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Kentumsprache
(199 words)

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Das Merkwort K. (nach lat. centum) steht für solche idg. Sprachen, in denen von den uridg. Tektalen (Gutturale) die palatale Reihe , , h und die unmarkierte k, g, gh in der unmarkierten zusammengefallen sind: uridg. *kreuh2- “blutiges Fleisch” > lat. cruor, griech. kréas, *k̑ṛd- “Herz” > lat. cor, griech. kardía. Sonst (in sog. Satemsprachen) werden die als eigenständige Phoneme erh. Palatale zu Zischlauten. In K. blieben die Labiovelare kw , gw , gwh (anfänglich) als Phoneme erh., z.B. im Urgriech. und Mykenischen mit der geringen Einbuße *kw > k neben u. Die fr…

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Steinbauer, Dieter (Regensburg), “Kentumsprache”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 09 December 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e612340>
First published online: 2006



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