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Eispoiesis
(119 words)

(Εἰσποίησις). In Athen bezeichnete e. eine Rechtseinrichtung, die man mit der heutigen Adoption vergleichen kann, ähnlich in Gortyn die ánpasis (Großes Gesetz, col. X 33-XI 23). Die e. wurde unter dem Aspekt des Erbrechts (Diatheke) gesehen. In Athen durfte, anders als in Gortyn, nur ein Mann adoptieren, der keinen ehelichen Sohn hatte. Auch die e. für den Fall des Todes, sogar die “postume”, ohne Willenserklärung des “Adoptivvaters” erfolgte, waren möglich. Konstitutiver Akt war in Athen die Eintragung in die Liste der Phratrie, in Gortyn die Vornahme vor der Volksversammlung.

Adop…

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“Eispoiesis”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 23 October 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e327810>
First published online: 2006



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