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Praevaricatio
(238 words)

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(wörtlich etwa: “sich von vornherein Querlegen”) bezeichnet bei ma. christl. lat. Autoren meist den Glaubensabfall; in ant. röm. juristischen Quellen (Cod. Theod. 16,7,3,1: 383 n. Chr.) in diesem Sinn selten. P. ist dort die Begünstigung des Angeklagten durch den Ankläger im öffentlichen Strafverfahren ( iudicium publicum ). Im weiteren Sinne erstreckt sich der Begriff auf andere öffentliche (Dig. 44,3,10), sogar auf private Verfahren (Cod. Iust. 2,7,1) und auf andere Beteiligte (Dig. 47,15,1 pr.). P. umfaßt alles Handeln zum Schutz des Angeklagten v…

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Ebner, Constanze (Innsbruck), “Praevaricatio”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 18 October 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1007480>
First published online: 2006



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