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Parakatabole
(110 words)

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(παρακαταβολή). Wörtlich “Zahlung einer Geldsumme” ( parábolon ), wird im Recht Athens für verschiedene Zahlungen gebraucht, welche die Parteien zu Prozeßbeginn zu tätigen hatten ( prytaneía ). Speziell in Erbschaftsprozessen und im Streit um konfisziertes Vermögen hatte der Kläger ein Zehntel bzw. Fünftel des Streitwerts zu hinterlegen, das bei Prozeßverlust dem Staat verfiel bzw. dem Gegner zufiel (strittig). Dies sollte ähnlich der nach Prozeßverlust zu zahlenden epōbelía mutwilliges Prozessieren vorbeugen. Das Verbum παρακαταβάλλειν (parakatabálle…

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Thür, Gerhard (Graz), “Parakatabole”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 18 September 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e907800>
First published online: 2006



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