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Gyndes
(83 words)

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(Γύνδης). Nach Herodot (1,189; 202; 5,52) mesopot. Flußname. Der Perserkönig Kyros soll vor der Einnahme Babylons 539 v.Chr. das Wasser des G. in 360 Kanäle abgeleitet haben. Herodot bezeichnet, geogr. unhaltbar, als Quellgebiet des G. den Araxes und die pers. Region Matiane. Wegen der Anmarschrichtung des Kyros ist eine Verknüpfung mit der Diyālā (babylon. Turan/Turnat; lat. Tornadotus, Plin. nat. 6,132) bzw. dem Kanalsystem zw. Diyālā und Tigris am wahrscheinlichsten.

Bibliography

M. Streck, s.v. G., RE 6, 2091f.

Cite this page
Kessler, Karlheinz (Emskirchen), “Gyndes”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 09 December 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e500870>
First published online: 2006



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