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Proix
(641 words)

[English version]

(προίξ). Etym. “mit offener Hand gereichte Gabe” (im Epos nur im Genetiv im Sinne von “gratis” bekannt), bezeichnet p. in der agnatischen Familienordnung der griech. Poleis die “Mitgift” (im Gegensatz zur phernḗ der Kleinfamilie im hell.-röm. Ägypten). Erst ab dem 3. Jh. n. Chr. (Vorläufer FIRA I2 58,25; 68 n. Chr.) tritt p. als Übers. der röm. dos auf.

Am besten bekannt ist die rechtliche Struktur der p. aus Athen (zu den hell. Inschr. aus Mykonos, Tenos, Amorgos, Naxos und Syros vgl. [6. 135-137, 149 f.]). Anläßlich der Verheiratung ( engýēsis ) übergibt (oder ver…

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Thür, Gerhard (Graz), “Proix”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 20 June 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1009670>
First published online: 2006



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