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Aidesis
(81 words)

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(αἴδεσις). Zur Zeit Drakons (vor 600 v. Chr.) ein zwischen den Angehörigen des vorsätzlich oder unvorsätzlich Getöteten und dem Blutschuldigen abgeschlossener, vermutlich durch einen Eid bekräftigter Vertrag über die Streitbeendigung durch Zahlung des Wergeldes (IG I3 104,13; Demosth. 43,57), im 4. Jh. die einseitige, von den Angehörigen des Getöteten gewährte Verzeihung bei unvorsätzlicher Tötung.

Bibliography

D. M. MacDowell, Athenian Homicide Law, 1963, 123 ff. 

A. R. W. Harrison, The Law of Athens II, 1971, 78.

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Thür, Gerhard (Graz), “Aidesis”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 18 September 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e109510>
First published online: 2006



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