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Gello
(146 words)

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(Γελλώ) bezeichnet den Geist eines ledig gestorbenen Mädchens, der unverheiratete oder schwangere Frauen und Kleinkinder tötet; erstmals wird sie bei Sappho genannt (fr. 178 L.P. = 168 V.) [1]; G. ist ebenfalls Name einer myth. Gestalt mit diesen Zügen (Suda s.v.). Sie wurde noch in byz. Zeit gefürchtet (Johannes Damaskenos Perí Stryngṓn, PG 94, 1904 C; Psellos Dihḗgesis perí Gellṓs [2]), was im ländlichen Griechenland bis heute überdauert [3]. G. wurde oft mit Lamia und Mormo, zwei ähnlichen Geistern, und der Strix in Zusammenhang gebracht. Riten, um G…

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Johnston, Sarah Iles (Princeton), “Gello”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 26 September 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e421040>
First published online: 2006



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