Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Help us improve our service

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

For more information: Brill.com

Qohelet Rabba

(238 words)

Author(s): Jacobs, Martin
[English Version] (QohR), exegetischer Midrash zum Predigerbuch. Im Erstdruck (1519) ist QohR in drei Hauptteile (»Sedarim«) eingeteilt, die späteren Editionen weisen 12 Kap. auf, die denen des bibl. Buches entsprechen. QohR beginnt mit ein…

Quadragesima

(11 words)

[English Version] Fasten/Fastentage: III. Christen- tum, 2. Katholisch; Passionszeit

Quaestio

(363 words)

Author(s): Köpf, Ulrich
[English Version] . Die echte, nicht »rhetorische«, sondern auf eine problemlösende Antwort abzielende Frage (griech. ζη´τημα/zē´tēma, προ´βλημα/pro´blēma, α᾿πορι´α/apori´a, lat. quaestio) ist ein elementares Mittel rationaler Argumentation. Sie begegnet schon in vorchristl. Zeit bei den Griechen (seit dem sokratischen Fragen des platonischen Dialogs) wie im rabb. Judentum (im Gespräch zw. Lehrer und Schüler). Das Formulieren von Fragen wurde schon früh in der altkirchl. Theol. üblich (erster Höhepunkt bei Au…

Quäker

(2,295 words)

Author(s): Ingle, H. Larry
[English Version] I. Name und Herkunft 1.Die Gründung der Quäker

Quandt

(190 words)

Author(s): Sträter, Udo
[English Version] Quandt, Johann Jakob (27.3.1686 Königsberg – 17.1.1772 ebd.), nach Studium in Königsberg (ab 1701), Leipzig (ab 1706, 1707 M.A.), Halle und Jena sowie einer Bildungsreise durch Deutschland und die Niederlande, wo er v.a. orientalistische Studien trieb, ab 1710 M. legens in Königsberg, 1715 Dr. theol. (Rostock), 1716 a.o. Prof. der Theol., 1718 zugleich Pfarrer in Königsberg-Löbenicht, 1721 Oberhofprediger, Konsistorialrat und o.Prof. der Theol., 1736 Generalsuperintendent in Preußen. Selbst ein orth. Luthertum vertretend, konnte Q. seine Position neben dem einflußreichen Pietisten F.A. Schultz behaupten. Als hervorragender Prediger schloß sich Q. den Sprachreformbestrebungen Johann Christoph Gottscheds an. Sein bes. Interesse galt der litauischen Bevölkerung Preußens, für die er die Bibel (NT 1727; GA 1735) und ein Gesangbuch (1732 u. ö.) in litauischer Sprache herausgeben ließ. Sein dt. …

Quantenphysik

(622 words)

Author(s): Wegter-McNelly, Kirk
[English Version] . Am Ende des 19.Jh. glaubte die Mehrheit der Physiker, mit dem klassischen, von I. Newton eingeführten Paradigma würden sich die wenigen verbleibenden Rätsel der Physik – darunter die Strahlung des schwarzen Körpers, der Photoeffekt und das diskrete Strahlungsspektrum der Atome – bald lösen lassen. I.J. 1900 löste M. Planck das Rätsel des schwarzen Körpers, jedoch nur um den Preis der merkwürdigen Annahme, daß die Strahlungsenergie in diskreten, »Quanten« genannten, Päckchen dah…

Quantentheorie

(438 words)

Author(s): Wegter-McNelly, Kirk
[English Version] . Wie die Newtonsche Mechanik (I. Newton) zielt die Q. darauf, den Zustand und die zeitliche Entwicklung eines physikalischen Systems (Physik) unabhängig vom Grad seiner Komplexität zu beschreiben. Die Standardinterpretation der Q. – nach ihrem dänischen Urheber Niels Bohr wird sie als »Kopenhagener Deutung« bez. – geht jedoch über die Newtonsche Mechanik hinaus. Sie behauptet nämlich, daß physikalische Objekte, von subatomaren Teilchen wie Elektronen bis zu makroskopischen Objek…

Quanzhen-Daoismus

(459 words)

Author(s): Reiter, Florian C.
[English Version] . »Vollkommene Integrität« oder »vollkommene Realisierung« (quanzhen; Q.) bez. eine daoistische Schule (Daoismus), die in der Provinz Shandong im 12.Jh. entstand. Schulgründer war Wang Zhe (1112–1170) aus Shensi, genannt »Doppeltes Yang« (Chongyang). Seine Schüler, die »Sieben Perfekten« bildeten die erste Generation der Q.-Patriarchen: Ma Danyang (1123–1183), Tan Chuduan (1123–1185), Qiu Changchun (1148–1227), Wang Chuyi (1142–1217), Liu Chuxuan (1147–1203), Hao Datong (1140–1212) und Sun Bu'er (1119–1183), vormals Gattin von Ma Danyang. Wang Zhe erhob den Zölibat zur Norm. Die Aufnahme als Schüler folgte der myst. Erfahrung »plötzlicher Erkenntnis« in schicksalhaften Begegnungen. Der Austausch initiierender kryptischer Gedichte im Sinne einer »Geistübertragung« ist wesentlich. Q. war an sich nicht mit Ritual und Liturgie befaßt, weshalb keine Initiierung mit Schriften und Registern (Zhengyi-Daoismus) stattfand. Die Sieben Perfekten und ihre Nachfolger waren Literaten. Manche erlangten aber zugleich auch als Ritualspezialisten (daoshi) am Hof der Jin- und Yuan-Dynastien (12./13.Jh.) Ansehen (Wang Chuyi, Qiu Changchun). Der Entschluß, sich einem Q.-Meister anzuschließen, bedeutete eine neue Lebensorientierung, erkenntlich an neuen Namen und Idealen (z.B. Changchun, »Ewiger Frühling«). Langjährige Askese sollte eine Sublimierung der geistigen und physischen Potenzen erreichen (z.B. »Doppeltes Yang«, d.h. Verdrängung von Yin; Yin und Yang). Namen wie »Eisengesicht« (Hao Datong) belegen die Überwindung der durch die Sinne geprägten Persönlichkeit. Die Menschen unterliegen im postnatalen Leben (»späterer Himmel«) den Prozessen des Verfalls und dem Tod. Die Wiederherstellung der urspr. himmlischen Seinsgabe, der Potenz des pränatalen Lebens (»früherer Himmel«), erfolgt durch die Umkehrung der Verfallsprozesse. Im Verständnis der Q.-Schule wird so Unsterblichkeit erlangt. Dies alles gründet auf den alten Traditionen der inneren Selbstkultivierung (Neidan). Trotzdem wird aber weder eine Lehrschrift noch eine bestimmte Methode benannt. Nur Ruhe, Meditation, emotionale Ungebundenheit und die »Erkenntnis von Leben und Tod« seien erforderlich. Q.-Daoisten leben in zölibatären Klostergemeinschaften. Im »Tempel der Weißen Wolke« (Baiyun guan) in Peking befindet sich ein zentrales Q.-Ausbildungszentrum. Seit der Yuan/Ming-Zeit (13.Jh.) ist für den daoistischen Priester (daoshi) die Verbindung des meditativen Q.- und rituellen Zhengy-Daoismus weithin maßgeblich. Sie wurde vom Zhengyi-Patriarchen Zhang Yuchu (1361–1410) in den »Zehn Regeln« (Daomen shiguei) legitimiert. Die Verbindung von Q. und Zhengyi bestimmt auch heute weithin, aber nicht ausschließlich das Wirken des Priesters im…

Quaque

(251 words)

Author(s): Ward, Kevin
[English Version] Quaque, Philip

Quartodezimaner

(318 words)

Author(s): Kinzig, Wolfram
[English Version] (Quartadezimaner). Der Begriff ist abgeleitet von lat. quarto- bzw. quartadecimani, schon bei Tacitus in militärischem Kontext belegt, im vorliegenden Zusammenhang aber Übers. von griech. τεσσαρεσκαιδεκατι˜ται/tessareskaidekati´tai (zuerst bei Epiphanius von Salamis um 375). Er dient als Sammelbez. für Gruppen von Christen, die Passa (Feste/Feiern: II., III.) bzw. Ostern gemäß der jüd. Pesachberechnung am 14. Nisan feierten. Ihre älteste Bezeugung findet sich bei Apollinaris von Hierapolis (Frgm. De Pas…

Quechua

(401 words)

Author(s): Acuna, Juan M. Ossio
[English Version] (oder »runa-simi«) ist die heute am weitesten verbreitete indigene Sprache Südamerikas (v.a. in den Andenländern Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien) und wurde bereits von den Inka gesprochen. Seine große Verbreitung verdankt Q. v.a. der Ausdehnung des Inkareichs, wobei ältere Dialekte existieren. Die Bez. »Q.« oder »Quichua« stammt aus dem 16.Jh.: Der Dominikaner Domingo de Santo Toma´s vf. 1560 ein Wörterbuch mit dem Titel »Lexico´n Vocabulario de la lengua general de los Ind…

Quellen

(8 words)

[English Version] Wasser

Quenstedt

(230 words)

Author(s): Sparn, Walter
[English Version] Quenstedt, Johann Andreas (13.8.1617 Quedlinburg – 22.5.1688 Wittenberg). Nach dem Tod des Onkels J. Gerhard studierte der Patriziersohn kriegshalber im nahen Helmstedt (G. Calixt, K. Horn), wechselte 1644 aber doch nach Wittenberg (W. Leyser, J. Hülsemann), wo er 1649 Adjunkt der philos. und ao. Prof. der theol. Fakultät wurde; Q. schrieb nicht wenige geographische und antiquarische Werke. 1650 Dr. theol., erlangte Q. 1660 das vierte, nach A. Calovs Tod 1686 schließlich das erste …

Quervain

(164 words)

Author(s): Ruddies, Hartmut
[English Version] Quervain, Alfred de (28.9.1896 La Neuveville, Kanton Bern – 30.10.1968 Bern). Nach dem Studium der ev. Theol. und Philos. in Bern, Basel, Marburg (P. Natorp) und Berlin sowie dem Staatsexamen in Bern (1921) war Q. Pfarrer in La Neuveville, Stuttgart, Elberfeld und Laufen (Kanton Bern). 1929 Promotion zum Lic. theol. in Basel, 1930 dort auch Habil. und PD für Syst. Theol. Seit 1935 unter Beibehaltung seines Basler Lehrauftrags Dozent an der Kirchl. Hochschule der Bekennend…

Quesnel

(294 words)

Author(s): Strohm, Christoph
[English Version] Quesnel, Pasquier (Paschasius; 14.7.1634 Paris – 2.12.1719 Amsterdam), trat nach dem Studium der Theol. 1657 bei den Oratorianern ein, wurde 1659 Priester und 1662 Leiter des Pariser Instituts des Ordens. Bereits sein frühes, in verschiedenen Varianten erschienenes und auch in Deutschland wirkungsreiches Hauptwerk »Re´flexions morales sur le Nouveau Testament« (1668) offenbarte seine jansenistische Orientierung (Jansenismus) und führte zu zahlreichen Anfeindungen. Die Verteidigung…

Quietismus

(1,427 words)

Author(s): Schneider, Hans
[English Version] I. Begriff Der Begriff Q. (vgl. lat. quies, »Ruhe, Stille, Schweigen«) ist eine urspr. polemische Bez. für eine Richtung der Mystik im Katholizismus des 17./18.Jh., deren Spiritualität auf die »Seelenruhe« als höchstes Ziel ausgerichtet war. Bei den Auseinandersetzungen in Italien um sein Hauptmerkmal, die »orazione di q…
▲   Back to top   ▲