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Cheirographon
(87 words)

[English version]

(χειρόγραφον), wörtl. “Handschreiben” (Handschein). Neben der Syngraphe die häufigste Form der Privaturkunde der Papyri Ägyptens. Das seit dem 3./2.Jh. v.Chr. bis in die röm. Zeit auftretende ch. ist am Stil des Privatbriefs orientiert und auf keinen bestimmten Geschäftstyp beschränkt. Zeugen waren dabei üblich. Gewöhnlich hatte der aus dem ch. Berechtigte die Urkunde in Händen. In röm. Zeit konnte das ch. durch δημοσίωσις (dēmosíōsis: Einverleibung in ein amtliches Archiv) beweisrechtlich die Gleichstellung mit den vom agoranómos errichteten Notariats…

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Thür, Gerhard (Graz), “Cheirographon”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 01 August 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e232210>
First published online: 2006



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