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Onuris
(196 words)

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(Ὀνουρις). Äg. Gott (Jnj-ḥrt, *ianiy ḥarat, “der die Ferne holt”), keilschriftl. als anḫara, koptisch (a)nhoure belegt. O. ist ikonographisch durch vier Federn am Kopf und eine Lanze gekennzeichnet und trägt ein langes Gewand; Hauptkultorte waren Thinis (8. oberäg. Gau) und Sebennytos. O. wurde oft mit anderen Göttern, bes. Haroeris, Schu und Arensnuphis, teilweise auch Thot (von Pnubs) synkretistisch verbunden; von den Griechen mit Ares gleichgesetzt (Traum des Nektanebos). O. könnte ursprünglich ein Jagdgott gewesen sein; in histor. Zeit wurd…

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Quack, Joachim (Berlin), “Onuris”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 29 September 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e831570>
First published online: 2006



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