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Karyatiden
(348 words)

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(Καρυάτιδες). Überwiegend langgewandete, weibliche Stützfiguren an verschiedenem Gerät (u.a. Spiegelgriffen) oder in architektonischem Kontext (Bauplastik), wo sie Säulen, Halbsäulen oder Pilaster ersetzen. Der Begriff K. ist nach Vitruv (1,1,5) vom peloponnesischen Ort Karyai [2] abgeleitet, im griech. Sprachgebrauch erst für das 4. Jh.v.Chr. nachgewiesen (Lynkeus bei Athen. 6,241d); in Bauinschr. des 5. Jh. v.Chr. (Erechtheion) werden K. hingegen als κώραι (kṓrai, “Koren”) bezeichnet.

Die frühesten architektonischen K. begegnen in Griech…

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Höcker, Christoph (Kissing), “Karyatiden”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 03 August 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e609900>
First published online: 2006



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