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Anadikia
(127 words)

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(ἀναδικία). Der Grundsatz, daß eine vom Gericht entschiedene Sache nicht nochmals Gegenstand eines Prozesses sein durfte (für Athen Demosth. 24,54), wird in den griech. Rechten in Einzelfällen durchbrochen: im Säumnisverfahren und in einigen Fällen nach einer erfolgreichen Klage wegen falschen Zeugnisses, δίκη ψευδομαρτυρίων (Pseudomartyrias dike), ist erneutes Prozessieren, a., möglich. Das betrifft nach einem Scholion zu Plat. leg. 937d Prozesse um das Bürgerrecht, die Zeugnisklage selbst und Erbschaftsprozesse. Platon sieht…

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Thür, Gerhard (Graz), “Anadikia”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 16 April 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e119630>
First published online: 2006



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