Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Testament Abrahams

(14 words)

[English Version] Abrahamschriften: II. Testament Abrahams

Testamente der XII Patriarchen

(324 words)

Author(s): Hollander, Harm Wouter
[English Version] (TestXII), eines der sog. Pseudepigraphen (Pseudepigraphie) des AT und ein typisches Beispiel für die Testamentenliteratur. Sehr wahrscheinlich wurde der Text im 2.Jh. n.Chr. von einem christl. Autor auf Griech. vf. Das Werk besteht aus zwölf Teilen, nämlich den »Testamenten« mit den letzten Worten der zwölf Söhne Jakobs, die diese vor ihrem Tod an ihre Söhne und andere Angehörige richteten. Jede der zwölf Abschiedsreden weist eine dreiteilige Struktur auf: Im biogr. Anfangsteil …

Testamentenliteratur

(359 words)

Author(s): Hollander, Harm Wouter
[English Version] . Der Begriff T. bezieht sich allg. auf einen nicht eindeutig definierten Typ hell.-jüd. und frühchristl. Pseudepigraphen (Pseudepigraphie), welche die an einen Verwandten, Freund oder auch Nachfolger gerichteten Abschiedsworte übermittelt. Nur einige wie das Hiobtestament oder die Testamente der XII Patriarchen sind auch als Testament (griech. διαϑη´κη/diathē´kē) betitelt, andere dagegen nicht (s. Himmelfahrt des Mose). Weitere Schriften mit diesem Titel (u.a. TestAbr [Abrahamschriften: II.], TestAd, Isaaktestament, TestJak…

Testament Salomos

(14 words)

[English Version] Salomoschriften: IV. Testament Salomos

Testamentum Domini Nostri

(171 words)

Author(s): Kohlbacher, Michael
[English Version] Testamentum Domini Nostri, redaktionelle Komposition aus der Adaption einer Apokalypse (2.Jh.?) und einer Kirchenordnung (erweiternde Bearbeitung der Traditio Apostolica); verbindender Rahmen ist eine Offenbarungsrede des Auferstandenen vor der Himmelfahrt. Geschrieben vermutlich 2. Hälfte des 5.Jh. in einer Stadt an der Meeresküste (syr. I 34) für asketisch-charismatische Kreise; nur von antichalcedonensischen Kirchen rezipiert. Griech. Original und saidische Übers. sind nicht e…

Testierfähigkeit der Kleriker

(99 words)

Author(s): Potz, Richard
[English Version] . Nach kath. Kirchenrecht können Weltgeistliche ohne Beschränkung letztwillig verfügen. Es wird ihnen allerdings partikularrechtlich die Errichtung letztwilliger Verfügungen nahegelegt, in denen auch kirchl. Einrichtungen bedacht werden sollen. – Gemäß c.668 CIC/1983 sind Ordensangehörige nach Ablegung der ewigen Profeß grundsätzlich nicht mehr testierfähig. Sie haben daher spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Testament zu errichten, das auch vor dem weltl. Recht gültig ist. – Nach…

Testimonium Flavianum

(184 words)

Author(s): Bilde, Per
[English Version] bez. den kurzen Text Ant. 18,63f., in dem Flavius Josephus das Auftreten Jesu beschreibt. Es wäre von großer Tragweite, wenn dieser Text als unbestreitbar von Josephus stammend angesehen werden könnte. Aber das ist kaum der Fall. Obwohl der Text sich in allen griech. Hsn. findet, ist seine Echtheit seit J.J. Scaliger (im 16.Jh.) oft bezweifelt worden, weil er mehrere christl. klingende Ausdrücke, z.B. »er war der Gesalbte«, enthält. Diesen ambivalenten Befund hat man zu erklären …

Testimonium spiritus sancti internum

(303 words)

Author(s): Link, Christian
[English Version] . Die von Calvin (Inst. I,7) formulierte, in die ref. Bekenntnisschriften (: I.,3.; Confessio Gallicana 4) aufgenommene Lehre vom T. besagt, daß die unverbrüchliche Geltung und Autorität der Schrift nicht vom Urteil (einer Übereinkunft oder einem Konsens) der Kirche abhängt, sondern auf dem Zeugnis des Geistes (Geist/Heiliger Geist) beruht. J.H. Alsted hat sie als Fundament der gesamten Theol. gewürdigt. Hier wird gegenüber der »Selbstevidenz« der Schrift kein zweites subjektives…

Testimonium Veritatis

(126 words)

Author(s): Plisch, Uwe-Karsten
[English Version] (NHC IX, 3; TestVer), gnost.-christl., radikal-enkratitische (Enkratiten) Homilie, entstanden ca. zw. 180 und 230 in Alexandrien; erhalten nur in einer stark beschädigten kopt. Übers. aus dem Griech. Der Vf. ist unbekannt, die Zuordnung zu einer bestimmten Schule nicht möglich. Die Polemik (Ablehnung u.a. der großkirchl. Taufe, der fleischlichen Auferstehung, der Einheit von Schöpfer- und Erlösergott) richtet sich v.a. gegen die Großkirche, aber auch gegen verschiedene gnost. Strömungen. Uwe-Karsten Plisch Bibliography Ausg.: B.A. Pearson/S. Givers…

Tetragramm

(17 words)

[English Version] Gott: IX. Judentum, 1. Antike; JHWH, Namen Gottes: I. Judentum

Tetrarchie

(279 words)

Author(s): Kolb, Frank
[English Version] Tetrarchie, Herrschaft von jeweils vier Kaisern während der ersten, zweiten und dritten T. (293–311 n.Chr.). Begründet wurde die erste T. (bis 305) von Diokletian und Maximian, die seit 284 bzw. 285 als Augusti regierten und 293 zwei Caesares (Constantius I., Galerius) als präsumtive Nachfolger und handlungsfähige Mitregenten adoptierten. Diokletian gab diesem Regierungssystem, das Adoption reifer Nachfolger und einen Wechsel der Herrscher mit Abdankung nach ca.20 Jahren vorsah, …

Tetzel

(149 words)

Author(s): Schulze, Manfred
[English Version] Tetzel, Johann (um 1465 Pirna – 4.7.1519 Dominikanerkloster Leipzig), OP. Seit 1482/83 Studium in Leipzig, 1487 Bacc. artium, Eintritt in den Dominikanerorden, ab 1509 Inquisitor (Inquisition), zeitweilig Prior des Klosters Glogau. Studium der Theol. wohl in Leipzig, 1518 Bacc. theol., anschließend Promotion zum M.theol. 1505–1510 Ablaßsubkommissar des Deutschen Ordens; Ende 1516 Ablaßsubkommissar Albrechts von Mainz. Im Frühsommer 1517 predigte T. den Ablaß außerhalb Sachsens, ab…

Teufel

(7,228 words)

Author(s): Felber, Anneliese | Hutter, Manfred | Achenbach, Reinhard | Aune, David E. | Lang, Bernhard | Et al.
[English Version] I. Namen und Begriffe 1.TeufelProfangriech. δια´βολος/diábolos, von διαβα´λλω/diabállō, »auseinanderbringen«, daher Bedeutungen wie »anklagen, verleumden, täuschen«, lat. diabolus, daraus dt. T. In der LXX wird hebr. שָׂטָן/śāṭān mit diábolos übers., was am besten mit »Widersacher« wiedergegeben wird. In den Apokryphen finden sich sowohl T. (3Bar 4,8; AssMos 10,1) wie Satan, weiters Beliar (zumeist TestXII), Mastema (Jub 10; 11), Samma'el (3Bar 4,8; bes. rabb. Schriften). Das NT kennt keinen inhaltlich…

Tewodros II.

(421 words)

Author(s): Böll, Verena
[English Version] (Theodorus; 1818/20 Q wārā, Äthiopien – 13.4.1868 Maqdalā, ebd.), Kaiser (aṣe) von Äthiopien (1855–1868). Seine Mutter Wayzaro Atteṭāgab und sein Vater dagˇgˇāzmāc̣ˇ Hayla Māryām nannten ihn Kasa Haylu. Nach einer christl. Ausbildung und einer Zeit des Banditentums (Shifta) wurde T. Soldat bei Ras Ali Alula. 1845 heiratete er Tawābač Ali (gest.1858), eine Enkelin von Kaiserin Manan (1840–1853) und erlangte die Herrschaft über Q wārā. Durch siegreiche Kämpfe und weitere Ehen, 1860 mit Etēge Ṭēru Warq (Ṭerunaš, gest.1868), konnte T. se…

Text

(1,340 words)

Author(s): Auerochs, Bernd | Jeanrond, Werner G. | Hardmeier, Christof
[English Version] I. Literaturwissenschaftlich T. sind (mündliche oder schriftliche) Satzfolgen oder anderweitige sprachliche Äußerungen, die als Einheit betrachtet werden können. Der Begriff »T.« leitet sich von lat. texere, »weben, flechten«, bzw. den damit zusammenhängenden Nomina textum bzw. textus ab. Die Gewebemetaphorik, die bereits bei Cicero und Quintilian in bezug auf sprachliche Gegebenheiten verwendet wurde, hat bis hin zu heutigen wiss. Versuchen, die »Textualität« von T. zu bestimmen,…

Textilkunst

(460 words)

Author(s): Lambacher, Lothar
[English Version] (lat. textilis, »gewebt, gewirkt«), durch Verflechtung, Verschlingung, Verknüpfung oder Weben von Fäden (Garn) entstandene Erzeugnisse für Kleidung und Raumausstattung des gehobenen Bedarfs. Rohstoffe der T. sind Fasern tierischen (Wolle, Seide), pflanzlichen (Baumwolle, Flachs, Jute, Hanf) und – seit dem 20.Jh. – industriell-synthetischen (»Chemiefasern«) Ursprungs. Flechten ist das wechselseitige Verschlingen in gleicher Richtung laufender Fäden, beim Wirken werden die gleichla…

Textkritik der Bibel

(3,268 words)

Author(s): Schenker, Adrian | Aland, Barbara
[English Version] I. Altes TestamentZiel der T. i. allg. ist die Feststellung des urspr. Wortlautes einer Schrift, die nicht im Original, sondern in unterschiedlichen Kopien vorliegt. Die T. bedient sich des Vergleichs der Kopien (der sog. Textzeugen), um fehlerhaft abgeschriebene von fehlerfrei kopierten Stellen (den sog. Lesarten) zu unterscheiden. Das Besondere am AT ist, daß für seine Schriften fast nie ein Original existiert hat, weil sie lit. gewachsen, nicht von einem einzigen Autor endgülti…
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