…

Technikethik

(207 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] ist diejenige Bereichsethik, welche die Vorzugswürdigkeitsfragen der Technikentwicklung und Technikanwendung behandelt. Ihre wesentlichen Themen sind: Verträglichkeit der Anwendung bestimmter Techniken mit der Würde des Menschen, Vorzugswürdigkeit konkurrierender Möglichkeiten der Technikentwicklung, Gerechtigkeitsfragen bei der Verteilung von Nutzen und Lasten des Technikeinsatzes, Gemeinwohlverträglichkeit, gerade auch langfristig, und Vorzugswürdigkeit verschiedener Technikpfa…

Technikfolgenabschätzung

(432 words)

Author(s): Wachlin, Klaus Anselm
[English Version] (TA, von engl. »technology assessment«), ist Reflex neuerer Entwicklungen der Technik: z.T. dramatische Nebenfolgen des technischen Fortschritts führen zu Technikkonflikten, Legitimations-, Steuerungs- und Vertrauensproblemen (Expertendilemma). An den Schnittstellen von Exekutive und Legislative, Wirtschaft/Wiss. und Öffentlichkeit entstehen Anforderungen, die Chancen und Risiken des wiss.-technischen Fortschritts mittels TA zu gestalten. Die erste politikberatende TA-Institution war das »Office of Technology Assessment« (OTA,…

Technik/Technologie

(4,351 words)

Author(s): Berg, Christian | Meisinger, Hubert | Krüger, Oliver | Schmidt, Jan C. | Herms, Eilert
[English Version] I. Begrifflich 1.Technik In der Antike meinte τε´χn̆η/téchnē urspr. handwerkliches Spezialistenwissen, konnte dann aber auch die Kompetenz für vernünftiges Vorgehen in anderen praktischen, künstlerischen oder philos. Gebieten bez. Bei Aristoteles ist téchnē die auf ein Hervorbringen (Praxis/Poiesis) gerichtete vernünftige Haltung; téchnē imitiert das Naturgeschehen, von dem sie zwar unterschieden, in das sie aber eingebettet ist. Mit der Kritik der aristotelischen Metaphysik wandelt s…

Tecumseh

(179 words)

Author(s): Adogame, Afe
[English Version] (1768 Old Piqua, OH – 15.10.1813 am Thames River, Ontario, Kanada), Angehöriger der Shawnee, gilt als polit. Führer verschiedener Indianervölker (Indianer). Im frühen 19.Jh. gelang T. die Gründung einer indianischen Konföderation. Nach einer rel. Erfahrung forderte 1805 Lalawethika, ein Bruder T.s, in seiner Lehre der kulturellen Erneuerung den Abbruch aller Kontakte mit den Amerikanern. Von 1808 an wandelte T. die rel. Bewegung in ein polit. Bündnis um und drang darauf, kollekti…

Te Deum

(11 words)

[English Version] Ambrosianischer Lobgesang (Te Deum)

Teellinck

(461 words)

Author(s): Kirn, Hans-Martin | König, Christopher
[English Version] 1.Willem , (4.1.1579 Zierikzee – 8.4.1629 Middelburg), niederländischer ref. Theologe und Erbauungsschriftsteller, wichtigster Vertreter der frühen Nadere Reformatie. Nach Jurastudium in St. Andrews and Poitiers 1604 Theologiestudium in Leiden, 1606 Pfarrer in Haamstede und Burg, 1613 in Middelburg, wo anfangs F. Gomarus und A. Walaeus zu seinen Kollegen zählten. T.s Entschluß zum Theologiestudium ging unmittelbar auf die Begegnung mit engl. Puritanern in Bradbury zurück, deren a…

Tefilla

(12 words)

[English Version] Gebet: XI. Judentum, 1. Antike

Tefillin

(8 words)

[English Version] Gebetsriemen

Tegernsee

(247 words)

Author(s): Treusch, Ulrike
[English Version] Tegernsee, ehem. Abtei und Stadt am T., Oberbayern. Das um 760 von den adligen Brüdern Otkar und Adalbert (später erster Abt) gegründete Kloster (Patrozinium des hl. Quirinus) war die bedeutendste bayerische Benediktiner-Abtei. Anfang des 9.Jh. eines der reichsten Königsklöster mit zahlreichen Eigenkirchen und Filialgründungen in Ilmmünster und St. Pölten (Niederösterreich), verfiel T. im 10.Jh. infolge der Säkularisation großer Teile der Klostergüter. Kaiser Otto II. ließ T. 978…

Tegnér

(244 words)

Author(s): Detering, Heinrich
[English Version] Tegnér, Esaias (13.11.1782 Kyrkerud, Värmland – 2.11.1846 Växjö). Der Pfarrerssohn wurde 1810 in Lund Prof. für Ästhetik, 1812 für Gräzistik und nach patriotischen Versdichtungen (Svea, 1811) 1818 Mitglied der Schwedischen Akademie, für die er zahlreiche Werke vf. Nach klassizistischen Anfängen entstand 1818–1825, durch ästhetische Reflexionen und Verserzählungen (u.a. Nattvardsbarnen, dt. Die Konfirmanden, 1820; Axel, 1822) vorbereitet und begleitet, sein Hauptwerk, das epische G…

Teilhabe

(478 words)

Author(s): Rese, Friederike
[English Version] . Plato verwendet den Begriff der T. (με´ϑεξις/méthexis) zum einen, um das Verhältnis der Ideen zu den Erscheinungen (Phänomen) zu erläutern, welche an den Ideen teilhaben, und zum anderen, um das Verhältnis von Ideen zueinander zu erläutern, welche aneinander teilhaben können. Bei der Verwendung des Begriffs im zweiten Sinne tritt an seine Stelle auch der Begriff der »Gemeinschaft« (κοιn̆ωn̆ι´α/koinōnía) (soph. 254b8–c5). Impliziert der Begriff der T., daß das Teilhabende einen geringeren Seinsrang hat als dasjenige, an dem es teilhat …

Teilhard de Chardin

(441 words)

Author(s): Hübner, Jürgen
[English Version] Teilhard de Chardin, Pierre (1.5.1881 Sarcenat bei Clermont-Ferrand – 10.4.1955 New York), Paläontologe und Theologe, 1899 Eintritt in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten). Philosophieausbildung auf Jersey, 1905 Physiklehrer in Kairo, 1908 Theologiestudium in Hastings, 1911 Priesterweihe. Die Rezeption der Evolutionstheorie (Evolution) und der Versuch ihrer theol. Verarbeitung (Konzepte wie La Vie cosmique, 1916 u.a.) stießen im Orden auf Ablehnung. Der Kriegsdienst 1914–1919 als Sanitä…

Teilkirche

(246 words)

Author(s): Hierold, Alfred E.
[English Version] (ecclesia particularis). Begriff: T. wird in der kath. Kirche in einem doppelten Sinn gebraucht. Zum einen setzen wichtige Dokumente des Vaticanum II T. identisch mit der von einem Bischof und seinem Presbyterium geleiteten Kirche an einem bestimmten Ort (LG 23,1; 27,1; 45,2; CD 11,1 u. ö.). An anderer Stelle nennt das Konzil einen Verband von mehreren Diözesen ebenfalls T., die trotz eigener theol. und rechtlicher Traditionen die Einheit mit der Universalkirche wahren, z.B. die Rituskirchen (LG 13,4; OE 2–4; vgl. Kirchenverfassung: V.,2., d). Kirchenrechtli…

Tekoa

(8 words)

[English Version] Thekoa

Telefonseelsorge

(416 words)

Author(s): Wieners, Jörg
[English Version] . I. Nach frühen Anfängen in den USA an der Schwelle zum 20.Jh. gewannen erst Mitte der 50er Jahre telefonische Notrufe größere Bedeutung. In Europa begründete als erster Chad Varah (London 1953) mit den »Samaritans« eine lebensfähige Organisation. In Deutschland folgten bald drei Gründungen mit ungleichen Konzeptionen: Im Oktober 1956 wurde auf Betreiben von Klaus Thomas in Berlin die Rufnummer der »Ärztlichen Lebensmüdenbetreuung« veröff. Dieses Datum gilt gemeinhin als der Begi…

Telemann

(436 words)

Author(s): Hobohm, Wolf
[English Version] Telemann, Georg Philipp (14.3.1681 [nach julianischem Kalender] Magdeburg – 25.6.1767 Hamburg), galt den Zeitgenossen als bedeutender Komponist von Kirchenmusik (: IV.,4., a; Kantatenjahrgänge [Kantate], oratorische Passionen), Passionsoratorien (B.H. Brokkes-Passion, 1716; Seliges Erwägen, 1722; Der Tod Jesu, 1755 [Passionsmusik: IV., Oratorium]), Opern (Socrates, 1721; Pimpinone, 1728; Emma und Eginhard, 1728), Instrumentalmusik und Liedern. Ca. 50 Drucke (u.a. fünf Kantatenjahrg…

Teleologie

(3,334 words)

Author(s): Evers, Dirk | Hewlett, Martinez J. | Angehrn, Emil | Herms, Eilert
[English Version] I. Zum Begriff T. ist ein 1728 von Ch. Wolff geprägter Neologismus (Philosophia rationalis sive logica, 1728, § 85), der denjenigen Teil der Naturphilosophie bez., der die Dinge von ihrem Zweck (griech. τε´λος/télos, »Ende, Ziel«) her erklärt, und ist von hier aus in andere Sprachen gewandert. Sachlich hat der Begriff jedoch eine weit zurückreichende Vorgesch. Bei Aristoteles ist die Betrachtung der Erscheinungen gemäß des Worumwillen (ου῾˜ ε῞n̆εκα/hoú héneka, »worumwillen«) eine der vier Formen der Kausalität, vom lat. MA als causa finalis b…

Teleologische Ethik

(10 words)

[English Version] Güterethik

Teleonomie

(453 words)

Author(s): Hewlett, Martinez J.
[English Version] . Ch.R. Darwin bestritt nicht, daß die Natur zweckmäßig gestaltet sei. Vielmehr führte ihn die Offensichtlichkeit dieser Zweckmäßigkeit zu der Frage, wie sie zustande kommt. Die Antwort gab er in seiner Evolutionstheorie (Evolution: IV.), welche von einem gemeinsamen Vorfahren ausgeht und die Komplexität der belebten Welt durch das anhaltende Wechselspiel zw. Modifikation bei der Vererbung und natürlicher Auslese erklärt. Eine ganz andere Antwort gab W. Paley in seiner Naturtheol…

Tell Dēr ʿAllā

(360 words)

Author(s): Hübner, Ulrich
[English Version] liegt im zentralen Jordangraben, 5 km östlich des Jordan und 1,5 km nördlich des Jabbok, und war Kreuzungspunkt wichtiger Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Grabungen der Universität Leiden (Hendricus Jacobus Franken; Gerrit van der Kooij) und der Universität Irbid (Moawiyah M. Ibrahim; Zaidan Kafafi) seit 1960 haben die Grundzüge der Besiedlung nachgewiesen: Spätestens seit der MB-Zeit II besiedelt, war der Hügel in der SB-Zeit Heiligtum und Marktzentrum der Region. Zu den Fun…

Teller

(587 words)

Author(s): Beutel, Albrecht
[English Version] 1.Romanus , (21.2.1703 Leipzig – 5.4.1750 ebd.), 1719 Studium der Philos. und Theol. in Leipzig (1721 M.A.), 1723 Katechet an St. Petri, 1727 Sonnabendprediger an St. Thomae ebd., 1730 Diakonus an St. Maximi in Merseburg, 1731 Katechet an St. Petri, 1737 Diakonus, 1745 Pastor an St. Thomae in Leipzig. Daneben als Bacc. theol. seit 1723 exegetische und homiletische Vorlesungen, 1735 a.o., 1740 o. Prof. der Theol. in Leipzig, 1741 zudem Domherr in Zeitz. – T. war ein überregional g…

Tell es-Saʿīdīye

(210 words)

Author(s): Hübner, Ulrich
[English Version] . Laut den Ausgrabungen durch Pritchard 1964–1967 und seit 1985 durch Tubb war die im zentralen Jordantal gelegene Ortslage spätestens seit der FB-Zeit besiedelt, erlebte in der ausgehenden SB-Zeit und der frühen E-Zeit eine urbane Blüte, wahrscheinlich als Sitz eines äg. Gouverneurs. Das einzigartige Wassersystem bestand aus einer überdachten Treppe, die zu einer Quelle extra muros führte. Nach einer Besiedlungslücke lebte die Stadt als Teil des Kleinstaates Israel wieder auf, b…

Tell es-Sebaʿ

(269 words)

Author(s): Herzog, Ze'ev
[English Version] (1 Hektar) liegt an der Mündung des Nahal Hebron ins Nahal Beersheba. Früheste Besiedlung datiert in die E-Zeit I (Strata IX–VIII, Wohn- und Vorratsgruben, spätes 11. bis frühes 10.Jh. v.Chr.). Stratum VII (Teil einer Siedlungswelle im Beersheba-Tal und Negev-Hochland, frühe E-Zeit II A, spätes 10.Jh.) ist ein Häuserring mit Zentralplatz. Nach Zwischenphase Stratum VI entstand die erste befestigte Stadt (Stratum V, Massivmauer, Glacis, Doppeltor, Wassersystem, wiederbenutzt Strat…

Telos

(9 words)

[English Version] Teleologie, Zweck/Mittel

Tempel

(8,167 words)

Author(s): Maier, Bernhard | Berlejung, Angelika | Steimle, Christopher | Bieberstein, Klaus | Zellentin, Holger | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Das dt. Wort »T.« geht über mhd. »tempel« (mask. und ntr.) zurück auf ahd. »tempal« (ntr.), eine Entlehnung aus dem lat. Wort »templum«. Als Begriff der religionswiss. Fachsprache steht das Wort neben den allgemeineren Benennungen »Heiligtum« und »Kultstätte«. Dabei hat sich die Verwendung der urspr. lat. Bez. über den Bereich der griech.-röm. Antike hinaus v.a. für solche Anlagen durchgesetzt, die im Hinblick auf ihre bauliche Gestalt (Monumentalität,…

Tempelgesellschaft

(362 words)

Author(s): Perry, Yaron
[English Version] (Deutscher Tempel). Die Ursprünge der T. liegen in der geistl. Erneuerungsbewegung des dt. Pietismus des 17.Jh. Im 19.Jh. sammelten Ch. Hoffmann und Georg David Hardegg (1812–1879) Tausende württembergische Untertanen und gründeten 1854 die »Gesellschaft für Sammlung des Volkes Gottes in Jerusalem«. Streit mit der ev. Kirche führte 1861 zur Spaltung und Formierung als »Dt. Tempel« mit dem Ziel, soziale Reformen anzustoßen und in Deutschland das Interesse zu wecken, diesen geistl.…

Tempel im Buddhismus

(14 words)

[English Version] Kloster: III. Buddhismus

Tempelrolle

(779 words)

Author(s): Lange, Armin
[English Version] . I.Handschriften und Einfluß in Qumran. Von der T sind drei Handschriften erhalten: 4QT (4Q524), 11QT a.b (11Q19.20). Die Zuordnung von 11Q21 (11QT c) ist unsicher. Paläographie und Bruchstrukturen weisen 4Q365a (4QT?) der Hs. 4Q365 (4QRP c) zu. 11QT a ist mit Resten von 66 Kolumnen (= 8,148 m von urspr. ca.9 m) die am besten erhaltene Rolle. Als älteste erhaltene Hs. wird 4QT paläographisch 150–125 v.Chr. datiert (Puech 87f.). Der Text der T-Hsn. ist bei kleineren Abweichungen weitgehend identisch. Die Reparatur in 11QT a I–IV könnte eine bes. Wertsc…

Tempels

(143 words)

Author(s): Ustorf, Werner
[English Version] Tempels, Placide (18.2.1906 Berlaar, Belgien – 9.10.1977 Hasselt, ebd.), einflußreicher, nicht unumstrittener franziskanischer Theologe in der Demokratischen Republik Kongo (1933–1962) und Gründer der Jamaa. T. kritisierte kolonialistische Mentalität und traditionelle Missionsmethoden. Indem er einheimische Konzepte wie »Fruchtbarkeit« und »Lebenskraft« ernst nahm (Bantoe-Filosofie, 1945/46, zahlreiche Übers.), kam es zu einem Dialog zw. Theol. und afrikanischer Ontologie (Notre R…

Temple

(166 words)

Author(s): Carter, Grayson
[English Version] Temple, William (15.10.1881 Exeter – 26.10.1944 Westgate-on-Sea). Nach dem Studium in Oxford bekleidete T. eine Reihe hoher Ämter in der Church of England, u.a. war T. Bf. von Manchester (1921) und Erzbf. von York (1929), bis er 1942 zum Erzbf. von Canterbury aufstieg. Seine Beiträge zu Kontroversen um soziale, internationale und ökonomische Themen fanden bes. Beachtung. T. war in der frühen ökumenischen Bewegung aktiv und unterstützte die Bewegungen »Faith and Order« (Bewegung fü…

Templer

(8 words)

[English Version] Tempelgesellschaft

Templerorden

(481 words)

Author(s): Sarnowsky, Jürgen
[English Version] (Sacra Domus Militiae Templi Hierosolimitani). I.Gründung. Der T. entstand um 1118/19 aus einer Gemeinschaft von Rittern, die – wohl wie die späteren Johanniter (Malteser-/Johanniterorden) und Kanoniker vom Hl. Grab – im Umfeld des Patriarchen von Jerusalem lebten. Unter Hugues de Payns (gest.1136/37) widmeten sie sich dem Schutz der nach Jerusalem reisenden Pilger und erhielten von König Balduin II. eine Unterkunft im palatium oder templum Salomonis (der Al-Aqṣā-Moschee), die namen…

Temporalien

(153 words)

Author(s): de Wall, Heinrich
[English Version] . Als T. bez. man das »zeitliche« Vermögen der Kirche, d.h. solche (Vermögens-)Güter und Rechte, die im Gegensatz zu den »Spiritualien« nicht unmittelbar geistl. Charakter haben. Die Trennung der T. von den Spiritualien war hist. insbes. für die Lösung des Investiturstreits von Bedeutung, wo zw. der Einsetzung der Bischöfe in das geistl. Amt und in die weltl. Herrschafts- und Vermögensrechte unterschieden wurde. Im röm.-kath. Kirchenrecht wird das kirchl. Vermögensrecht im V. Buc…

Tempus per annum/Grüne Sonntage

(177 words)

Author(s): Praßl, Franz Karl
[English Version] . Außerhalb des Oster- und Weihnachtsfestkreises gab es in der röm. Liturgie drei Meßformulare für – je nach Ostertermin – sechs mögliche Sonntage nach Epiphanias (Epiphanie: V.) und 23 für 28 mögliche Sonntage nach dem Pfingstfest, die im MA sowohl »nach Pfingsten« (bis 1970 kath. Usus) als auch »nach Trinitatis« (Trinitatisfest; ev. Usus) gezählt worden sind. Alle diese gewöhnlichen (»ferialen«) Sonntage hatten die liturgische Farbe (: II.) grün und konnten von höheren Festen v…

Temura

(204 words)

Author(s): Dan, Joseph
[English Version] , Auslegungsmethode der hebr. Midrashlit., bei der jeder Buchstabe eines Bibelverses durch einen anderen ersetzt werden kann, so daß in der göttlichen Sprache der Schriften neue Bedeutungsebenen entstehen. Urspr. ist die Methode bibl., denn Jeremia nennt die Stadt Babylon (hebr. Bavel) zweimal »Sheshakh« (Jer 25,26; 51,41). Hier wurde die als ATBSh bez. T.-Technik angewandt, in der die 22 Buchstaben des hebr. Alphabets in einer Spalte vom Anfang bis zum Ende und in einer zweiten daneben in umgekehrter Reihenfolge notiert werden. Somit wird der erste Buchstabe א …

Tendai shū

(343 words)

Author(s): Kleine, Christoph
[English Version] Tendai shū, Name einer der großen buddhistischen Denominationen Japans. Der chinesische Vorläufer der T., die Tiantai zong, wurde im 6.Jh. von Zhiyi (538–597) auf dem Berg Tiantai gegründet. Diese hat keinen unmittelbaren Vorläufer in einer indischen Denkschule und zeichnet sich durch eine dezidiert chinesische Interpretation der Mahāyāna-Lehren aus, als deren Gipfelpunkt das Saddharma-puṇḍarīka-sūtra (Lotus-Sutra) betrachtet wird. In ihrer Ontologie, Metaphysik und Logik stütz…

Tenebrae

(7 words)

[English Version] Trauermette

Tennant

(167 words)

Author(s): Fermer, Richard M.
[English Version] Tennant, Frederick Robert (1.9.1866 Burslem, Staffordshire – 9.9.1957 Cambridge), Naturwissenschaftler, Priester und seit 1931 Prof. der Theol. am Trinity College in Cambridge. In seinem Werk »Philosophical Theology« (2 Bde., 1928–1930) verficht er eine »empiristische« Theol. Die Erforschung des ordo cognoscendi biete den einzigen Zugang zu Erkenntnissen über den ordo essendi. T. war nicht nur von J. Locke und J. Butler, sondern auch von der genetischen Psychologie seines Cambridg…

Tennent

(165 words)

Author(s): Coalter, Milton J.
[English Version] Tennent, William (1673 Schottland – 6.5.1746 Neshaminy, PA, USA), presbyterianischer Geistlicher und Pädagoge. T. studierte an der Universität Edinburgh. Seine Mitgliedschaft in der presbyterianischen Kirche gab er auf und wurde in der Church of Ireland ordiniert. Nachdem er aber 1718 mit seiner Frau und seinen fünf Kindern in die USA eingewandert war, wurde er als Geistlicher in die presbyterianische Synode (Presbyterianer) von Philadelphia aufgenommen, da er zuvor den nichtbibl.…

Tennhardt

(247 words)

Author(s): Schneider, Hans
[English Version] Tennhardt, Johannes (2.1.1661 Dobergast, Sachsen – 12.9.1720 Kassel), radikalpietistischer Wanderprediger. Der Sohn eines reichen Bauern, der nach abgebrochener höherer Schulbildung als Barbier, dann seit 1688 in Nürnberg als Perückenmacher arbeitete, hatte sich schon in seiner Jugend mit myst. Schrifttum beschäftigt, das auch seine spätere Religiosität prägte. Nach dem Tod seiner Frau erlebte er 1704 in einer der sich fortan oft wiederholenden Visionen die Berufung zum »Kanzliste…

Tennyson

(168 words)

Author(s): Meller, Horst
[English Version] Tennyson, Alfred, Lord (6.8.1809 Somersby – 6.10.1892 Aldworth). Der namhafteste Dichter des Viktorianismus war Sohn eines Pfarrherrn, wurde von ihm weitgehend privat unterrichtet und kam 1827 an das Trinity College, Cambridge. Der plötzliche Tod eines Studienfreunds 1833 überschattete sein Leben mit Melancholie. – Bevor T. sein dem Freunde gewidmetes elegisches Hauptwerk »In Memoriam« (1850) veröff., war er schon Sprachrohr seiner Ära geworden. Musikalität und humanistische Gedank…

Tenorio

(146 words)

Author(s): Bey, Horst von der
[English Version] Tenorio, Gonzalo (1602 Jaen de Bracamoros, Bistum Quito – 1682[?] Spanien), peruanischer Franziskanerpriester, Studium der Theol. und Künste, Missionar und Provinzial. Bekannt wurde er durch ein titelloses sechzehnbändiges Werk: Die universelle Monarchie Christi habe mit der Schöpfung begonnen, wurde durch Adam und Eva unterbrochen und durch die Erlösung teilweise wiederhergestellt. Ein drittes, millenaristisches Reich werde mit der Proklamation eines Dogmas der Unbefleckten Empfä…

Tenrikyō

(339 words)

Author(s): Triplett, Katja
[English Version] Tenrikyō, »Lehre vom Himmelsprinzip«. 1838 von Miki Nakayama (1798–1887) in Japan gegründet, die sich als Verkünderin der Worte der universalen Schöpfergottheit Oyagami (»Elterlicher Gott«) begriff. Obwohl als endgültige, wahre Rel. konzipiert, paßte sich T. zunächst an die organisatorische Struktur des Sektenshintō (Shintoismus) an. Ritus, Kultus und klerikale Organisation wurden 1949 revidiert. T. ist eine eigenständige rel. Körperschaft. 2002 betrug die Zahl der Mitglieder, yō…

Teología India/Indianische Theologie

(553 words)

Author(s): Chamorro, Graciela
[English Version] bez. seit den 80er Jahren des 20.Jh. eine Bewegung der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas und der Karibik, der sich sowohl einheimische kath. und ev. Priester sowie Laien als auch Intellektuelle des Indigenismus (Indigenisierung) angeschlossen haben. Aus den indigenen Rel. sowie aus den verschiedenen christl. Glaubensüberzeugungen der Kreolen möchte sie eigene theol. Ansätze entwickeln. Aus Sicht der kirchl. Hierarchie drückt sich in der T.I. der christl. Glaube der Ureinwohner in neuer Form aus. Dies geschieht unter Berufung au…

Terafim

(154 words)

Author(s): Staubli, Thomas
[English Version] (hebr. תְּרָפִים), bez. im AT ein häusliches Orakelinstrument, das in einem Kamelsattel verstaut werden (Gen 31,19.34f.), menschliches Aussehen haben (1Sam 19,13.16), manchmal aus Holz und Teil des kultischen Inventars eines Privatheiligtums (Ri 17f.) sein konnte. Einiges deutet darauf hin, daß es die vergöttlichten Ahnen (: III.) figürlich repräsentiert (Jenseitsvorstellungen: II.,2.). – Die sichere Identifikation mit archäologisch bezeugten Artefakten aus dem Bereich des Ahnenkul…

Teresa

(174 words)

Author(s): McLeod, Hugh
[English Version] Teresa, Mutter T. (Agnes Bejaxhiu; 27.8.1910 Skopje – 5.9.1997 Kalkutta), als »Heilige zu Lebzeiten« durch einen Dokumentarfilm des brit. Fernsehens (1969) weltberühmt geworden. Die albanische Katholikin wurde mit 18 Jahren unter dem Namen T. Nonne und ging nach Indien. Nach 20 Jahren Lehrtätigkeit gründete sie 1950 die Missionaries of Charity mit einem von ihr selbst als Oberin geleiteten Mutterhaus in Kalkutta. Die wohltätige Institution mit ihren Heimen für Bettler, Kolonien fü…

Teresa von Avila

(14 words)

[English Version] Theresa von Ávila

Terministischer Streit

(350 words)

Author(s): Kaufmann, Thomas
[English Version] . Der t.S. entzündete sich an der im luth. Protestantismus im Anschluß an CA 12 (Augsburger Bekenntnis) üblichen Praxis, im Angesicht des Todes durch Beichte und Abendmahl den Zuspruch der Seligkeit unabhängig von einer identifizierbar christl.-sittlichen Lebensführung zu gewähren. Demgegenüber wurde von pietistischen Theologen, insbes. dem sich auf J.K. Dannhauer berufenden Ph.J. Spener, im Anschluß an Hebr 3,7 die These einer von Gott bestimmten Gnadenfrist zur Buße (tempus per…

Territorialismus/Territorialsystem

(425 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. eine staatskirchenrechtliche Theorie, nach der die umfassende Herrschaftsgewalt des Fürsten auch die Herrschaft über Kirche und öfftl. Religionsausübung im Lande einschließt und sich demgemäß alle kirchl. Leitungsbefugnisse vom Landesherrn herleiten. Zeitlich löst das Territorialsystem in unscharfem Übergang das Episkopalsystem ab (in dessen Begründung zunehmend territorialistische Argumente einfließen) und konkurriert im 18. und beginnenden 19.Jh. mit dem Kollegialsystem (K…

Territorialkirchengeschichte

(1,362 words)

Author(s): Peters, Christian
[English Version] I. Begriff und Wesen Die T. (auch: Landeskirchengesch. [LKG]; Landeskirche) ist eine Teildisziplin der hist. Theol. (Kirchengeschichte). Sie bezieht sich auf verfaßte Kirchengebiete der Gegenwart (Kirchenordnungen) und bringt deren spezifische Traditionen und Eigenarten zur Geltung. Dabei sind die Interdependenzen von T., allg. Kirchengesch., Landesgesch. und allg. Gesch. hochgradig variant. Im Rahmen der hist. Theol. kommen der T. wichtige Funktionen zu: Die T. erschließt der hist. Theol. ein breites Spektrum örtlicher Quelle…

Terror/Terrorismus

(328 words)

Author(s): Reuter, Hans-Richard
[English Version] bez. den planmäßigen Einsatz bes. brutaler, schockierender Gewalt zur Verfolgung polit. Ziele. Die Definition des Akteurs ist umstritten: Begriffsgesch. bezog sich Terrorismus (T.) zunächst (nach der Franz. Revolution) auf die Gewaltherrschaft des Staates. Die Eingrenzung des Begriffs auf Formen substaatl. Gewaltanwendung geht davon aus, daß Methoden des antikolonialen Befreiungskampfes von anderen Gruppen übernommen und auf andere Konflikte übertragen worden sind. Es empfiehlt s…

Tersteegen

(766 words)

Author(s): Benrath, Gustav Adolf
[English Version] Tersteegen, Gerhard (25.11.1697 Moers – 3.4.1769 Mülheim/Ruhr), ev. Laientheologe und Seelsorger, Schriftsteller und Liederdichter. Einer kirchl. frommen ref. Familie entstammend, durchlief der junge T. nach gründlicher Gymnasialbildung in Moers eine vierjährige Kaufmannslehre in Mülheim/Ruhr, wo er zeitlebens wohnhaft blieb. Von Anhängern des hier verbreiteten Pietismus erweckt, begann er einen rigoros weltabgekehrten Wandel in der »Nachfolge des armen Lebens Jesu«. Dabei vertief…

Tertiarier/Tertiarierinnen

(8 words)

[English Version] Terziaren/Terziarinnen

Tertullian

(1,253 words)

Author(s): Moreschini, Claudio
[English Version] Tertullian, Quintus Septimius Florens (ca.160–170 n.Chr. Karthago – nach 220 n.Chr.) I. Biographie Den Werken antiker Schriftsteller sind nur wenige Hinweise auf T. zu entnehmen (Hier.vir.ill. 53; Aug., De haeresibus, 86). Trotz der Skepsis einiger Kritiker läßt sich das Leben T.s rekonstruieren: Er wurde als Sohn eines in Karthago stationierten Militärs geboren. Seine Jugend war neben lit. und juristischen Studien dem gesellschaftlichen Leben gewidmet (apol. 18,4; res. 59,3); eine Identif…

Terziaren/Terziarinnen

(360 words)

Author(s): Eder, Manfred
[English Version] (Tertiarier, -innen), Mitglieder eines Dritten Ordens (tertius ordo). I.Weltliche Terziaren/Terziarinnen. Vereinigungen von Männern oder Frauen, die sich seit dem 11./12.Jh. zur Erreichung rel. oder sozialer Ziele an den männlichen (Erster Orden) oder weiblichen (Zweiter Orden) Zweig bestehender Orden anschlossen, insbes. an die im 13.Jh. entstehenden Bettelorden. Der wichtigste war und ist bis heute der Franziskanische Dritte Orden (Tertius Ordo Franciscanus, TOF; Franziskaner/Franziska…

Teschemacher

(135 words)

Author(s): Kampmann, Jürgen
[English Version] (Teschenmacher, Techenmacher), Werner (13.9.1590 Elberfeld – 2.4.1638 Xanten). Ref. erzogen, erwies sich der Bürgermeisterssohn nach Studium der Theol. in Herborn, Burgsteinfurt und Heidelberg sowie Pfarrdienst in Grevenbroich (1611), Sittard (1613) und Elberfeld (1615) als Hofprediger im Dienst der brandenburgischen Regierung in Kleve (1617) und später in Emmerich (1623) als hochbegabter, konsequenter Sachwalter der Anliegen der Reformierten am Niederrhein angesichts gegenreformat…

Teschner

(82 words)

Author(s): Lange, Barbara
[English Version] Teschner, Melchior (29.4.1584 Fraustadt – 1.12.1635 Oberpritschen, Fraustadt). Studierte in Frankfurt/O. (ab 1601) und Wittenberg (1608) Theol., Philos.; Musik bei Bartholomäus Gesius (1560–1613). 1609 Kantor in Fraustadt, ab 1614 Pfarrer in Oberpritschen. Vertonte das Lied »Valet will ich dir geben« des Fraustädter Pfarrers V. Herberger (veröff. 1614). Auch als Lehnmelodie beliebt (z.B. Gotteslob 468), ist sie mit Herbergers Text im EG (523) erhalten. Barbara Lange Bibliography S. Fornaçon, M.T. (MuK 27, 1957, 231–235) W.Lührs (HdbEG 2, 1999, 322f.).

Testament Abrahams

(14 words)

[English Version] Abrahamschriften: II. Testament Abrahams

Testamente der XII Patriarchen

(324 words)

Author(s): Hollander, Harm Wouter
[English Version] (TestXII), eines der sog. Pseudepigraphen (Pseudepigraphie) des AT und ein typisches Beispiel für die Testamentenliteratur. Sehr wahrscheinlich wurde der Text im 2.Jh. n.Chr. von einem christl. Autor auf Griech. vf. Das Werk besteht aus zwölf Teilen, nämlich den »Testamenten« mit den letzten Worten der zwölf Söhne Jakobs, die diese vor ihrem Tod an ihre Söhne und andere Angehörige richteten. Jede der zwölf Abschiedsreden weist eine dreiteilige Struktur auf: Im biogr. Anfangsteil …

Testamentenliteratur

(359 words)

Author(s): Hollander, Harm Wouter
[English Version] . Der Begriff T. bezieht sich allg. auf einen nicht eindeutig definierten Typ hell.-jüd. und frühchristl. Pseudepigraphen (Pseudepigraphie), welche die an einen Verwandten, Freund oder auch Nachfolger gerichteten Abschiedsworte übermittelt. Nur einige wie das Hiobtestament oder die Testamente der XII Patriarchen sind auch als Testament (griech. διαϑη´κη/diathē´kē) betitelt, andere dagegen nicht (s. Himmelfahrt des Mose). Weitere Schriften mit diesem Titel (u.a. TestAbr [Abrahamschriften: II.], TestAd, Isaaktestament, TestJak…

Testament Salomos

(14 words)

[English Version] Salomoschriften: IV. Testament Salomos

Testamentum Domini Nostri

(171 words)

Author(s): Kohlbacher, Michael
[English Version] Testamentum Domini Nostri, redaktionelle Komposition aus der Adaption einer Apokalypse (2.Jh.?) und einer Kirchenordnung (erweiternde Bearbeitung der Traditio Apostolica); verbindender Rahmen ist eine Offenbarungsrede des Auferstandenen vor der Himmelfahrt. Geschrieben vermutlich 2. Hälfte des 5.Jh. in einer Stadt an der Meeresküste (syr. I 34) für asketisch-charismatische Kreise; nur von antichalcedonensischen Kirchen rezipiert. Griech. Original und saidische Übers. sind nicht e…

Testierfähigkeit der Kleriker

(99 words)

Author(s): Potz, Richard
[English Version] . Nach kath. Kirchenrecht können Weltgeistliche ohne Beschränkung letztwillig verfügen. Es wird ihnen allerdings partikularrechtlich die Errichtung letztwilliger Verfügungen nahegelegt, in denen auch kirchl. Einrichtungen bedacht werden sollen. – Gemäß c.668 CIC/1983 sind Ordensangehörige nach Ablegung der ewigen Profeß grundsätzlich nicht mehr testierfähig. Sie haben daher spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Testament zu errichten, das auch vor dem weltl. Recht gültig ist. – Nach…

Testimonium Flavianum

(184 words)

Author(s): Bilde, Per
[English Version] bez. den kurzen Text Ant. 18,63f., in dem Flavius Josephus das Auftreten Jesu beschreibt. Es wäre von großer Tragweite, wenn dieser Text als unbestreitbar von Josephus stammend angesehen werden könnte. Aber das ist kaum der Fall. Obwohl der Text sich in allen griech. Hsn. findet, ist seine Echtheit seit J.J. Scaliger (im 16.Jh.) oft bezweifelt worden, weil er mehrere christl. klingende Ausdrücke, z.B. »er war der Gesalbte«, enthält. Diesen ambivalenten Befund hat man zu erklären …

Testimonium spiritus sancti internum

(303 words)

Author(s): Link, Christian
[English Version] . Die von Calvin (Inst. I,7) formulierte, in die ref. Bekenntnisschriften (: I.,3.; Confessio Gallicana 4) aufgenommene Lehre vom T. besagt, daß die unverbrüchliche Geltung und Autorität der Schrift nicht vom Urteil (einer Übereinkunft oder einem Konsens) der Kirche abhängt, sondern auf dem Zeugnis des Geistes (Geist/Heiliger Geist) beruht. J.H. Alsted hat sie als Fundament der gesamten Theol. gewürdigt. Hier wird gegenüber der »Selbstevidenz« der Schrift kein zweites subjektives…

Testimonium Veritatis

(126 words)

Author(s): Plisch, Uwe-Karsten
[English Version] (NHC IX, 3; TestVer), gnost.-christl., radikal-enkratitische (Enkratiten) Homilie, entstanden ca. zw. 180 und 230 in Alexandrien; erhalten nur in einer stark beschädigten kopt. Übers. aus dem Griech. Der Vf. ist unbekannt, die Zuordnung zu einer bestimmten Schule nicht möglich. Die Polemik (Ablehnung u.a. der großkirchl. Taufe, der fleischlichen Auferstehung, der Einheit von Schöpfer- und Erlösergott) richtet sich v.a. gegen die Großkirche, aber auch gegen verschiedene gnost. Strömungen. Uwe-Karsten Plisch Bibliography Ausg.: B.A. Pearson/S. Givers…

Tetragramm

(17 words)

[English Version] Gott: IX. Judentum, 1. Antike; JHWH, Namen Gottes: I. Judentum

Tetrarchie

(279 words)

Author(s): Kolb, Frank
[English Version] Tetrarchie, Herrschaft von jeweils vier Kaisern während der ersten, zweiten und dritten T. (293–311 n.Chr.). Begründet wurde die erste T. (bis 305) von Diokletian und Maximian, die seit 284 bzw. 285 als Augusti regierten und 293 zwei Caesares (Constantius I., Galerius) als präsumtive Nachfolger und handlungsfähige Mitregenten adoptierten. Diokletian gab diesem Regierungssystem, das Adoption reifer Nachfolger und einen Wechsel der Herrscher mit Abdankung nach ca.20 Jahren vorsah, …

Tetzel

(149 words)

Author(s): Schulze, Manfred
[English Version] Tetzel, Johann (um 1465 Pirna – 4.7.1519 Dominikanerkloster Leipzig), OP. Seit 1482/83 Studium in Leipzig, 1487 Bacc. artium, Eintritt in den Dominikanerorden, ab 1509 Inquisitor (Inquisition), zeitweilig Prior des Klosters Glogau. Studium der Theol. wohl in Leipzig, 1518 Bacc. theol., anschließend Promotion zum M.theol. 1505–1510 Ablaßsubkommissar des Deutschen Ordens; Ende 1516 Ablaßsubkommissar Albrechts von Mainz. Im Frühsommer 1517 predigte T. den Ablaß außerhalb Sachsens, ab…

Teufel

(7,228 words)

Author(s): Felber, Anneliese | Hutter, Manfred | Achenbach, Reinhard | Aune, David E. | Lang, Bernhard | Et al.
[English Version] I. Namen und Begriffe 1.TeufelProfangriech. δια´βολος/diábolos, von διαβα´λλω/diabállō, »auseinanderbringen«, daher Bedeutungen wie »anklagen, verleumden, täuschen«, lat. diabolus, daraus dt. T. In der LXX wird hebr. שָׂטָן/śāṭān mit diábolos übers., was am besten mit »Widersacher« wiedergegeben wird. In den Apokryphen finden sich sowohl T. (3Bar 4,8; AssMos 10,1) wie Satan, weiters Beliar (zumeist TestXII), Mastema (Jub 10; 11), Samma'el (3Bar 4,8; bes. rabb. Schriften). Das NT kennt keinen inhaltlich…

Tewodros II.

(421 words)

Author(s): Böll, Verena
[English Version] (Theodorus; 1818/20 Q wārā, Äthiopien – 13.4.1868 Maqdalā, ebd.), Kaiser (aṣe) von Äthiopien (1855–1868). Seine Mutter Wayzaro Atteṭāgab und sein Vater dagˇgˇāzmāc̣ˇ Hayla Māryām nannten ihn Kasa Haylu. Nach einer christl. Ausbildung und einer Zeit des Banditentums (Shifta) wurde T. Soldat bei Ras Ali Alula. 1845 heiratete er Tawābač Ali (gest.1858), eine Enkelin von Kaiserin Manan (1840–1853) und erlangte die Herrschaft über Q wārā. Durch siegreiche Kämpfe und weitere Ehen, 1860 mit Etēge Ṭēru Warq (Ṭerunaš, gest.1868), konnte T. se…

Text

(1,340 words)

Author(s): Auerochs, Bernd | Jeanrond, Werner G. | Hardmeier, Christof
[English Version] I. Literaturwissenschaftlich T. sind (mündliche oder schriftliche) Satzfolgen oder anderweitige sprachliche Äußerungen, die als Einheit betrachtet werden können. Der Begriff »T.« leitet sich von lat. texere, »weben, flechten«, bzw. den damit zusammenhängenden Nomina textum bzw. textus ab. Die Gewebemetaphorik, die bereits bei Cicero und Quintilian in bezug auf sprachliche Gegebenheiten verwendet wurde, hat bis hin zu heutigen wiss. Versuchen, die »Textualität« von T. zu bestimmen,…

Textilkunst

(460 words)

Author(s): Lambacher, Lothar
[English Version] (lat. textilis, »gewebt, gewirkt«), durch Verflechtung, Verschlingung, Verknüpfung oder Weben von Fäden (Garn) entstandene Erzeugnisse für Kleidung und Raumausstattung des gehobenen Bedarfs. Rohstoffe der T. sind Fasern tierischen (Wolle, Seide), pflanzlichen (Baumwolle, Flachs, Jute, Hanf) und – seit dem 20.Jh. – industriell-synthetischen (»Chemiefasern«) Ursprungs. Flechten ist das wechselseitige Verschlingen in gleicher Richtung laufender Fäden, beim Wirken werden die gleichla…

Textkritik der Bibel

(3,268 words)

Author(s): Schenker, Adrian | Aland, Barbara
[English Version] I. Altes TestamentZiel der T. i. allg. ist die Feststellung des urspr. Wortlautes einer Schrift, die nicht im Original, sondern in unterschiedlichen Kopien vorliegt. Die T. bedient sich des Vergleichs der Kopien (der sog. Textzeugen), um fehlerhaft abgeschriebene von fehlerfrei kopierten Stellen (den sog. Lesarten) zu unterscheiden. Das Besondere am AT ist, daß für seine Schriften fast nie ein Original existiert hat, weil sie lit. gewachsen, nicht von einem einzigen Autor endgülti…
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