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Gelegenheitsdichtung
(471 words)

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Eine Form der Poesie, die ihre Entstehung nicht primär dem autonomen Wollen des Dichters, sondern einem äußeren Anlaß verdankt. In einem dem Originalitätsgedanken verpflichteten Verständnis wird G. oft als minderwertig betrachtet [1. 9-11]; doch ist dieser Vorwurf nicht gerechtfertigt, denn im weiteren Sinn sind große Teile der ant. Dichtung seit frühester Zeit G., wie - wohl in Selbstreflexion - das Lied des Demodokos bei Hom. Od. 8,250ff. zeigt [vgl. 2. 35ff.]; auch Homer selbst wird in der biographischen Tradition G. zugeschrieben [3]. …

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Schmitzer, Ulrich (Erlangen), “Gelegenheitsdichtung”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 21 September 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e420930>
First published online: 2006



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